Es würde mich nicht wundern, wenn die diesjährige Audio Video Show einen Besucherrekord aufgestellt hat. Bereits der normalerweise etwas ruhigere Freitag war sehr gut besucht. Am Samstagmorgen gab die schon vor Messebeginn berstend volle Lobby des Radisson Blu Sobieski den ersten Hinweis auf die Besucherresonanz am zweiten Messetag.
Selbst am dritten und letzten Messetag schien das Publikum noch nicht gesättigt, und so hatten die meisten Austeller auch am Sonntag kaum Leerlauf in ihren Vorführräumen. Ein großer Altersquerschnitt und ein etwas ausgeglicheneres Geschlechterverhältnis zeichneten die Audio Video Show schon immer aus. Dieses Jahr hatte ich jedoch den Eindruck, dass jüngere Besucher noch stärker repräsentiert waren als in den Jahren davor. Wie üblich finden sich im Stadion eher die größeren etablierten HiFi-Marken. Im Golden Tulip Hotel war die Markenverteilung in den Räumen ebenfalls vorhersehbar, wenn auch hier und da Neuheiten entdeckt werden konnten. Im Hotel Sobieski hingegen herrschte wie üblich eine bunte Mischung aus High End, kleinen lokalen, oft überraschend günstigen Firmen ohne Vertriebsnetz in Deutschland, anderen, auch aus den Nachbarländern, die ihr Debut auf der AVS feierten und DIY-Projekten auf teilweise absurd hohem Niveau ohne kommerzielles Interesse. Dieses Jahr sind mir erstmals einige asiatische Aussteller aufgefallen, die überwiegend ebenfalls ihren Einstand feierten. Genau diese teilweise etwas schräge Mischung belebt die Audio Video Show und macht sie besonders. Deshalb erlaube ich mir bei dieser Show den Luxus, auch den Produkten, die in Deutschland, teilweise in Europa, gar nicht direkt beim Händler erhältlich sind, eine Bühne zu bieten. Größere Player, die ich bereits auf der High End besucht habe, kommen dadurch teilweise weniger zur Geltung, was aber nicht heißt, dass sie sich nicht eindrücklich zu präsentieren wussten. Dennoch, und dies gilt übergreifend für alle Aussteller, hatte ich das Gefühl, dass das Klangniveau etwas hinter dem des letzten Jahres zurückgeblieben ist. Allerdings ist eingehendes Hören auf Messen als Redakteur zumeist ohnehin aufgrund des Zeitdrucks nur schwer möglich. So richtig Zeit habe ich mir nur in zwei besonderen Räumen genommen, die ich Ihnen aber erst im nächsten Artikel am Freitag vorstellen möchte.
So wie die Vorführung selbst inzwischen eine Tradition ist, halte ich mich an meine eigene, den ersten Messebericht mit ihr zu eröffnen. Es geht um die Präsentation einer Analogaufnahme, die jährlich gemeinsam von Birgit Hammer-Sommer, Wojciech Pacuła und Dirk Sommer abgehalten wird. Dieses Jahr waren Künstleragent Dirk Mahlstedt und Dirk Räke samt Transrotor Laufwerk mit von der Partie. Folglich galt an diesem Tag DDD, obwohl für die präsentierte Aufnahme von Bugge Wesseltoft natürlich AAA galt. (Link: https://www.hifistatement.net/feuilleton/item/3866-live-at-the-villa-belvedere-bugge-wesseltoft) Wie auch im letzten Jahr (Link: https://www.hifistatement.net/event/item/3714-audio-video-show-warschau-2023-teil-2), wurde dem Publikum der analoge Produktionsprozess nähergebracht. Es konnte der Unterschied zwischen einem Mastering mit und ohne Dolby Rauschunterdrückung direkt von Band gehört werden. Abschließend bewies die eindrucksvolle Estelon/Accuphase/Transrotor-Wiedergabekette in der nebenbei bemerkt Circle Labs erste Phono-Vorstufe V1000 Premiere feierte, dass sie das impulsive Spiel Bugges inklusive Synthesizer-Attacken nicht im Geringsten aus der Ruhe bringt.
Mit dem Wissen, kein Wort verstehen zu können, habe ich dennoch mit großer Freude eine weitere Präsentation besucht. Zum 20. Jubiläum von High Fidelity hatte Magazinbetreiber Wojciech Pacuła den Künstler Zbigniew Bielak samt seiner privaten Metal-Plattensammlung eingeladen. Gemeinsam und mit einer nur auf einer polnischen Audiomesse möglichen Coolness und Selbstverständlichkeit präsentierten beide einen Genre-Querschnitt von den Wurzeln bei Black Sabbath über Venom, Merciful Fate, Metallica, Ghost bis hin zu nur den anwesenden Szene-Kennern geläufigen Bands. Metal liegt Zbigniew Bielak nicht nur musikalisch am Herzen, sondern viele Albumcover und Artworks, unter anderem für Ghost und Venom, entsprangen seiner Feder.
Im Folgenden stelle ich Ihnen einige erste Produkte mit Bildunterschrift vor. Am Freitag folgt dann der letzte Teil des Messeberichts mit detaillierteren Einblicken.
Die Audio Video Show bleibt ein Event, auf das ich mich jedes Jahr schon lange im Voraus freue. Zum einen aufgrund der Messeatmosphäre selbst, zum anderen, weil ich mich in Warschau einfach wohl fühle und mit Vorliebe der polnischen Küche fröne. Alles in allem ist die AVS jedes Jahr auch die etwas weitere Anreise aus Hamburg mehr als wert.
Insofern würde es mich freuen, wenn ich Sie mit meinen Messeberichten vielleicht sogar einmal persönlich zur Audio Video Show locken und nicht nur, wie heute, zum Fotorundgang einladen kann. Wie üblich gibt es das Feinste, was Polen und das Umland an Audio und Video aller Preisklassen zu bieten hat, zu sehen und zu hören. Dazu kommen eine Menge an Seminaren, Albumvorstellungen, kleinen Konzerten und Hörsessions. Da meine Polnischkenntnisse auch nach dem dritten Jahr kaum über tak, nie, dzień dobry und dziękuję hinausgehen, bleibt mir der Informationsanteil dieser Präsentationen zumeist leider verborgen. Also folgen Sie mir im Fotorundgang über die Messe und schlagen doch nebenbei schon einmal ihren Terminkalender für nächstes Jahr und ein polnisches Wörterbuch auf. In der kommenden Woche werde ich dann wie gewohnt detaillierter über einige interessante Produkte berichten. Viel Spaß!
Bei Hifistatement bin ich nicht gerade bekannt dafür, dass ich mich für Tests von Kabeln besonders aufdränge. Beim Top USB-Kabel UA3 des japanischen Herstellers AIM war das diesmal anders. Diese Kabel wollte ich unbedingt ausprobieren.
Der Grund ist ganz einfach. Vor einiger Zeit habe ich mich an dieser Stelle mit den LAN-Kabeln von AIM beschäftigt, die mich mit ihrem konstruktiven Aufbau und natürlich mit ihren klanglichen Qualitäten sehr überzeugt haben. Bei meinen damaligen Recherchen zum Unternehmen AIM bin ich auch auf das USB-Kabel UA3 gestoßen, das mir überaus interessant erschien. Um Ihnen das genauer zu erklären, muss ich etwas ausholen. Wenn wir Musik von einer beliebigen digitalen Quelle abspielen, dann führt der Weg sehr oft über ein USB-Kabel zum DAC. Wir alle wissen, dass USB nicht für Audio konzipiert wurde, aber USB funktioniert auch hier erstaunlich gut und kann die im Audiobereich anfallenden Datenmengen locker übertragen. Wo liegt dann das Problem? Bei der Übertragung von Daten an Festplatten, Drucker, Tastaturen oder Mäuse spielen Faktoren wie Unterdrückung von Störungen, Übersprechen oder Jitter keine große Rolle. Solange die grundlegenden Spezifikationen eingehalten werden, ist alles in Ordnung. Bei der Übertragung unserer Musikdaten ist das aber ganz anders – die gerade genannten Faktoren sind jetzt auf einmal ganz entscheidend für die Datenqualität.
Um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wo die Herausforderungen genau liegen, schauen wir uns doch einfach den Aufbau eines USB-Kabels genauer an. Eigentlich ist ein USB-Kabel ja eine simple Sache. Die Spezifikation des USB 2.0 Standards schreibt ein vieradriges Kabel mit doppelter Schirmung vor. Es gibt die beiden Datenleitungen (D+ und D-), die 5-Volt-Stromversorgungsleitung und die Masseleitung. USB funktioniert über eine differenzielle Signalübertragung, ähnlich wie bei symmetrischen Kabeln. Für Audio ist die Stromversorgung auf den ersten Blick überflüssig, denn wir wollen ja nur Daten übertragen und unser DAC hat eine eigene Stromversorgung. Aber: in den meisten Fällen lässt sich der Stromversorgungs-Teil nicht einfach abklemmen. Je nach Interface in unserem DAC ist die Fünf-Volt-Leitung sogar zwingend erforderlich, denn darüber werden auch Dinge signalisiert, wie beispielsweise eine neue Verbindung. Die meisten DACs wissen ohne diese Leitung nach dem Einschalten schlicht und einfach nicht, dass ein Datenlieferant angeschlossen ist. Und hier beginnen die Schwierigkeiten so richtig. Konstruktionsbedingt werden in einem USB-Kabel die Fünf-Volt- und die Masseleitung sehr nahe zu den empfindlichen Datensignalen und dann auch noch über eine lange Strecke mehr oder weniger parallel geführt, so dass die Gefahr gegenseitiger negativer Beeinflussung sehr groß ist. Hochfrequente Störungen auf den Datenleitungen, die fast immer aus dem Datenlieferanten – meist ein irgendwie gearteter Computer, der ja in dieser Hinsicht eine wahre Dreckschleuder ist – kommen, können deshalb die Strom- und Masseleitung nachhaltig verschmutzen. Umgekehrt ist ebenso leicht nachzuvollziehen, dass Störungen auf der Strom- und Masseleitung, die beispielsweise aus der Versorgung mit einem Schaltnetzteil herrühren, zusätzlich auch Störungen auf den Datenleitungen verursachen können. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Datenübertragung per USB ohne Protokoll erfolgt – das sendende Gerät überprüft nicht, ob die Daten wirklich angekommen und richtig sind und das empfangende Gerät kann nicht prüfen, ob die Daten korrekt und vollständig sind –, kann man sich leicht ausmalen, was das für die Qualität der in Echtzeit übertragenen Audiosignale bedeutet. Ein USB-Kabel kann auch eine wunderbare Antenne für hochfrequente Störungen aller Art sein. Legen Sie doch einmal versuchsweise das USB-Kabel, das zum DAC führt, in die Nähe eines dieser vielen kleinen Stecker-Schaltnetzteile – sie könnten in klanglicher Hinsicht unangenehm überrascht sein!
Schauen wir uns an, wie das UA3 mit diesen Herausforderungen an ein USB-Kabel umgeht. Die äußere Erscheinung des Kabels ist wenig spektakulär: schlichter schwarzer Kabelmantel mit vergoldeten Steckern. Das Kabel ist nicht besonders dick und ausreichend flexibel. Auffälliger ist bei genauem Hinschauen schon eher, dass sich das Kabel nicht wie sonst meist üblich rund, sondern fast rechteckig mit abgerundeten Ecken ähnlich einem Flachbandkabel präsentiert. Wir werden gleich sehen, dass da hinter ein Konzept steht. Richtig interessant wird es beim inneren Kabelaufbau und den verwendeten Materialien. Die beiden zur Signalübertragung verwendeten Adern bestehen aus je einem hochreinen Silberdraht (Solid Core) in der Größe AWG24. Auch die Adern für die Stromversorgung sind Einzeldrahtleiter, aber aus hochreinem sauerstofffreiem Kupfer (OFC) und in der Größe AWG20 etwas „dicker“ ausgeführt. Jedes Ader-Pärchen ist mit einem von Asahi Kasei entwickelten Abschirmband mit dem Namen Pulshut®MU umwickelt. Das ist eine dünne flexible Folie, die keine magnetischen Materialien verwendet und für eine Verringerung von unerwünschten elektromagnetischen Störungen und Strahlungsgeräuschen sorgen soll, die von Geräten und Kabeln ausgehen. Über jedes Ader-Pärchen kommt im nächsten Schritt eine Aluminiumfolie, die eine hervorragende Abschirmung gegen hochfrequente Störungen bietet. Darüber wird dann noch ein hochdichter Schirm aus Kupfergeflecht gezogen, um die Abschirmung gerade im Niederfrequenzbereich weiter zu verbessern. Der bei der Abschirmung getriebene Aufwand setzt sich bis zu den Steckern fort, die laut AIM aufwändig doppelt geschirmt sind, denn die beste Abschirmung des Kabels nutzt nichts, wenn diese an den Steckern wieder verloren geht. Im Ergebnis sind Signal- und Stromleitungen durch einen doppelten Pulshut-Mantel und einen Vierfachschirm voneinander separiert. Hinzu kommt noch die räumliche Trennung der Aderpaare, die einen recht großen Abstand zueinander haben, was zu der gerade erwähnten flachen Struktur des Kabels führt. Dieser durchdachte technische Aufbau des UA3 und die verwendeten Materialien sind der Grund, warum ich das UA3 so interessant finde, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte. Vom deutschen Vertrieb habe ich zwei Exemplare des UA3 in den gängigen Längen ein Meter und 1,5 Meter erhalten.
