2018, 2019 und 2022 fanden die Süddeutschen Hifi-Tage in einem Holiday Inn vor dern Toren Stuttgarts statt. Im letzten Jahr verlegte Ivonne Borchert-Lima die Veranstaltung ins Radisson Blu in Ettlingen, wo die Besucherzahlen leider reichlich Luft nach oben ließen. Heuer bot das Le Meridien in der Stuttgarter Innenstadt der Messe ein neues Zuhause.
Und das war die richtige Wahl, nicht nur, weil das Hotel verkehrsgünstig gelegen war und Zimmer und Säle recht gute Bedingungen für die Vorführungen boten, sondern vor allem, weil die Hifi-Tage wieder eine Vielzahl von Besuchern anlockten – des freundlichen Spätsommerwetters zum Trotz. Da wir nur am Samstag vor Ort waren, haben wir am Montagmorgen einige Aussteller telefonisch befragt: Sowohl mit der Zahl als auch der Qualität des Publikums war man rundum zufrieden. Von einer Regionalmesse gerade mal vier Monate nach der High End darf man natürlich keine Fülle an Neuheiten erwarten, aber dennoch gab es einiges Interssantes zu entdecken, und sei es nur deshalb, weil es im Überangebot in München ein wenig untergegangen war. Schön, dass die Süddeutschen Hifi-Tage auf dem besten Wege sind, zu alter Stärke zurückzufinden.
Der japanische Tonabnehmer-Spezialist Hana hat seine renommierte S-Serie umfassend überarbeitet und mit der MkII-Version eine bemerkenswerte Weiterentwicklung geschaffen. Masao Okada-san, der Chefentwickler von Hana, hat leistungsstarke Alnico-Magnete sowie die Kreuzspule des bekannten Umami Blue in die neuen S-MkII-Modelle integriert.
Ein neu entwickelter, konischer Aluminium-Nadelträger mit einem Shibata-Diamanten an der Spitze führt zu einer signifikanten Gewichtsreduzierung und verbessertem Abtastverhalten. Eine schwarz lackierte Messingplatte sowie der Korpus, der mit einer Soft Feel Elastomerharz-Beschichtung versehen ist, tragen zur effektiven Resonanzdämpfung bei. Wichtige Komponenten des Generators sind zudem kryogenisch behandelt. Das resultierende Klangbild ist natürlich und fein aufgelöst. Es wird getragen von einer substanziellen Dynamik, die das hervorragende Preis/Leistungs-Verhältnis der Hana S MkII-Serie unterstreicht. Zu dieser Serie gehören neben der SL MkII-Version mit 0,4 Millivolt Ausgangsspannung auch das High-Output-Modell SH MkII sowie eine Mono- Variante. Die neuen Hana S-MkII-Tonabnehmer sind ab Oktober 2024 in Deutschland zu einem Preis von jeweils 750 Euro erhältlich. Hana gewährt auf seine Tonabnehmer eine Herstellergarantie von 2 Jahren.
Merkmale der Hana-S-MkII_Serie:
1. Shibata Diamant: Um eine verzerrungsarme Schallplattenwiedergabe zu gewährleisten, setzen die Hana S-MkII-Modelle erneut auf einen Diamanten mit Shibata-Nadelschliff, der bereits in der Vorgängerserie verwendet wurde. Im Vergleich zu den elliptischen Diamanten der kostengünstigeren Hana E-Serie verteilt sich die Auflagekraft beim Shibata-Schliff, trotz des schärferen Profils, auf eine nahezu doppelt so große Fläche. Dies verbessert sowohl die Abtastfähigkeiten als auch die musikalische Auflösung erheblich.
2. Konischer Aluminium-Nadelträger: Die MC-Tonabnehmer der Hana S-Mk-II-Serie sind mit einem neu entwickelten, konischen Aluminium-Nadelträger ausgestattet. Dieser wurde so gestaltet, dass er durch seine gewichtsoptimierte Form eine höhere Steifigkeit und eine entscheidende Massenreduzierung an der Tonabnehmerspitze bietet, was sich insbesondere bei Dynamikspitzen und im Tieftonbereich positiv auf die Klangqualität auswirkt.
3. Alnico-Magnetsystem: Das für die neuen S-Mk-II-Tonabnehmer verwendete Alnico-Magnetmaterial, das bereits im Hana ML-Generator zum Einsatz kommt, gewährleistet eine authentische Musikwiedergabe. Alnico-Magnete zeichnen sich durch hervorragende Linearität und reduzierte Sättigung aus, was zu einer reichen und nuancierten musikalischen Darbietung führt. Die hochwertigen Kupferdrähte (High Purity Copper) werden fachmännisch von Hand auf den Queranker aus Permalloy gewickelt, der ebenfalls im Umami Blue- Generator zu finden ist.
4. Beschichtetes Gehäuse mit Messingträger: Der verbesserte, resonanzfreie Korpus, der sich an der Form der Hana M-Serie orientiert, ist bei der S-Mk-II-Serie mit einer mattschwarzen Soft-Feel-Elastomer-Beschichtung versehen, die nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern vor allem die akustischen Eigenschaften optimiert. Der oben angebrachte Messingträger verfügt über integrierte Gewinde, die eine sichere Montage des Tonabnehmers gewährleisten. Die S-Mk-II- Tonabnehmer sind im Vergleich zur Vorgängerserie deutlich schwerer, was zu einer verbesserten Kopplung mit dem Headshell führt und die Kompatibilität mit einer Vielzahl von Tonarmen auf dem Markt erhöht. Klanglich äußern sich diese Optimierungen in einer verbesserten Tieftonwiedergabe und dynamischen Fähigkeiten, die man bisher nur von größeren Hana-Tonabnehmern kannte. Diese Kombination aus durchdachtem Design und hochwertigen Materialien sorgt für ein herausragendes Hörerlebnis.
6. Kryotechnik: Das „Kaltglühen“ bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt wird zur Behandlung des Polschuhs, des vorderen und hinteren Jochs im S-Mk-II-Generator sowie bei den hinteren, vergoldeten Signalausgangsstiften angewendet. Kritische Komponenten der neuen S-Mk-II-MC-Systeme sind somit kryogenisch behandelt, um – wie bei den größeren Hana-Modellen – einen natürlichen Klang mit gesteigerter Auflösung zu erzielen. Durch den kryogenen Prozess verändert sich die molekulare Struktur der leitenden Materialien, was den drei Tonabnehmern der S-Mk-II-Serie den letzten Feinschliff verleiht.
Herstellerangaben
Hana S MkII MC-Tonabnehmer
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Nähere Informationen zur Hana S MkII-Serie sowie einen Händlernachweis hält der deutsche Hana Vertrieb, das High-Fidelity-Studio, auf der Website www.high-fidelity- studio.de oder telefonisch unter 0821-37250 bereit.
Vertrieb
High-Fidelity Studio
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Anschrift | Dominikanergasse 7 86150 Augsburg |
Telefon | +49 821 37250 |
Mobil | +49 170 3303343 |
Fax | +49 821 153634 |
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Web | www.high-fidelity-studio.de |
Even before the High End, I had planned to review darTZeel's NHB-18S and NHB-108 pre/end amplifier combination. In the showroom, I asked company founder Hervé Delétraz about the technical details of his creations. He suggested that we talk about it in detail at the company headquarters and in his private listening room near Geneva.
In the first half of July, the time had come: we visited darTZeel in Plan-les-Ouates. The company is based there in a spacious building complex owned by a foundation, whose employees also carry out some of the production for the high-end company. But you can find out more about this directly from Hervé Delétraz, who proved to be pleasantly open and willing to provide information in the following interview - regardless of whether it was about constructive solutions for his electronics or details of his CV. I find his comments so fascinating that I have decided to present them to you virtually unedited and unabridged but in two parts due to their length. But before we start with the first part, you should know that the company name darTZeel is an artificial word that Hervé Delétraz made up from the letters of his surname, an anagram. There is probably no better way to document the developer's attachment to his product.
Dirk Sommer: How did you come to HiFi? Normalerweise sagt fast kein Firmeninhaber oder Entwickler, dass er geplant habe, in der HiFi-Branche zu arbeiten. Sie kamen mehr oder weniger zufällig dorthin. Wie ist Deine Geschichte?
Hervé Delétraz: I was born in 1962. In the mid 70s you didn't have a lot of leisure activities only music und cinema, no telephone, no internet whatever. So I like to play some music. I first started by listening to the radio. My parents had a Philips tube radio with an old turntable, and I was listening not to music at the beginning, but some stories on vinyl. There were some stories like fairytales or whatever. I liked this. And one day I decided to to remove the radio that was inside a piece of furniture. So I removed it and I put it in my bedroom, and started to to listen to the radio. At that time you had the long wave radio statios like France Inter and Europe 1. In the night there were programms with very nice music. And they were talking about the music and the musician and they already talk about jazz at the time. But I didn't like it so much because it was new for me. But I've got used to listening to this music.
My brother, who was more serious than me worked in the summer to make some money. So he had more money than me to buy a Hi-Fi system. He had a nice Hifi system. So I lead long cables from his room to my room to be able to listen to his music through my radio. It was nice at the beginning. He had some Japanese components and Thorens speakers, the flat panels that were made a long time ago with 98 dB of efficiency. I don't remember the names of the big models. They were nice and but I was not satisfied with the sound of the Japanese amplifiers, to me it was a little bit harsh, hard and dry. So I started to buy some Revox amplifiers and Revox Hifi, because I liked the sound much more, because to me it was softer, better, less harsh. But I never had the money to buy a tape machine. So I had all the equipment from Revox, but not the tape machine. I always had the last version they made as I worked also in the summer to buy them. And when I was in school at the age 13, I decided to study electronics because I liked these things and was interested in what's going on inside the gear. So I went to the Engineers School of Geneva. In 1984, I graduated. I got my diploma as an engineer in the field of electrical engineering. It was called ‘Génie Électrique’ in French. I did my diploma in the electrical faculty with a specialisation in telecommunications.
My degree dissertation consisted of building an amplifier. That was fun because back then, in 1984, I built a digital amplifier, Class-D. That was nice because there were no complete chips, so everything was discrete with integrated circuits. You had to build your own discriminator and comparator, and that was a challenge. Then after school I decided to develop my own amplifier, but analogue rather than digital. It was a long, long, long time of trial and error. Then one day my father said to me: ‘Maybe it would be nice if you started working and had a job.’ ‘Okay, Dad.’
So I started my first job at LeCroy. I don't know if you remember: LeCroy was a company that made digital oscilloscopes, and they were one of the first. It was an American company, but they had a division in Geneva. And there were some very brilliant engineers there. They developed a new digital oscilloscope that beat all the brands like Tektronix or Phillips. I only worked there for two years. Then I opened a business with a friend to import and distribute telecoms products. It wasn't about hi-fi, but about products such as fax and communication systems. At that time, mobile phones were emerging, which were called the Nordic mobile phone. It was not GSM, it was much earlier than this. But to make the story short, in the 90s we had to give up this business because the economy was not going well. Before we stopped, we moved into computers and my former colleague still works there. But I didn't know what I wanted to do.
Then I saw a job ad in the newspaper about to work for the city of Geneva as a civil servant. I got the job and was in charge to get the first portable computers for the 80 politicians of Geneva. And I was in responible for choosing the computer model. Then I became the 'guru 'because when the policians had a problem, they called me. At the time we had Windows 3.1 oder 3.1.1. It was a long time ago. I worked for the city of Geneva for eight years, but my my passion grew stronger and stronger: I wanted to build amplifiers. And so I never stopped thinking about my project. I tried, I failed, I tried again and failed again. So I was happy to have this job in the city because we had to have something to eat the end of the month.