Für den Hörtest ist die folgende Konfiguration zum Einsatz gekommen: Ein kleiner EdgeRouter X von Ubiquiti spannt ein eigenes Audio-Netzwerk auf und stellt die Verbindung ins Internet her. Vom Router geht es in den SOtM Switch sNH-10G i. Am Switch hängen mein Server mit den Musik-Dateien und mein SOtM Audio PC. Vom Audio PC geht es über USB via ein SOtM USB Hub tX-USBultra in meinen PS Audio DirectStream DAC MK1. Switch, Audio PC und USB-Hub beziehen ihren Takt von der SOtM Clock SCLK-OCX10. Ich habe das UA3 in der Länge 1 Meter zunächst für die Verbindungsstrecke zwischen USB-Hub und DAC verwendet. Zum Einstieg bin ich von der überragenden Natürlichkeit und Klarheit überrascht, mit der Emilie-Claire Barlow bei „The very thought of you“ (Jazz Ballads - 2xHD 24/44,1) in meinem Hörraum steht. Eigentlich dachte ich bis jetzt, dass ich diese Aufnahme in- und auswendig kenne. Mit dem UA3 wird mir klar, dass da bis jetzt immer noch ein Rest von Unschärfe um die Sänger herum vorhanden war, der nun verflogen ist. Die Sängerin hebt sich in bisher nicht gehörter Klarheit vom Hintergrund ab, die mich einfach nur staunen lässt. Gleichzeitig sind Details, wie das Einatmen, in dem Moment bevor Emilie-Claire Barlow zu singen beginnt, deutlicher denn je zu hören. Überhaupt ist der Zugewinn bei der Wiedergabe menschlicher Stimmen mit dem UA3 für meinen Geschmack enorm. Nehmen wir einen Sampler wie Best Audiophile Voices V der ausgezeichnete Aufnahmen schöner Balladen in der Interpretation erstklassiger Sängerinnen bietet. Hier überzeugt das UA3 mit der Art und Weise, wie die Stimmfarben der doch recht unterschiedlichen Interpretinnen wiedergegeben werden. So werden Zischlaute, die bei den einzelnen Sängerinnen ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sind, unverkennbar, aber niemals aufdringlich oder gar störend wiedergegeben. Alles bleibt angenehm entspannt. Das gewisse „menschliche Element“, das jede Stimme einzigartig klingen lässt, kommt mit dem UA3 besonders gut zur Geltung.
Auch die Instrumentalwiedergabe profitiert ungemein von diesen Qualitäten. Hören wir das „Konzert für 2 Mandolinen“ von Vivaldi aus dem Sampler The Chasing Dragon (The Chasing Dragon – Audiophile Recordings), das mit nur drei Neumann M 50-Mikrofonen in der berühmten „Decca-Tree“-Anordnung aufgenommen wurde. Die beiden Mandolinen sind bei dieser Aufnahme außerordentlich klar und exakt umrissen. In so mancher Konstellation knallen die Saiten der Mandolinen regelrecht aus den Lautsprechern, was aber nicht dem Charakter dieses Instruments entspricht. Mit dem UA3 bleibt dagegen bei aller Präsenz stets ein voller, aber dennoch anspringender Ton erhalten. So inspiriert und lebendig, aber zugleich gelöst habe ich diese Aufnahme selten gehört. Apropos entspannt: Wir springen auf dem Sampler von gerade eben zum letzten Titel, der „Tarantella“ von Sarasate. Hier jagt die Solo-Violine in halsbrecherischem Tempo und im höchsten Schwierigkeitsgrad durch den gesamten Ton-Raum. Weiche Töne wechseln sich mit in äußerster Härte gespielten Passagen ab, hohe Flageolett-Töne mit mittleren und tiefen Lagen. Gerade in den Höhen und in lauteren Passagen kann dieser Parforceritt schnell einmal richtig anstrengend werden und das Vergnügen ist dahin. Mit dem UA3 erklingt die Solo-Violine außerordentlich geschmeidig und nicht so grobkörnig. Das gesamte Klangbild gewinnt an innerer Ruhe und wirkt weniger aufgeregt. Das lässt mich Feinheiten bei den übrigen Instrumenten erkennen, die von der ungestüm in den Vordergrund drängenden Solo-Violine bislang offenbar überdeckt wurden. Diese faszinierende Tonalität des UA3 führt zu einer enormen klanglichen Geschlossenheit. Auch in den Streichersonaten von Rossini für zwei Violinen, Cello und Kontrabass (Salvatore Accardo - Rossini: 5 Sonate a Quattro - LIM UHD) können die Streicher regelrecht anstrengend, mitunter sogar unerträglich klingen. Doch davon ist mit dem UA3 nichts zu bemerken – alles ist bis in die höchsten Tonlagen samtig und geschmeidig ohne den winzigsten Anflug von Härte oder Anstrengung. Das lässt die Positionen und Beziehungen zwischen den Instrumenten besser in den Vordergrund treten. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Hier wird nichts weichgespült, es scheint mir vielmehr so, als würde das UA3 nach oben keine Begrenzung kennen und einfach natürlich auslaufen. Die Musik fließt viel besser und homogener als ich es sonst gewohnt bin. Über das UA3 klingt alles angenehmer und farbiger bei gleichzeitig mehr Details. Das ist schon große Klasse.
Am anderen Ende des Tonspektrums ist die Bassqualität der Titel auf dem bekannten Album Hell Freezes Over von den Eagles (Eagles: Hell Freezes Over - XRCD) ausgezeichnet. Neben einer straffen und artikulierten Wiedergabe gibt es genau das richtige Maß an Wucht und Fülle. Und noch ein Aspekt sticht heraus. Das UA3 scheint den Dynamikbereich und die Bandbreite des musikalischen Ausdrucks zu erweitern. Die Ouvertüre zur Oper „Die Italienerin in Algier“ von Rossini (Solti & Orchestra Of The Royal Opera House, Covent Garden: VENICE - CAPC 23130 SA) lebt von den dynamischen Gegensätzen. So wird der getragene Auftakt im Pianissimo immer wieder von Fortissimo-Einwürfen des Orchesters unterbrochen. Im weiteren Verlauf der Ouvertüre werden dann abwechselnd zwei Themen gegenübergestellt bis schließlich alles einem fulminanten Schluss zustrebt. Die kontinuierliche Intensivierung der Dynamik wird dabei auch durch die Veränderung der Instrumentation erreicht. Der Gegensatz zwischen lauten und leisen Passagen in der Einleitung wird durch das UA3 eindrucksvoll herausgearbeitet; bei den fließend an- und abschwellenden Lautstärkeänderungen im weiteren Verlauf des Stücks bleiben die tonalen Abstufungen und Schattierungen stets detailliert und transparent bis ins kleinste Detail durchhörbar. Das passt perfekt zum spritzigen Charakter der Ouvertüre.
Da überrascht es dann auch nicht mehr, dass die räumliche Wiedergabe ebenfalls vom Feinsten ist, eine entsprechende Aufnahme, wie die klanglich exzellente Einspielung der 7. Symphonie von Beethoven mit dem Budapest Festival Orchestra (Beethoven - Symphony No. 7, Channel Classics, 96 kHz) unter Iván Fischer, vorausgesetzt. Mit dem UA3 ist die räumliche Tiefe bei dieser Aufnahme absolut gesehen nicht größer als sonst. Trotzdem ist für mich der räumliche Eindruck besser. Wie passt das zusammen? Nun, die einzelnen Instrumente sind einfach außerordentlich präzise im Raum gestaffelt. Das UA3 lässt keinen Zweifel entstehen, wo welches Instrument auf der Bühne platziert ist und wie die Größenverhältnisse der Instrumente zueinander sind. Damit können die in einem Orchester weiter hinten sitzenden Instrumente jederzeit klar lokalisiert werden und verlieren sich nicht in einem imaginären Raum. Damit ergibt sich der Eindruck einer besseren Perspektive und einer größeren Bandbreite dessen, was als Klangbühne wahrgenommen werden kann.
Im nächsten Schritt verkable ich probehalber meinen DAC einmal direkt über das UA3 mit meinem Audio PC, der ein eigenes SOtM USB Hub tX-USBultra enthält. Vielleicht lässt sich ja im digitalen Signalweg Komplexität verringern. Das klingt auf Anhieb schon sehr gut, aber der Wechsel zurück zum zweiten SOtM USB Hub tX-USBultra in der Übertragungskette zeigt, dass dessen „Reinigungswirkung“ nicht zu ersetzen ist. Damit klingt alles noch einmal feiner und raffinierter. An meinem Motto „zwei USB-‚Aufbereiter‘ sind besser als einer“ führt also kein Weg vorbei. Wenn dem schon so ist, dann treiben wir doch den Aufwand doch auf die Spitze und verwenden das zweite Testmuster des UA3 mit 1, 5 Meter Länge für die Verbindung zwischen Audio PC und SOtM USB Hub. Zu meiner Überraschung ist der Einfluss des UA3 an dieser Stelle ähnlich groß, wie obem beschrieben. Diese Erfahrung zeigt deutlich, dass es in meiner Konfiguration auch beim Einsatz zweier USB „Reiniger“, wie dem SOtM USB Hub tX-USBultra, keineswegs egal ist, wie die Strecken dazwischen verkabelt sind. Gerade wenn es um Störsicherheit und ein „sauberes“ Signal zum DAC via USB geht, sind gute Kabel ein wichtiger Baustein für die klangliche Gesamtperformance. Aufgrund der Qualitäten des UA3 würde ich aus heutiger Sicht zuerst in dieses Kabel investieren und dann erst in ein zweites SOtM USB Hub.
Gehört mit
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Computer | SOtM Audio PC mit Motherboard sMB-Q370, Clock Modul sCLK-EX, USB-Modul tX-USBhubIN und Netzwerk Modul sNI-1G, Musikserver mit Intel Xeon E3-1225 3,2 GHz, 4 GB RAM, Windows Server 2019 mit AudiophileOptimizer 3.0, HDPLEX 400W ATX Linear-Netzteil und HDPLEX 200W Linear-Netzteil Diretta Lucia Piccolo Bridge, LattePanda Alpha 864s mit Intel 8th m3--8100y mit Diretta Target Bridge und HDPLEX 200W Linear-Netzteil |
Software | JPLAY iOS App, MinimServer, JPLAY Femto, JPLAY femtoServer, Roon Server |
LAN Switch | SOtM sNH-10G i |
10-MHz-Clock | SOtM SCLK-OCX10 |
USB | SOtM USB Hub tX-USBultra, MUTEC MC-3+ US |
D/A-Wandler | PS Audio DirectStream DAC MK1 |
Vorstufe | Erno Borbely , Omtec Anturion |
Endstufe | Stax DA-80m, Omtec CA 25 |
Lautsprecher | Børresen 01 Cryo Edition, 2 x Velodyne Subwoofer DD-10+, Audioplan Kontrapunkt IV |
Kabel und Zubehör | AIM NA9, NA6, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Van den Hul, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable, SOtM dBCL-BNC, Audioquest Niagara 5000, Sortz RCA, Sortz LAN, Sortz BNC |
Herstellerangaben
AIM UA3
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Stecker | USB A plug / USB B plug |
Stecker Größe | Type A: W15.50mm x H41.50mm x D7.60mm; Type B: W11.10mm x H43.93mm x D10.00mm |
Stecker Schirm | 100% Covered Shield + Copper Foil |
Stecker Kontakte | Gold Plated |
Standard | USB 2.0 (USB High/Full speed) |
Kabelgröße | 8.0mm x 4.5mm (Flach) |
Kabelfarbe | Schwarz |
Leiter | Einzeldraht AWG20 und AWG24 |
Leitermaterial | Silber und OFC (hochreines sauerstofffreies Kupfer) |
Anzahl der Leiter | Twisted Pair x 2(4pcs) |
Abschirmung Vierfach | Pulshut®MU, Aluminiumfolie und Kupfergeflecht |
Preis | 450 Euro für 1 Meter, 500 Euro für 1,5 Meter |
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
Nachdem Pro-Ject in den letzten Jahren auf Audiomessen weltweit verschiedene frühe Designkonzepte dieses Platten¬spielers vorgeführt hat, stellt man nun den reuen Flaggschiff-Plattenspieler, den Signature 12.2, offiziell vor.
Pro-Ject Audio Systems wird normalerweise nicht mit den ultimativen High-End-Plattenspielern in Verbindung gebracht. Aber das Ziel war es schon immer, High-End-Technologie erschwinglicher zu machen. Um wirklich zu verstehen, was High-End bedeutet, hat Pro-Ject immer an verschiedenen High-End-Plattenspielertechnologien gearbeitet, um seine Referenzdesigns zu verbessern und Spin-offs für erschwinglichere Plattenspieler schaffen können.
Aus diesem Grund hat Pro-Ject die Signature-Linie geschaffen! Man freut sich, diese Plattenspieler zu einem äußerst attrak¬tiven Preis anbieten zu können, da die Entwicklungskosten nicht eingerechnet sind, da ohnehin Forschung betreiben werden musste, um die Pro-Ject-Technologie im Allgemei¬nen voranzutreiben. Der neue Signature 12.2 ist jetzt noch beeindruckender als sein Vorgänger!
Der Signature 12.2 repräsentiert das höchste Niveau an Plattenspielertechnologie mit exklusiven Materialien und luxuriöser Verarbeitung. Der Plattenspieler wird nur von den bestausgebildeten Mitarbeitern handgefertigt! Alle Metallteile werden von Hand poliert und es werden etwa 100 verschiedene CNC-Teile verwendet – alle im eigenen Haus hergestellt. Das schwere MDF-Hauptchassis wird in zehn Schichten von Hand lackiert und sorgfältig von Hand poliert, um das klassische, zeitlose und luxuriöse Klavierlack-Finish zu erzielen. Das Hauptchassis ist größer und massiver als zuvor, und die neuen abgerundeten Kanten reduzieren stehende Wellen. Durch präzise CNC-Bearbeitung werden, wo immer möglich, Hohlräume vermieden und so unerwünschte Resonanzen eliminiert.
Um stabile Geschwindigkeiten zu gewährleisten, ist ein geeignetes Plattentellerlager erforderlich. Der Signature 12.2 verwendet eine spezielle Technologie: Der schwere Plattenteller dreht sich auf einem umgekehrten Keramikkugellager mit magnetischer Unterstützung, um Lagergeräusche und Resonanz auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Mit dieser Lösung können das Hauptlager entlastet und sicherstellt werden, dass der Plattenteller ultraleise läuft. Der Hauptplattenteller ist aus Alu¬minium präzise CNC-gefräst und wiegt beachtliche 10,5 Kilogramm. Auf diese Basis wurden recycelte Vinyl-Schallplatten aufgeklebt (die als perfekte Unterlage dienen) und dieses „Sandwich“ gebacken, bevor es präzise ausbalanciert wurde.
Der neue S-förmige Aluminium-Tonarm mit einer Länge von 12-Zoll wurde mit mehreren Neuerungen ausgestattet: Zu den subtileren Än¬derungen gehören Verbesserungen am Gegengewicht und am Anti-Skating. Das Gegengewicht verfügt jetzt über ein Feingewinde für eine sanftere Einstellung der Auflagekraft, wodurch kleinere, schrittweise Änderungen möglich sind. Die Antiskating-Philosophie ist dieselbe geblieben. Der adaptive Antiskating-Mechanismus passt das Antiskating so an, dass die erforderliche Kraft zwischen den inneren und äußeren Rillen der Schallplatte genau wiedergegeben wird. Pro-Ject hat die Position des Mechanismus am Tonarm fein abgestimmt, um ihn leichter zugänglich und damit einfacher einzurichten zu machen.
Subchassis-Designs sind häufiger bei leichten Platten¬pielern zu finden. Sie isolieren den Plattenspieler unglaublich effektiv, insbesondere wenn er in unmittelbarer Nähe der Lautsprecher platziert wird. Es gibt jedoch bestimmte Elemente des Subchassis-Designs, die sich hervorragend für den Einsatz bei Plattenspielern mit hoher Masse eignen. Beim Signature 12 sind Tonarm und Plattenteller auf einem TPE-entkoppelten, resonanzoptimierten Subchassis aus einer Aluminiumlegierung montiert, ein weiterer Schritt zur Trennung von Tonarm und Plattenteller vom masse- und federbelasteten Hauptchassis und dem Motorblock. Der Tonarm ist mit einem leicht zugänglichen 5P-DIN-Anschluss auf der Rückseite der Basis ausgestattet und bleibt im laufenden Betrieb vollständig VTA-einstellbar
Die bedeutendste Änderung betrifft das Tonarmlager. Pro-Ject hat das Tonarmlager neu gestaltet, um von einem Uni-Pivot- auf ein 3-Punkt-Lager-System umzusteigen. Das Uni-Pivot-System ist eine hervorragende Lösung, die häufig in High-End-Tonarmen verwendet wird. Es gibt jedoch auch einige Nachteile. Die Herstellung ist sehr teuer und die Einrichtung kann oft schwierig sein. Das gesamte Tonarmgewicht wird von einem einzigen Stift getragen, der erheblichen Belastungen ausgesetzt ist. Daher müssen Materialauswahl, Design und Herstellung sorgfältig durchdacht werden, um die Funktioon dieses Systems sicherzustellen. Pro-Jects Forschung hat die Wirksamkeit kardanischer 4-Stift-Punktlager bei der Bewältigung des Gewichts und der Belastung eines Tonarms nachgewiesen. Dies hat Pro-Ject dazu veranlasst, mit dem Hinzufügen zusätzlicher Drehunkte zum bewährten Uni-Pivot-Design zu experimentieren. Die präzise Ausrichtung der drei Drehpunkte führt zu einer weiteren Reibungsreduzierung und einer verbesserten Stabilität und übertrifft damit kardanische oder das vorherigen Uni-Pivot-Lager. Die Fähigkeit, kleinste Veränderungen in den Rillen der Vinyl-Schallplatten zu verfolgen und jedes kleinste Detail herauszufiltern, wurde noch weiter verbessert. Das neue Lagerdesign nimmt auch schwerere High-End-MC-Tonabnehmer effizienter auf als zuvor.
Um der im Vergleich zum Vorgängermodell erhöhten Gesamtmasse des Signature 12.2 gerecht zu werden, hat Pro-Ject völlig neue Füße entwickelt. Bei ultrahoher Masse, wie sie beim Signature 12.2 zu finden ist, sind die aktuellen Magnetfüße nicht stark genug. Die neuen Feder-Füße bieten eine bessere Entkopplungswirkung für den Plattenspieler. Die Füße verwenden konische Spitzen, um unerwünschte Energie (Vibrationen, Resonanzen, Geräusche et cetera) vom Plattenspieler wegzuleiten. Sie lassen sich leicht von der Oberseite des Chassis aus einstellen, so dass mit minimalem Aufwand eine waagerechte Position erreicht werden kann. Der Motor wird von einem präzisen, gleichstrombetriebenen Wechselstromgenerator angetrieben, der Wiedergabegeschwindigkeiten von 33 und 45 Umdrehungen pro MInute mit höchster Präzision ermöglicht. Nach sorgfältiger Überlegung hat sich Pro-Ject entschieden, auf das alte Display zu verzichten und stattdessen ein elegantes Bedienfeld einzusetzen, das aus handpoliertem Aluminium gefertigt ist. Displays haben von Natur aus den Nachteil, unerwünschte elektromagnetische Strahlung zu erzeugen. Das Entfernen des Displays ist nicht nur ein Bekenntnis zu den analogen und haptischen Bedienelementen, die Freude bereiten, sondern auch ein Hinweis darauf, sich ausschließlich auf die Audioqualität zu konzentrieren.
Der Signature 12.2 verwendet das gleiche Antriebsprinzip wie zuvor. Sein Schwungrad-Riemenantriebssystem sorgt für einen vibrationsfreien Lauf. Die Motoren sind jetzt in einem Motorblock aus Vollaluminium montiert, der Vibrationen weiter dämpft. Ästhetisch gesehen fügt der neue Motorblock zusätzliche Akzente aus hochglanzpoliertem Aluminium hinzu und verbessert so die allgemeine optische Attraktivität des kompletten Signature 12.2-Pakets.
Herstellerangaben
Pro-Ject Siganture 12.2
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
Telefon | +49 6123 9258956 |
info@audiotra.de | |
Web | www.audiotra.de |
Als vor sieben Monaten die Phonar Veritas p9.2 SE bei mir zum Test standen, war ich von ihren musikalischen Qualitäten so angetan, dass sie mich zum Kauf veranlassten. Nun steht im selben Hörraum ein Paar Phonar Veritas P4.2 Next für 2000 Euro und lässt mich staunen. Ähnlichkeiten und Unterschiede beim Vergleich sind bemerkenswert.
Regelmäßige Leser von Hifistatement wissen längst, dass heutzutage schon für relativ kleines Geld sehr gut klingende Lautsprecher zu bekommen sind. Oft handelt es sich dabei um kompakte, auch gern Regalbox genannte Modelle, die mit überraschend viel Bass-Können imponieren. Von einer Standbox wie der Phonar Veritas p4.2 Next erwartet man per se einen tief hinabreichenden Frequenzgang mit Punch und idealerweise akkurater Auflösung. Ein die Kosten und somit in hohem Maße den Preis bestimmender Faktor ist, egal wo es gefertigt wird, das Gehäuse. Kompaktboxen besitzen oft ein schlichtes, relativ wenig problematisches und aufwendiges Gehäuse. Bei einer Standbox von neunzig Zentimetern Höhe hingegen gilt es, große Flächen akustisch im Griff zu haben. Im Falle der Veritas p4.2 Next wurde nicht nur dem akustischen Verhalten, sondern auch der Optik des Kabinetts Rechnung getragen. Ebenso wie bei meiner beinahe viermal so teuren Veritas p9.2 SE verleiht man ihr durch seitliche senkrechte Fasen an den Fronten nicht nur eine optische Leichtigkeit sondern dient damit gleichzeitig der besseren Abstrahlcharakteristik der drei Chassis. Das oben leicht nach hinten geneigte Gehäuse optimiert deren Zeitverhalten und steigert somit die Homogenität des Klangbildes zudem. Als Standfuß sorgt ein unabhängig von der Holzfarbe des Gehäuses stets matt-schwarz lackierter, überbreiter Holzsockel aus MDF für Standfestigkeit.
Das Nussbaumfurnier des Testexemplars, eine der fünf alternativen Aufpreis-freien Ausführungen, verstärkt zudem den wertvollen Eindruck. In den Standsockel sollte man die mitgelieferten Spikes zur Ankopplung an den Untergrund einschrauben. Den Fußboden schonende Konterplättchen liegen bei. Falls man die akustische Wirkung der bei der Veritas p9.2 SE zum Lieferumfang gehörenden massiven Metallausleger aus schwarz eloxiertem, gebürsteten Vollaluminium und dazugehörigen schwarzen Vollaluminium-Spikes zu schätzen weiß, kann man diese als Zubehör für einen Paarpreis von 325 Euro erwerben und statt der MDF-Basis montieren. Diese Ausleger passen übrigens auch für ältere Veritas Versionen. Wenn wir schon über Tuning reden, ist es ratsam, auch auf das Anschlussterminal achten, dessen Qualität sich vom mit WBT-Polklemmen und hochwertigen Kabel-Verbindungen der p9.2 SE unterscheidet. Hier sieht man den unvermeidlichen Rotstift, was aber nicht weh tun muss, weil man die klanglich nicht gar so förderliche Brücke aus mit poliertem Messing überzogenem Blech zwischen Tiefmittel- und Hochton-Anschluss des Bi-Wiring/Amping-Terminals jederzeit durch eine den Klang verbessernde Kabelbrücke ersetzen kann.
Erfreulich ist die auch an der Veritas p4.2 Next vorhandene Option, durch Umstecken eines Jumpers am Terminal den Hochtöner plus oder minus eineinhalb Dezibel lauter oder leiser spielen zu lassen und so an die Raumakustik und den Hörgeschmack anzupassen. Der Hochtöner ist ein D2604 von Scan-Speak mit 27-Millimeter-Textil-Kalotte aus der Discovery-Serie der Dänen. Er besitzt eine hohe Empfindlichkeit von 92 Dezibel und kann bei niedrigen Verzerrungen mit weitem Abstrahlwinkel bis über 30 Kilohertz spielen. Die beiden 130-Millimeter-Tiefmitteltöner, die Peerless HDS, leisten teils unterschiedliche Arbeit. HDS steht für ein hochdichtes, leichtes Papier, welches laut Phonar ein als natürlicher empfundenes Eigenresonanzverhalten der Membran mit sich bringen soll. Der obere Bassmitteltöner läuft ab seiner Übernahmefrequenz zum Hochtöner bei 2.800 Hertz unbegrenzt bis in den Tiefbass. Das gleiche, darunter angeordnete Chassis läuft bei einer oberen Trennfrequenz von 700 Hertz sozusagen als Subwoofer-Unterstützung ebenfalls bis in den Bass-Keller. Auf diese Weise vermeide man, so Phonar, gegenüber einer klassischen Drei-Wege-Lösung ein elektrisches Filter im sensiblen Tief/Mittelton-Bereich. Auf der Rückseite befinden sich zwei unterschiedlich große Bassreflexöffnungen. Die obere, kleinere wurde für eine schnelle Energieableitung und zur Vermeidung akustischer Phasendrehung auf der Höhe des oberen, breitbandiger arbeitenden Tiefmitteltöners platziert. Mit einem Wirkungsgrad von 89 Dezibel stellt die Veritas P4.2 Next keine hohen Anforderungen an die Verstärkerleistung.
Sehr wohl reagiert sie auf die Qualitäten des Verstärkers, in meiner Kette dem sehr fein zeichnenden, analytischen Soulnote A2 und alternativ dem eher etwas wärmeren, aber dennoch sehr gut differenzierenden Pier Audio Hybrid. In Kombination mit dem Soulnote reproduziert die p4.2 Next die oberen Tonlagen beispielsweise von Louis Armstrongs unlängst veröffentlichtem Live-Album Louis in London, wo er mit viel Spielfreude seine bekannten Hits bei der BBC zum Besten gibt, feiner aufgelöst und tiefer auf der Bühne gestaffelt. Dennoch werde ich den Test mit dem Pier Audio weiterführen, weil dieser insgesamt prima harmoniert und mir mit seinem Preis von 2300 Euro angemessener scheint. Die Hochtonwiedergabe der Phonar p4.2 Next ist das Auffälligste beim direkten Vergleich mit der p9.2 SE, die ihrerseits mächtig mehr Glanz und Details zu vermitteln weiß. Kein Wunder, denn in ihr spielt der kostspielige Ringradiator aus Scan-Speaks Illuminator-Linie. Aber das ist überhaupt kein Grund jetzt und hier das Buch zuzuklappen. Denn in Tarp hat man es verstanden, die Fähigkeiten der Discovery-Kalotte so einzusetzen, dass ihr Defizit zwar im direkten Vergleich klar hörbar ist, aber kaum noch eine Rolle spielt, sobald ich mich auf die Veritas p4.2 Next allein einlasse. Im Gegenteil: Man kann es sogar als vorteilhaft empfinden, dass die oberen Tonlagen etwas zurückhaltender reproduziert werden und damit auch eine wärmere Stimme mit mehr Körpervolumen bei Louis Armstrongs Gesang erlebbar wird.