It took me 16 years in total long to think about my first amplifier. In 1999 I built a prototype of the first darTZeel amplifier, it was called Model Zero. It was very huge because I didn't know which size I need inside. So I made it bigger than I needed. Now it's still there and when you look inside, it's almost empty. When I switched on the amplifier for the first time, I was afraid it would burst into flames. But everything was fine. I remember my son coming into the basement and me hugging him and saying, ‘It's working. It's working.’ I was so happy. That was 1999, and then I started to just enjoy my first creation.
Friends came to listen to it and said: “You can't make only one. You have to make one for me and for me and for me. Because we want it.” “Okay, guys.” Well, at that time it was quite complicated because we didn't have all these modern programmes to do drawings and stuff. At the time I didn't have the means to use AutoCAD, but there was a little software for designing called AutoSketch, which was derived from AutoCAD, but for beginners. To design the shape, all the electronics, the mechanics and everything else for this amplifier took me maybe two to three years.
DS: Were you still working for another company at that time?
HD: Yes. I still was a civil servant for the city of Geneva and in this job you don't have a lot of trouble. Your work is secure, and you can have some free time. I used this free time to develop my amplifiers. And they were ok, they were really good. Around the year 2000 I was building the first amplifiers and planed to exhibit them on a show. But I wanted to go to the US because for me that seemed to be the right place for us. If started in Geneva, Switzerland, it wouldn't be possible to become known. So in 2002 I exhibited in New York at the show organized by Stereophile. I remember the show took place at the Hilton Hotel in June in. I brought a lot of of stuff to make sure I had everything except speakers because they were too big. Two really nice American guys offered me to put two pairs of speakers in the room, I could listen to them and could keep to ones I preferred to to make my demonstration. The American guys are really nice.
When I came to the room, I saw two big wooden boxes. What was it? I didn't know that they put the speakers in a wooden box. I was used to speakers in a cardboard box. I didn't have any tools to a open the boxes. I needed an electric screwdriver. I went into the corridor and somebody borrowed me a screwdriver. I made the setup and there were quite a lot of people interested to listen to my system. I used a Nagra Preamp because I didn't have my own preamp at that time. And I also had a Goldmund Studietto turntable. I brought almost one ton of material there. That was incredible and it was a great show. The year after, in 2003, I had my first distributor. I started with him in the US and he was my distributor for more than 20 years. He died last year because he had cancer. And then we had to find a replacement. Now we have a new man in the US.
But it all started in the U.S. For me U.S. is just the best place for High End, because people know what it is. And they can understand the difference between supposed High End and the real High End and appreciate the quality of the products. I'm not saying that there aren't people like this in Europe, but far fewer. But in the U.S, it's more common for them to make the difference between Hifi and High End. I still make my my biggest sales in USA even though Asia is quite a competitor because they buy a lot too. In Asia the people still buy more because they want something expensive than something good. Yes, that's a bit short-sighted and It's changing, but that was the case in the past.
DS: You said that you have a patent for your amplifier. What did you get it for?
S2: It's for the electronic circuit in the audio part. You can even see the patent on the internet. My circuit is so simple that when I built the prototype, my mother told me: „You know, it's fantastic, but you have to patent it.“. “Why Mom?” “Because you cannot use it, if somebody copies you.” I asked a lawyer how I should proceed. He researched all over the world to see if anyone had built a similar circuit and found out: No. So I was able to apply for the patent. My work was based on the conviction that negative feedback is not good for the sound. At that time I read about Matti Otala. He fought against global negative feedback and made three designs with very low negative feedback. It was one design for Harman Kardon, one for B&O and one for Revox. Matti Otala designed the big power amplifier with the VU metres, the A740. I love it. It doesn't have global negative feedback, but it has a lot of local feedback loops that respond faster. But for me it still had too many stages, too many components.
I contacted Matti Otala and we had some correspondence for some time. And that was nice. He was quite old and retired at the time. And we exchanged ideas and I told him what I wanted to do. He answered: “Nice. Great. Go ahead.” I didn't want to steal his work. So I was going to do my own research and for me it was obvious that the fewer components in the signal path the better. So I tried removing all the stages from my Revox amplifier until it stopped working because it was nothing left in it. So I tried with two stages, three stages, four stages et cetera. At the end my first 108 had three stages: Only one input stage, one gain stage and one output stage and they had no connection via negative feedback. The input stage is independent. There is no feedback on it. The middle stage has a small feedback for the setting of the gain, but is split into one small feedback for the positive leg and the for the negative leg. So it is separated. That helps the amplifier to be more responsive with depending on the voltage if it is not the same. The output stage is a bipolar transistor follower with a fully open loop. Many people and even competitors say their amplifiers have no feedback but it's not exactly like this. If you look at the schematics there is always some feedback at some point. The only schematics I know of where the feedback is extremely low, is my design. The problem was also how to achieve a high bandwidth. Because if you don't have any feedback, the bandwidth is limited to achieve stability.
In the 90s, it was nice: I was lucky at the time because Motorola had just launched a new kind of transistors, the bipolar transistor specially dedicated for audio, and I think I was one of the first to use them bach then. Today everyone uses them. In all amplifiers you find the same transistors, the MJL3…, whatever Motorola called them, they changed their name to Semi and now it's not Motorola anymore. But they still make them, Sanken makes them, Toshiba makes them and all the manufacturers make them under their name. But the original one was made by Motorola in 1995. And it's funny that every amplifier manufacturer used the same transistor. I'm glad I was one of the first to use them back then. These transistors were nice because they keep the gain even if you put a lot of current into them. The more current you take out of a transistor, the lower the gain usually becomes. With these transistors, you can keep the gain constant no matter how high the output current is. So if you don't draw too much current, you can increase the bandwidth. I do that and then my amplifier goes up to 1 megahertz with -6 decibels without negative feedback.
And why 1 megahertz? That supposedly doesn’t make any sense, because we don't hear so high. But the aim was also to have as less as possible phase shift in the audio band. And if you need to have less than one degree of phase shift in the frequency response extremes you need a bandwidth 50 times higher or lower. So 50 times 20 KIlohertz, is just 1 Megahertz. If you archive this, you can have a very low phase shift at 20 Kilohertz and also in the bass. I don't like DC coupling because it's dangerous to my opinion. So the amplifer is AC coupled, but with a very, very low cut-off frequency.
It's very easy to test an amplifier with a square wave, because with a square wave you can see the rise time in the highs and you can see the phase error in the lows if the plateau is flat. What's very funny is that nobody publishes anything about the bass response. Our amplifiers are quite flat up to 20 Hertz. Since the phase shift in the lower range is almost non-existent, you get the feeling that the power amplifier is going down an octave. If you connect a darTZeel amplifier to any speakers, the bass is more consistent, not louder, but more present.
You can read the second part of the interview with Hervé Delétraz here soon.
Heute stellt Ferrum mit dem neuen WANDLA GoldenSound Edition Converting Plugin eine einzigartige Funktion vor: Mit dem Converting Plugin können Besitzer des ursprünglichen WANDLA nun alle Vorteile der WANDLA GoldenSound Edition nutzen.
Die WANDLA GoldenSound Edition entstand, als das Ferrum-Team in einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen unseren eigenen talentierten Mitarbeitern und Cameron Oatley von GoldenSound damit begann, neue Eigenschaften in die Software von WANDLA zu implementieren. Mit der WANDLA GoldenSound Edition wurden Funktionen eingeführt, die im ursprünglichen WANDLA nicht vorhanden waren, wie zum Beispiel Spatial Enhancement, Tube Mode und Impact+. Wir strebten die beste Leistung der DSP-Engine für die neuen Funktionen an und konnten unsere eigene dynamische digitale Filterung beibehalten. Darüber hinaus verfügt die WANDLA GoldenSound Edition über einen erhöhten digitalen Headroom, wodurch sie noch unempfindlicher gegen Verzerrungen durch Intersample-Übersteuerungen ist.
Besitzer des Original-WANDLA können für nur knapp 600 Euro eine Lizenz erwerben und das WANDLA GoldenSound Edition Converting Plugin installieren, um ihr Gerät in die WANDLA GoldenSound Edition zum Preis von 3300 Euro umzuwandeln. Das wichtigste ist, dass das Converting Plugin nach Belieben deinstalliert und installiert werden kann, für Benutzer, die zu den ursprünglichen Funktionen oder zu denen der WANDLA GoldenSound Edition zurückkehren möchten. So gesehen besitzt man mit dem Converting Plugin gleich zwei WANDLAs.
Das WANDLA Converting Plugin bietet folgende zusatzliche Funktionen
Das WANDLA GoldenSound Edition Converting Plugin für den originalen WANDLA ist im Ferrum-Webshop auf ferrum.audio erhältlich
Die Marke Ferrum entstand Anfang 2020 aus der Vision des leitenden Ingenieurs und CEO Marcin Hamerla zusammen mit seinem Team aus talentierten Ingenieuren und Kreativen. Sie machten sich daran, eine komplette Reihe hochwertiger HiFi-Komponenten von Grund auf neu zu entwerfen und kombinierten Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Qualität in kompakten, aber attraktiven Paketen, die sich nur auf eines konzentrierten: das bestmögliche Klangerlebnis zu einem erschwinglichen Preis zu bieten. Das genaue Gegenteil dessen, was bis dahin als „High-End“ galt. Als Inspiration diente ihnen einfach ihre eigene umfangreiche Erfahrung im Bereich des digitalen und analogen Audiodesigns in Kombination mit ihrem reichen lokalen Erbe an handwerklicher Kunstfertigkeit und musikalischem Genie in der Region Warschau in Polen. Die Verschmelzung von Eisenerz mit einem Hauch von Chopin führte sie zum Markennamen Ferrum (was Eisen bedeutet). Da alle für die Muttergesellschaft HEM gearbeitet hatten, einige davon mehr als zwei Jahrzehnte, ermöglichte ihr Wissen über Elektronik und ihr Verständnis für den analogen und digitalen Bereich dem Team, völlig unkonventionell zu denken, als sie ihr erstes Produkt entwickelten, das ganz am Anfang der HiFi-Kette stand, das Netzteil.
Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
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Anschrift | Aleje Jerozolimskie 475 05-800 Pruszków Poland |
Telefon | +48 22 823 7238 |
info@hem-e.com | |
Web | ferrum.audio |
Der Cayin Soul 170HA ist das neueste Modell der renommierten Soul-Serie und setzt neue Maßstäbe im Bereich High-End-Audioverstärker. Der neuer Kopfhörerverstärker ist nicht nur für Kopfhörer-Liebhaber interessant: mit 2x 18 Watt spielt er seine Stärken auch an wirkungsgradstarkenLautsprecherboxen aus.
Der Soul 170HA besitzt ein herausragendes Schaltungsdesign und schafft eine beeindruckend breite Klangbühne, die sowohl in Detailreichtum als auch in Musikalität überzeugt. Der Soul 170HA ist in der Lage, sowohl Lautsprecher als auch Kopfhörer mit erstklassigem Klang zu versorgen und bietet eine Vielzahl an fortschrittlichen Funktionen, die ihn zu einem wahren Meisterwerk machen. Eine der herausragenden Eigenschaften des Soul 170HA ist seine optimierte Röhrenschaltung. Im Herzen des Verstärkers arbeitet eine Kombination aus zwei 6SN7-Doppeltriodenröhren in der Treiberstufe, die aufgrund ihres mittleren Verstärkungsfaktors und geringen Innenwiderstands ausgewählt wurden. Diese Röhren zeichnen sich durch ihre geringe Geräuschentwicklung und ausgewogene Klangbalance aus, was zu einem dynamischen und detailreichen Klangbild führt.