Und schon bin ich bei einem entscheidenden Punkt meines Höreindrucks. Phonar hat bei dieser Standbox eine Abstimmung hinbekommen, die durch ihr ganzheitliches, homogenes Klangbild ihre Defizite gegenüber der kostspieligeren Konkurrenz aus eigenem Hause hinsichtlich des Erlebniswertes keine Rolle spielen lässt. Das geht sogar soweit, dass ich mich beim einen oder anderen Musikstück frage, ob ich die Veritas p9.2 SE wirklich besser finde. Das ist sie zweifellos, aber: Die musikalische Stimmigkeit der kleinen Standbox ist so gelungen, dass sie vergessen macht, dass sie das eine oder andere in Sachen Detailfülle nicht so perfekt beherrscht. Die Phonar Veritas p4.2 Next strotzt vor Musikalität und Spielfreude und lässt mich entspannt die Musik genießen oder konzentriert mit wippenden Füßen auf der Couchkante sitzen – je nachdem. Die Tatsache, dass der Obertonbereich eher etwas zurückhaltend wiedergegeben wird, schadet auch nicht bei rockigen Songs. „Spirit In The Sky“ von Norman Greenbaum (Deluxe Edition Qobuz 16/44,1) reproduziert die Phonar mit für dieses Genre angemessener Aggressivität und gleichzeitig viel Körperhaftigkeit beim Gesang, so auch bei den Background-Stimmen. Obwohl diese recht laut abgemischt sind, kann man singende Frauen wahrnehmen und zwar ohne kreischende Überbetonung. Das Timbre der 4.2 Next schränkt die rockige Lebendigkeit in keinster Weise ein, nervt nicht, macht nicht müde. Es macht vielmehr auf den nächsten Track neugierig. Das Miteinander der drei Lautsprecherchassis funktioniert bruchlos. Das Tiefmitteltöner-Duo erledigt seinen Part mit nicht vom Hochtöner abweichender Präzision und Dynamik. Die optionale Hochtonanpassung habe ich in meinem Hörraum nicht angewendet, und die beiden Bassreflexöffnungen besitzen keine Schaumstoffpfropfen, die, wie bei der Großen möglich, zum Experimentieren verführen und den Verlauf des Frequenzganges im Bass beeinflussen könnten.
Die Phonar Veritas p4.2 Next scheint keine Genre-Vorlieben zu kennen. Unter den Jazz Alben beeindruckte mich Nnenna Freelons immer wieder gern von mir zur Beurteilung einer Audio Komponente gehörtes Album Live, weil die Phonar schon bei kleinen Lautstärken die Live-Atmosphäre mit einer homogen Darbietung vermittelten. Nnenna Freelons Stimme reproduzieren die p4.2 Next mit Körper und platzieren sie unabhängig vom Hörpegel auf eine Ebene mit den Instrumenten, wobei sie eine nicht allzu große Bühne nach hinten abbilden. Das klingt gleichermaßen angenehm wie glaubwürdig. Ich habe dieses Konzert aber schon einige Male auch über sehr gute Anlagen mit etwas mehr Offenheit erlebt, die ich allerdings hier nicht vermisse. Vielmehr ist es meinem Tester-Trieb geschuldet, dass ich jetzt doch die 1,5-Dezibel Hochtonanhebung durch Umstecken des Jumpers am Anschlussterminal vornahm. Ja, die Stimme löste sich nun mit spürbar mehr Offenheit aus dem Gesamtbild nach vorne. Das klang eher überzeichnet, irgendwie synthetisch und die Musik verlor eindeutig an Homogenität und Charme. Also schnell wieder auf die lineare Werkseinstellung zurückgesteckt, was im Spielbetrieb kein Problem ist. Jetzt ist wieder alles im Lot und ausgewogen mit sehr viel Klangfarbe, feiner Dynamik und Homogenität über das gesamte Frequenzspektrum. Nur wenn ich sehr laut höre, tritt in meinem Hörraum der Bass etwas zu deutlich in den Vordergrund – zumindest bei dieser Musik. Bei „normalen“ Hörpegel war ich stark beeindruckt von der Detailzeichnung auch im Bassspektrum. Ich kann mich nicht erinnern, sie auf diesem Niveau in dieser Preisklasse je so gehört zu haben. Im Titel „Body And Soul“ wird die Percussion schön in der Tiefe geordnet, nicht übertrieben, und der Orgelbass rollt tief unten hindurch, ohne die Bassdrum zuzuschmieren. So soll es sein, und so macht es Spaß zu hören.
Wenn ich bei dieser Musik einzig eine Basslastigkeit bei großer Lautstärke zu bemängeln habe, will ich dies nun mit lauter Rockmusik hinterfragen. Janis Joplin Live At Winterland ´68 mit Big Brother & The Holding Company soll diesbezüglich Erkenntnis bringen. Schon die Ankündigung der Band vermittelt Live-Charakter. Einer meiner Lieblingstitel ist „Ball and Chain“ von W.M.Thornton. Hier hat die Phonar keine Schwierigkeit, die Giftigkeit der verzerrten Gitarre zu vermitteln und es gibt auch weniger Missstimmung bei großer Lautstärke. Die trägt eher zur Authentizität eines Rockkonzerts bei. Der E-Bass spielt sauber und unaufdringlich im Hintergrund, während der großartige Gesang von Janis Joplin vordergründig abgemischt wirkt. Wenn der Pegel zurückgenommen wird, verändert sich diese tonale Balance nur ein wenig dahingehend, dass der Bassbereich etwas zurücktritt. Ähnlich verhält es sich bei „I Feel Free“ vom Album Fresh Cream (Qobuz-Stream 192/24). Wie häufig bei 192-Kilohertz-Remasterings klingen hier die Obertöne etwas überspitzt, solche Missstände offenbart die Phonar eben auch. Man kann ihr also nicht vorwerfen, ein Schönfärber zu sein. Auf Rufus Wainwrights Folkocracy (Qobuz Stream 24/96) verzaubert die Glaubwürdigkeit der diversen Stimmen, auch wenn die teurere Veritas p9.2 SE hier klar besser auflöst. Alles geht dann doch nicht für diesen Preis. Jedoch erstaunlich viel, und so beweist die Veritas p4.2 Next auch bei klassischer Musik ihre gelungene Abstimmung und ihr Klangvermögen. Im Wadia CD-Laufwerk lag die Symphonie Fantatique von Hector Berlioz, live in Paris eingespielt vom Mahler Chamber Orchestra und Les Musiciens du Louvre unter dem Dirigat von Marc Minkowski. Dieses vielseitige Werk offenbart im zweiten Satz „Un Bal“ ansprechend die feine, an Klangfarben reiche Nuancierung, zu denen die Phonar in der Lage sind, und nimmt den Hörer mit seiner Walzer-Beschwingtheit mit, so dass ich meinen Oberkörper im Takte der Musik wiege. Gewaltig und düster, mit Wucht und Dynamik geht es im vierten Satz zum Richtplatz. Auch diese Stimmung vermittelt die Veritas p4.2 Next, auch wenn man laut, jedoch bitte nicht übertrieben laut hört. Stets bleiben dann die Phonar trotz aller Farbenpracht und ihres tendenziellen eher erfreulich leicht warmen Timbres transparent und verlieren niemals Ordnung und Struktur.
Wie gesagt, die Standard-Brücken zwischen Hochtöner- und Bass-Polklemmen am Terminal sind klanglich nicht optimal. Durch den Austausch gegen die hochwertigen Kabelbrücken meiner Veritas p9.2 SE denke ich, ist noch mehr Musikalität möglich. Also setze ich diese kurzerhand ein. Das führt zu mehr Präzision und Klarheit im gesamten Frequenzspektrum, und auch der Effekt des etwas zu kräftigen, schon fast dröhnenden Basses, den ich besonders bei Nnenna Freelon bemängelte, wird ganz erheblich, beinahe gegen Null verringert. An dieser Stelle sollte man investieren. Es lohnt sich. Der amerikanische Kabelhersteller Wireworld im Vertrieb von Phonar bietet diesbezüglich ein breites Sortiment. Aus Kostengründen eher diskussionswürdig ist eine Investition in einen höherwertigen Verstärker: Mein Soulnote kostet das zweieinhalbfache des Pier Audio und verbessert den Klang nochmals hinsichtlich Detailreichtum, Spritzigkeit, Spielfreude und Räumlichkeit. Ein hochwertiger Verstärker ist bei keinem Lautsprecher ein Fehler, und man kann an dieser Stelle des Guten eigentlich nicht zu viel tun. Erfreuliches Fazit aus der Verstärker-Überdimensionierung ist, dass die Phonar Veritas p4.2 Next auch jetzt noch ein hochkarätiger Mitspieler bleiben, weil sie die Vorzüge des teuren Soulnote A2 klar hörbar machen.
Gehört mit
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CD-Laufwerk | Wadia WT 3200 |
Reclocker | Mutec M-3+ Smartclock USB |
Streamer | PS Audio BridgeII |
Server | Antipodes Audio Oladra G4 mit Roon |
Netzwerk | Fritz!Box 7530, Switch Chord Company English Electric 8, ifi Silent Power Lan Purifier Pro, CAT8 |
DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine oder Antelope Zodiac plus oder Sonic Frontiers SFD-1 |
Vollverstärker | Soulnote A-2, Pier Audio MS880SE |
Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE |
Zubehör | JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters |
Herstellerangaben
Phonar Veritas P4.2 Next
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Konzept | 2,5 Wege Bassreflex Standlautsprecher |
Belastbarkeit | 125 / 170 Watt |
Wirkungsgrad | 89 dB (1 W/1m) |
Frequenzbereich | 36 - 27000 Hz |
Trennfrequenzen | 700 / 2800 Hz |
Nennimpedanz | 4 Ohm |
Hochtöner | 26 mm ScanSpeak |
Tief-Mitteltöner | 130 mm Peerless |
Bass | 130 mm Peerless |
Dimension | 90 x 19 x 30 cm H x B x T |
Gewicht | 19 kg / Stück |
Ausführungen | Walnuss, Kirsche, matt Schwarz, Hochglanz Schwarz, Hochglanz Weiß, gegen Aufpreis RAL-Farben |
Herstellergarantie | 60 Monate |
Paarpreis | 2000 Euro |
Vertrieb
Phonar Akustik GmbH
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Anschrift | Industriestr. 8 – 10 24963 Tarp |
Telefon | +49 4638 89240 |
info@phonar.de | |
Web | www.phonar.de |
Am Wochenende ist es wieder soweit: In Warschau findet Europas zweitgrößte Audio (und Video) Messe statt. Wie im letzten Jahr werden auch diesmal alle in den Hotels Sobieski und Golden Tulip sowie im Stadion Narodowy verfügbaren 160 Räume belegt sein. Diesmal präsenteren 180 Aussteller über 600 Marken.
Die Messe ist in viel stärkerem Maße als die High End in München eine Publikumsmesse – und das ist hier deutlich gemischter als im MOC: An den drei Veranstaltungsorten in Warschau sieht man sehr viel mehr jüngere Interessierte beiderlei Geschlechts und auch einen größeren Anteil an Familien. Aber wir reisen nicht nur wegen der bei allen bisherigen Besuchen entspannten und lockeren Atmosphäre auch heuer wieder gern in die polnische Hauptstadt. Zusammen mit Wojciech Pacuła, dem Chefredakteur von highfidelity.pl, werden wir den Gewinnern die Statements in High Fidelity | Polish Edition auf der Messe überreichen und sie am Abend eines der Messetage zum Dinner einladen. Ebenfalls zusammen mit dem Kollegen werden meine Gattin und ich am Samstag, den 26. Oktober, im Saal Golden 1 im Hotel Golden Tulip mit Klangbeispielen von Band, Anpressung und Lackfolie über die Produktion des Albums Bugge Wesseltoft Live At Villa Belvedere, das noch vor Weihnachten erscheinen soll, berichten. Anschließend stellen Vertreter der Analogue Audio Association ihre Master-Tape-Kopie von De-Phazz Jazz Quartett featuring Joo Kraus vor, die man im Raum 122 im Hotel Sobieski auch käuflich erwerben kann.
Wie in den beiden vergangen Jahren wird auch Finn Corvin Gallowsky wieder vor Ort sein, um Sie mit einer ersten Fotostory und in der darauffolgenden Woche mit zwei ausführlicheren Berichten über Geräte, Menschen und Stimmungen auf der Messe zu informieren. Dass das keine leichte Aufgabe ist, kann jeder ermessen, der sich einmal die Liste der präsentierten Marken angesehen hat. Vielleicht animiert Sie die Lektüre ja auch, die Audio Video Show 2024 zu besuchen. Warschau ist allemal eine Reise wert.
Veranstaltungsorte in Warschau
Stadion PGE Narodowy, Al. Ks. J. Poniatowskiego 1
Radisson Blu Sobieski Hotel, Plac Artura Zawiszy 1
Golden Tulip Hotel, Towarowa 2
Öffnungszeiten
Freitag, 25. Oktober: 12.00–20.00 Uhr
Samstag, 26. Oktober: 10.00–20.00 Uhr
Sonntag, 27. Oktober: 10.00–18.00 Uhr
Eintrittspreise
Tagesticket: 62 PLN (etwa 14,40 Euro)
3-Tagespass: 93 PLN (etwa 21,35 Euro)
Veranstalter
Adam Mokrzycki Services
ul. Bolkowska 2D, 01-466 Warszawa
Tel.: +48 602 26 86 20
email: info@audioshow.pl
avshow.pl
Kontaktperson
Adam Mokrzycki
Die Analog-Spezies von Rega haben jüngst eine brandneue MM-Tonabnehmerserie vorgestellt, aus der wir uns das vielversprechende Spitzensystem Nd7 für einen Test ausgewählt haben. Die derzeit aus drei Systemen bestehende Nd-Reihe wurde zum Patent angemeldet und wird als Weltneuheit angepriesen, was zusätzliche Erwartungen weckt.
Rega macht vieles anders als andere Plattenspielerhersteller und ist durchaus bekannt für die Konsequenz, mit der ein einmal für richtig befundener technischer Weg verfolgt und auf die Spitze getrieben wird. Ich erinnere mich noch gut an den Planar 8, den ich einmal besaß, mit seinem skelettartigen „Chassis“, das extrem auf minimale Masse getrimmt war. Regas Plattenspieler kommen gerne mit vormontierten Tonabnehmersystemen aus dem eigenen Stall daher, umso schöner, dass die Auswahl sowohl in technischer als auch in preislicher Hinsicht nun um die hochinteressante Nd-Reihe erweitert wurde. Sie besteht aus den drei Modellen Nd3, Nd5 und Nd7, die für 230 Euro, 400 Euro respektive 580 Euro den Besitzer wechseln. Damit wildert Rega in den Gewässern, in denen zum Beispiel Ortofon mit seinen Modellen 2M Blue, 2M Bronze und 2M Black unterwegs ist und stellt diesen preisliche Pendants gegenüber. Wenn schon, denn schon: Wir griffen ganz oben ins Regal und baten den deutschen Rega-Vertrieb TAD, uns das Topmodell Nd7 für einen Test zur Verfügung zu stellen.
Offen gestanden ist Rega nicht allzu ofenherzig, was technische Daten betrifft. Angaben zur statischen und dynamischen Nadelnachgiebigkeit, Frequenzgang oder Innenwiderstand bleiben wir in den technischen Daten am Ende dieses Berichts schuldig, was aus meiner Sicht aber kein Beinbruch ist. Konzentrieren wir uns lieber auf das, was wir wissen: Der Nd7 verfügt über die Rega-typische 3-Punkt-Befestigung, die die korrekte Ausrichtung bei der Montage zum Kinderspiel werden lässt, sofern man den Tonabnehmer an hauseigene Tonarme montiert. Mit anderen Tonarmen funktioniert die Montage natürlich auch, in der Regel bleibt die vordere, mittige Gewindebuchse dann eben ungenutzt. Der Nadelträger des MM-Systems ist aus Aluminium, an dessen Ende ein nackter Diamant mit Fine Line Nadelschliff sitzt, dem gleichen Schliff wie bei den High-End MC-Modellen Apheta 3 und Aphelion 2. Verwendet wird übrigens ein monokristalliner, künstlicher Diamant mit sehr kleinen Radien, wobei der kleinere Radius von oben gesehen nur drei Mikrometer und von vorne betrachtet 30 Mikrometer in der Vertikalen beträgt. Aufgrund der kleinen Kontaktfläche des Diamanten und der damit einhergehenden sofortigen Anpassung an sehr kleine Veränderungen im Vinyl führe das zu einer außergewöhnlichen, exakten und detailgetreuen Wiedergabe, so Regas Argumentation.
Die miniaturisierten, parallelen Spulen sind aus 38 Mikrometern dünnem Draht in 1275 Windungen handgewickelt. Wenn sich der Wickler oder die Wicklerin da mal nur nicht verzählt! Die gesamte Generator-Baugruppe findet Platz in dem spritzgegossenen Gehäuse aus PPS, das sehr leicht ist und dank seiner geringen Masse die Belastung der Tonarmlager reduziert; überhaupt ist das gesamte Erscheinungsbild von Regas MC-Baureihe inspiriert. PPS steht für Polyphenylensulfid, ein teilkristalliner Kunststoff also, dessen aromatische Monomereinheiten über Schwefelatome miteinander verbunden sind. Dieser Werkstoff verfügt über sehr hohe Wärmeformbeständigkeiten, eine hohe Chemikalienbeständigkeit und eine besonders hohe Steifigkeit. Als Auflagekraft, oder genauer gesagt als Auflagegewicht empfiehlt Rega 1,75 Gramm, also circa 17,5 Millinewton. Die generierte Ausgangsspannung liegt zwischen fünf und sechs Millivolt und damit auf dem typischen Level für Moving-Magnet-Tonabnehmersysteme.
Nomen est omen: Rega verwendet als Magnetmaterial Neodym (Nd) N55, das auch bei den hauseigenen Moving Coil Tonabnehmern eingesetzt wird. Es gilt als der stärkste kommerziell erhältliche Magnet, der entscheidende Vorteile bietet wie eine kompakte Bauweise oder eine geringere Anzahl an Wicklungen. Dies wiederum führt zu einem Generator mit niedrigerer Induktivität und Impedanz, was in der Theorie zu einer deutlich verbesserten Hochtonwiedergabe führen kann.
Rega empfiehlt den hier vorgestellten Tonabnehmer Nd 7 für seine Modelle Planar 3, Planar 6 oder auch Planar 8. Damit konnte ich zunächst nicht dienen, also musste mein Pro-Ject Debut PRO herhalten. Allerdings ergab sich in meinem privaten Bereich eine klassische Win-Win-Situation, welche ich zugegeben bewusst herbeiführte: Ein guter Freund von mir, seines Zeichens glühender Rega-Fan, besitzt einen Planar 3. Ich ließ ihm gegenüber beiläufig die Information über den anstehenden Test des Nd 7 fallen, sein Interesse war geweckt und der Freund samt seinem Planar 3 für gemeinsame Hörsessions eingeladen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… Ach ja, seine Rega Fono MM Mk5 Phonovorstufe hatte er gleich mit im Gepäck, darauf hatte er bestanden.
Und natürlich kam es genauso, wie ich es befürchtet hatte: Wenn ein Rega-Maniac ein neues Rega-System zu hören bekommt, mündet das in ausufernden Hörsessions. Diese waren aber ob der gebotenen Qualitäten zugegeben sehr kurzweilig. Von Anfang an war klar, wohin die klangliche Reise geht: Der Nd 7 bestach von Beginn an durch seine superbe Hochtonauflösung und die herausragende Darstellung feinster, subtiler Details. Ein feindynamischer Traum, den ich MM-Systemen in dieser Form eher nicht zugetraut hätte, das ist eigentlich das Metier erstklassiger MC-Systeme. Vor allem war es im wahrsten Sinne des Wortes sehr schön anzuhören, wie sich diese Qualitäten von Hörstunde zu Hörstunde im Rahmen des Einspielvorgangs stetig verbesserten. Ich würde sagen, nach insgesamt 25 bis 30 Stunden war das System so eingespielt, dass ich keine weiteren klanglichen Veränderungen oder Verbesserungen mehr wahrnehmen konnte.
Stichwort Hochton: Das großartige 1989er-Album Bizarro (RCA Records) von Wedding Present ist in dieser Hinsicht ein ziemlich harter Prüfstein. Die vielen schnellen, teilweise hellen und diffusen Gitarren können schon mal leicht ins Unangenehme abdriften. Nicht so mit dem Rega Nd 7. Dieses Album habe ich selten so detailliert und angenehm wahrgenommen, mit derart fantastischer Auflösung auch in den Präsenzlagen, dabei niemals aufdringlich und sehr präzise, knackig und schlackenlos im Tiefton. Die letzte Wucht ganz unten im Tieftonkeller war zwar nicht da, vielmehr bestach der Tonabnehmer durch Tieftonpräzision und ließ unartikuliertes Gewummer lieber gleich ganz weg.
Um dem Tiefton gleich weiter auf den Zahn zu fühlen, musste mal wieder ein Klassiker herhalten: Das Intro der unwiderstehlichen „Hells Bells“ von AC/DC (Back in Black, Atlantic Records, 1980) offenbart unmittelbar jede Schwäche im Tieftonbereich. Die „Höllenglocken“ kamen schon sehr wuchtig und klar daher, ohne dass die Darstellung wie tumbe Effekthascherei wirkte, wie das bei manch anderen Tonabnehmerkollegen durchaus vorkommt. Spätestens bei den einsetzenden Gitarrenriffs und Brian Johnsons Gesang war klar, dass das Nd 7 ein auf Spielfreude getrimmtes System ist, ob absichtlich oder als direkte Konsequenz der bislang beschriebenen Qualitäten ist dabei völlig unerheblich. Und wieder dieses tolle Rhythmusgefühl, bei dem alle Instrumente sehr klar zu differenzieren waren, ohne in einem Geräuschteppich zu versumpfen. Kleinste noch so verästelte Klangstrukturen ließen sich leicht verfolgen, wenn man es denn wollte. Und dennoch ist das Rega Nd 7 alles andere als ein kühler Analytiker, im Gegenteil.
„All I want is you“ von U2 (Rattle and Hum, Island Record, 1988) offenbarte eine weitere Sahneseite des Rega-Tonabnehmers, nämlich seine subjektiv enorm hohe Geschwindigkeit. Es war in der Lage, wieselflink jede verfügbare Information sofort und unmittelbar aus der Rille zu holen und bestach dabei wieder durch sein herausragendes Rhythmusgefühl. Diese Vorstellung mündete automatisch in sehr authentischen Klangfarben, genauso wie beim atmosphärischen Meisterwerk The Joshua Tree von U2 (Island Records, 1987): Mit dem Nd 7 konnte ich unglaublich gut in die Musik abtauchen, ohne angestrengt auf den „Klang“ konzentriert zu sein.
Klassisches überzeugte in Sachen Raumstaffelung und Klangfarbentreue, wie zum Beispiel Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ (Yehudi Menuhin, His Master´s Voice, 1985). Streicher und Blasinstrumente kamen in ihren Klangfarben so echt und authentisch rüber, dass es zum Zunge schnalzen war. Nein, dass hier ein MM-System zu Werke ging, war der Darstellung nicht im Geringsten anzumerken. Hier stimmte subjektiv einfach alles! Die Instrumente hatten ausreichend „Luft zum Atmen“, einfach genügend Raum um sich herum und insbesondere die Tiefenstaffelung überzeugte. Sehr gelungen!
Gehört mit
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Phonovorverstärker | Rega Fono MM Mk5, Pro-Ject Phono Box S2 Ultra mit Pro-Ject Accu Box S2 |
Plattenspieler | Rega Planar 3, Pro-Ject Debut PRO + Plattenpuck PRO |
Vollverstärker | Almarro A205A MkII |
Lautsprecher | Diverse DIY Vollbereichsbreitbänder: Open Baffle (Ciare CH250), Transmissionline (Seas FA22RCZ & Seas Exotic F8), Tapered Quarter Wave Tube (Tang Band W8-1772), Backloaded Horn (Fostex FE206En) |
Zubehör | Dynamikks! Speakerlink I, Phono NF-Kabel Pro-Ject Connect-it RCA-E |
Möbel | Hi-Fi Racks Ltd |
Herstellerangaben
Rega Nd7
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Prinzip | Moving Magnet (MM) |
Ausgangsspannung | 5-6mV |
Empfohlene Auflagekraft | 17,5g |
Nadelschliff | Fine Line mit nacktem Diamant |
Befestigung | Rega 3-Punkt Befestigungssystem |
Farbe / Ausführung | Gelb, Schwarz, Silber / hochsteifer, leichter PPS-Körper, Nadelträger aus Aluminium, Neodym-Magnet |
Preis | 580 Euro |
Vertrieb
TAD Audiovertrieb GmbH
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Anschrift | Hallwanger Strasse 14 83209 Prien am Chiemsee |
Telefon | +49 8052 9573273 |
hifi@tad-audiovertrieb.de | |
Web | www.tad-audiovertrieb.de |
Aus den Deutschen Hifi Tagen, der herbstlichen Messe in Darmstadt, werden die HiFi Tage Darmstadt, nachdem das online-Magazin LowBeats die Organisation übernahm. Die Messe soll eine enge Schnittstelle zum regionalen Handel sein: So konnte man die HiFi Profis mit ihren vier Läden als größten Aussteller für die Messe am kommenden Wochenende gewinnen.
Wie auch in den Jahren zuvor soll heuer der Schwerpunkt auf attraktivem HiFi liegen. Um die Messe anders als in den früheren Jahren enger mit dem regionalen HiFi-Fachhandel zu verweben, wird das Foyer im ersten Stock zu einem bunten und vielfältigen Markplatz umgestaltet, auf dem sich die Händler präsentieren und attraktive Angebote machen können. Ebenfalls geplant ist ein Schwerpunkt Bild, dem durch aufwändige Heimkinos und einem TV-Shootout eine breite Präsentationsfläche geboten wird.