Cayin arbeitet schon lange mit dem Hersteller der in der Ausgangstufe eingesetzten Tung-Sol KT-170 Tetroden zusammen und war mit an der Entwicklung dieser Röhre beteiligt. Daher kennt Cayin die Eigenschaften der KT-170 Röhre genau und konnte so das einzigartige Design eines Class-A-Single-Ended-Verstärkers entwickeln, der für Kopfhörer und auch die Wiedergabe über Lautsprecher ausgelegt ist. Das externe Netzteil des Verstärkers sorgt für eine saubere und stabile Stromversorgung, die unerwünschte Störungen minimiert und die Klangqualität weiter steigert. Darüber hinaus wird die Gleichrichtung durch JJGZ34S Röhren realisiert, was eine saubere Stromversorgung gewährleistet und zu einem harmonischen und nuancierten Klangbild beiträgt. Die Lautstärke lässt sich auch mit der mitgelieferten Fernbedienung steuern.
Der Soul 170HA verwendet hochwertige Netz- und Ausgangstransformatoren, die in-house entwickelt wurden, um Signalverluste zu minimieren und eine hohe Klangtreue zu gewährleisten. Besonders bemerkenswert ist die Möglichkeit, zwischen dem Trioden- und Ultralinear-Modus zu wählen. Während der Triodenmodus eine sanfte und elegante Wiedergabe ermöglicht, sorgt der Ultralinear-Modus für einen offenen und dynamischen Klang, der ideal für verschiedene Musikgenres geeignet ist. Ein weiteres Highlight des Cayin Soul 170HA ist die präzise Impedanzanpassung für die Kopfhörerausgänge. Dies ermöglicht es dem Verstärker, verschiedene Kopfhörertypen optimal anzusteuern und sicherzustellen, dass jedes Detail der Musik perfekt wiedergegeben wird. Die innovative Auto Bias-Schaltung sorgt zudem dafür, dass die Röhren automatisch optimal eingestellt werden, was deren Lebensdauer verlängert und die Sicherheit erhöht.
Die hochpräzise Lautstärkeregelung des Soul 170HA ermöglicht eine gleichmäßige und exakte Steuerung, ohne dass es zu Klangbeeinträchtigungen kommt. Eine elektronische Sicherung des Schaltkreises über eine MCU überwacht und schützt die internen Schaltungen, um eine optimale Betriebsleistung und Langlebigkeit zu gewährleisten. Der Verstärker ist direktverdrahtet und verwendet nur sehr hochwertige Bauteile, was Signalverluste minimiert und eine herausragende Klangqualität sicherstellt. Auch die Gehäusegestaltung überzeugt: Das edle, retro-inspirierte Design fügt sich nahtlos in jede Wohnumgebung ein und bietet zugleich eine effektive Wärmeableitung sowie Vibrationsdämpfung. Schließlich bietet der Cayin Soul 170HA umfangreiche Ein- und Ausgänge, die eine flexible Integration in verschiedene Audio-Setups ermöglichen. Mit all diesen Features ist der Cayin Soul 170HA die perfekte Wahl für Audiophile, die höchste Ansprüche an Klang und Design stellen – ganz gleich, ob sie Kopfhörer oder Lautsprecher verwenden wollen.
Der Cayin Soul 170HA ist ab sofort bei autorisierten Fachhändlern und im Cayin Store zum Preis von knapp 8.000 Euro erhältlich. Cayin stellt auf den Süddeutschen Hifi-Tagen am 21. und 22.09.24 in Zimmer 163 aus: Hier haben Sie die Möglichkeit den Soul-170HA und weitere spannende Cayin Neuheiten live zu erleben.
Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
Telefon | +49 6174 9554412 |
Fax | +49 6174 9554424 |
info@cayin.com | |
Web | www.cayin.de |
Transrotor – ein Name über den man im High End Bereich keine Worte verlieren braucht und der für viele das Synonym für Plattenspieler schlechthin ist. Erstaunlicherweise haben sich unsere Wege noch nie gekreuzt. Das wird sich jetzt mit dem Transrotor Strato Bianco ändern.
Seit ich für hifistatement schreibe, habe ich mich um Tests von Plattenspielern, Tonarmen und Tonabnehmersystemen erfolgreich „gedrückt“, auch wenn unser Chefredakteur immer wieder Anläufe in diese Richtung unternahm. Nicht weil ich mit „Analog“ nichts zu tun haben möchte, sondern mehr aus Bequemlichkeit.
Doch beim Transrotor Strato sind mir dann schließlich die Argumente ausgegangen. Kein aufwändiger Aufbau, keine zeit- und nervenaufreibende Justage. Wenn dann das Gerät noch persönlich vom Chefredakteur beim Hersteller abgeholt und angeliefert wird, was soll man dann noch sagen? Der Strato ist für Transrotor in mehrfacher Hinsicht durchaus ein wenig ungewöhnlich. Das beginnt beim äußeren Erscheinungsbild. Die meisten Modelle von Transrotor haben eine eher rundliche Form mit freistehenden Einzelkomponenten, wie Motor und Riemen. Der Strato dagegen orientiert sich mit seinem markanten eckigen Auftritt, mit Haube und innenliegenden Komponenten eher an einen klassischen Plattenspieler. Dazu passt, dass sich der Strato als Komplettsystem bestehend aus Laufwerk, Tonarm und Tonabnehmersystem versteht, das auch nur als solches angeboten wird und das bei Transrotor fix und fertig montiert und justiert wird.
Da drängt sich unwillkürlich die Frage auf: Komplettangebot und High End – kann das zusammenpassen? Nun, zunächst einmal ist der Strato kein Billigangebot, sondern zielt ganz klar auf eine zwar Design-orientierte Kundschaft, aber eine mit klaren High End Ambitionen. Für die Realisierung hat man sich ausgiebig im hauseigenen Baukastensystem bedient und dem Strato hervorragende und bestens beleumundete Komponenten spendiert. Den Strato gibt es ausschließlich in den Varianten „Nero“ für Schwarz und „Bianco“ für weiß. Unser Testmodell ist ein „Bianco“ und sieht für meinen Geschmack richtig schick und edel aus. Die Zarge des Strato ist in Sandwichbauweise ausgeführt. Zwei Zentimeter starke Acrylplatten oben und unten umschließen einen Kern aus massivem, drei Zentimeter starkem Aluminium in der Mitte. Der Materialmix soll sich positiv auf die Unterdrückung von Resonanzen auswirken. Die Zarge ruht auf drei in der Höhe verstellbaren Füßen.
Der massive, mehrere Kilo schwere Plattenteller ist etwa sechs Zentimeter hoch und verjüngt sich auf den letzten Millimetern nach oben ganz minimal, was das Wechseln von Platten während des laufenden Betriebs erleichtern soll. Ich kann das aus der praktischen Erfahrung bestätigen. In der schwarzen Ausführung besteht der Plattenteller aus dem Spezialkunststoff POM (Polyoxymethylen), während bei beim Bianco der Teller aus Acryl gefertigt ist. Der Antrieb des Strato ist vollständig unter dem Plattenteller verborgen. Wir heben deshalb vorsichtig den Plattenteller ab, um uns das Innenleben des Strato genauer anzuschauen. Der Plattenteller thront auf einem massiven Subteller. Wenn wir diesen auch noch abnehmen, erkennen wir einen massiven Aluminiumblock, der auf sechs flachen Gummifüßen ruht und darüber von der Laufwerkzarge und dem Tonarm entkoppelt ist. In der Mitte ragt aus dem Aluminiumblock eine Stahlspindel heraus, in die oben eine Keramikkugel eingepresst ist. Darauf rotiert der Subteller über eine in seiner Unterseite integriert Lagerbuchse. Spindel und Lagerbuchse sind ölgeschmiert. Wir sprechen bei dieser Konstruktion von einem hydrodynamischen Invers-Lager.
Der Subteller selbst besteht wiederum aus zwei Hälften, Transrotor Magnetic Drive genannt oder kurz TMD, die auf einer gemeinsamen Achse sitzen. Die untere Hälfte wird dabei nach dem Subteller-Prinzip über Riemen angetrieben. Die obere Hälfte trägt den eigentlichen Plattenteller. Die Kopplung zwischen beiden Hälften erfolgt über Neodym-Magneten, die in beiden Hälften eingelassen sind. Die Stärke der Magneten ist dabei so dimensioniert, dass einerseits die Drehbewegungen der angetriebenen unteren Hälfte sicher auf den oberen Teil übertragen werden, sich andererseits aber noch eine leichte radiale Beweglichkeit, man könnte auch Schlupf sagen, ergibt. Wir können diesen Effekt leicht nachvollziehen, wenn wir die untere Hälfte des Subtellers festhalten und die obere Hälfte verdrehen: nach Überwindung eines gewissen Anfangswiderstands – das ist die gerade beschriebene leichte Beweglichkeit – rastet das Oberteil nach einer Drittelumdrehung wieder sanft ein, wenn die Magneten erneut vollständig übereinander stehen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: die beiden Hälften stehen in mechanischem Kontakt und werden mit einem Kugellager zentriert. Die Aufgabe der Magnete ist nicht, die obere Hälfte des Subtellers auf dessen unterer Hälfte schweben zu lassen, sondern die Magnete sollen eine Art Kupplung bilden, die für einen geringfügigen Schlupf zwischen unterer und oberer Hälfte sorgt. Damit sollen minimale Schwankungen des Antriebs nochmals reduziert werden.
Neben dem Lager ist in dem zentralen Aluminiumblock auch der Antrieb integriert. Dieser besteht beim Strato aus gleich drei Motoren, wobei der gleiche Synchronmotor zum Einsatz kommt wie in allen anderen Transrotor-Modellen. Die Verbindung zwischen den Motoren und der unteren Hälfte des Subtellers erfolgt über drei in der Höhe versetzte Rundriemen. Der erste Riemen läuft um die jeweils unterste Nut an den drei Motor-Pulleys und am Subtellerunterteil, der zweite Riemen um die mittleren Nuten und der dritte Riemen schließlich um die obersten Nuten. Wichtig ist, dass sich die Riemen nicht berühren, sondern sauber in den jeweils vorgesehenen Nuten einzeln für sich laufen. Diese aufwändige Form des Antriebs soll den Vorteil haben, dass das Lager von allen Seiten den gleichen Zug erfährt und dass drei Motoren und drei Riemen eventuell vorhandene Restschwankungen und Ungleichheiten besser untereinander ausgleichen können. Alles zusammen soll sich besonders positiv auf die Laufruhe des Laufwerks auswirken.
Die Stromversorgung für die drei Motoren ist ausgelagert und wird beim Strato dem größten Netzteil von Transrotor, dem „Konstant FMD“ anvertraut. Das Netzteil ist in einem verchromten, massiven Gehäuse mit Kühlrippen untergebracht. Es bietet die Wahl zwischen den Geschwindigkeiten 33 1/3 und 45 U/min. Darüber hinaus ist auch ein Feinabgleich der beiden Geschwindigkeiten um jeweils +/- 5 % durch zwei kleine kreisrunde Öffnungen auf der Frontplatte möglich. Dazu rate ich Ihnen allerdings nur, wenn Sie die Möglichkeit haben, die tatsächlichen Abweichungen von den Nennwerten im laufenden Betrieb exakt zu ermitteln. Wir verlassen uns deshalb lieber auf die voreingestellten Werte. Das Netzteil lässt die Motoren langsam mit hohem Drehmoment anlaufen, um Lager, Riemen und Motoren zu schonen. Das mit etwa einem Meter erfreulich lange Verbindungskabel vom Netzteil zum Plattenspieler erlaubt es uns, das Netzteil in gebührendem Abstand vom Strato zu platzieren.
Kommen wir zum Tonarm: Transrotor stattet den Strato mit dem hauseigenen Top-Arm „TRA 9“ in der verchromten Version aus, der auf einer massiven Aluminiumbasis montiert ist. Unser Chefredakteur Dirk Sommer hat sich an anderer Stelle bereits ausführlich mit dem TRA 9 beschäftigt, so dass ich mich hier kurz fassen kann. Der TRA 9 (Neunzöller) ist ein klassischer Drehtonarm, der alle Möglichkeiten der Feinjustage bietet, wie Auflagekraft, Antiskating, Tonarm-Höhe (VTA) oder Azimut. Damit sind wir für alle zukünftigen Eventualitäten gerüstet, brauchen uns an dieser Stelle aber nicht weiter damit zu beschäftigen, denn Transrotor hat für uns ja bereits alles perfekt für das hauseigene Tonabnehmersystem „Figaro“ justiert. Das „Figaro“ wird von Goldring speziell für Transrotor gefertigt. Es ist ein Low-Output MC-Tonabnehmer mit einem Nadelträger aus Aluminium und Vital-Line-Schliff für die Nadel. Die technischen Daten nennen eine relativ geringe Ausgangsspannung von 0,28 Millivolt bei 1 Kilohertz und eine recht niedrige Impedanz von 5 Ohm. Verantwortlich dafür ist wohl die geringe Wicklungsanzahl, welche die bewegte Masse niedrig halten soll. Als Auflagegewicht werden 1,7 bis 2,0 Gramm empfohlen. Der Abschlusswiderstand soll sich zwischen 100 und 500 Ohm bewegen, wobei 200 Ohm als ideal bezeichnet werden.
Eine Besonderheit des Strato ist sicherlich die riesige Acrylhaube. Die Scharniere halten die Haube in jeder Position sicher fest, da klackt nichts und die Haube fällt auch nicht plötzlich auf die Zarge herunter. Der eine oder andere von Ihnen wird jetzt die Stirn runzeln und einwenden, dass man doch keine Platten bei geschlossener Haube abspielen kann. Keine Sorge, auch daran hat man bei Transrotor natürlich gedacht. Es gibt deshalb an den Scharnieren zwei kleine Rändelschrauben, die sich leicht lösen lassen, so dass wir anschließend die Haube einfach noch oben abnehmen können – perfekt gelöst, wie ich meine. Für die Aufstellung von Plattenspielern habe ich vor vielen Jahren in meinem Hörraum eine sehr stabile Wandhalterung angebracht, die auch richtig schwere Laufwerke tragen kann. Und das Thema Tragfähigkeit ist beim Strato nicht zu unterschätzen – das luftige Erscheinungsbild mag täuschen, aber der Strato bringt etwa 32 Kilogramm auf die Waage. Der Aufbau des Strato ist rasch erledigt. Mit den drei höhenverstellbaren Füßen können wir die Zarge schnell und exakt in die Waage stellen. Anschließend lassen wir etwa zwei Drittel des mitgelieferten Lageröls über die Lagerachse in die Ölwanne laufen. Das verbleibende Drittel des Lageröls füllen wir langsam in die Lagerbuchse des Subtellers. Anschließend setzen wir den Subteller vorsichtig auf die Lagerachse und lassen diesen langsam heruntergleiten. Anschließend werden die drei Antriebsriemen von unten nach oben aufgelegt. Jetzt noch den Plattenteller aufsetzen und die Staubschutzhaube montieren – fertig. Bei Tonarm und Tonabnehmer gibt es nichts zu tun – beide sind fertig montiert und justiert. Die Verbindung zu meiner Phonostufe von Erno Borbely übernimmt das mitgelieferte, hochwertige Tonarmkabel, ein van-den-Hul-D-501-Silver-Hybrid. Als Abschluss-Impedanz wähle ich die empfohlenen 200 Ohm und gönne dem System eine ordentliche Einspielzeit. Natürlich habe ich während der Einspielzeit alle Parameter nachkontrolliert. Die Auflagekraft ist auf 2,0 Gramm voreingestellt, wie ich mit der beigelegten Tonarmwaage ermittelt habe. Das Figaro tastet horizontal locker mehr als 60 Mikrometer – gemessen mit der Ortofon Testschallplatte – sauber ab, ein Wert, der in der Praxis völlig ausreichend ist.
Meine Erwartungshaltung für den Hörtest ist hoch – und der Strato hat mich nicht enttäuscht. Die folgende Beschreibung meiner Klangeindrücke bezieht sich immer auf das Gesamtsystem aus Laufwerk, Tonarm und Tonabnehmersystem. Ich kann Ihnen nicht sagen, welche Komponente welchen Anteil daran hat. Und ehrlich gesagt hat es mit auch nicht interessiert, denn ich verstehe den Strato als Komplettsystem. Beginnen wir in der Kelleretage. Bereits nach wenigen Takten des Pop Albums Rumors von Fleetwood Mac wird klar: Der Strato spielt im Bass sauber kontrolliert und kraftvoll, vermeidet dabei aber stets einen allzu dick aufgetragenen Tonfall. Dieser bis in tiefste Lagen sauber konturierte Charakter kommt bei „Overture“ aus dem Album Children of Sanchez von Chuck Mangione so richtig zur Geltung. Nach gut dreieinhalb Minuten verhaltenen Beginns bricht ein wahres Schlagzeug- und Percussion-Feuerwerk los, das der Strato knallhart wiedergibt. Im weiteren Verlauf schieben sich dann immer wieder beschwingte, rhythmisch fein ausphrasierte leisere Passagen ein, die auf einem melodiösen runden Bassfundament ruhen. Es beeindruckt mich, wie der Strato diesen Wechsel mitvollzieht und wie wunderschön rund und abgewogen der Bassbereich in diesen Passagen klingt.
Der Bassbereich geht nahtlos in einen ausnehmend harmonischen Mitteltonbereich über, der mit seiner hohen Transparenz herrliche Einblicke in das Klangeschehen offeriert. Hören wir das „Concerto de Aranjuez“ von Joaquin Rodrigo mit Pepe Romero und dem Orchester Academy of St. Martin-in-the-Fields unter der Leitung von Neville Marriner (Joaquin Rodrigo: Concierto de Aranjuez, Pepe Romero & Concierto Andaluz, Los Romeros – Philips 9500 563). In dem bekannten, langsamen zweiten Satz erklingt ein besinnlicher Dialog zwischen der Gitarre und den Instrumentalsolisten des Orchesters, Englisch-Horn, Fagott, Oboe und Trompete. Die Tonalität der einzelnen Instrumente ist mit dem Strato allererste Klasse, wunderschön ausgewogen und klar umrissen, einfach perfekt passend zu der Stimmung dieses Satzes. Im Gegensatz dazu wird im ersten Satz der rhythmische Fluss immer wieder durch die hart angeschlagenen Saiten des Soloinstruments betont, die mit dem Strato glasklar erklingen, ohne dass jedoch der vollmundige Klang der Konzertgitarre verloren geht.
Da überrascht es nicht besonders, dass von dieser großartigen Tonalität auch die Wiedergabe von menschlichen Stimmen besonders profitiert. Ich habe in meinem Fundus eine Gesamtaufnahme der Oper „Carmen“ mit der wundervollen Leontyne Price als Carmen (Georges Bizet: Carmen - Leontyne Price / Herbert Von Karajan / Wiener Philharmoniker – RCA Red Seal 26.35035), die ich sehr schätze. Die Wiedergabe der Stimmen, allen voran natürlich der von Leontyne Price, gelingt dem Strato erstklassig – wir hören die Sängerin mal glatt, mal düster, mal hart, mal leidenschaftlich. Die beindruckende Kraft aus den Mitten heraus setzt sich im Hochtonbereich fort. Im „Violinkonzert Nr. 3“ von Wolfgang Amadeus Mozart mit Iona Brown als Solistin und dem Orchester Academy of St. Martin-in-the-Fields (Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert Nr. 3 & 4:, Iona Brown – Decca 6.42407) hat die Solovioline Strahlkraft und Intensität und erklingt bis in die höchsten Tonlagen geschmeidig ohne jeglichen Anflug von Härte. Der Strato ist nicht nur bei dieser Aufnahme, sondern ganz allgemein in den Höhen ausnehmend klar, aber niemals überanalytisch und immer musikalisch. Aber ein warmer, einschmeichelnder Sound ist mit dem Strato nicht zu machen. Mir gefällt das.
Hierzu passen die grob- und feindynamischen Fähigkeiten des Strato perfekt. Auf dem Plattenteller liegt High Voltage mit dem Count Basie Orchestra (Edel Triple A Series / MPS / 0211545MSW). Der Albumtitel umschreibt das Programm treffend, die Aufnahme und die Arrangements sind erstklassig und die Basie-Band spielt wie immer brillant. Bei den Bläsereinsätzen zeigt der Strato, was er in Sachen Dynamik drauf hat. Aber auch in den Nummern mit „gedrosseltem“ Tempo ist der Strato überaus lebendig, wodurch die Spannung in der Musik allgegenwärtig ist. Und weil es gerade so viel Spaß macht, gleich noch ein Reissue aus der Triple-A-Serie von Edel oben drauf: Dizzy Gillespie „Reunion Big Band 20th an 30th Anniversary“ (Edel Triple A Series / MPS / 0211546MSW). Nostalgisch allerdings klingt hier nichts – im Gegenteil: Diese Platte bietet mitreißenden Big Band-Swing in erstklassiger Aufnahmequalität. Auch hier begeistert der Strato mit seiner anspringenden Dynamik einerseits und mit seinem Feinsinn und Gespür für subtile Details und gefühlvolles Timing anderseits. Das gibt der Musik einen überaus lebendigen Charakter, dem man sich nur schwer entziehen kann. Die gerade beschriebenen Eigenschaften kombiniert der Strato mit einer räumlichen Wiedergabe des Geschehens von großer Breite und Tiefe. Ein vom mir gern gehörtes Album ist Preludios e Intermedios (ALHAMBRA - ALTO (AA006), 1997) mit seiner schönen Sammlung verschiedener Vor- und Zwischenspiele aus den Federn bekannter und weniger bekannter spanischer Komponisten. Die Räumlichkeit dieser Aufnahme ist superb. Und genau an dieser Stelle kann der Strato richtig punkten: Die Staffelung des großen Orchesters ist in ihrer Tiefe und Breite beeindruckend und das Klanggeschehen löst sich herrlich von den Lautsprechern. Hinzu kommt wieder die anspringende dynamische Wiedergabe, die dem Charakter der Stücke perfekt entgegenkommt.
Genauso mitreißend gelingt die Darstellung des Stücks „Tanz der Stunden“ von Ponchielli, eine Balletteinlage aus dem dritten Akt der Oper „La Gioconda“ (Solti & Orchestra Of The Royal Opera House, Covent Garden: VENICE - Classic Records Alto Reissue). In einem fein abgestimmten Farbenspiel melodischer und instrumentaler Einfälle charakterisiert und illustriert Ponchielli hier die Stunden des Tages und das unaufhaltsame Verrinnen der Zeit. Das Stück beginnt im pianissimo mit der Morgendämmerung, schwillt kräftig an zur Mittagszeit, erliegt der Abenddämmerung bis schließlich die Stunden der Nacht in einem brillanten Finale wieder von den Tagesstunden vertrieben werden. Hier fügen sich alle positiven Eigenschaften des Strato in einer perfekten Symbiose zu einem großartigen Klangerlebnis zusammen. Wieder löst sich Klangbild, ganz gleich ob an den lauten oder leisen Stellen, in bestechender Weise von den Lautsprechern. Gleichzeitig wird eine große Bühne mit enormer Tiefe aufgebaut, wobei die einzelnen Instrumentengruppen des Orchesters präzise verortbar und in ihrer Größenabbildung glaubhaft bleiben. Die innere Kraft und Intensität im furiosen Finale ist beeindruckend. Die hohe Transparenz eröffnet ungeahnte Einblicke in das Klanggeschehen; und wenn dann selbst in den lautesten Passagen die Triangel leise, aber klar durchzuhören ist, dann bleiben keine Wünsche mehr offen.