Aber auch wichtige Themen aus dem Bereich „anspruchsvolles Hören“ werden auf Sonderflächen vorgestellt:
Wichtig ist LowBeats noch eine Anmerkung zum Termin, der sich mit den Frankfurter HiFi-Tagen überschneidet: „Das Kongress-Zentrum Darmstadt hatte bereits im November 2023 das Wochenende vom 19./20. Oktober 2024 als Termin für die HiFi-Messe festgelegt; es gab nie einen anderen. Nachdem die WEKA als bisheriger Veranstalter das Handtuch geworfen hatte, haben wir wenige Wochen gebraucht, um alles festzuzurren und alle Koop-Partner an Bord zu holen. Vom Terminplan des Kongresszentrum darmstadtium war der Termin nur kurzzeitig wegen der Namensänderung verschwunden. Dass es nun zu einer Überschneidung kommt, empfinden auch wir als wenig glücklich. Aber wir werden natürlich das Beste daraus machen…“
Der Eintritt zu den Hifi Tagen Darmstadt ist frei
Die Termine:
Samstag, 19.10.24: 10 – 18 Uhr
Sonntag, 20.10.24: 10 – 17 Uhr
Eintritt frei
Der Veranstaltungsort:
darmstadtium
Schlossgraben 1
64283 Darmstadt
rooMax ist das neue Plugin für die rooExtend Box und die umfassendste, komfortabelste und beste drahtlose Fernbedienungslösung für Roon. Das lästige Öffnen der Roon-App entfällt – rooMax erlaubt den unmittelbaren Zugriff auf fast alle Roon-Funktionen.
Die Basis für rooMax ist der Quick Keys Controller von Xencelabs. Dieses ästhetisch ansprechende Gerät kommt dem Ideal einer drahtlosen Fernbedienung sehr nahe. Neben der Lautstärkeregelung und einer Taste für Wiedergabe/Pause/Standby bietet die Quick Keys acht zusätzliche Tasten, die bestimmten Control-Sets zugewiesen werden können. Mit rooMax können alle Tasten frei konfiguriert und einer Vielzahl von Roon-Funktionen zugewiesen werden. Die Funktionalität von rooMax geht weit über die Bedienung von Roon hinaus!
Highlights
In der rooExtend YouTube-Playlist findet man ein Video über rooMax, das zeigt, was damit möglich ist und wie man es in Roon konfiguriert. Für den Betrieb von rooMax sind ein Roon-Core wie die Mytek Brooklyn Bridge II oder der Waversa Wcore 2.0, ein Roon-Abonnement beziehungsweise eine Roon- Lifetime-Lizenz, der Quick Keys Controller und die rooExtend Box erforderlich. rooMax ist im rooExtend-Store für 75 Dollar plus Mehrwertsteuer erhältlich.
Bitte beachten Sie: rooMax ist ausschließlich ein Plugin für rooExtend zur Steuerung von roon. Die programmierbare Fernbedienung Quick Keys Controller von Xencelabs ist nicht im Verkaufspreis von rooMax inbegriffen, sondern muss zusätzlich erworben werden. ATR - Audio Trade vertreibt den Quick Keys Controller von Xencelabs nicht.
Ihr ATR-Team
Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
Telefon | +49 6123 9258956 |
info@audiotra.de | |
Web | www.audiotra.de |
Die Atalante 3 ist mit einem 18-Zentimeter-Tiefmitteltöner und einem 28 Millimeter Hochtöner der kleinste Lautsprecher der Atalante-Serie. Optisch ist sie genauso ein Schmuckstück wie ihre großen Geschwister. Ob sie wie ihr mythologisches Vorbild der Sprint-Serie davonläuft wird sich im Test zeigen.
Den ersten Kontakt mit Revival Audio hatte ich beim Test der Sprint 3. Wenn Sie etwas mehr über Revival Audio erfahren möchten, lesen Sie dort gerne noch einmal nach. Zum Abschluss des Artikels hatte ich im Statement formuliert, dass die günstigere Sprint 3 neugierig auf die Atalante 3 macht. Daran hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert und ich habe mich sehr auf den Test der Atalante gefreut. Im Testverlauf habe ich dann aber festgestellt, dass man die Atalante 3 nicht als bessere Sprint 3 sehen sollte, sondern sie durchaus, neben einigen Gemeinsamkeiten mit der Sprint, ihre ganz eigenen Tugenden entfaltet. Aber dazu später mehr.
Der augenscheinlichste Unterschied zur bereits getesteten Sprint ist das Design und die Verarbeitung der Atalante. Sie ist ein Schmuckstück. Echtholz, Schattenfuge, Ziereinlage, eingelasertes Logo: optische und haptische Details, die Eleganz und Qualität ausstrahlen. Die Atalante kann sich durchaus mit einem schönen Möbelstück messen. Dass ich ein Fan von dunkleren Hölzern bin, ist wohl kein Geheimnis mehr und so holt mich das Walnussgehäuse mit seinem Retro-Charme voll ab. Ihr Übriges zur Vervollständigung des Eindrucks trägt die außermittige, obwohl klanglich nicht irrelevante, aber dennoch aus der Mode gekommene, Positionierung des Hochtöners bei. Durch die zweiteilige, magnetisch auf Abstand gehaltene Frontblende wird eine Prise Moderne eingestreut. Neben der Walnussvariante ist auch eine Ebenholzausführung erhältlich.
Die Treiber der Atalante ähneln denen der Sprint, setzen sich jedoch in einigen Details auch akustisch ab. In der Atalante kommen wie in der Sprint ein 18-Zentimeter-Tiefmitteltöner aus Basaltfaser und ein 28-Millimeter-Hochtöner zum Einsatz. Die deutlich mächtigere Konstruktion des Tiefmitteltöners lässt sich unschwer erkennen, die aufwendige auf Simulationen basierende rückseitige Absorbtionskammer des Hochtöners ist zwar unsichtbar, soll sich jedoch deutlich in den Messwerten und einer noch niedrigeren Resonanzfrequenz widerspiegeln. Der Mehraufwand bei der Atalante lässt sich ebenso im Aufbau der Frequenzweiche beobachten: Dem Tieftöner beispielsweise wird eine Luftspule spendiert. Als Verkabelung wird „Skyline“ von Van Den Hul verwandt. Dabei bleibt man der goldrichtigen Philosophie „Es werden so wenige Bauteile wie möglich verwendet, aber alle, die benötigt werden“ treu. Außerdem wird die Abstimmung der Frequenzweiche nicht nur durch Messungen, sondern auch Hörtests validiert.
Revival Audio bietet dem Kunden optisch und in ihren Abmessungen genau auf die Atalante 3 abgestimmte Ständer zum Paarpreis von 450 Euro an. Da ich selbst über sehr massive Lautsprecherständer verfüge, die darüber hinaus fast genau der vorgesehenen Standhöhe entsprechen, habe ich diese anstatt der optisch passenden Variante verwendet. Für die Aufstellung sind in der Bedienungsanleitung einige Empfehlungen angegeben. Die Lautsprecher sollten so weit wie möglich, aber mindestens 50 Zentimeter von den Wänden entfernt sein und der Abstand zur Rück- und Seitenwand nicht gleich sein. Bei Aufstellungen zwischen 2,5 bis 3 Meter Lautsprecherbasis sollten die unsymmetrisch auf der Front sitzenden Hochtöner außen positioniert sein. Bei Aufstellungen über drei Meter sollten sie nach innen zeigen. Den Mindestabständen zu den Wänden komme ich in meinem kleinen Hörraum gerne nach, erreiche dann aber eine Basisbreite von nur knapp über 2 Metern. Die Atalante starten somit, wie jeder andere Lautsprecher auch, an der Position in meinem Raum, die sich für die meisten Lautsprecher als ein universeller Idealpunkt herauskristallisiert hat. Die Hochtöner befinden sich dabei außen und die Lautsprecher sind wie üblich auf den Hörplatz eingedreht.
Ich beginne die Hörsession mit dem unaufwendigen „1989“ der Rockband Nestor vom Album Kids in a Ghost Town. Sie wurde 1989 Jahr gegründet, ist aber nie durchgestartet. Aus dem Traum Rockstar wurden für ihre Mitglieder ganz normale Leben mit ganz normalen Berufen. In den letzten Jahren sind die Musiker aber wieder zusammengekommen, haben zwei Alben geschrieben und schnuppern das echte Rockstarleben auf Tour. An diesem Song lassen sich bereits eine ganze Menge Eigenschaften der Atalante ausloten. Sie ist ganz klar ein Charakterlautsprecher. Ein Stück weit scheinen ihre musikalischen Tugenden der Retro-Richtung des Designs zu folgen. Der Bassbereich packt ordentlich zu und legt als treibende Kraft das Fundament für den Rest der Instrumentierung, die sich mit einer schönen Räumlichkeit über E-Bass und Schlagzeug legt. Die Reproduktion der Stimme von Sänger Tobias Gustavsson gefällt mir auf Anhieb. Dies gelingt der Atalante ohnehin durch jedes Genre und jedweden Künstler hinweg mitreißend. Obwohl der Mittenbereich für meine Ohren eher von Tiefmitten dominiert wird, bietet Atalante einiges an Detailinformationen dar, man merkt aber, dass dies nicht ihre erklärte Domäne ist. Der Hochtöner legt sich zwar mächtig ins Zeug, ordnet sich dem dominanteren Tiefmitteltöner dann aber doch unter. Dabei spielt er musikalisch, weich, sehr homogen und linear, aber nicht künstlich eingebremst, um eine besonders gutmütige Wiedergabe zu erreichen. Die massive Frontplatte spricht Bände. Der Hochtöner lässt sich einfach nicht aus der Ruhe bringen – eine Hommage an Hochtonklassiker der vergangenen Jahrzehnte. So verstehe ich Atalante als Gesamtkonzept ebenfalls. Zwar wurde viel optimiert und das Maximum rausgeholt, aber immer mit dem Grundgedanken, nicht den Kontakt zur langen HiFi-Geschichte von Gründer und Entwickler Daniel Emonts zu verlieren.
Beim nächsten Stück „Little Fugue In G Minor“ des Jaques Loussier Trio von ihrem Album Jaques Loussier Plays Bach: Encore! möchte ich mich besonders auf die räumliche Komponente der Wiedergabe konzentrieren. Gleich zu Beginn werde ich dann aber direkt von Drums und Kontrabass abgelenkt. Das tänzelnde Hi-Hat auf der linken Seite, die Bass Drum und der knurrige Kontrabass in der Mitte, das stumpf peitschende Standtom auf der rechten Seite, all das macht einfach Eindruck bei beachtlichem Tiefgang. Trotzdem frage ich mich, ob es für meinen Raum nicht doch schon ein bisschen viel des Guten ist. Aber zunächst zurück zum Raumeindruck. Die Lautsprecher erschaffen eine gute Illusion von Raumtiefe, und öffnen die Hörebene deutlich hinter der Schallwand. Die Instrumente selbst wirken in sich voluminös und unterstreichen den kräftigen Auftritt der Atalante. Das Klavier hebt sich gut ab und rückt etwas näher an den Hörer heran als der Rest der Instrumente, obwohl es vom stärksten Hall geprägt ist. Die Snaredrum ist so verwirrend wie immer. Denn sobald sie nicht nur mit Rimklick, sondern ganz normal angeschlagen gespielt wird, kommt sie aus drei Richtungen. Der Hauptattack aus der Mitte, das Rascheln der Snares, besonders bei (Drag) Ghost Notes, von links und ein eher verhallter Snaresound von rechts. Wenn sie das hören können, brauchen Sie keine Brille – oder so ähnlich.
Ich biege ab und versuche es doch einmal mit dem Schaumstoffpfropfen für die Bassreflexöffnung. Die Attacks des Drumsets wirken jetzt viel knackiger, was wohl überwiegend daran liegt, dass insgesamt weniger tiefe, langwellige, Frequenzen abgegeben werden. In dieser Konstellation zeigt sich die Potenz des Treibers, denn er wird jetzt nicht mehr durch die Bassreflexabstimmung entlastet und spielt trotzdem annähernd genau so tief wie mit offenem Bassreflexrohr. Interessanterweise verändert sich aber auch etwas am Raumeindruck. Die Instrumente werden jeweils etwas konzentrierter abgebildet und das Klavier liegt noch ein wenig freischwebender auf einer eigenen Ebene in der Tiefenstaffelung vor den anderen Instrumenten. Zu meiner Überraschung gefällt mir diese Option richtig gut, obwohl ich normalerweise nichts davon halte, die vorgesehene (Bassreflex-) Abstimmung mit einem Stopfen zu verbiegen. Doch ich muss mir eingestehen, dass die Gesamtabstimmung der Atalante mit meinem Raum besser zusammenpasst, sobald der Stopfen installiert ist, auch wenn ich dadurch ein wenig Bassvolumen verliere. Die Atalante sollte also keinesfalls unterschätzt werden. Um sich richtig zu entfalten, benötigt sie einen mittelgroßen Raum und eine etwas großzügigere Aufstellungsbreite als bei mir. Ihre für einen derartig tiefspielenden Kompaktlautsprecher sehr gute Empfindlichkeit tut ihr Übriges. Sie braucht gar nicht mal unbedingt einen besonders starken Verstärker, um zu Höchstleistungen aufzulaufen.
Im zweiten Satz von Dvořáks 9. Sinfonie, in der Live-Einspielung des London Symphony Orchestras unter Sir Colin Davis entfaltet die Atalante eine deutlich größere räumliche Tiefe als bisher, obwohl die Aufnahme selbst weder herausragend gut noch mit einer besonders eindrucksvollen Räumlichkeit aufgenommen wurde. Die Instrumente spielen merklich hinter den Lautsprecherfronten auf einer breiten Bühne. Es ist sogar eine Lokalisation einiger Instrumente auf der vertikalen Ebene möglich. Das Orchester verschmilzt dabei zu einem wunderbar weich in den Raum wogenden Klangkörper. Der Atalante kommt ihre Unaufdringlichkeit zugute, sie scheint voll in ihrem Element. Einerseits vermag sie Pianos und Pianissimos mit viel Gefühl und Sanftheit zu reproduzieren. Fortissimos hingegen werden kraftvoll wiedergegeben, geraten aber nie zu aggressiv. Der gezupfte Kontrabass im späteren Verlauf des Satzes ist geprägt von einer tollen Körperlichkeit und profitiert von der eher kräftigen Abstimmung der Atalante. In diesem Kontext, in dem nur wenige Instrumente wie eben der Kontrabass oder beispielsweise die große Trommel wirklich den Frequenzkeller für sich beanspruchen, funktioniert die Abstimmung des Lautsprechers in meinem Raum auch ohne Verschließen der Bassreflexöffnung richtig gut. Wenn Eingangs die vom Englischhorn emotional vorgetragene Hauptmelodie von der Klarinette untermalt wird, kann man beide Instrumente mit ihren individuellen Timbres klar unterscheiden und an ihren jeweiligen Positionen im Orchester ausmachen. Dennoch liegt es der Atalante eher, ein dicht verwobenes, sehr homogenes, energetisches Klangbild zu reproduzieren, als einzelne Klangquellen bis ins letzte Detail auseinanderzunehmen. Dadurch erinnert die Wiedergabe sehr an eine raumgreifende, machtvolle, aber anmutige Orchesterreproduktion wie man sie live erleben kann und weniger an eine Aufnahme.
So schließt sich der Kreis im Vergleich zur Sprint. Wo diese etwas roh und forsch agierte, bleibt die Atalante kultivierter, besonnen und auch noch ein Stück weit emotionaler, „live“-haftiger. Sie zeichnet Instrumente in ihren Timbres noch etwas genauer und mit ihrer ganz eigenen Note, während die Sprint etwas nüchterner und analytischer bleibt.
Gehört mit
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Router & Zubehör | Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3) |
Server | PrimeCore Audio A7 |
Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+) |
Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
DAP | FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz) |
Smartphone | Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp) |
Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition |
In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match |
Kabel | Audioquest, Chord Company, Belden, Boaacoustic, Furutech, Glockenklang/Eupen, Sommer |
Herstellerangaben
Revival Audio Atalante 3
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Prinzip | 2-Wege Monitorlautsprecher mit Bassreflex auf der Rückseite |
Hochtontreiber | 28 mm Revival Audio soft dome Hochtöner, ausgestattet mit der patentierten Revival Audio ARID (Anti Reflection Inner Dome) Technologie, mit einer großen Rückkammer mit einer niedrigen Resonanzfrequenz von 520Hz |
Tief-/Mitteltontreiber | 1 × 18 cm Revival Audio BSC Mitteltöner (Basal Sandwich Construction) |
Empfindlichkeit | 87 dB bei 2,83V/1 Meter |
Nominale Impedanz | 6 Ohm |
Farbe | Ebenholz, Walnuss |
Empfohlene Verstärkerleistung | 30-150 Watt |
Übergangsfrequenz | 2800 Hz |
Gehäuse Bassreflex | rückseitig |
Abmessungen H/B/T | 39 x 24 x27 cm |
Besonderheiten | optional passende Lautsprecherständer |
Empfohlen Raumgröße | 15-35m² |
Einspielzeit | ca. 100 Stunden |
Innenverkabelung | van den Hul skyline |
Frequenzgang (+/-3dB) | 44 Hz-22 kHz |
Versandmaße/Gewicht | Gewicht (Paar) 25,1 kg Abmessungen: (74,5/35/50); Gewicht pro Lautsprecher: 11 kg; Gewicht Ständer (Paar) 13,2 kg (75/35,5/12,3); Gewicht pro Ständer: 5,65 kg |
Garantiezeit | 10 Jahre |
Paarpreis | 2.600 Euro |
Vertrieb
B&T hifi vertrieb GmbH
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Anschrift | Hauptstr. 14 40699 Erkrath |
team@bthifi.com | |
Web | www.bthifi.com |
Aavik ist stolz, die Einführung der Aavik U-x88-Reihe bekanntzugeben, einer bahnbrechenden Kollektion von All-in-One-Verstärkern mit den Modellen U-188, U-288 und U-588. Jedes Modell ist von den gefeierten Flaggschiffmodellen der 880er-Serie inspiriert und bietet modernste musikalische Leistung in einem völlig neuen Design.
Die U-x88-Reihe wurde für eine außergewöhnliche Musikalität entwickelt und vereint einen Streamer, einen DAC, eine Line-Stufe und einen Leistungsverstärker in einem einzigen, sorgfältig konstruierten Gehäuse. Jede Komponente dient einem genau definierten Zweck und gewährleistet die niedrigste Induktivität, null Hysterese und eine außergewöhnliche Resonanzkontrolle, um die feinsten musikalischen Details zu bewahren.
Die Aavik U-x88-Serie ist das Ergebnis einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen zwei renommierten Designern. Der angesehene Gründer von Gryphon Audio, Flemming Erik Rasmussen, schloss sich 2021 dem Team von Aavik an und brachte über 35 Jahre Design-Expertise mit. Durch die Verschmelzung seiner künstlerischen Vision mit dem innovativen technischen Ansatz von Michael Børresen schufen sie die Verstärker U-188, U-288 und U-588, die nicht nur atemberaubend aussehen, sondern auch ein außergewöhnliches Klangerlebnis bieten.
Die U-x88-Verstärker bieten eine vollständig integrierte Lösung, die wesentliche Funktionen wie Streaming, DAC, Line-Stufe und Leistungsverstärkung in einem durchdachten Gehäuse vereint. Dieses Design minimiert Signalverluste und verbessert die Musikwiedergabe, so dass Benutzer von einem optimierten, leistungsstarken Erlebnis profitieren.
Die Aavik U-x88-Verstärker basieren auf der neuesten Version der Damplifier-Technologie der Pascal-Klasse, die eine noch schnellere UMAC-Schaltmodulation bietet und weniger Rauschen erzeugt. Diese Schaltung erfordert nun eine geringere Filterung und hat eine geringere Ausgangsimpedanz, was eine bessere Kontrolle über die angeschlossenen Lautsprecher und eine gleichbleibende Leistung über das gesamte Musikspektrum gewährleistet.
Hauptmerkmale
Hersteller
Audio Group Denmark
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Anschrift | Rebslagervej 4 DK-9000 Aalborg |
Web | audiogroupdenmark.com |
Auf der World of Headphones präsentierte Carsten Hicking den HiBy FD5 SE. Die Gestaltung des stationären DAC/Kopfhörerverstärkers – firmenintern Cyberpunk-ID Design genannt – fand ich so ansprechend, dass ich ein Exemplar zum Test bestellte. Doch dann wurde mir klar, dass ich in Sachen Desktop- und Mobil-Hifi ein wenig den Anschluss verloren hatte.
Im meinem Kabel-Fundus befand sich keine einzige Strippe mit einem Pentaconn-Stecker. Für meine Lieblingskopfhörer habe ich jeweils ein Anschlusskabel mit einem Klinken- und einem vierpoligen XLR-Stecker, die ich teils aus den mitgelieferten Verbindungen mit 3,5-Millimeter-Klinken gelötet habe. Sollte ich eine diese Buchsen für Mini-Klinken nutzen wollen, verwende ich einen Adapter, auf den ich bei stationären Phonostufen und Pro-Equipment mit den Buchsen für große Stecker lieber verzichte. Der Desktop-Kopfhörerverstärker HiBy FD5 SE verfügt zwar auch über einen Mini-Klinken-Anschluss, an dem steht jedoch nur eine Ausgangsleistung von 475 Milliwatt zur Verfügung. Der symmetrische Pentaconn-Ausgang hingegen stellt beachtliche 1.525 Milliwatt bereit. Da ich natürlich auch meinen Kopfhörerfavoriten, den leistungshungrigen Dan Clark Audio Stealth, mit dem HiBy hören möchte, komme ich nicht umhin, einen Pentaconn-auf-vierfach-XLR-Adapter zu bestellen. Und wenn ich schon dabei bin, ordere ich im WOD-Webshop auch gleich noch ein hochwertiges ifi Pentaconn-auf-XLR-Kabel, da der HiBy auch 3,5-Millimeter- und Pentaconn-Line-Ausgänge besitzt. Wenn eine symmetrische Verbindung angeboten wird, sollte ich sie auch ausprobieren können.
Eingangsseitig steht beim FD5 lediglich eine USB-C-Buchse zur Verfügung, ein USB-A-auf-C-Kabel befindet sich im Lieferumfang. Allerdings kann der HiBy auch Bluetooth-Signale der hochauflösenden Codecs SBC, AAC, LDAC und UAT empfangen. Fragen Sie mich nicht, welchen das iPhone 15 Pro verwendet, aber es ließ sich völlig problemlos mit dem HiBy koppeln. Über den Adapter verbinde ich den Sendy Audio Peacock mit dem symmetrischen Kopfhörerausgang, starte in der Onkyo-HF-Player-App Jon Lords großorchestrale Komposition Windows und genieße diesen leicht schrägen Rock/Klassik-Mix aus dem Jahr 1974. Für eine Lautstärke für entspanntes Langzeithören reicht die Verstärkungsstufe „LO“. Das kleine Display informiert auch darüber, dass mit dem haptisch angenehmen Drehgeber mit satter Rastung die Lautstärkestufe „72“ gewählt ist und der FD5 im Class-A-Betrieb arbeitet: Die große Besetzung wird sehr gut differenziert wiedergegeben und man bekommt sogar eine Vorstellung vom Aufnahmeort: So erklingen etwa die Pauken aus der Tiefe des Raums. Die Kastagnetten und kleineren Perkussionsinstrumente im ersten Teil des Titelstücks machen ebenfalls deutlich, dass es sich nicht um Studioaufnahmen handelt, sondern dass das Album live in einen großen Saal eingespielt wurde. Bei stärker komprimierten Stücken wie den Songs auf Van Morrisons Down The Road drehe ich den Pegel dann um mindestens vier Stufen zurück. Bevor ich mich der Technik zuwende, probiere ich noch kurz das neue Kabel mit dem Pentaconn-Stecker am symmetrischen Hochpegelausgang aus, wobei sich jedoch herausstellt, dass auch dieser Ausgang von der Lautstärkeregelung beeinflusst wird. Wenn man den HiBy FD5 als reinen DAC verwendet ist das sicherlich ein kleiner Nachteil, ist aber leider unumgänglich, wenn man damit Aktivboxen betreiben möchte.
Der HiBy FD5 ist ein sogenannter „Desktop DAC/Kopfhörerverstärker“ mit zweiteiliger Stromversorgung: Da wäre einmal ein Metallgehäuse mit denselben moderaten Abmessungen wie dem, das den eigentlichen Wandler und den Kopfhörerverstärker beherbergt. Die beiden Metallgehäuse stehen über einen mehrpoligen Steckverbinder in Kontakt. Recht starke Magnete helfen bei der Ausrichtung der beiden Einheiten vor dem Zusammenstecken. Auch wenn auf der Website des deutschen Vertriebs von einem „Netzteilgehäuse“ die Rede ist, beinhaltet dieses weder ein lineares noch ein Schaltnetzteil. Letzteres gehört in der SE (Special Edition) Version ebenfalls zum Lieferumfang. Die Auslagerung der Rauschunterdrückung und Spannungsstabilisierung mit dem hochpräzisen Operationsverstärker OPA1652 und zehn Elna Brown Gold Kondensatoren der zweiten Generation in ein eigenes Gehäuse soll Interferenzen zwischen dem Netzteil und den analogen Schaltkreisen so gut wie ausschließen. Die Treiberstufe des Kopfhörerverstärkers besteht aus zwei ADA4625-2 Op-Amps, die völlig diskrete Ausgangsstufe aus 32 sorgfältig gematchten Transistorpaaren. Über einen Schiebeschalter an der Seite des HiBy kann sein Besitzer wählen, ob der Kopfhörerverstärker im Class-A- oder Class-AB-Betrieb arbeitet.
Die Digital/Analog-Wandlung übernehmen im FD5 vier AKM AK4493 DAC-Chips, die so miteinander verschaltet sind, dass sie eine möglichst hohe Ausgangsleistung erreichen, um das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern. Ein auf einem FPGA basierendes System mit Quarzoszillatoren mit geringem Phasenrauschen für die Frequenzen von 45,158 Megahertz und 49,152 Megahertz generiert einen extrem jitter-armem Takt für die Digitalelektronik. Der HiBy verarbeitet PCM-Signale mit bis zu 32 Bit und 768 Kilohertz sowie DSD bis 22,6 Megahertz. Darüber hinaus unterstützt der FD5 MQA 8x, was ich aber ebenso wenig überprüft habe wie PCM-Dateien mit über 384 Kilohertz und DSD über DSD256. Die Daten bezog der HiBy nach dem ersten kurzen Test über Bluetooth dann per USB über das mitgelieferte A-auf-C-Kabel. Das war mit dem Streaming-Set-Up verbunden, dass sich im Wohnzimmer überraschenderweise als klanglich ungemein überzeugend erwies und dort den Hugo 2 TT über den M-Scaler mit Daten beliefert: Per Göbel Lan-Kabel geht’s in den ifi Silent Power Lan iPurifier Pro, der von einem Power Add gespeist wird, und dann weiter in Chord Electronics' 2go/2yu-Kombination.
Die kleinen Kistchen zogen auf die obere Ebene des Artesania-Racks im Hörraum um. Das Lan Kabel wurde dort mit einem Ausgang des Ansuz PowerSwitch Gold Signature verbunden. Der FD5 konnte sich also keinesfalls über seine Zuspieler beklagen. Da verwunderte es nicht, dass er meine Lieblings-Kopfhörertest-CD, Tord Gustavsens fantastisch, aber völlig unspektakulär klingendes Album Changing Places sehr stimmig reproduziert. Noch arbeitet der HiBy in Class-A und mit geringer Verstärkung. Da ECM-Veröffentlichungen so gut wie ohne Kompression auskommen und im Durchschnitt etwas leiser sind als die Mehrzahl der Produktionen, steht die Lautstärke bei „80“. Bei „At A Glance“ wechsele ich dann zu Class-AB: Die Lautstärke bleibt gleich, doch zu meiner Verwunderung scheinen nun die Instrumente von ein wenig mehr Luft zu umgeben zu sein, der Aufnahmeraum wirkt einen Hauch größer, und das Auftreffen der Sticks auf die Becken ist noch klarer wahrzunehmen. Könnte es sein, dass der Verstärker im A-Betrieb schon am Ende seiner Kräfte angekommen ist und ein wenig komprimiert?
Ich wechsele zur höheren Verstärkung und zurück zu Class-A. Hier lande ich bei einer Lautstärkeeinstellung von „54“. Auch in Spielpausen ist nicht das geringste Rauschen zu hören, und auch klanglich gibt es nichts auszusetzen. Die Musiker scheinen sogar ein wenig mehr Lust an ihrem Tun zu haben als in der „LO“-Einstellung. Aber auch mit der höheren Verstärkung gefällt mir der Class-B-Betrieb minimal besser. Die Unterschiede sind so, wie ich sie schon bei der niedrigeren Verstärkung beschrieben habe. Bei Class-AB gibt es einfach einen Hauch mehr Informationen in einem minimal offeneren Raum. Und das wiegt für mich der kleine Schuss mehr Geschmeidigkeit bei Class-A nicht auf.
Um überhaupt einen Anhaltspunkt zu haben, vergleiche ich den HiBy kurz mit dem damals etwa ebenso teuren, nicht mehr aktuellen Mojo, Chord Electronics' kleinem DAC/Kopfhörerverstärker für den mobilen Einsatz: Beim ersten Teil von Keith Jarretts Köln Concert wird der FD5 in den oben erwähnten Einstellungen seinem Anspruch als Desktop-Gerät voll gerecht: Er verwohnt mit einer ein Stückchen größeren Abbildung, einer einen Tick lebendigeren Spielweise und einer besseren Durchzeichnung. Da kann ich beruhigt aufhören, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Der Härtetest für jeden Verstärker ist – wie erwähnt – der Betrieb mit dem ausgesprochen wirkungsgradschwachen Stealth. Für mich, der ich zumindest bei Kopfhörern kein ausgesprochener Lauthörer bin, reicht die Leistung des HiBy am unsymmetrischen Ausgang so gerade aus, um genussvoll längere Zeit zu hören. Der symmetrische Ausgang hat so viel Schub, dass es für mich bei Pop-Produktionen bei Werten über „80“ schon unangenehm wird. Zumindest für meine Hörgewohnheiten reicht die Leistung des FD5 auch im Zusammenspiel mit dem Dan Clark Audio völlig aus.
Abschließend kann der HiBy noch zeigen, wie gut er als reiner Wandler arbeitet. Dafür habe ich den symmetrischen Ausgang mit den entsprechenden Eingängen des WestminsterLab Quest verbunden. Ein kurzer Versuch zeigte, dass der Wahlschalter für die Verstärkung keine Auswirkung auf die Line-Ausgänge hat. Damit auch die Lautstärkeregelung möglichst wenig Einfluss auf den Klang nimmt, habe ich den Wert „100“ eingestellt und dann von Arild Andersens Album Mira „Raijin“ gestartet: Unglaublich, wie kraftvoll die Pauken in einem großen virtuellen Raum erklingen, von wieviel Luft die Flöte umgeben ist, und wie lebendig das Ganze rüber kommt. Ohne Vergleich vermisse ich da gar nichts.
Bevor ich in allzu große Euphorie über die Leistungen des extrem günstigen Wandlers verfalle, wähle ich Schostakovitschs Symphonie Nr. 15: Aber auch hier enttäuscht der HiBy nicht. Die Darstellung des Orchesters auf der recht breiten und tiefen Bühne gelingt ihm ausgesprochen gut. Auch in Fortissimo-Passagen neigt sein Ton nie zur Schärfe. Wahrscheinlich entlockt ein deutlich teurerer Wandler dem File noch ein paar mehr Klangfarben und das eine oder andere zusätzliche Detail. Das Faszinierende an der Abstimmung des HiBy ist aber, dass das, war er bietet, in sich völlig stimmig daher kommt. So vermisst man auf Anhieb gar nichts – auch wenn man weiß, dass es von allem für deutlich größere Investitionen noch etwas mehr gibt: Wirklich beeindruckend!
Gehört mit
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NAS | Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil |
Streamer | Auralic Aries G2.2, Chord Electronics 2YU und 2GO |
Up-Sampler | Chord Electronics M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
D/A-Wandler | DAVE mit Linearnetzteil |
LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature |
DAC/Kopfhörerverstärker | SOtM sCLK-OCX10 |
Vorstufe | WestminsterLab Quest |
Endstufe | Einstein The Poweramp |
Lautsprecher | Børresen 05 SSE |
Label | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 (2x), Rossaudio Kabel, SOtM dCBL-BNC75 |
Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20, Waversa WLAN-Isolator-EXT-1 (2x), ifi Silent Power Lan iPurifier Pro |
Herstellerangaben
Hiby FD5
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DA-Wandler | 4 x AKM4493 |
Verstärkerkomponenten | 4 x OPA1652 und 2 x OPA1612 |
Unterstützte Auflösungen | DSD 512, PCM 768 kHz / 32 bit, MQA 8x |
Abmessungen | 115 x 115 x 52,7 mm |
Gewicht | 698 g |
Display | 1,1" OLED |
Audio Daten am 4,4 mm Ausgang | Ausgangsleistung: 1525 mW THD: 0,0004% Dynamikumfang: 125 dB Kanaltrennung: 106 dB Frequenzumfang: 20 Hz - 90 kHz |
Audio Daten am 3,5 mm Ausgang | Ausgangsleistung: 475 mW THD: 0,0006% Dynamikumfang: 123 dB Kanaltrennung: 68 dB Frequenzumfang: 20 Hz - 90 kHz |
Lieferumfang | FD5, Netzteil 12 V, 2 A, USB 2.0-Datenkabel (A auf C), Adapterkabel 3,5-Stecker auf 6,35-Buchse, Bedienungsanleitung, Garantiekarte, Zertifikat |
Preis | 510 Euro |
Vertrieb
audioNEXT GmbH
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Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
Der T1 EVO bringt für wenig Geld echte HiFi- Klangqualität. Er glänzt mit hochwertigen Materialien, einem stylishen Aussehen und einem unglaublich lebendigen Sound. Während des umfangreichen Entwicklungsprozesses hat Pro-Ject akribisch darauf geachtet, dass man trotz des unglaublichen Preises keine Kompromisse in Sachen Klangqualität macht.
Das stylishe, CNC gefräste Chassis – in Hochglanzschwarz, Mattweiß und Walnuss erhältlich – enthält keinerlei Plastikteile und wird gänzlich ohne Hohlräume gefertigt, so dass keine unerwünschten Vibrationen im Chassis auftreten können. Ganz im Sinne dieser Philosophie ist auch der Plattenteller aus Glas massiv ausgeführt. Im Gegensatz zu Plastik- oder leichten Stahlplattentellern unterdrückt das Glas unerwünschte Resonanzen effektiv. Und schließlich leisten auch die speziell ausgewählten Plattenspielerfüße gute Arbeit, um den T1 EVO von den Umgebungsvibrationen zu isolieren.
Der Plattenteller des T1 wird per Riemen angetrieben. Dieser überträgt präzise die Antriebskraft auf den neu designten Subteller, welcher wiederum in dem ultra-präzisen Plattentellerlager mit nur 0,001 mm Spiel(!) mit einem gehärteten Edelstahlschaft in einer Messingbuchse sitzt. Zusammen mit dem gewählten Motorsystem ist der T1 EVO daher in der Lage, eine reibungslose, resonanzfreie Drehung zu gewährleisten. Der 8,6“ lange Tonarm besteht aus einem einzigen Aluminiumstück und ist mit reibungsarmen Lagern bestückt, so dass die Abtastung stets mit absoluter Präzision erfolgt. Neben dem sauberen und stilvollen Aussehen hat das integrierte Headshell auch den Vorteil, dass es keine zusätzlichen Vibrationen erzeugt. Es ist eine große Verbesserung gegenüber abnehmbaren, aufgeschraubten oder aufgeklebten Headshells! Im Lieferumfang ist ein Ortofon OM10 Moving-Magnet- Tonabnehmer mit elliptischer Diamantnadelspitze ent-halten – ein echtes HiFi-System, das keine Kompromisse macht.
Im Lieferumfang sind ebenfalls hervorragend abgeschirmte, quasisymmetrische, niederkapazitive Phonokabel enthalten, die von Pro-Ject speziell für den Anschluss von Plattenspielern konzipiert wurden. Zudem befindet sich auch eine Staubschutzhaube, für zusätzlichen Schutz des T1 EVO und eine Filzmatte, die als weicheAuflagefläche für Ihre Platten dient, im Paket.
Die Fertigung in Europa erfolgt in einem Werk mit jahrzehntelanger Tradition im Plattenspielerbau, was den T1 EVO zu einem echten HiFi-Plattenspieler macht, der klanglich und optisch überzeugt.
Herstellerangaben
Pro-Ject T1 EVO
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Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
Telefon | +49 6123 9258956 |
info@audiotra.de | |
Web | www.audiotra.de |
Axxess ist stolz darauf, den Axxess Power Distributor zusammen mit seiner Special Edition-Variante vorzustellen, die für eine präzise Stromversorgung mit minimalem Rauschen ausgelegt ist und eine maximale Leistung für Audiokomponenten gewährleistet.
Der Axxess Power Distributor verfügt über ein gefrästes Innenleben aus einem Verbundwerkstoff auf natürlicher Basis und einen lackierten Stahlrahmen. Diese Materialkombination sorgt für ein optimales Gleichgewicht zwischen Steifigkeit und Vibrationskontrolle. Der Stahlrahmen widersteht mechanischen Vibrationen und magnetischen Störungen, während das Innere aus Verbundwerkstoff unerwünschte Schwingungen erdet, die musikalische Leistung verbessert und ein noch intensiveres Hörerlebnis bietet.
Anstelle herkömmlicher Komponenten zur Stromaufbereitung wie Kondensatoren und Widerstände verwendet der Axxess Power Distributor dicke interne Kabel und große Leiterbahnen. Dieses Design maximiert die Stromversorgung und unterstützt selbst die anspruchsvollsten Verstärker, was den Axxess Power Distributor zu einem echten Highlight in seiner Klasse macht.
Die Unterseite des Axxess Power Distributor ist mit vier Scheiben ausgestattet, die optionale Ansuz Darkz- oder Axxess NOIR-Antivibrationsfüße aufnehmen, die unerwünschte Vibrationen erden und in Wärme umwandeln. Die obere Abdeckung verfügt außerdem über halbkugelförmige Hohlräume zur Aufnahme anderer Axxess-Produkte oder -Komponenten, wodurch die Systemleistung weiter verbessert wird.
Der Axxess Power Distributor ist mit der Ansuz Star Ground-Technologie ausgestattet, die verhindert, dass Störgeräusche aus der Netzspannung die angeschlossenen Audiokomponenten verunreinigen. Die Erdung erfolgt an einem genau definierten Sternpunkt, wodurch die niedrigstmögliche Erdungsimpedanz gewährleistet wird. Diese sauberere Stromversorgung verbessert die musikalische Klarheit, Tiefe und Dynamik und ermöglicht ein natürlicheres und intensiveres Hörerlebnis. Die Ansuz Anti-Aerial-Resonance-Coil-Technologie, ein Markenzeichen des Schwesterunternehmens Ansuz, ist exklusiv in der Axxess Power Distributor Special Edition erhältlich. Diese fortschrittliche Geräuschunterdrückungstechnologie minimiert die Luftresonanz und liefert sauberere Leistung und größere musikalische Präzision. Die Special Edition bietet eine außergewöhnliche Klangqualität und hebt die Leistung der Stromverteilung auf ein neues Niveau.
Hersteller
Audio Group Denmark
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Anschrift | Rebslagervej 4 DK-9000 Aalborg |
Web | audiogroupdenmark.com |