Gehört mit
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Phono-Vorstufe | Erno Borbely |
Vorstufe | Erno Borbely , Omtec Anturion |
Endstufe | Stax DA-80m, Omtec CA 25 |
Lautsprecher | Børresen 01 Cryo Edition, 2 x Velodyne Subwoofer DD-10+, Audioplan Kontrapunkt IV |
Kabel und Zubehör | Van den Hul, Audioquest Pegasus, Audioquest Niagara 5000, Sortz RCA |
Herstellerangaben
Transrotor Strato Bianco
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Laufwerk |
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Konzept | riemengetriebener Plattenspieler mit drei Motoren |
Zarge | Acryl-Aluminium-Acryl-Sandwichkonstruktion, schwarz oder weiß |
Lager | hydrodynamisches Plattentellerlager mit Magnetkopplung (TMD) |
Plattenteller | POM („Nero“) oder Acryl („Bianco“) |
Abmessungen | 46cm x 22cm x 43cm (BxHxT) |
Gewicht | 32 kg |
Netzteil |
Transrotor Konstant FMD |
Typ | Linear-Netzteil |
Geschwindigkeiten | 33,3/ und 45 U/min, regelbarer Drehzahlbereich |
Abmessungen | 17,6 cm x 7cm x 17cm (B x H x T) |
Gewicht | 3 kg |
Tonarm |
Transrotor TRA 9 |
effektive Tonarmlänge | 232,8 mm (9 Zoll) |
Tonarmdistanz | Mitte Teller bis Tonarmdrehpunkt 215 mm |
Tonarmüberhang | 7,8 mm |
Kröpfung | 23,66 Grad |
Effektive Masse | 8 Gramm (Mittelschwer) |
Anschlusskabel | Rein Silber (van den Hul), Länge ca. 130 cm |
Tonabnehmer |
Transrotor Figaro |
Typ | Low-Output MC-Tonabnehmer |
Ausgangsspannung | 0,28 mV/1 kHz |
Impedanz | 5 Ohm |
Abschlusswiderstand | 100 bis 500 Ohm (Ideal 200 Ohm) |
Belastungskapazität | 100 bis 500 pF |
Auflagegewicht | 1,7 g bis 2,0 g |
Nadelschliff | Vital line Contact |
Gewicht | 8,8 g |
Lieferumfang |
Plattenteller-Auflagegewicht, elektrische Tonarmwaage, Wasserwaage, Pinzette zum Montieren der Systemstecker, diverse Schablonen |
Preis (Komplettsystem) |
20.000 Euro |
Hersteller/Vertrieb
Räke HIFI Vertrieb GmbH
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Anschrift | Irlenfelder Weg 43 51467 Bergisch Gladbach |
Telefon | +49 2202 31046 |
transrotorhifi@t-online.de | |
Web | www.transrotor.de |
Nach dem Ausflug nach Karlruhe – oder genauer nach Essligen – kehren die Süddeutschen Hifi-Tage nun wieder nach Stuttgart zurück: Sie finden am kommenden Wochenende im Le Méridien in der Innenstadt statt. Der Fußweg vom Hauptbahnhof zum Messehotel soll nicht einmal 10 Minuten in Anspruch nehmen. Der Eintritt ist wie immer frei.
In der Vorankündigung der Messe wird vom Veranstalter leider weder die Anzahl der beteiligten Aussteller noch die der belegten Räume genannt. Wenn ich mich nicht verzählt habe, werden im Le Méridien in zehn Sälen und 21 Zimmern sorgfältig zusammengestellte Hifi-Anlagen zu hören sein.
Hier eine Auflistung der von den Ausstellern präsentierten Marken: Acoustic Signature, Acoustic System, AFI Audio Fidelity Improvement, AHP, Aidas, AIM, AIR TIGHT, Albedo Cables, Analysis Plus Kabel, ANSUZ, ARAKAS, ARETAI, Aries Cerat, ASCENDO, Audes, Audia Flight, AudiaZ, Audio Optimum, Audiomat, Audio-Technica, AUDREAL, Avantgarde Acoustic, Bassocontinuo Audio Systems, Bauer Audio, beaudioful, Black-Magic Cables, Blue-Aura, Boressen, Boulder Amplifiers, Bryston, C.E.C., Canton, Cardas Audio, Cayin, Circle Labs Audio, Cito-Audio, Clearaudio, Cube Audio, Dan D'Agostino Master Audio Systems, David Laboga, dCS, Diapason, Die Schallplatte, DS Audio, Duevel, Electrocompaniet,, Englisch Acoustics, EPOS, ESOTERIC, Fast Audio, Fezz Audio, Final, Final Audio, Gradient, Graham, Grandinote, Hana, Harbeth Audio, Harzsch, Hifi Studio "das staunt das Ohr", HiFi Studio, Wittmann, HiFiMan, HIFIMAN, HighEndNovum, HighFidelium, hoerenswert-hifi, Holborn, Houchmand, Ikon Akustik, J.Sikora, Jern, Klangstachel, Krell, KRONOS, La Musika, LINKWITZ, LinnenberG Audio, Lumin, LUNA CABLES, Luxman, Lyra, Lyravox, Magaudio, MAGNEPAN, Magneplanar, Magnetar, Manger, Manley Laboratories, Marten, meroVinger Audio, Michell Audio, Millennium, MSB Technology, MUSIC HALL, Musical Fidelity, Mytek, Nagaoka, Nordost, Nottingham Analogue, Okki Nokki, Ortofon, Parasound, Perlisten, Perpetuum Ebner Plattenspieler, PHASEMATION, PHONOSOPHIE, Powergripp, Primary Control, Project, PS Audio, Pylon Audio, Quadraspire, Reed, REL, Relco Audio Ribbon Loudspeaker, Rike Audio, Riviera Audio Labs, Rogers HiFi, Rotel/Michi, Schick, Schnerzinger, Seidenton, Sieveking Sound Tonträger, Silberstatic, Silent Angel, SORANE, sound@home Matthias Schneider, Soundsmith, Spatial Europe, SPL, SSC, Staltmanis LAB, Stax, stst, STUdo, Symphonic Line, TechDas, Thivan Labs, Thor, Thorens, Tivan Labs, ToneTool, TRIANGLE, Tsakiridis, TW-Acustic, Van den Hul, Velodyne Acoustics, Vicoustic, Vitus Audio, ViV Lab, Vortex Hifi, VPI, VTL, Waterfall Audio, WesternElectric, Wharfedale, Wilson Audio, Wireworld, Wolf von Langa, WSS-Kabelmanufaktur, Xavian, YBA, Zingali
Die Süddeutschen Hifi-Tage finden statt im:
Le Méridien Stuttgart
Willy-Brandt-Strasse 30
70173 Stuttgart
Tel. +49 4971122210
E-Mail: info@lemeridienstuttgart.com
Öffnungszeiten:
Sa von 10-18 Uhr
So von 10-16 Uhr
Der deutsche Wilson-Benesch-Vertrieb hatte erfreulicherweise ein Einsehen mit dem Autor, der – wenn es um hochkarätige Komponenten geht – trotz über 30 Jahren in der Branche hin und wieder immer noch zu leichter Ungeduld neigt: Krey Baumgartl hat den britischen Hersteller dazu gebracht, ihm respektive mir schon einmal eine Vorab-Version des Tonabnehmers zugänglich zu machen, obwohl die Serienmodelle noch einen letzten Feinschliff erhalten. Auch wenn eines davon Ende September in Gröbenzell eintreffen soll, braucht es ja noch eine gewisse Einspielzeit. Da ich mir vorstellen kann, dass der ein oder andere Analog-Fan unter den Hifistatement-Lesern eben so neugierig sein könnte wie ich, habe ich mich entschlossen statt einer nüchternen Pressmitteilung lieber erste eigene Erfahrungen mit dem mittleren der drei neuen Tessellate-Tonabnehmer zu veröffentlichen.
Das hätte ich sogar schon ein wenig früher tun können – wenn ich mich denn getraut hätte: Die Vorab-Variante kam zwar in einem feinen Vollmetall-Zylinder, aber leider ohne Nadelschutz. Ich habe keinerlei Bedenken, auch kostspielige Tonabnehmer zu justieren. Sie aber längere Zeit ungeschützt in einem der beiden Tonarme auf meinem LaGrange zu betreiben, macht mich ein wenig unruhig, zumal es um das Laufwerk herum recht eng zugeht. Schließlich habe ich es dann doch gewagt, und bisher ist es auch gut gegangen. Doch zurück zum Tessellate-Trio. Tessallate lässt sich mit Mosaik übersetzen und bezieht sich auf die gleichmäßigen geometrischen Formen – in diesem Fall Sechsecke – in der Konstruktion des Gehäuses, das durch Selective Laser Sintering aus Titanpulver hergestellt wird. Bei der Entwicklung der halboffenen Struktur war die University of Sheffield maßgeblich beteiligt: Die gekrümmten Oberflächen sollen für erhebliche klangliche Vorteile sorgen, da sie eine maximale Steifigkeit, eine minimale Masse und eine extrem hohe Dämpfung miteinander verbinden.
Die drei Modelle unterscheiden sich vorrangig durch das Material der Nadelträger: Bor, Saphir oder Diamant. Jeden der bekannten Werkstoffe kombiniert Wilson Benesch mit einer unidirektionalen Kohlefaserdämpfung zu einem – soweit ich weiß – einzigartigen Hybrid-Nadelträger-Design. Für diese Zeilen und den kommenden Test der Serienversion hat IAD das mittlere Modell in der Hierarchie ausgewählt, das mit dem Saphir-Nadelträger. Informationen zum Material der Spulenwicklungen gibt es nicht, nach Augenschein würde ich auf Kupfer tippen. Die Ausgangsspannung soll bei 0,35 Millivolt bei einer Schnelle von 3,54 Zentimetern pro Sekunde liegen. Trotz eines Innenwiderstands von nur sechs Ohm empfiehlt Wilson Benesch eine Last von 100 bis 330 Ohm. Bei den serienmäßig mitgelieferten Steckern von Einsteins The Turntable's Choice habe ich die Wahl zwischen 150 Ohm und dem Doppelten, entscheide mich für eine erste Annäherung für den niedrigeren Wert. Weitere Experimente kann ich ja immer noch mit dem Serienmodell machen.
Noch mehr als die Angabe zum ohmschen Abschluss des Tonabnehmers hat mich die zur optimalen Auflagekraft überrascht: 1,35 Gramm – und dieser Wert ist schon am oberen Ende des empfohlenen Bereichs von 1,0 bis 1,4 Gramm angesiedelt. Spontan fällt mir außer den van-den-Hul-Tonabnehmern kein anderes MC-System ein, dass mit einer so geringen Auflagekraft auskommt. Nach den Werten für Nadelnachgiebigkeit und Systemgewicht dürfte der Thiele TA01 ein geeigneter Spielpartner für das Tessellate Ti-S sein. Und das ist nicht nur theoretisch so: Bei Art Farmer und Jim Halls Big Blues gibt es noch keinerlei Auffälligkeiten, auch wenn sich schon erahnen lässt, dass das Wilson Benesch sehr fein auflöst und sich auch im Tieftonbereich keine falsche Zurückhaltung auferlegt. Aufgrund der hohen Packungsdichte im Plattenregal habe ich nicht nur Big Blues herausgezogen, sondern zugleich auch Pierre Favres Singing Drums, ein Album, das er zusammen mit den Schlagzeugern und Perkussionisten Paul Motian, Fredy Studer und Nana Vasconcelos eingespielt hat. Die Scheibe bestätigt den ersten Eindruck: Das Tessellate erlaubt genaue Einblicke in die Struktur der dicht geflochtenen perkussiven Klangteppiche, verleiht tiefen Trommeln eine Menge Druck und lässt schon jetzt ein hohes Maß an Dynamik und Spielfreude aufblitzen.
Bei einem der audiophilen Klassiker der 80-er Jahre, Tsuyoshi Yamamotos Midnight Sugar, Erstauflage der Three Blind Mice 2523, habe ich dann den Eindruck, dank des Tessellate tiefer ins musikalische Geschehen eintauchen zu können als zuvor: Das Entstehen und Verklingen einzelner Töne und auch ihre ganz individuelle Intensität bildet das Wilson Benesch enorm klar und exakt ab, ohne das große Ganze aus dem Blick zu verlieren. Der Drive des swingenden Trios überträgt sich unmittelbar auf den Zuhörer. Wirklich vielversprechend!
Einfach, weil es bisher so viel Spaß gemacht hat, probiere ich das Tessellate nun auch noch mal in Einsteins The Tonearm aus, und zwar mit dem Speakers Corner Reissue von Joaquin Rodrigos Concierto Andaluz: Die räumliche Differenzierung der vier Gitarristen gelingt dem Tonabnehmer ganz hervorragend. Die Instrumentengruppen des Orchesters werden auf einer ungewohnt tiefen Bühne platziert und scheinen von viel Luft umgeben zu sein. Obwohl die Aufnahme frisch und sehr lebendig reproduziert wird, stört nicht einmal ein Anflug von Schärfe den Genuss. Schon nach der Hälfte der empfohlenen Einspielzeit verwöhnt das Tessellate mit einer Homogenität und tonalen Stimmigkeit, wie ich sie bisher nur von einigen wenigen Top-Abtastern kenne. Natürlich ist es jetzt noch deutlich zu früh für einen Vergleich mit einer dieser anderen Pretiosen, aber nach den bisherigen Erfahrungen sehe ich eher eine Ähnlichkeit des Wilson Benesch zu Ortofons MC Diamond und Lyras Atlas, also sehr ausgewogenen, dem Begriff High Fidelity verpflichteten Tonabnehmern, als etwa zu den minimal wärmer und verzeihenderen agierenden Tranrotor Tamino und Lyra Olympos SL.
Da dies kein Test ist, verzichte ich auf ein Statement, vertröste Sie auf die ausführliche Beschäftigung mit der Serienversion des faszinierenden Tessellate Ti-S und lege zum Schluss lieber die erste Seite von Oregons Ecotopia auf und staune, welch große, virtuelle Räume Martin Wieland im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg für die Stücke des meist rein akustisch musizierenden Quartetts geschaffen hat. Wie zu erwarten, lässt das Wilson Benesch in Sachen Lebendigkeit, Klangfarben, tonaler Ausgewogenheit, Tieftonenergie und Transientenwiedergabe auch hier keine Wünsche offen. Schon dieses Vorserien-Modell erhebt den Anspruch auf einen Platz im Analog-Olymp!
Herstellerangaben
Wilson Benesch Tessellate Ti-S
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Nadelträger | Saphir Nadelträger mit einem unidirektionalen Kohlefaser-Dämpfungsring |
Diamantschliff | Micro Ridge |
Verrundung | 5x80µm |
Vertikaler Abtastwinkel | 20° |
Spule | Spule auf quadratischem Rein-Eisen-Träger |
Gewicht | 17,1g |
Tonabnehmergehäuse | additiv gefertigte SLS-3D-Titanstruktur mit mosaikartiger halboffener Geometrie |
Oberflächenoptionen | Matt Titanium (Standard) oder Poliertes Gold und Poliertes Silber als Upgrade (Upgrade rein ästhetisch, ohne klanglichen Mehrwert) |
Ausgangsspannung | 0,35mV @ 3.54CM/S |
Innenwiderstand | 6 Ohms |
Frequenzgang | 20-30,000Hz ±1dB |
Kanaltrennung | besser als 35dB bei 1KHz |
Kanalgleichheit | besser als 0,5dB |
Nadelnachgiebigkeit | 15uM/mN |
Empf. Abschlusswiderstand | 100-330 Ohms |
Empf. Auflagekraft | 1,0-1,4g |
Optimale Auflagekraft | 1,35g |
Empf. Tonarmmasse | Medium |
Optimale Betriebstemperatur | 23° |
Einspielzeit | 30 Stunden |
Preis | 12.000 Euro |
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
XACT gibt die Markteinführung von zwei bahnbrechenden Produkten bekannt, die neue Maßstäbe in der High Fidelity setzen: der XACT S1 EVO Musikserver und die XACT Phantom™ USB- und LAN-Kabel. Diese neuen Produkte bieten eine außergewöhnliche Klangqualität durch fortschrittliche Technik, sorgfältige Verarbeitung und innovatives Design.
Der XACT S1 EVO ist eine Weiterentwicklung digitaler Musikserver, die mit einem einzigen Ziel entwickelt wurde: den Hörern ein unvergleichliches Klangerlebnis zu bieten. Mit mehreren wichtigen Verbesserungen definiert der S1 EVO die digitale Wiedergabe neu und bietet eine beispiellose Präzision und Klarheit. Die neue, intern entwickelte Master-OCXO-Clock ist ein Meilenstein für digitales Audio. Sie bietet außergewöhnliche Stabilität und Genauigkeit und stellt sicher, dass jede Nuance der Musik mit atemberaubender Klarheit eingefangen wird. Diese Technologie ist normalerweise High-End-Audio-Taktungssystemen vorbehalten, was sie zu einer herausragenden Funktion im S1 EVO macht.
Das Phantom™ Music Drive Cable ist aus den gleichen hochwertigen Materialien gefertigt und mit der gleichen Präzision verarbeitet wie die XACT Phantom™ USB- und LAN-Kabel und minimiert Signalstörungen und gewährleistet die Integrität des Audiosignals. Das Ergebnis ist ein beeindruckendes Hörerlebnis, das die volle Tiefe und den Reichtum der Musik zur Geltung bringt. Eine wichtige Innovation beim S1 EVO ist die Einführung der Immotus™ Keramik-Aluminium-Isolationsfüße. Diese Füße sind so konzipiert, dass sie interne Vibrationen von empfindlichen Audiokomponenten ableiten und so eine verbesserte Detail- und Basspräzision bieten. Mit dieser Funktion liefert der S1 EVO nicht nur eine überlegene Klangqualität, sondern verbessert auch das Hörerlebnis durch eine feinere Auflösung und eine präzisere Basswiedergabe.
Neben dem S1 EVO bringt XACT Audio auch seine Flaggschiff-USB- und LAN-Kabel XACT Phantom™ auf den Markt, die neue Maßstäbe für Hochleistungs-Audiokabel setzen. Jedes Kabel wird in Handarbeit mit viel Liebe zum Detail hergestellt und benötigt über sieben Stunden Produktionszeit. Dabei werden hochreine Kupferleiter und maßgefertigte Steckverbinder verwendet. Das Phantom™ USB-Kabel verfügt über maßgeschneiderte Aluminiumstecker für sichere und stabile Verbindungen und bietet eine außergewöhnliche Klarheit und Tonbalance. Das Phantom™ LAN-Kabel ist mit MFP8-IE-GOLD-RJ45-Steckern von Telegaertner ausgestattet, die auch in der Internationalen Raumstation verwendet werden, und garantiert eine einwandfreie Signalintegrität für eine audiophile Netzwerkleistung.
Der XACT S1 EVO Musikserver und die Phantom™ USB- und LAN-Kabel sind ab sofort über die offizielle Website von XACT Audio und autorisierte Händler erhältlich. Weitere Informationen finden Sie unter xact.audio.
Preise
XACT S1 EVO: 16.000 EUR
XACT Phantom USB/LAN-Kabel: 3.000 EUR für die Standardlänge von 1,2m
Mehr Informationen auf xact.audio.
In Zeiten von Streaming, Bluetooth und Co. gibt es immer weniger klassische Vollverstärker im eigentlichen Sinne mit Hochpegel, Phono MM und MC, die auch noch bezahlbar sind. Schade. Um so besser, dass die italienische Marke M2Tech aus dem schönen Pisa uns mit dem Classic Integrated Amplifier genau ein solches Gerät beschert!
Bis vor kurzem flog M2Tech bei mir offen gestanden völlig unter dem Radar. Im Jahr 2007 von Nadia Marino und Marco Manunta als Beratungs- und Elektronikdesign-Studio gegründet, brachten sie 2009 zunächst das digitale Hochleistungs-Audio-Interface hiFace für Computer auf den Markt. Es folgten weitere Produkte wie der Young 384/32 DAC, der erste Digital/Analog-Wandler für den Consumer-Bereich, der die Umwandlung von mit 384 Kilohertz abgetasteten Dateien über eine asynchrone USB-Verbindung zum Computer ermöglichte. Mittlerweile befinden sich Class D Verstärker, Vorstufen, Phonovorverstärker, Class A Monoblöcke, D/A-Wandler oder Kopfhörervorverstärker im Portfolio der Italiener. Und eben auch unser hier getesteter Vollverstärker Classic Integrated Amplifier zum Listenpreis von 4000 Euro, wo der Name Programm zu sein scheint. Apropos Name: Der etwas staksig wirkende Firmenname leitet sich wohl von den Anfangsbuchstaben der Nachnamen Marino und Manunta her (also M2) gefolgt von einem simplen „Tech“. Dahinter würde manch einer wohl eher eine Firma aus Silicon Valley vermuten als leidenschaftliche Italiener.
Der Evolution der Firma nach zu urteilen, schienen mir die entwicklungstechnischen Gene dieses Geräts also klar auf der Hand zu liegen: Der subtile, flüchtige Gedanke digital nerd goes classic hifi huschte mir durchs Unterbewusstsein. Durch das völlig verdorbene Unterbewusstsein eines abhängigen Röhrenjunkies, der zugegeben in den letzten Jahren die zunehmende Gnade der Altersmilde erfährt. Was es mir erlaubt, mich inzwischen wieder mit der Welt hinter meinem Tellerrand zu beschäftigen, so wie mit diesem Produkt. Und tatsächlich steckt ja im Grunde auch kaum Digitaltechnik drin, sieht man einmal von dem Wifi-Eingang ab, der Schnittstelle, die es mir ermöglicht hätte, das Gerät über eine Smartphone-App zu steuern. Was ich natürlich nicht ausprobiert habe, schließlich war bereits die Fernbedienung mehr als genug neumodischer Kram für mich. Doch sollte man sich hüten, bei M2Tech eine reine High-Tech-Philosophie zu assoziieren. Viele aus dem Entwicklungsteam sind Musiker oder Sänger und ich unterstelle einmal, dass sie damit mutmaßlich keine ausschließlich technokratische Perspektive auf das Thema HiFi besitzen.
Was mir tatsächlich auf Anhieb sehr gut gefallen hat, ist das äußere, schlichte und klassische (sic!) Erscheinungsbild dieses Vollverstärkers, die Proportionen erinnerten mich an typische Geräte der 1980er-Jahre. Alles wie früher: Auspacken, aufstellen, anschließen und dank der Simplizität im besten Sinne leuchten einem alle Funktionen sofort ein. Jede marktschreierische Optik fehlt, der Classic Integrated Amplifier kommt ohne jedes Bling Bling aus und will nicht mehr sein, als er ist und was er soll, nämlich einfach nur als Zentrale einer HiFi-Anlage fungieren. Die schwarze Front des stabilen und sauber gefertigten Geräts ist optisch symmetrisch aufgebaut. Links sitzt der große runde Drehknopf für den Eingang, der die Wahl zwischen einem symmetrischen Line-Eingang sowie vier weiteren Hochpegel-RCA-Eingängen erlaubt, von denen einer mittels eines kleinen Kippschalters auf der Gehäuserückseite zum Phono-Eingang mutiert, und zwar sowohl für MM- als auch für MC-Tonabnehmer. Auf der rechten Seite der Front sitzt der genauso große Lautstärkeregler; in der Mitte befinden sich die weiteren Bedienelemente für das Stummschalten, den Standby-Betrieb sowie der Ein-Aus-Schalter. Kleine LEDs zeigen die Betriebszustände an und schließlich gibt es noch eine Klinkenbuchse für Kopfhörer.
Auf der Rückseite befindet sich außer den Buchsen für die vorgenannten Eingänge und den Lautsprecherausgängen (für Bananas, Kabelschuhe oder blanke Litzen) noch einen „Pre Out“ Cinch-Ausgang, sollte jemand das Gerät lediglich als Vorverstärker nutzen oder zum Beispiel parallel einen aktiven Subwoofer ansteuern wollen. Das ausschaltbare Control Interface dient der Kommunikation mit Smartphones und über die beiden 3,5 Millimeter Trigger-Buchsen können andere Geräte der HiFi-Anlage für systemisches Ein-/Ausschalten verbunden werden.
Der technische Aufbau im Inneren offenbart modernste Technik. Auf der linken Seite sitzt der direkt auf das Bodenblech montierte feiste Ringkerntrafo. Um diesen drumherum gebaut gibt es eine einzige riesige Platine, die sich über die gesamte Gehäusefläche erstreckt und die alle Bauteile beherbergt. Sowohl die Hochpegel- als auch die Phonoschaltung sind diskret mit SMD-Bauteilen aufgebaut, ICs werden lediglich für die Gerätesteuerung verwendet. Die Platine ist blitzsauber gefertigt und sehr schön übersichtlich: Alle Schaltkreise sind durch optische Trennlinien voneinander abgegrenzt und die Funktionen der einzelnen Baugruppen jeweils beschriftet, das sieht man in dieser Form nicht oft. Für die Lautstärkeregelung kommt ein motorisiertes blaues ALPS-Poti zum Einsatz. Die Class A/B Schaltung liefert 100 Watt an vier Ohm und 60 Watt an acht Ohm Dauerleistung, was im Grunde für alle Lebenslagen ausreichen sollte, zumal für kurzfristige Lastspitzen ungefähr die zweieinhalbfache Leistung geliefert werden kann. Technischerseits ist also alles eitel Sonnenschein und entsprechend ich war sehr gespannt auf die ersten Hörsessions. Als Zuspieler diente mir mein Pro-Ject Debut PRO, den ich via Pro-Ject Phono Box S2 Ultra und Pro-Ject Accu Box S2 an einen Cinch-Hochpegeleingang klemmte. Diese Kette ist mir wohlbekannt und ich wollte der an Bord des M2Tech-Verstärkers befindlichen Phonolösung erst später gesondert auf den Zahn fühlen.
Eine lange Aufwärmphase schien der Verstärker nicht zu benötigen, da bin ich als Röhrenverstärker-Fan doch anders konditioniert. Dank hochintegrierter Bauteile war das Gerät bereits nach wenigen Minuten thermisch stabil und auch eine Art Burn-In-Phase durchlief der Classic Integrated Amplifier offenbar nicht. Jedenfalls nahm ich im Laufe der Hörtests über etliche Tage keine weiteren Veränderungen in der Klangcharakteristik mehr wahr. Grundsätzlich hatte ich zunächst einige Vorbehalte, ob dieser Verstärker denn überhaupt technisch mit meinen Hochwirkungsgradlautsprechern harmonieren würde, 60 Watt an acht Ohm bedeuteten für meine Situation ja eigentlich einen Leistungsoverkill. Da ich vermeiden wollte, dass der Verstärker an meinen Lautsprechern quasi im Standgas dahintuckert, hatte ich sogar ein älteres, von mir in meiner Jugend heiß geliebtes Pärchen Dynaudio Contour 1.3 MK II für Vergleichszwecke reaktiviert. Ganz platt gesprochen sind Lautsprecher von Dynaudio ja nicht gerade als Kostverächter bekannt, sondern eher als Stromsäufer verschrien.
Los ging es aber zunächst mit meinen Breitbändern, die den Verstärker leistungsmäßig kaum forderten und generell wenig Kontrolle, sondern allenfalls einen kleinen Tritt in die Schwingspule benötigen. Der M2Tech überzeugte mich sofort mit schönem Drehmoment im Bass und damit einhergehend mit guter Tieftonkontrolle, ohne dabei wie ein Schraubstock die Musikalität abzuwürgen. Tiefe Bässe kamen mit feinem, schön federndem Kick. Das mag auch mit daran gelegen haben, dass mir der ungewohnte Leistungs-Headroom gegenüber meinen Kleinleistungsröhren-Eintaktern ein willkommenes Spielfeld bot, es in Sachen Lautstärke mal ordentlich scheppern zu lassen, gleichwohl hohe Pegel allein keine besondere Aussagekraft besitzen. Meine Lautsprecher reagieren bisweilen etwas zickig bei zu hoher Gegenkopplung, selbst bei einigen „moderneren“ Röhrenschaltungen und insbesondere bei Transistorverstärkern ist mir dies hin und wieder schon aufgefallen. Das Ergebnis ist dann oft eine müde, uninspirierte und blutleere Vorstellung ohne besonderes Rhythmusgefühl. In dieser Hinsicht leistete sich der Classic Integrated Amplifier nicht den kleinsten Schnitzer, was diesbezüglich auf eine saubere technische Auslegung hindeutete, ohne dass ich freilich die Schaltungsparameter konkret kannte um diese Aussage objektiv substantiieren zu können. Ansatzlos, zackig und grobdynamisch vollends überzeugend nahmen mich R.E.M.-Stücke wie „Überlin“ (Collapse into now, Warner Brothers, 2011), „Man on the Moon“, „Everybody Hurts“ oder „Nightswimming“ (Automatic for the People, Warner Brothers, 1992) mit auf ihre musikalische Reise.
Nun werden DIY-Hochwirkungsgradlautsprecher nicht unbedingt die überwiegenden Spielpartner für den M2Tech-Verstärker „da draußen“ sein, daher baute ich mein altes Pärchen Dynaudio Contour 1.3 MK II wieder auf, das ich vor drei Jahrzehnten mit einem 150 Watt an vier Ohm liefernden Vollverstärker betrieben habe – einem AVM Evolution A1 –, der meiner Erinnerung nach trotz aktiver Kühlung per Lüfter oft in die Knie ging und sich regelmäßig eine thermische Auszeit zum Abkühlen nahm. Das passierte dem M2Tech-Gerät an diesen anspruchsvollen Lautsprechern kein einziges Mal, vielmehr begeisterte mich wieder dieser kraftvolle, kontrollierte Tiefton, der zu meiner Freude den in Grenzbereichen früher häufig erlebten honigartigen Durchzug im Bass komplett vermissen ließ! Ich hatte diesen Effekt stets den Dynaudios angelastet, jetzt weiß ich, dass in dieser Hinsicht Wohl und Wehe von der Qualität des Verstärkers abhängen. Für mich ganz erstaunlich, denn nominell bringt der Classic Integrated Amplifier nur circa zwei Drittel der Leistung meines damaligen AVM-Verstärkers auf die Waage. Da ich meine Dynaudios nun wieder ganz liebgewonnen hatte, sollten die weiteren Hörsessions mit ihnen auch weitergehen, schließlich schienen der M2Tech-Amp und die beiden Contour 1.3 MK II prächtig zu harmonieren.
Auch die Mittelhochtonkalotten der Dynaudios hatten sich mittlerweile wieder ordentlich freigespielt und offenbarten die Qualitäten unseres Testprobanden. Wie der Classic Integrated Amplifier Feindynamisches herausarbeitete, war wirklich faszinierend, wie zum Beispiel bei „Downbound Train“, „I‘m On Fire“ oder „Dancing In the Dark“ von Bruce Springsteen (Born in the U.S.A., Columbia Records, 1984). Das Darstellen feinster Nuancen von Beckenanschlägen, Hi-Hats oder feinste Geräusche beim Anreißen von E-Gitarrensaiten gaben der Musik erst ihre volle Authentizität. Selten hat mir dieser Mainstream-Evergreen so viel Spaß gemacht!
Schließlich war es an der Zeit, meiner Pro-Ject Phono Box S2 Ultra und der Pro-Ject Accu Box S2 eine kleine Pause zu gönnen und mit dem Plattenspieler direkt in den Phonoeingang des M2Tech Verstärkers zu gehen. Ich war doch überrascht, dass die bordeigene Lösung des Italieners noch eine kleine klangliche Schippe gegenüber den externen Pro-Jects drauflegen konnte. Die Raumabbildung gelang subjektiv etwas besser, insgesamt war der abgebildete Raum einfach größer und klarer umrissen. Wirkte die Darstellung über die externen Pro-Ject-Phonoboxen bisweilen minimal diffus, hatten die Musiker über die integrierte Phonostufe des Classic Integrated Amplifier alle ihren festen Platz. Ok, das ganze liest sich dramatischer als es war, spielte sich eher in Nuancen ab, gleichwohl wahrnehmbar. Das fiel mir allerdings nur bei klassischer Musik wie bei Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ (Yehudi Menuhin, His Master´s Voice, 1985) auf, bei Rock- oder Popmusik hingegen eher nicht.
Insgesamt hat mich der M2TECH Classic Integrated Amplifier durchaus begeistert, was aus der Feder eines beinharten Single-Ended-Trioden-Freaks als Ritterschlag gewertet werden darf. Es dürfte nicht viele Verstärker in dieser Preisklasse am Markt geben, die bei vergleichbaren Allroundqualitäten über eine solche technische und musikalische Reife verfügen.
Gehört mit
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Phonovorverstärker | Pro-Ject Phono Box S2 Ultra mit Pro-Ject Accu Box S2 |
Plattenspieler | Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO |
Tonabnehmer | Pro-Ject Pick it PRO |
Lautsprecher | diverse DIY Vollbereichsbreitbänder: Open Baffle (Ciare CH250), Transmissionline (Seas FA22RCZ & Seas Exotic F8), Tapered Quarter Wave Tube (Tang Band W8-1772), Backloaded Horn (Fostex FE206En), Dynaudio Contour 1.3 MK II |
Zubehör | Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject, Connect-it RCA-E |
Möbel | Hi-Fi Racks Ltd |
Herstellerangaben
M2TECH Classic Integrated Amplifier
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Geräteart | Vollverstärker mit Phono MM/MC |
Netzspannung | 230V AC/50 Hz |
Eingänge | 1x Line (XLR), 4x Line (RCA), davon umschaltbar 1x Phono MM / MC (RCA) |
Eingangsempfindlichkeit | Line: 500mV, Phono MM: 5mV, Phono MC: 0,5mV |
Eingangsimpedanz | Hochpegel: 20kOhm, Phono: 47kOhm |
Ausgänge | 1x Line Out (RCA), 1x Lautsprecher (4 oder 8Ohm), 4mm Bananenstecker, Kabelschuhe oder blanke Kabelenden, 1x Kopfhörerklinke 6,35mm |
Impedanz Lautsprecherausgänge | 4 und 8Ohm |
Ausgangsleistung | 2x 60Wrms p.c. (1kHz@8Ohm), 2x 100Wrms p.c. (1kHz@4Ohm), 2x 155Wrms (10ms, 1kHz@8Ohm), 2x 240Wrms (10ms, 1kHz@4Ohm) |
Geräuschspannungsabstand | 105dBA (Line), 80dBA (Phono MM), 72dBA (Phono MC) |
Ausstattung | Fernbedienung |
Schaltung | Class AB |
Gehäusefarbe | Schwarz |
Abmessungen (B x T x H) | 420 x 300 x 120mm |
Gewicht | 14kg |
Maximale Leistungsaufnahme | 225VA |
Preis | 4000 Euro |
Vertrieb
audioNEXT GmbH
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Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
ATR - Audio Trade übernimmt ab dem 1. September 2024 den Vertrieb der Produkte von Mytek in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Die amerikanischen Spezialisten stehen für überragende D/A-Wandler und Streamer sowie Verstärker mit maximal transparentem Klang und dem besten Preis-Leistungsverhältnis – für das Tonstudio und das Zuhause.
Mytek wurde 1992 in New York City von Michal Jurewicz, Entwickler und Toningenieur bei den New Yorker Skyline Studios, als Hersteller von professionellen A/D-Wandlern und Kopfhörerverstärker gegründet. Mytek war der erste Hersteller, der Tonstudios eine optimale Wandlung für die damals neuen digitalen Bandmaschinen ermöglichte. Fast jedes New Yorker Tonstudio verfügte bald über ein „Mytek Private Q“- Kopfhörermonitoring-System und den A/D-Wandler von Mytek – und diese Studios produzierten Aufnahmen, die nicht unter dem rauen Klang litten, der für andere digitale Aufnahmen der 1990-er Jahre so typisch ist.
Der Sound von Mytek ist auf unzähligen Hit-Alben des Skyline Studos zu hören, unter anderem mit Stars wie Paul Simon, Mariah Carey, Billy Joel, Stevie Wonder, James Taylor und David Bowie. Mytek leistete Pionierarbeit für High-Res-PCM-Aufnahmen, wurde 2002 von Sonys Super-Audio-Projekt mit der Co-Entwicklung des audiophilen DSD- Formats beauftragt und arbeitet seit 2015 mit MQA Ltd. zusammen.
Seit 2011 ist die Studiotechnik von Mytek auch für audiophile Musikliebhaber erhältlich: Dieselben Technologien, mit denen seit den 1990-er-Jahren zeitlose Musik geschaffen wurde, sind heute in einer weiterentwickelten Form als D/A-Wandler, Streamer und Verstärker für einen ebenso zeitlosen Musikgenuss zu Hause zugänglich. Michal Jurewicz hat immer wieder bewiesen, dass ein gutes Verständnis für die digitale Kodierung von Musik im Aufnahmestudio zu bahnbrechenden Fähigkeiten bei der Entwicklung von D/A-Wandlern führt.
ATR – Audio Trade führt als erste Mytek-Modelle den ultrakompakten D/A-Wandler, Vorverstärker und Headphone Amp Liberty DAC II, den maximal vielseitigen Streamer/DAC/Pre/Roon-Core Brooklyn Bridge II und den perfekt zur Bridge passenden Stereo-Endverstärker Brooklyn Amp+. Die beiden Brooklyn-Modelle gibt es auch im Bundle mit einem attraktiven Preisvorteil. Der Mytek Liberty DAC II kostet 1.500 Euro. Der Preis der Mytek Brooklyn Bridge II liegt bei 5.000 Euro und der des Brooklyn Amp+ hat bein 2.500 Euro. Das Brooklyn Bundle aus Bridge II und Amp+ ist für 7.000 Euro zu haben.
Weitere Modelle wie die Phonostufe Liberty Phono und der Kopfhörerverstärker Liberty THX AAATM HPA, der unschlagbare „cost-no-object“ Empire Streamer DAC und die State-of-the-art-Modelle der Manhattan-Serie sind bereits angekündigt. ATR ist sicher, dass der gleichermaßen ultratransparente wie natürliche Klang von Mytek alle Musikliebhaber überzeugen wird.
Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
Telefon | +49 6123 9258956 |
info@audiotra.de | |
Web | www.audiotra.de |
Audio Reference, einer der größten Hifi- oder besser High-End-Distributoren, hatte vor einer Woche zur Jubiläumsfeier geladen: Mansour Mamaghani sammelte in der Firma seines Vaters erste Erfahrungen in der Branche, machte hierzulande nach der Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker seine Meisterprüfung und gründete vor 25 Jahren seinen Vertrieb.
Während der High End 1999 – damals noch im Kempinski in Gravenbruch – knüpfte Mansour Mamaghani erste Kontakte zu Krell, Meridian, Sonus Faber und Velodyne Acoustics und eröffnete im Herbst seine Firma. Im November bezog man dann nach längeren Umbauarbeiten die ersten Geschäftsräume an der Langenhorner Chaussee, die neben Büro, Lager und Ausstellungsräumen natürlich auch eine gut ausgestattete Werkstatt umfassten. Die offizielle Eintragung der GmbH erfolgte dann am 3. Januar 2000. Das Audio Reference Team bildeten neben Mansour Mamaghani noch Peter Schönfeld, Frank Borowski und Hans-Jürgen George. Zwei erfolgreiche Jahre später konnte der Firmenchef und Familienmensch auch seine Schwester als Mitarbeiterin gewinnen.
Während der CES 2000 in Las Vegas, damals noch die Leitmesse der Branche, unterzeichnete Mansour Mamaghani mit Sonus Faber, Graff, Theta Digital, Velodyne Acoustics, Meridian und Blunote Vertriebsverträge für Deutschland. Krell kam dann ein Jahr später mit hinzu. Krell, Meridian und Velodyne Acoustics sind auch heute noch im Firmenportfolio. Auf der High End und und der damals auch für Audiophile noch interessanten Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin hatte Audio Refernce dann sein ersten Auftritte. Wie der Autor von einigen Besuchen an der Langenhorner Chaussee noch recht lebhaft in Erinnerung hat, waren die Vorführ- und Lagerräume dort schon schnell zu klein für das ständig wachsende Vertriebsprogramm.
Die logische Konsequenz war ein Umzug in größere Räumlichkeiten: 2004 war es dann soweit und Audio Reference machte das auch jetzt noch genutzte Gebäude an der Alsterkrugchaussee zum neuen, sogenannten Head Quarter. Da gab und gibt es ausreichend Platz für markenspezifische Hörraume, ein Lager, Werkstätten und auch Büros. Eines von denen bezog Mansour Mamaghanis Gattin Mimi – praktisch gemeinsam mit den gerade schulpflichtigen Kindern Natalie und Lorenzo. Kein Wunder, dass auch sie bald ein ernsthaftes Interesse an hochwertigen Hifi-Komponenten entwickeln. Auch der Umzug an die Alsterkrugchaussee sorgte langfristig nicht für ausreichend Lagerfläche, wenn man den Anspruch hat, jedem Händler alle Produkte in fast allen Variationen schnellstmöglich senden zu können. Schließlich entstand am Flughafen Hamburg, ganz in der Nähe zum Firmensitz ein externes Lager mit Stellplätzen für 600 Europaletten.
2019 wagte Mansour Mamaghani dann den Schritt von reinen Vertrieb zum Hersteller. Nachdem er seit nun fast zwei Jahrzehnten Velodyne-Acoustics-Subwoofer in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertrieben hatte, erwarb er die Firma und verlegte die Entwicklung und Teile der Fertigung von San Francisco nach Hamburg. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bietet Velodyne Acoustics heute ein breiteres und moderneres Tieftöner-Sortiment an als je zuvor. Aber Mansour Mamaghani, der inzwischen immer mehr Aufgaben mit seinem Sohn Lorenzo teilt, ist nicht allein am Wohlergehen seines Unternehmens gelegen. Schon 2015 wurde er in den Vorstand der High End Society gewählt und engagiert sich seit dem noch intensiver im Branchenverband.
Die besonderen persönlichen Beziehungen zu den Herstellern rühren gewiß auch daher, dass sich Audio Referenz sich als Familienunternehmen definiert, das für Familienunternehmen arbeitet. Aktuell vertreibt Audio Reference über 83 Fachhändler in sechs Ländern 414 Produkte von 16 Marken, darunter solche Hochkaräter wie Dan D'Agostino, VTL, dCS und Wilson Audio.
Zur Jubiläumsfeier hatte die Familie Mamaghani aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, ausgesuchte Händler und Vertreter der deutschen Hifi-Publikationen in Zelte auf dem Firmengelände geladen. Natürlich standen Interessierten auch die diversen Vorführstudios offen, aber bei Spezialitäten vom Grill, ausgewählten Getränken und Live-Musik standen Gespräche und teils auch Fachsimpeleien im Vordergrund. Den krönenden Abschluss bildete ein Hafenrundfahrt in der Dämmerung.
Ab sofort übernimmt der Tonträger- und HiFi-Großhändler Sieveking Sound aus Bremen den Vertrieb für die Home-Audio-Produkte des kanadischen Herstellers IsoAcoustics in Deutschland und Österreich.
Das Patent für das IsoAcoustics-Zubehör entwickelte Firmengründer Dave Morrison aus seiner über 20-jährigen Erfahrung in der Planung von Ton- und Aufnahmestudios, unter anderem für die Canadian Broadcasting Corporation in Toronto. Für IsoAcoustics konstruiert er Zubehörprodukte mit dem Ziel, Lautsprecher und Geräte von ihrem Untergrund mechanisch zu entkoppeln, ohne dadurch ihr individuelles Klangbild zu beeinflussen. Das Ergebnis seiner Arbeit sind Isolatoren, die aus einer Kombination aus Elastomer-Paaren bestehen. Sie verhindern die direkte mechanische Übertragung von Vibrationen auf die Abstellfläche und bekämpfen sie in festgelegte Richtungen. IsoAcoustics produziert international anerkanntes Zubehör für den professionellen und Heimbereich.
Im Portfolio der Sieveking Sound GmbH & Co. KG sind jetzt die Lautsprecher-Stative der Aperta-Reihe, die Lautsprecher-Isolatoren Gaia und Gaia-Titan, die Geräte-Isolatoren Orea und die Plattformen Delos und zaZen zu finden.
Die gesamte Home-Audio-Serie von IsoAcoustics findet man hier. Den Weg zum richtigen Isolator weist der Produktfinder.
Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
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Ansprechpartner | Jan Sieveking |
Anschrift | Plantage 20 28215 Bremen |
Telefon | +49 421 6848930 |
kontakt@sieveking-sound.de | |
Web | www.sieveking-sound.de |
Mit der World Of Headphones in Essen läutet die High End Society den Messereigen für die zweite Jahreshälfte ein. Mir scheint, dass die Zahl der Veranstaltungen von Jahr zu Jahr wächst. So schön das für die Hifi-Fans in der jeweiligen Region sein mag, so schwierig ist die Berichterstattung darüber: Es gibt eben nicht alle paar Wochen neue Geräte.
2023 veranstaltete die High End Society in Essen erstmals eine World of Headphones außerhalb einer größeren HiFi-Messe, die allerdings zwei Tage lang geöffnet war. Nach dem Experiment mit einer nur eintägigen Kopfhörer-Messe im März in Heidelberg beschloss man, auch die Ausstellung im Oktogon auf der Zeche Zollverein auf einen Tag zu beschränken. An dessen Ende waren die Aussteller dennoch mit der Anzahl der interessierten Besucher vor allem am Vormittag gleich nach dem Öffnen der Türen hoch zufrieden, wie eine kurze, nicht repräsentative Umfrage ergab. Die genutzte Ausstellungsfläche war minimal geringer als im Vorjahr, das galt auch für die Zahl der Aussteller, zu denen heuer aber auch der ein oder andere neue Name hinzugekommen war. Nichts geändert hat sich am – zumindest für den Autor als Kind des Ruhrgebiets – großartigen technischen Ambiente am und um den Ausstellungsort herum und der entspannten Atmosphäre der World Of Headphones. Sie erlaubte es den Kopfhörer-Aficionados, eine Vielzahl von Over- und In-Ears an verschiedener Elektronik ganz in Ruhe auszuprobieren. Bei der Suche nach Neuigkeiten habe ich wohl an jedem Stand nachgefragt, was zwar nicht allzu viele Ergebnisse zeitigte, aber eine Menge interessanter Gespräche zur Folge hatte. Hier also ein paar Neuigkeiten und eine Menge Impressionen der World of Headphones in Essen: