Herstellerangaben
ACM Premium Audio
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Adresse | Adlerstrasse 48 41066 Mönchengladbach |
Telefon | +49 21612771471 |
info@acm-audio.de | |
Web | acm-audio.de |
Der belgische Hersteller Ilumnia ist auf dem besten Weg, die Audiobranche zu revolutioniere: Die Membran des weltweit patentierten LEMS Treibers schwingt berührungsfrei in einem elektromagnetischen Feld. Ab sofort begleitet ACM Premium Audio diesen Meilenstein als exklusiver Ilumnia Distributor in Deutschland.
Sowohl der Ilumnia Vocalis MK II als auch der Ilumnia Magister Novus arbeiten mit dem gleichen revolutionären und weltweit patentierten LEMS Treiber. Die berührungsfrei in einem elektromagnetischen Feld schwingende Membran ermöglicht außergewöhnliche Vorteile:
Ilumnia Vocalis MK II
Ilumnia Magister Novus
Ein Paar Ilumnia Vocalis1 kostet 18.500 Euro, ein Pärchen Ilumnia Magister Novus 32.500 Euro. Beide sind ab sofort verfügbar.
Von Audiophilen für Audiophile. Wir sind ACM Audio. Und wir lieben audiophile Musikwiedergabe. Wir finden mit nichts gelingt die in den eigenen Räumen besser als mit hochwertigen analogen Lösungen. Für uns ist das Ziel Gänsehaut und wir geben uns mit nichts weniger zufrieden. Daher sind wir die Manufaktur an der Seite Klang-Begeisterter: Wir stellen mit Leidenschaft, Perfektionismus und absolutem Servicegedanken das perfekte Setting von Premium-Plattenspielern, Tonabnehmern und feinsten Elektronikkomponenten zusammen, damit Menschen an Ihrem persönlichen Lieblingsort die Musik so hören können, wie sie gehört werden soll: authentisch, klar und mit unvergleichlicher Tiefe.
Mit jahrelanger Erfahrung und einer tiefen Leidenschaft für analoge Audiotechnologie stehen wir nicht nur als Händler, sondern vor allen Dingen als Berater an der Seite klangliebender Menschen. Dabei machen wir den Zugang zu High-End-Audio leicht, denn dank unserer kostenfreien und unkomplizierten Testpakete kann sich jeder Interessent selbst ein Bild machen – und zwar in den eigenen Räumen. Wir für unseren Teil nutzen unsere eigenen Räume ebenfalls für die direkte Erfahrung: unser Showroom ist beeindruckend bestückt und immer für eine Live-Demo in Sachen Klang-Gänsehaut bereit.
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Marten ist als Premiumhersteller und Spezialist im Umgang mit Hartmembranen bekannt. Die Serie Oscar markiert den Einstieg in die Welt der nach Jazz-Musikern benannten Marten-Serien. Mein Testkandidat Oscar Duo ist ein Zweiwege-Lautsprecher mit dazugehörigem Ständer.
Bereits beim Auspacken wird unmissverständlich klar, dass Marten den Premiumanspruch ernst nimmt. Die Anleitung ist kein mit schnöden Büroklammern geheftetes Blättchen, sondern kommt in einem Hardcovereinband mit eingeprägtem Marten Logo. Der Anleitung liegen eine CD und ein USB-Stick mit einem Einspielsignal und einigen Beispieltracks bei. Dieses erste, eigentlich vollkommen nebensächliche Detail macht Eindruck und zeigt mir, dass ich als Kunde, oder in diesem Fall Tester, den Machern hinter der Marke wichtig bin. Der Lautsprecherkauf soll ein Erlebnis sein und eine exklusive Anmutung versprühen. Dieser Eindruck setzt sich beim Auspacken der Lautsprecher selbst fort. Die Polklemmen des deutschen Herstellers WBT tun ihr Übriges. Das silberne, gebürstete Marten-Aluminiumlogo, die ebenfalls silbernen Einfassungen der Treiber, das Gesamtbild der Lautsprecher strahlt eine gewisse Exklusivität aus.
Zusätzlich zu den Lautsprechern, sandte Jan Sieveking vom deutschen Vertrieb Sieveking Sound, mir die passenden Ständer zu den Lautsprechern zu. Sie sind ebenfalls mit einem kleinen Logo auf der Sockelplatte versehen und wirken in ihrer seidenmatten Lackierung nicht weniger elegant als die Lautsprecher selbst. Mit den Lautsprechern verschraubt, entsteht eine stabile Einheit. Das Highlight der Konstruktion sind die eigens für Martens passend zur Oscar gefertigten Absorberfüße von Isoacoustics. Allein schon, weil das nervige Rumhantieren mit Spikes entfällt, wären die Füße mir den Aufpreis mehr als wert. Bisher hatte ich noch keine Isoacoustics im Test, aber ihr ausgezeichneter Ruf in der Szene spricht Bände – darauf verlasse ich mich hier. Einem dedizierten Test von Isoacoustics Entkopplern in der Zukunft steht auch Jan Sieveking sicher sehr aufgeschlossen gegenüber.
Doch zurück zu Oscar. Wie eingangs erwähnt, liegt eine Kernkompetenz bei Marten im Einsatz von Hartmembranen, insbesondere Keramiktreibern. Keramik als Membranmaterial wird in der Szene intensiv diskutiert. Einige sehen es als heiligen Gral, andere lehnen „Keramiksound“ grundsätzlich ab. Fakt ist, dass Keramik als Membranmaterial einige einzigartigen Merkmale aufweist. Es ist außergewöhnlich steif und leicht. Wie bei jeder anderen Membran auch, bricht das Frequenzspektrum irgendwann in Resonanzen auf, die sich in, zumeist unangenehmen, Überhöhungen bemerkbar machen. Der Vorteil bei Keramikmembranen ist, dass diese Resonanzen erst am Ende des nutzbaren Frequenzbereichs auftreten. Aufgrund der geringen inneren Dämpfung von Keramik fallen sie dafür jedoch umso stärker aus. Frequenzweichen für Keramikreiber müssen deshalb oft aufwendiger gestaltet werden als für Treiber aus anderen Materialien. Wie bei so vielen Dingen kommt es schlussendlich also gar nicht so sehr auf das Material an sich an, sondern wie man es einsetzt. Leif Olofsson, Gründer und Chefdesigner von Marten, hat in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt, dass er und sein Team mit Keramik umzugehen wissen. Für die kostspieligeren Produktlinien Martens werden Treiber aus reiner Keramik, genauer gesagt reinem Aluminiumoxid, des deutschen Spezialisten Accuton eingesetzt. Inzwischen werden auch vermehrt großformatige proprietäre Berylliumtreiber genutzt. Der Grundbestandteil von Oscars Treiber ist Aluminium dessen Oberfläche zu Aluminiumoxid umgewandelt wurde. Somit haben diese Treiber sehr ähnliche, aber nicht identische Eigenschaften wie reine Keramiktreiber. Sowohl der Tiefmittel- als auch Hochtöner sind eigens für Marten produzierte und modifizierte Versionen der Hartmembran-Reihe von SB-Acoustics. Der wohlbekannte Treiberhersteller SB-Acoustics besteht aus der Fertigungskompetenz von Sinar Baja Electronic in Indonesien und den dänischen Designexperten von Danesian in Dänemark. Mit letzteren arbeitet Marten eng zusammen, um sich wie in diesem Fall vorhandene Treiber modifizieren zu lassen, oder sich für andere Serien gänzlich eigene Treiber konzeptionieren zu lassen.
Der 18-Zentimeter-Tiefmitteltöner soll der Oscar Duo zu einer unteren Grenzfrequenz von 37 Hertz verhelfen. Das kann ich in der Praxis so bestätigen. Er spielt bis auf wenige Hertz fast genau so tief wie meine Standlautsprecher. Die Empfindlichkeit liegt bei ordentlichen 86 Dezibel. Für das Zähmen der Treiber scheint ein Filter 2. Ordnung bei 2.500 Hertz ausreichend zu sein. Als Innenverkabelung wurde Jorma Duality gewählt. Alle Komponenten werden in einem 25 Millimeter dicken Gehäuse miteinander verheiratet.
Ich selbst höre schon seit Jahren mit Hartmembranen. Die Tief- und Mitteltöner meiner Magnat Quantum 803 bestehen aus Aluminium. Für einige Zeit hatte ich auch schon das Vergnügen eines Accuton-Keramik-Boliden in meinem Hörzimmer. Ich habe aber auch ebenso viele Membrane aus weniger hartem Material gehört, die mir gut gefallen haben, sowohl in Hoch- als auch Mittel- und Tieftönern. Für mich gilt das Endergebnis und das Treibermaterial an sich ist für mich kein Kaufkriterium an sich. Je nach Konzept haben sowohl sehr harte als auch weniger harte Membranen ihren Reiz und ihre Daseinsberechtigung. Dennoch halte ich Hartmembranen, richtig eingesetzt, technisch für überlegen. Dementsprechend bin ich mit einigen Erwartungen in die Hörsitzung gestartet: Attacke, Präzision und Auflösungsfähigkeit sollten schon auf einem sehr hohen Niveau sein – wenn schon Hartmembran, dann richtig.
Bereits ohne genaue Ausrichtung und grob an meiner Standardposition platziert, spielen die Lautsprecher sehr gut. Allerdings wird jede Minute, die ich in ein Feintuning ihrer Aufstellposition und Ausrichtung investiere mit einem noch besseren Ergebnis belohnt. Somit lässt sich festhalten, dass die Oscars zwar nicht aufstellungskritisch, aber sehr wohl feinfühlig sind. Kleine Unterschiede haben mitunter große Auswirkungen. Das verbuche ich eindeutig als Stärke. Weniger geübte Hörer finden ohne Schwierigkeiten eine gut klingende Konfiguration, und Aufstellungsspezialisten können nur mit der Aufstellung Faktoren wie Bühne, Präsenz, ja ein Stück weit sogar die Auflösung minutiös steuern.
„Call It a Night“ der Formation KGB vom Album Contra-intelligence ist irgendwann einmal in meinem Roon-Feed aufgetaucht. Das Klavier ist etwas rumpelig aufgenommen, die Geige direkt und ungeschönt, die Mandoline gut gelungen. Trotzdem oder gerade deshalb mag ich diese unprätentiöse Aufnahme so sehr und höre sie gerne für Tests. Denn wenn ein Lautsprecher es schafft, ihre Unvollkommenheit aufzuzeigen, sie aber dennoch musikalisch und angenehm verpackt, ohne sie dabei aber zu verbiegen, zu verfälschen oder allzu sehr zu schönen, dann macht er in meinen Ohren viel richtig. Die Marten Oscar Duo bestehen diesen Test mit Bravour. Sie offenbaren unmissverständlich, dass sie Saitenklänge bestechend abbilden können. Seitdem ich dieses Stück entdeckt habe, kann ich mich nicht daran erinnern, die Geige einmal so überraschend gut gehört zu haben. Saiten-, Korpusklang und der minimal vorhandene Hallraum sind einzeln zu erfassen, bleiben aber dennoch auf musikalische Weise miteinander verwoben. Selten habe ich auch den Größeneindruck des Instruments so präzise durchhören können. Der Bogenstrich steht eher klein und fokussiert im Zentrum, vom etwas größer wirkenden Korpusklang umschlossen. Der Hallraum umgibt das ganze eher diffus und breitet sich in alle Richtungen aus. Geige und Mandoline sind recht weit nach links und rechts gemischt und tauchen, so wie ich mir das von einem Stereosetup in meinem Raum wünsche, innen, leicht neben und hinter den Lautsprechern auf. Diesen Griff in die Tiefenebene hinter den Lautsprechern hält die Oscar Duo über die gesamte Stereobreite aufrecht.
Die Fähigkeit, Saiten in einer derartigen Präzision, Impulsivität und akkuraten Größe abzubilden zieht mich vollkommen in ihren Bann. Bevor ich überhaupt etwas anderes höre, kann ich gar nicht anders, als sämtlichen Aufnahmen mit Saiteninstrumenten aus meiner Musikbibliothek auf die Playlist zu setzen. Violine, Gitarre, Cello, Nyckelharpa, Hardangerfidel, egal was mir einfällt, ich bekomme nicht genug. Eins dieser Stücke unter vielen ist „Désert Blanc“ des Nicolas Parent Trios vom Album Mirage. Es ist ohnehin eindrucksvoll aufgenommen und macht auf den meisten Anlagen Eindruck. So habe ich die Gitarre aber höchstselten gehört. Wahnsinn, wie viele Mikrodetails in den gezupften Gitarrensaiten stecken, nicht nur im Hochton, sondern auch in den Mitten. Hier zeigt sich für mich die Stärke einer Hartmembran in reinster Form. Denn auch wenn sie schnelle, impulsive Klänge und dementsprechend hohe Frequenzen mit großer Präzision nachzeichnen kann, hört diese Fähigkeit nicht plötzlich bei tieferen Frequenzen auf. Dementsprechend werden auch die tieferen als wärmer empfundenen Klangeigenschaften der Gitarrensaiten und das Mitschwingen des Klangkörpers herausgearbeitet. So wirkt die Gitarre organisch, bodenständig und lebendig.
Zwei Punkte sind gesondert herauszuheben. Zum einen die traumwandlerische Sicherheit in der Größendarstellung verschiedener Schallquellen. Die Lautsprecher schaffen es, Instrumente und – wie im späteren Verlauf festgestellt – auch Stimmen groß, eindrucksvoll und mit einer flächigen Komponente erscheinen zu lassen. Allerdings kippt die Darstellung nie ins Übergroße, Riesenhafte. Es ist gewissermaßen so, als hätte jede Schallquell einen ganz klar definierten, kleinen, kräftigen Kern, umgeben mit einer eher weich wirkenden Korona. Obwohl die äußeren Ränder der Korona ganz sanft auslaufen, entsteht nicht das Gefühl von Unschärfe, denn, und das führt zu Punkt 2, die Oscar bildet die verschiedenen Tiefenebenen der Musikstücke ebenfalls mit hoher Genauigkeit vor und hinter der Lautsprecherebene ab und schafft so für jedes Instrument genügend Raum.
Bei Gogo Penguins „Saturnine“ vom Album Everything is going to be okay wird mir erst noch einmal so richtig bewusst, wie selbstverständlich ich die Auflösungsfähigkeit der Lautsprecher bisher hingenommen habe. Meine Eingangserwartungen waren definitiv nicht zu hochgesteckt. Bis in jedes kleinste Klangdetails herrscht lupenreine Klarheit und Brillanz ohne auch nur ein Fünkchen Aufdringlichkeit. Dies ist sicherlich auch der ausgewählten Bestückung der Frequenzweiche zu verdanken. Ein Punkt, auf den ich in diesem Test insgesamt zwar nicht viel eingehe, da ich nicht ganz genau weiß, was in Oscars Frequenzweiche steckt. Ich weiß jedoch, dass bei Marten generell hochwertige Frequenzweichenbauteile unter anderem von Mundorf eingesetzt werden. Besonders bei günstigen, aber leider auch nicht selten bei teureren Lautsprechern wird ein großer Teil der Treiberfähigkeiten durch eine minderwertige Bestückung der Frequenzweiche zunichte gemacht. Das ist bei der Oscar entschieden nicht der Fall. Dies spielt für die Transparenz der Wiedergabe eine entscheidende Rolle. „Saturnine“ beginnt mit einem durch das Stereopanorama wandernden Synth-Sound, samt gewaltigem Hallraum. Es folgen gezupfter Kontrabass, ein sehr direkt aufgenommenes, fast perkussives Klavier und dann Drums, die sich im Verlauf des Songs immer wieder an verschiedenen Positionen in der Mischung befinden. Dieses Stück zeigt, dass die Gesamtabstimmung des Lautsprechers sehr ausgewogen ist. Damit meine ich nicht nur einen gleichmäßigen Frequenzverlauf. In der Tat ist es so, dass kein Frequenzbereich künstlich hervorgehoben wirkt. Der kräftig zupackende Bassbereich dient als beruhigender Gegenpol für die große Auflösungsfähigkeit im Mittelhochtonbereich. Ich meine viel eher, dass der Lautsprecher sich in den verschiedensten Disziplinen immer sehr nah an einem Mittelweg bewegt. Bleiben wir beispielsweise beim Bassbereich. Ich kenne sowohl Lautsprecher, die hier noch stärker zulangen, aber auch solche, wie meine eigenen Lautsprecher, die zurückhaltender zu Werke gehen. Die Oscars liegen zwar eindeutig auf der kräftigen Seite, sind aber von einem gefälligen Mittelwert nicht zu weit entfernt. Ich glaube sogar auch, dass es möglich wäre, den Membranen noch etwas mehr Auflösung zu entlocken. Aber dann würde der Klangeindruck irgendwann kippen. Die beeindruckende Klarheit würde mit einer entspannt wirkenden Wiedergabe nicht mehr in Balance sein. So ging man auch in dieser Hinsicht einen Mittelweg. Die Oscar ist definitiv ein Auflösungsspezialist, aber dennoch kein unerbittlicher Monitor, sondern nach wie vor ein musikalisch agierender Lautsprecher, der Aufnahmefehler verzeiht, sie aber nicht über die Maßen schönt. Ähnlich verhält es sich bei der Ausdehnung des virtuellen Raumes. Sie ist eher auf der größeren Seite, aber eben auch nicht übergroß. Die Oscar spielt dynamischer und impulsiver als viele „Weichmembraner“, aber dann doch wieder nicht so knallhart wie eine reine Keramikmembran oder beispielsweise ein Horn. Obwohl sie in einigen Wiedergabebereichen besonders beeindruckt und eindeutig Charakter aufweist, treibt sie es nie so weit, dass sie zu einem Nischenspezialist wird. In meinem Ohren wird sie durch die Klangideale ihres Membranmaterials zwar durchaus geprägt und ist ein hochpräziser, hochauflösender Lautsprecher, kann aber auch geschmeidig und unaufdringlich. Ich sehe die Oscar deshalb als Mittler zwischen den Welten.
Als Jan mir erklärt, wie bei Marten Lautsprecher abgestimmt werden, machen meine Beobachtungen noch mehr Sinn. Messungen in reflexionsarmen Räumen sind zwar durchaus üblich, die Abstimmung nach Gehör findet aber zumeist eher in weniger bedämpften Hörräumen statt. Nicht so bei Marten. Auch der Abstimmraum ist sehr trocken und Raumeinflüsse auf die Wiedergabe so minimal. Ich finde es einleuchtend, dass in dieser Umgebung ein ausgeglichenes Feintuning entsteht, das universell in vielen Räumen einsetzbar ist, da der Lautsprecher nahezu isoliert vom Raum getunt wird. Der individuelle Hörraum prägt dann wie üblich den Charakter des Lautsprechers und verschiebt verschiedene Frequenz- oder Fähigkeitsbereiche des Lautsprechers in die eine oder andere Richtungen. Da bei der Grundabstimmung aber in allen Teildisziplinen von vornherein nicht ans Limit gegangen, sondern ein maßvoller Mittelweg gewählt wurde, bleibt Oscar auch in komplexen Hörräumen oder bei schwierigen Aufnahmen ausgewogen. So kann ich beispielsweise das Album „Spine“ der Künstlerin Myrkur mit den Oscars genießen, obwohl die Abmischung zwar in ihrem klanglichen Ausdruck spannend, aber eher „roh“ ausfällt.
Es ist folglich nicht weiter verwunderlich, dass auch alle anderen Instrumente, die nicht über Saiten verfügen, und insbesondere Stimmen mit einem glaubwürdigen Timbre reproduziert werden. So beispielsweise in Peter Gabriels „Low Light” von dem für den Millenium Dome komponierten Album OVO, das europäische und internationale folkloristische Elemente mit Peter Gabriels Musik verknüpft. Iarla Ó Lionáird klingt gleichzeitig leicht und schwebend, aber auch durchdringend und nachdrücklich. Es macht Spaß, seinen meisterhaft geführten Diminuendos dabei zuzuhören, wie sie scheinbar im Nichts verschwinden. Dieses Stück nutze ich, um abschließend einen Vergleich zu meinen eigenen Lautsprechern zu ziehen. Insgesamt ist die Bühne bei den Oscars nur minimal tiefer, dafür aber deutlich stärker separiert. Auffällig ist im Vergleich besonders das Fehlen des zuvor beschriebenen Kerns von einzelnen Instrumenten und Stimmen bei der Wiedergabe über meine eigenen Lautsprecher. Bei den mit starkem Reverb versehenden Klavieranschlägen im ersten Teil des Stücks hört man auf meinen Lautsprechern überwiegend nur den Halleffekt. Die Oscars vermitteln zusätzlich zum schwebenden Hall den eigentlichen Klavieranschlag viel deutlicher. Überhaupt spielen sie mehr Details, wie beispielsweise feine Schwingungen im tiefen Synth zu Beginn, aus. Die Streicher wirken über die Oscars organischer. Das nächste Stück „The Time Of The Turning“ bietet gleich zwei weitere Stimmen: Allison Goldfrapp und Richard Evans. Auch sie werden vertraut reproduziert. Richard steht dank der Oscars viel souveräner in der Mitte und spricht den Hörer direkter an. Allison wurde doppelt aufgenommen und singt links und rechts im Stereopanorama, etwas weiter vorne. Auch bei diesem Stück zeigt sich wieder, dass es der Oscar liegt, jedem Instrument respektive Klangereignis eine ganz eindeutige Position und Ausdehnung sowohl in der Stereobreite als auch -tiefe zuzuordnen. Erst in der kurzen Recherche über das Album OVO für diesen Test wird mir klar, dass Nigel Eaton im nächsten Song „The Man Who Loved The Earth / The Hand That Sold Shadows“ Drehleier spielt. Sein Tune „Kate a the Gate“ war für mich vor einigen Jahren der finale Auslöser, dieses Instrument zu erlernen. Das OVO-Album kannte und mochte ich schon, als ich noch nicht einmal wusste, was eine Drehleier ist. Zur Abwechslung ist nicht ausschließlich der Lautsprecher für meine Verzückung verantwortlich, sondern der sich für mich schließende musikalische Kreis mit Nigel, Peter, OVO, der Drehleier und Oscar.
Gehört mit
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Router & Zubehör | Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3) |
Server | PrimeCore Audio A7 |
Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+) |
Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
DAP | FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz) |
Smartphone | Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp) |
Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition |
In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match |
Kabel | Audioquest, Chord Company, Belden, Boaacoustic, Furutech, Glockenklang/Eupen, Sommer |
Herstellerangaben
Marten Oscar Duo
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Frequenzbereich | 37 - 20000 Hz +-3dB |
Belastbarkeit | 150 W |
Empfindlichkeit | 86 dB / 1 m / 2.83 V |
Impedanz | 6 Ω (3.1 Ω min) |
Treiber | Keramik, 1 x 7’’und 1 x 1‘’ |
Übergangsfrequenz | Filter zweiter Ordnung 2500 Hz |
Anschlüsse | WBT Nextgen, Single-wire |
Innenverkabelung | Jorma Duality |
Gehäuse | 25 mm Faserverbundwerkstoff |
Varianten | Walnuss seidenmatt, Klavierlack schwarz, Klavierlack weiß |
Abmessungen (B/H/T) | 20/40/32 cm |
Nettogewicht | 2 x 13 kg |
Abmessungen in Verpackung (B/H/T) | 58/40/80 cm |
Gewicht inkl. Verpackung | 29 kg |
Preis | Oscar Duo 7.000 Euro, Oscar Ständer 1.300 Euro, Oscar Isolatoren 850 Euro |
Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
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Ansprechpartner | Jan Sieveking |
Anschrift | Plantage 20 28215 Bremen |
Telefon | +49 421 6848930 |
kontakt@sieveking-sound.de | |
Web | www.sieveking-sound.de |
Seit seinem Debüt hat der DMP-A6 in der HiFi-Community aufgrund seiner bemerkenswerten Leistung und seines unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses für Aufsehen gesorgt. Jetzt bekommt dieses hochgelobte Produkt ein aufregendes Upgrade! Im Januar 2025 stellt Eversolo den DMP-A6 Gen 2 vor, einen neuen Streamer, DAC und Vorverstärker.
Die Besonderheiten:
Vertrieb
audioNEXT GmbH
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Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
Klangbibliothek.
Tonabnehmer | Wilson Benesch Tessellate Ti-S |
Tonarm | SME V |
Verkabelung | Forceline |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm) |
Musik | „How Deep Is The Ocean“ |
Downloadgröße | 112,9mb |
Recorder | Nagra VI |
Klangbibliothek.
Tonabnehmer | Wilson Benesch Tessellate Ti-S |
Tonarm | SME V |
Verkabelung | Forceline |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (150 Ohm) |
Musik | „Griff“ |
Downloadgröße | 158mb |
Recorder | Nagra VI |
Klangbibliothek.
Tonabnehmer | Wilson Benesch Tessellate Ti-S |
Tonarm | SME V |
Verkabelung | Forceline |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (300 Ohm) |
Musik | „Duet“ |
Downloadgröße | 129,7mb |
Recorder | Nagra VI |
Als ich noch die Vorabversion dieses Traum-Tonabnehmers zur Verfügung hatte, kam ich leider nicht auf die Idee, damit unsere drei Klangbibliotheksstücke aufzunehmen, um zumindest für mich Vergleichsmaterial zur Serienversion zu haben. Die Aufnahmen der drei Songs mit dem endgültigen Tessellate Ti-S für Ihre Vergleiche habe ich nicht vergessen.
Apropos vergessen: Vor der Erstellung dieser Aufnahmen ist mir aufgefallen, dass seit der Veröffentlichung der drei Klangbeispiele vom Sumiko Palo Santis Presentation auf diesen Seiten drei Tonabnehmer vorgestellt wurden, von denen es keine Files zum kostenlosen Download gibt. Das war einmal das Miyajima Laboratory Carbon, das Klaus Schrätz vor allem bei Jazz und Rock-Musik jede Menge Spaß bereitete und das wirklich durch's Raster gefallen ist. Dann wäre da noch das DS Audio W3, ein photoelektrischer Tonabnehmer, der einen ganz speziellen Entzerrer benötigt und daher nicht in die für die Klangbibliothek standardisierte Umgebung passt, und schließlich das Rega Nd7, das Carsten Bussler zu den allerbesten MM-Systemen überhaupt rechnet. Das konnte ich schlicht deshalb nicht aufnehmen, weil ich keine Phonostufe mit einem Eingang für Moving-Magnet-Tonabnehmer besitze. Nachdem mich MK Analogues SUT-1L und der MM-PH-AMP so positiv überrascht haben, denke ich ernsthaft über einen Kauf nach – und das nicht nur, um auch für die Klangbibliothek einen MM-Standard zu etablieren.
Doch zurück zum Wilson Benesch Tesselate Ti-S: Das montiere ich wie gewohnt im SME V, was aufgrund der Einfachheit der Justage immer wieder eine Freude ist, überprüfe dann penibel die Geschwindigkeit des LaGrange mit dem Allnic Audio SpeedNic und messe mit Hilfe eines RTW-Peakmeters und Clearaudios Trackability Test Records an der Nagra VI den üblichen Pegel ein. Da habe ich bei allen bisher aufgenommenen Systemen zwischen dem rechten und linken Kanal immer mehr oder wenig große Kanalungleichheiten feststellen müssen, weswegen ich mich beim Abgleich immer am Wert des linken Kanals orientiert habe. Beim Tessellate konnte ich nicht die geringsten Pegelunterschiede feststellen. Das ist mir bisher noch nie passiert. Dieser Messwert allein ist natürlich kein Grund, sich für den Wilson-Benesch-Tonabnehmer zu entscheiden. Den wirklich wichtigen Gründen kommen Sie auf die Spur, wenn Sie sich die folgenden Files herunterladen. Viel Spaß dabei!
Mit der neuen Celebrity-Serie ehrt clearaudio die großen Künstler unserer Zeit. Die erste Edition dieser Serie ist dem legendären amerikanischen Jazz-Gitarristen Al Di Meola gewidmet. Diese außergewöhnliche Edition verbindet meisterhafte Handwerkskunst mit der Leidenschaft für Musik und Vinyl.
Das Herzstück dieses Laufwerks ist ein Korpus aus hochverdichteter Holzfaser, der in Form einer E-Gitarre gestaltet wurde – ein klares Zeichen für die enge Zusammenarbeit mit Al Di Meola selbst. In seinem Inneren steckt feinste clearaudio-Technik, die den Plattenspieler zu einem echten High-End-Gerät macht: Der Plattenteller wird von einem präzisen Flachriemen angetrieben, der die innovative Tacho-Speed-Control (TSC) durchläuft. Diese Technologie überwacht die Geschwindigkeit in Echtzeit und passt sie automatisch an veränderte Einflüsse wie Riemenspannung oder Temperaturschwankungen an. Zudem erfolgt bei jedem Neustart eine automatische Kalibrierung der Geschwindigkeit – für eine stets optimale Performance.
Um Vibrationen und unerwünschte Störungen zu vermeiden, ist der Motor mithilfe der Innovative Motor Suspension (IMS) entkoppelt. Diese Technik, die aus dem renommierten clearaudio Reference Jubilee Laufwerk stammt, verhindert, dass Vibrationen auf das Chassis übertragen werden. So bleibt der Klang jederzeit klar und unverfälscht. Besonderes Augenmerk wurde auf das Design gelegt: Der Lautstärkeregler der E-Gitarre wurde zu einem multifunktionalen Regler umgewandelt. Mit einem einfachen Tastendruck wird der Plattenspieler gestartet, die Geschwindigkeit zwischen 33 1/3 und 45 U/min gewechselt oder das Gerät in den Standby-Modus versetzt. Im Kalibriermodus erfolgt die Feineinstellung der Geschwindigkeit durch Drehen des Reglers.
Abgerundet wird das Design des Celebrity-Plattenspielers durch eine Sonderversion des Profiler-Tonarms sowie einem speziell entwickelten MM-Tonabnehmer, der ebenfalls den Namen Celebrity trägt. Angeboten wird dieses einzigartige Laufwerk in den Ausführungen Schwarz oder Holzoptik (Palisander Echtholz-Furnier).
Das Paket ist auf 1.000 Stück limitiert und wird mit einem nummerierten Sonder-Release-Album von Al Di Meola sowie einem Plektrum ausgeliefert – ein echtes Sammlerstück für Musikliebhaber und Vinyl-Enthusiasten. Der Preis für den Plug & Play-Plattenspieler liegt bei knapp 4.000 Euro.
Hersteller
clearaudio electronic GmbH
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Anschrift | Spardorfer Str. 150 91054 Erlangen |
Telefon | +49 9131 40300100 |
info@clearaudio.de | |
Web | www.clearaudio.de |
Im September schilderte ich Ihnen meine ersten Erfahrungen mit einem seriennahen Wilson Benesch Tessellate Ti-S und kündigte den Test des Serienmodells an. Das traf bald darauf ein, doch einige Messen, eine mehrtägige Aufnahme und – ich gebe es zu – ein kurzer Urlaub verzögerten bis vor kurzem die Beschäftigung mit diesem faszinierenden Tonabnehmer.
Wenn es so gekommen wäre, wie ich angenommen hatte, dass mir Krey Baumgartl von IAD, dem deutschen Wilson-Benesch-Vertrieb, nämlich einen Tonabnehmer frisch aus der Produktion mitgebracht hätte, bräuchte ich immer noch ein wenig Einspielzeit für das Tessellate Ti-S. Denn kurz nach dessen Lieferung zogen erst einmal der mächtige Sikora Reference Line und die hervorragende MK Anlogues Übertrager/MM-Phonostufen-Kombination meine Aufmerksamkeit für Analoges auf sich. Aber Krey Baumgartl versicherte mir, dass das Tesselate bereits eingespielt sei, auch wenn es in einem mit einer Schutzfolie verschlossenen Aluminiumzylinder geliefert wurde. Diesmal ließ ich mir bis zur Installation nicht wieder so viel Zeit wie beim ersten Mal. Die endgültige Version des Tonabnehmers kam nämlich mit einem Nadelschutz – und was für einem: Das Teil aus dem 3D-Drucker umschließt den gesamten Systemkörper, das Anschlussfeld auf der Rückseite natürlich ausgenommen. Es kann von vorne oder von unten sicher aufgesetzt werden und wird von einem Magneten in seine Position gezogen und dann dort gehalten. Typisch Wilson Benesch eben! Da muss man nicht befürchten, schon bei der Anbringung des Schutzes, den Nadelträger zu beschädigen. Das ist, wie ich aus leidvoller Erfahrung im letztem Jahr weiß, nicht bei allen, auch noch so innovativen Tonabnehmersystemen der Fall.
Nach dem nun völlig angstfreien Einbau des Tonabnehmers in Einsteins kurzen The Tonearm – der hatte sich in Kombination mit dem Vorserienmodell bewährt –, überzeugte das Tessellate Ti-S sofort in allen Disziplinen, die mich schon bei der ersten Begegnung begeistert hatten. Da die erste Variante zu diesem Zeitpunkt schon wieder – zum Glück wohlbehalten – beim Vertrieb respektive beim Hersteller war, kann ich leider nichts darüber sagen, ob oder welche subtilen Klangunterschiede zwischen dem Serien- und dem Vorserienmodell bestehen. Wenn meine Erinnerung nicht trügt, agierte das Tessellate frisch aus der versiegelten Verpackung mindestens auf dem Niveau, das die Vorabversion bei ihrem Abschied erreichte. Vom Vertrieb erhielt ich lediglich die Information, dass Wilson Benesch noch eine Veränderung an der Aufhängung des Nadelträgers vorgenommen habe. Zur Aufhängung merkt der Hersteller in der mit einem Firmenlogo in sattem Golddruck auf der Frontseite versehenen Manual lediglich an, dass diese für alle drei Tesssellate-Varianten gleich und das Ergebnis von zehn Jahren Forschung und Entwicklung sei: „Die Aufhängung besteht aus einem in hohem Maße optimierten Spanndraht und einem luftgefüllten Gummidämpfer.“
Die drei Varianten des Tessellate unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Nadelträger: Es beginnt mit dem Ti-B, bei dem der quadratische Spulenkörper aus Rein-Eisen durch ein Boron-Stäbchen mit der elliptischen Nadel verbunden ist. Das Testexemplar besitzt wie das Ti-D eine Abtastnadel mit Micro-Ridge-Schliff, die bei unserem Ti-S auf einem Stäbchen aus Saphir sitzt. Beim Topmodell besteht der Nadelträger aus Diamant. Allen drei Materialvarianten ist gemein, dass sie Teil von Wilson Beneschs bisher einzigartigem „Hybrid Cantilever Design“ sind, bei dem ein unidirektionaler Kohlefaser-Dämpfer auf dem Nadelträger aufgebracht wird. Schon seit der Firmengründung im Jahr 1989 verwendet Wilson Bensch Kohlefaserelemente in seinen Laufwerken, Tonarmen, Tonabnehmern und Lautsprechern und rühmt sich, heute der führende Hersteller in der Audioindustrie zu sein, wenn es um die Verwendung dieses speziellen Werkstoffs geht. In der Produktinformation zu den Tessellate-Systemen betont man, wie wichtig es für den Entwickler ist, die einzigartigen Eigenschaften dieses Werkstoffs zu kennen. Mit der jahrzehntelangen Erfahrung habe man nun das Dämpfungselement für den Nadelträger konstruiert, das dessen Gewicht so gut wie nicht, dessen Steifigkeit jedoch signifikant erhöhe, was zusammen mit der Dämpfung die Abtastfähigkeit des Tonabnehmers verbessere.
Wilson Benesch ging und geht es schon immer darum, durch die Kombination verschiedener Materialien und deren Formgebung Resonanzen zu minimieren. Das Prinzip hat dann dem ersten Tonarm und auch den ersten Lautsprechern ihren Namen gegeben: Advanced Composite Technology – oder kurz A.C.T. Beim „Hybrid Cantilever Design“ des Tonabnehmers ist es die Kombination zweier Materialien, beim Gehäuse des Tessellate die innere Struktur des Materials und die Formgebung. Bei der Entwicklung der halboffenen Gehäuse-Struktur war die University of Sheffield maßgeblich beteiligt: Die gekrümmten Oberflächen sollen für erhebliche klangliche Vorteile sorgen, da sie eine maximale Steifigkeit, eine minimale Masse und eine extrem hohe Dämpfung miteinander verbinden. Das Gehäuse wird mit Hochenergie-Lasern aus Pulver einer Titanlegierung Schicht für Schicht aufgebaut, ist aber nicht massiv: In seinem Inneren befindet sich eine Struktur, die der im Inneren eines Knochens nachgebildet ist, um optimale Steifigkeit und Festigkeit mit minimalen Gewicht zu verbinden.
Tessellate lässt sich übrigens mit Mosaik übersetzen und bezieht sich auf die gleichmäßigen geometrischen Formen – in diesem Fall Sechsecke – in der Konstruktion des Gehäuses. Die wurden allerdings nicht ausgespart, um Gewicht zu sparen: Wilson-Benesch-Mitbegründer und -Inhaber Craig Milnes erklärte, dass schon bei der Entwicklung der Tonabnehmer The Carbon und The Analogue klar geworden sei, welch großen positiven Einfluss ein rigides Gehäuse auf den Klang habe, andererseits aber auch, dass der Generator darin mit dem ihn umgebenden Raum interagiere, was sich klanglich eher negativ bemerkbar mache. Das vielfach durchbrochene Tessellate-Gehäuse verbinde nun die nötige Rigidität mit einer gewissen Offenheit. Eine Vielzahl sechseckiger Aussparungen befindet sich auch auf der Oberseite des Gehäuses, so dass die Kontaktfläche zum Headshell minimiert wird. Die verbleibende Fläche wurde mit hoher Präzision geschliffen. Der besondere Aufwand an dieser Stelle ist laut Manual nötig, da hier unterschiedliche Materialien miteinander in Kontakt kommen und von der Nadelbewegung in den Tonabnehmer abgeleitete Energie reflektiert werden kann. Sie sehen schon, Wilson Benesch lässt auch beim Tessellate kein Detail außer Acht.
Auch wenn ich für eine intensivere Beschäftigung mit Tessellate Ti-S über längere Zeit keine Muße hatte, habe ich es dennoch zum abendlichen Ausspannen immer mal wieder benutzt, so auch nach der Warschauer Audio Video Show. Dort hatte ich zwei Alben mit den Oleś Brothers erstanden, Komeda Ahead und Short Farewell. Bartłomiej Oleś ist Schlagzeuger, und sein Bruder Marcin spielt Kontrabass. Ihn hatte ich bei einem Treffen der Krakow Sonic Society kennengelernt, als er unter anderem den Einfluss verschiedener Bögen auf den Ton seines Viersaiters demonstrierte. Die Doppel-LP mit den Kompositionen Krzysztof Komedas haben die Geschwister mit Christopher Dell am Vibraphon eingespielt. Vom Genusshören hatte ich nur noch in Erinnerung, dass mich die Scheiben musikalisch und klanglich gleichermaßen begeistert hatten. Deswegen lege ich jetzt noch einmal „Kattorna“ auf. Nach einem klangfarbenstarken, ruhigen Intro lässt Bartłomiej Oleś kurz seine Drums knallen: Die Transienten bei den Schlägen auf die Snare kommen denen bei Live-Konzerten schon sehr nahe. Die Bass-Drum besitzt Gewicht und Punch. Beim Solo des Kontrabasses vermisse ich zwar ein wenig Wärme, wie sie die besten ECM-Einspielungen bieten, dafür ist der Tieftöner aber auch in dichteren Passagen immer hervorragend durch zu hören. Der Sound ist also aufnahmetechnisch gewollt und keinesfalls dem Tessellate anzulasten, das nicht nur mit präzise wiedergegebenen Einschwingvorgängen, sondern auch mit einer hervorragenden Auflösung ohne jede Kühle und mit einer satten Farbigkeit für sich einnimmt. Ich bin eigentlich kein Freund von Schlagzeugsoli im Jazz, aber wenn eines wie das von Bartłomiej Oleś so von Energie strotzend im großen imaginären Raum explodiert, kann ich mich seiner Wirkung einfach nicht entziehen. Die Scheibe macht mit dem Wilson-Benesch-Tonabnehmer einfach jede Menge Spaß!
Die Auswahl der nächsten Scheibe hatte dann nicht das geringste mit dem Tessellate zu tun. Wegen kurzzeitiger Probleme mit der Tieftonwiedergabe in meinem Hörraum wollte ich sichergehen, dass nach den entsprechenden akustischen Veränderungen keine unerwünschten Resonanzen mehr auftreten. Bevor ich den aktuellen Hörraum umzog, hatte ich die Interaktion zwischen Raum und Lautsprecher immer mit Gary Peacocks Album December Poems beurteilt: Auf vier der sechs Titeln ist allein der Bassist zu hören. Auf zweien begleitet ihn Jahn Garbareck auf dem Saxophon. Bei „Snow Dance“ ermöglicht es die Studiotechnik, dass Gary Peacock mit sich selbst im Trio spielt – Tieftonenergie im Überfluss also. Die war aber weder für meinen Raum noch für das Tessellate zu viel des Guten: Dem Ti-S gelang es mühelos, die drei Viersaiter rechts, links und in der Mitte präzise von einander zu differenzieren, ohne ihnen auch nur ein Hauch ihrer wohligen Wärme zu nehmen. Bei „Winterlude“ und „December Greenwings“, den Stücken, in denen Jan Garbarek für Abwechslung sorgt, zucke ich jetzt beim ersten Einsatz des Saxophons nicht mehr zusammen. Obwohl die Transienten echter wirken, als ich sie je zuvor von dieser LP gehört habe, kippt der Ton nicht ins Unangenehme. Das Tessellate verbindet Schnelligkeit und ein hohes Maß an Energie mit stimmiger Tonalität: Da gibt es nicht den Anflug von Rauigkeit oder Schärfe. Sehr schön.
Zur Zeit, als ich die December Poems auch wegen ihrer Musik gerne hörte, lag auch Dave Grusins Mountain Dance häufig auf dem Plattenteller, als Japan-Pressung mit einem goldenen „JVC Digital“-Aufkleber auf dem Cover. Ich muss es dem Tessellate und mir ja nicht zu einfach machen, und nur aktuelle Lieblingsscheiben aussuchen. Hier also eine Seite lang Synthesizer-dominierter Jazz-Rock aus den 80-ern: Eine fette Bass-Drum, eine knallige Snare, schnelle Piano-Läufe, Synthie-Flächen, ein funky E-Bass und ein feines Gitarren-Solo – einfach Gute-Laune-Musik mit einem Touch Nostalgie. Das Tessellate bringt die Instrumente mit dem nötigen Knack rüber, spielt rhythmisch auf den Punkt und sorgt einfach für Spaß ohne jeglichen audiophilen Anspruch. Ein kurzes Highlight: das E-Bass-Solo von Marcus Miller auf „Friends And Strangers“, das gänzlich ohne Slappen auskommt.
Wo ich mich gerade mit digital aufgenommenem Jazz-Rock schon ein wenig aus meiner Komfortzone bewegt habe, gehe ich gleich noch einen großen Schritt weiter und wähle eine LP mit einer Frauenstimme – wer mich ein wenig kennt, weiß, dass mir das alles andere als leicht fällt. Die letztjährige Neuauflage der ATR-Kultscheibe Esther liegt auf dem Teller des LaGrange, und das Tessellate reproduziert Esther Ofarims Stimme so nuancenreich, mal kraftvoll und mal fast nur gehaucht, dass ich nach über 40 Jahren zu begreifen beginne, warum man sich die Scheibe unabhängig vom damaligen audiophilen Hype zulegen mqg. Das Panning der Stimme auf verschiedene Seiten und die von Titel zu Titel wechselnden Begleitungen werden zwar weiterhin verhindern, dass dieser Klassiker zu einer meiner Lieblingsscheiben wird. Doch Platte und Tessellate verwöhnen einen mit den vielfältigen Klangfarben des Kammerorchersters der Münchener Philharmoniker und einer so präzisen Artikulation der Stimme, dass die Aufnahme für alle, die Gesang nicht so ablehnend gegenüberstehen wie ich, ein Genuss sein dürfte. Ich hingegen bin dem Ti-S dafür dankbar, dass ich diese eine Plattenseite erstmals völlig stressfrei und entspannt hören konnte. Für mich ein Riesenfortschritt.
Doch nun zurück in Wohlfühlgefilde und zwar in das Auditorio Stello Molo, in dem Carla Bley, Steve Swallow und Andy Sheppard „Life Goes On“ spielten: Der Flügel erklingt gewichtig und sonor im großen Saal. Das Timing des Intros spricht einen sofort an und macht absolutes Stillsitzen unmöglich. Der E-Bass hat nur eine paar Takte, bevor das Saxophon weich, warm und melodiös einsetzt. Das Bass-Solo überrascht mich immer noch mit dem für Steve Swallows Sound ungewöhnlich satten Tiefton. Das ist einerseits sehr vertraut, lässt aber zwischen durch immer mal wieder aufhorchen, weil der Raum eine Nuance größer wirkt als bekannt, das Saxophon mit mehr Biss einsetzt und dennoch nicht nervt oder eine Note auf dem Klavier scheinbar eine Millisekunde verzögert erklingt, was den Groove intensiviert. Solche Kleinigkeiten sind es, die einen Weltklasse Tonabnehmer wie das Tessellate von einem hervorragenden High-End-Abtaster unterscheiden.
Da es letztlich Marginalien sein können, die darüber entscheiden, ob einen die Wiedergabe über eine Kette fesselt oder kalt lässt, sollte ich unbedingt noch einmal mit der Abschlussimpedanz für das Wilson-Benesch-System experimentieren. Das Manual empfiehlt bei einem Innenwiderstand von sechs Ohm 100 bis 300 Ohm. Da Einsteins The Turntables Choice nur mit Steckern für 85, 150 und 300 Ohm ausgeliefert wird, habe ich bisher den nach der gängigen Faustformel recht hohen mittleren Wert gewählt. Schon nach den ersten Tönen von „Life Goes On“ bin ich mir sicher, dass 300 Ohm die bessere Wahl sind: Der Saal wirkt noch eine Spur größer und luftiger, der E-Bass noch spritziger, und trotzdem bleibt der Ton des Saxophons immer auf der angenehmen Seite. Der höhere Abschlusswiderstand kommt auch dem Drive zugute, das Trio „swingt“ einen Tick härter. Einfach Klasse!
Zum Abschluss spiele ich noch kurz den ersten Satz von Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 mit den Duisburger Philharmonikern unter Jonathan Darling an: Auch in Sachen Raumdarstellung bringt das Tessalite Ti-S Spitzenleistungen – ebenso wie allen anderen Disziplinen. Es erlaubt sich keinerlei eigene Färbung und keine noch so kleine klangliche Anomalie.
Gehört mit
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Laufwerk | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil |
Tonarm | Thales Simplicity II, Einstein The Tonearm 9“, AMG 12JT |
Tonabnehmer | Lyra Olympos, DS Audio DS-W3 |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (sym), DS Audio DS-W3 |
Vorstufe | WestminsterLab Quest |
Endstufe | Einstein The Poweramp |
Lautsprecher | Børresen 05 SSE |
Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2, Ortofon TSW- und AC-5000 Silver |
Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME |
Herstellerangaben
Wilson Benesch Tessellate Ti-S
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Nadelträger | Saphir Nadelträger mit einem unidirektionalen Kohlefaser-Dämpfungsring |
Diamantschliff | Micro Ridge |
Verrundung | 5x80µm |
Vertikaler Abtastwinkel | 20° |
Spule | Spule auf quadratischem Rein-Eisen-Träger |
Gewicht | 17,1g |
Tonabnehmergehäuse | Additiv gefertigte SLS-3D-Titanstruktur mit mosaikartiger halboffener Geometrie |
Ausgangsspannung | 0,32mV @ 3.54CM/S |
Innenwiderstand | 6 Ohms |
Frequenzgang | 20-30,000Hz ±1dB |
Kanaltrennung | besser als 35dB bei 1KHz |
Kanalgleichheit | besser als 0,5dB |
Abtastfähigkeit | 80µm bei 315Hz und optimaler Auflagekraft |
Nadelnachgiebigkeit | 15µM/mN |
Empf. Abschlusswiderstand | 100-330 Ohms |
Empf. Auflagekraft | 1,0-1,4g |
Optimale Auflagekraft | 1,35g |
Empf. Tonarmmasse | Medium |
Optimale Betriebstemperatur | 23° |
Einspielzeit | 30 Stunden |
Preis | 12.000 Euro |
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
Carsten Hicking, einer der Inhaber von audioNEXT war mal wieder im Urlaub. Vor nicht ganz vier Jahren hat er den Lotoo PAW S1 und den Sendy Audio Aiva als Reisebegleiter empfohlen – meine erste Begegnung mit Sendy Audio, dessen Topmodell ich noch immer sehr schätze. Während der letzten Reise hat er UB+ entdeckt und ins Vertriebsprogramm aufgenommen.
Die Gattung Bluetooth-Lautsprecher wird bestimmt kein Themenschwerpunkt in Hifistatement werden, aber eine News kann man einem solchen schon mal zugestehen, besonders wenn er so einen schönen Namen trägt: „Durch die Verwendung sorgfältig ausgesuchter Komponenten bietet der UB+ dB1 Doublebass Kugellautsprecher eine herausragende Klangqualität. Mit einem 4,5-Zoll-Tieftöner, einer 35-Millimeter-Schwingspule und einem Seidenhochtöner liefert der Lautsprecher einen klaren, ausgewogenen Klang und das über ein Frequenzspektrum von 40 Hertz bis 20 Kilohertz. Der kraftvolle Bass wird durch einen der größten Magnete (90 Millimeter), der in einem tragbaren Lautsprecher verbaut ist, ermöglicht. Dies führt zu einer beeindruckenden Basswiedergabe, die sowohl die feinen Nuancen einer Melodie betont als auch den gesamten Klangbereich ausgewogen zur Geltung bringt.
Der dB1 Doublebass zeichnet sich durch die Integration von zwei 5,2-Zoll-Passivradiatoren aus, deren Fläche dreimal so groß ist wie die des Lautsprechertreibers. Diese Passivradiatoren arbeiten symmetrisch und tragen zur Reduzierung von Audioverzerrungen bei, indem sie den Luftdruck im Polycarbonat-Rahmen effizient nutzen. Dies ermöglicht eine tiefere, resonante Basswiedergabe und minimiert gleichzeitig unerwünschte Geräusche und Verzerrungen. Die Bewegungen der Passivradiatoren sorgen für eine stabile Klangwiedergabe und erhöhen die Klangqualität des Lautsprechers.
Der dB1 Doublebass ermöglicht eine einfache Verbindung mit anderen Lautsprechern für ein kabelloses Stereo-Erlebnis. Durch die Auswahl der Matrix-Funktion können bis zu acht Lautsprecher miteinander verbunden werden, um eine beeindruckende Klanglandschaft zu schaffen, die sich über mehrere Lautsprecher hinweg entfaltet. Diese kabellose Verbindungsmöglichkeit sorgt für eine flexible und leistungsstarke Audiowiedergabe ohne störende Kabel. Mit seiner 2500-Milliampererstunden-Batterie bietet der dB1 Doublebass eine Wiedergabezeit von bis zu 20 Stunden. Im Standby-Modus hält die Batterie bis zu zwei Wochen, was den dB1 Doublebass zu einem praktischen Begleiter für den flexiblen Einsatz in verschiedenen Umgebungen macht – von einem Raum zum nächsten oder auch für den Außenbereich.
Über die UB+ Seek App lässt sich der dB1 Doublebass intuitiv steuern und anpassen. Die App ermöglicht eine einfache Verwaltung und Synchronisierung zwischen verschiedenen Geräten, egal ob Computer, Smartphone oder Fernseher. Mit dem integrierten Equalizer kann man den Klang nach seine Wünschen anpassen und so das Hörerlebnis optimieren. Die App bietet auch eine schnelle und unkomplizierte Verbindung zwischen mehreren Lautsprechern für ein nahtloses Audioerlebnis. Der dB1 Doublebass nutzt die neueste Bluetooth 5.3-Technologie, die eine stabile und zuverlässige Verbindung gewährleistet. Sie bietet auch eine verbesserte Energieeffizienz und Benutzerfreundlichkeit, so dass der Lautsprecher drahtlos mit Smartphones, Computern oder der UB+ Seek App verbunden werden kann. Dank dieser Technologie wird die Musik ohne Unterbrechungen und in hoher Qualität gestreamt, unabhängig davon, ob man Spotify, Apple Music oder andere Quellen nutzt.
Das Design des dB1 Doublebass besticht durch seine elegante, geschwungene Form und den maschinell gefertigten Polycarbonat-Rahmen, der höchsten Fertigungsstandards entspricht. Er ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: weiß glänzend, schwarz glänzend und metallic-grau matt. Der Lautsprecher lässt sich durch einen zentralen Drehschalter aus gebürstetem Aluminium bedienen, und das markante Fibonacci-Muster auf dem Lautsprechergitter unterstreicht die hohe Qualität des Produkts. Im Lieferumfang enthalten ist ein dreibeiniges Stativ, das in eine Aufstellung in drei verschiedenen Höhen ermöglicht. Eine magnetische Adapterplatte sorgt für eine schnelle und sichere Befestigung des Lautsprechers auf dem Stativ. Mittels eines Trageriemens aus Leder kann der dB1 problemlos getragen werden. Der UB+ dB1 Doublebass kostet 300 Euro.
ub+ leitet sich vom englischen Wort „ubiquitous“ ab, was so viel bedeutet wie „überall vorhanden“. Der Hersteller hat das Wort mit einem „+“ erweitert, das seinen Wunsch symbolisiert, die Funktionalität, Qualität und Bandbreite seiner Produkte ständig zu erweitern. Bei ub+ ist immer Platz für ein „Plus“ – man geht für seine Fans die Extrameile. Die Entwickler bringen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten in den Bereichen Tontechnik, Produktdesign und Softwareprogrammierung ein, um den Kunden gut durchdachte Produkte mit modernster Technologie zu erschwinglichen Preisen zu bieten.
Vertrieb
audioNEXT GmbH
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Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
Lange Zeit war ich fest davon überzeugt, dass offene Kopfhörer geschlossenen prinzipiell überlegen sind. Erst der Dan Clark Audio Stealth hat diese Überzeugung erschüttert. Großen Anteil an dessen nahezu perfektem Klang dürfte das Acoustic-Metamaterial-Tuning-System haben. Das hat Dan Clark nun auch in den deutlich günstigeren Noire X integriert.
Dass ich den Klang meines Stealth nur als „nahezu perfekt“ beschreibe, liegt allein daran, dass dessen offene Variante, der Expanse, in einigen wenigen Teildisziplinen wie etwa der Größe der imaginären Bühne noch einen Tick mehr zu bieten hat. Das ändert aber nicht das Geringste daran, dass ich den Stealth in der Summe seiner Eigenschaften für meinen Anwendungszweck für das Non-Plus-Ultra halte. Und damit stehe ich nicht allein: Auch der renommierte Mastering-Ingenieur Christoph Stickel zieht den Stealth als Arbeitsgerät dem minimal mehr auf Genuss abgestimmten und bei weniger gelungen Aufnahmen eine Spur verzeihenderen Expanse vor.
Doch nun zum ungemein eleganten, neuen Noire X. Ihm spendierte Dan Clark Audio – oder kurz DCA – wie seinen beiden Top-Magnetostaten ein gestepptes Kopfband mit eingestickter Modellbezeichnung. Hier sind die Nähte und Buchstaben jedoch in derselben Farbe gehalten wie das Kopfband: Schwarz, der Noire macht seinem Namen alle Ehre. Erfreulicherweise unterscheidet sich auch die praktische Klappmechanik des Kopfbügels nicht von der der teureren Modelle, die es möglich macht, die Kopfhörer für den Transport platzsparend zusammenzufalten. Viel wichtiger ist aber, dass diese Konstruktion für einen sehr hohen Tragekomfort sorgt. Auch beim Noire verwendet DCA Aluminium, Carbon und Titan, um das Gewicht niedrig zu halten. Hier kommt allerdings noch Gorilla-Glas hinzu, mit dem die Rückseiten der Ohrmuscheln verschlossen sind. Insgesamt bringt der Noire X ohne Kabel 400 Gramm auf die Waage und damit knapp 20 Gramm weniger als der Stealth. Ohrpolster aus Alcantara sollen Wärme- und Feuchtigkeitsbildung verhindern und so lange entspannte Hörsitzungen garantieren.
Wie schon erwähnt kommt auch beim Noire X das zum Patent angemeldete Acoustic-Metamaterial-Tuning-System – oder kurz AMTS – zwischen der Membran und dem Ohr zum Einsatz. Es soll durch Diffusionskontrolle und Resonatoren den Frequenzgang glätten und formen, indem es die Amplituden der Frequenzgangspitzen und -senken vom Mitteltonbereich bis zu den höchsten Frequenzen verringert. Aufgabe der Diffusionselemente ist die Verhinderung der Ausbildung stehender Wellen. Der magnetostatische Schallwandler des Noire X ist eine Weiterentwicklung des Aeon-Treibers: Laut Hersteller ist er deutlich steifer, was zu einer höheren Serienkonstanz führe. Zudem würden dadurch auch Verzerrungen minimiert, der Frequenzgang noch weiter linearisiert und die Zuverlässigkeit verbessert. Eine weitere Reduzierung von Verzerrungen und eine Verbesserung der Tieftonwiedergabe bewirke zudem die von den Topmodellen übernommene V-Planar-Randaufhängung.
Wie die kostspieligeren Kopfhörer wird der Noire X in einer handlichen Transport-Box geliefert, die aber leider keinen Platz für die Anschlusskabel bietet. Bei der Bestellung des Kopfhörers kann man ohne Aufpreis zwischen Kabeln mit 4,4-Millimeter-Pentaconn-, 4-poligem XLR- oder kombinierten 6,3- respektive 3,5-Millimeter-Klinkenstecker wählen. Wenn einem der Kopfhörerverstärker die Wahl lässt, sollte man sich für die symmetrische Anschlussvariante entscheiden, nicht nur, weil sie nach meinen bisherigen Erfahrungen meist besser klingt, sondern auch, weil hier üblicherweise mehr Leistung zur Verfügung steht. Und davon kann der Noire X jede Menge gebrauchen, auch wenn sein Wirkungsgrad ein wenig besser ist als der des Stealth. Unsymmetrisch mit dem Audioquest Dragon Fly Cobalt verbunden, reicht dessen Ausgangsleistung für lustvolles Hören mit entsprechendem Pegel nicht wirklich aus. Mit der Verstärkung am Kopfhörerausgang der Nagra VI kommt er bei nicht allzu lauten Umgebungsgeräuschen ganz gut zurecht. Richtig entspannt wird es aber erst, wenn der DCA seine unsymmetrischen Signale vom Chord Electronic HUGO 2 – oder besser noch – symmetrisch vom Lotoo Mjölnir oder Phonitor bezieht.
Leider hatte mir Carsten Hicking vom deutschen DCA-Vertrieb audioNEXT einen nagelneuen Noire X mit dem serienmäßigen Klinkenkabel in der Standard-Qualität „Dummer“ mitgebracht: Das Kabel, das im Einzelverkauf mit rund einem Zehntel des Gesamtpreises des Noire X zu Buche schlägt, geht völlig in Ordnung, über die vor dem ersten kritischen Hören nötige Einspielphase habe ich mich weniger gefreut. Aber so konnte sich der DCA über 72 Stunden lang mit einigen meiner Lieblingsalben in Endlosschleife vertraut machen: Dazu hatte ich ihn über das unsymmetrische Klinkenkabel mit dem mich schon allein aufgrund seines Designs und seiner hervorragenden Verarbeitung noch immer faszinierenden Lotoo Mjölnir verbunden – und außer zur Funktionskontrolle und Lautstärkeeinstellung trotz aller Neugier nicht gehört. Auch bei den sich anschließenden Tests am Audioquest Dragon Fly Cobalt und dem Kopfhörerausgang der Nagra VI ging es mir nicht um einen Eindruck vom Klang des Noire X.
Zum ersten Mal richtig hingehört habe ich, als er mit dem Hugo 2 verbunden war, der seine Musik-Files über Bluetooth vom iPhone bezog, obwohl ich weiß, dass diese Verbindungsart nicht optimal ist: Lotoo hat mit seinem LTTP-Set ja gezeigt, dass man Musik-Daten verlustfreier vom Mobiltelefon, Computer oder Tablet zum Abspielgerät senden kann als über Bluetooth. Aber dafür ist der Hugo 2 leider nicht ausgelegt. Dennoch hinterlässt der Noire X gleich nach dem Aufsetzen einen ungemein positiven Eindruck: Weder das Kopfband noch die Ohrpolster drücken an irgendeiner Stelle – auch nicht, wenn man Brillenträger ist. Dadurch wirkt der DCA leichter als er eigentlich ist. Ich beginne mit Arild Andersens „If You Look“ vom Album If You Look Far Enough und fühle mich gleich wie zuhause. Die Klangfarben der Perkussionsinstrumente, die tiefen Pauken, die Synthie-Sounds im imaginären Raum – alles reproduziert der Noire X sehr vertraut und ohne jegliche Auffälligkeit. Da muss ich mich fast schon zwingen, kritisch hinzuhören und nicht nur in der Musik zu schwelgen. Okay, die fünfeinhalb Minuten des Titels „Sven“ erlaube ich mir noch, bevor ich zu einen weiteren Test-Stück, Keith Jarretts „God Bless The Child“, wechsle. Obwohl vom 192-Kilohertz-File nur noch Daten mit 44,1 Kilohertz beim Hugo 2 ankommen, spricht mich das reduzierte, rhythmisch intensive Intro sofort an: Da kann man die Füße einfach nicht still halten. Tonal gibt es keine Auffälligkeiten und der Song groovt, dass es nur so eine Freude ist. Es kommt mir vor, als wäre ich mit dem Noire X schon seit Jahren vertraut.
Vielleicht hilft ja ein Vergleich mit dem rund 500 Euro teureren Sendy Audio Peacock, die Eigenschaften des DCA ein bisschen genauer einzuordnen. Ravi Shankars „West Eats Meet“ vom Album Tana Mana beeindruckt mit der Illusion des Raums, in dem das Tabla-Intro erklingt. Im Hauptteil treibt der E-Bass unwiderstehlich nach vorn. Der gesamte Song entfaltet über den DCA einen enormen Drive. Der kommt nicht ganz so zwingend rüber, wenn Sendy Audios Schwergewicht – der Peacock wiegt mehr als 170 Gramm mehr als der Noire X – die Schallwandlung übernimmt. Dafür stellt er den Raum beim Intro noch eine Spur größer dar. Im Tieftonbereich geht er einen Hauch freizügiger zu Werke und auch den Höhen verleiht er eine Spur mehr Glanz. Dagegen wirkt der Noire X ein wenig nüchterner, neutraler – und für meinen Geschmack – näher an der akustischen Wahrheit. Überraschend, dass er in Sachen Timing und rhythmischer Intensität dennoch eine einen Tick intensivere Wirkung erzielt als der Peacock. Bei Schostakowitschs Symphonie Nr . 15 vermisse ich beim DCA absolut nichts, aber die opulentere Spielweise des Peacock macht einfach ein kleines Bisschen mehr Spaß, auch wenn der Hochtonbereich kurzzeitig mal nicht ganz so geschmeidig erklingt wie beim Noire X. Spannend, wie gut das Äußere der beiden Kopfhörer mit dem Klang korreliert: Viel Holz und ein wenig Gold passen genauso gut zum etwas fülligeren Klangbild wie die coole Eleganz zu neutraler Präzision.
Der Noire X hat natürlich etwas Besseres verdient als über Bluetooth zugespielteFiles. Deswegen verbinde ich ihn nun mit dem Lotoo Mjölnir, der die Dateien von seiner SD-Card wandelt und verstärkt: Obwohl die Abtastrate meiner Version der Symphonie Nr. 15 nur 44,1 Kilohertz beträgt, also durch die Bluetooth-Übertragung nicht reduziert wurde, klingt das großorchestrale Werk von der Speicherkarte im Mjölnir nun noch etwas frischer, lebendiger, offener und besser durchgezeichnet: Der Noire X gibt sehr verlässlich Auskunft über die Qualität seiner Zuspieler. Zumindest theoretisch müsste durch die symmetrische Ansteuerung des DCA noch ein wenig mehr herauszuholen sein. Allerdings geht das nicht, ohne gleich zwei Änderungen vorzunehmen, so dass es unmöglich ist, etwaige Verbesserungen eindeutig einer von ihnen zuzuordnen: Ich kann die vierpolige XLR-Buchse nur verwenden, wenn ich den Noire X mit dem symmetrischen Kabel des Stealth, einem DCA Vivo für rund 360 Euro, betreibe. Ich werde es dennoch probieren, lasse aber erst alles wie es ist und starte Tord Gustavsens „Deep As Love“ und genieße auch das zweite des Stück des Albums Changing Places, „Graceful Touch“. Ich wüsste nicht, in welcher Disziplin ich mir da noch irgendwelche Verbesserungen wünschen könnte. Und dennoch sorgen das Vivo-Kabel und die symmetrische Ansteuerung für noch mehr Luft um die Instrumente, eine leicht verbesserte Durchhörbarkeit, ein feinere Differenzierung der Intensität der einzelnen Anschläge auf dem Flügel und eine ausgedehntere Raumanmutung: Der Noire X ist dankbar für jede Verbesserung der vorgeschalteten Komponenten.
Deswegen darf der DCA nun am SPL Phonitor X seine Qualitäten beweisen, der seine analogen Signale von Chord Electronics Dave in meiner Kette im Hörraum bezieht. Da mir ein – mit Blick auf den Preis – sehr unfairer Vergleich mit dem Stealth unumgänglich erscheint, muss sich der Noire X wieder vom Vivo trennen und zum im Lieferumfang gehörenden Dummer-Kabel zurückkehren. Den Stealth bestücke ich mit dem mitgelieferten Vivo-Klinken-Kabel, so dass die beiden DCAs zumindest in Sachen Verstärkerausgang gleiche Bedingungen vorfinden. Vor dem Vergleich spiele ich noch einmal „Deep As Love“ an: Das Reiben der Jazz-Besen auf der Snare und das Antippen der Becken wurde zuvor nicht so fein differenziert, ebenso die dynamisch aufgefeilte Anschlagstechnik Tord Gustavsens, und beim dezenten Schlagzeug-Intro von „Graceful Touch“ ist der imaginäre Raum besser wahrzunehmen als in der Kombination mit dem Mjölnir.
Um ein wenig mehr Spaß am Vergleich zu haben, als ich ihn mit einem der üblichen Test-Tracks hätte, starte ich Gianluigi Trovesis „Hercap“ vom Album Dedalo: Hier präsentieren sich vier Solisten – neben Trovesi noch Markus Stockhausen, Fulvio Mars und Tom Rainey – mit der fantastischen WDR Big Band in allerbester Spiellaune. Da im Laufe des Stücks immer mehr Musiker einsteigen, kann man sich mit der Lautstärke leicht vertun und mit zu hohem Pegel einsteigen. Aber das ist beim Noire X kein Problem: Zum einen spielt er schon bei weniger extremen Pegel ungemein packend, zum anderen kippt seine Wiedergabe in heftigen Passagen nie ins Unangenehme, echt gefährlich! Hier wird man geradezu zu ungesunden Lautstärken verleitet. Das wäre beim Stealth nicht anders, aber jetzt bin ich ja gewarnt. Ich reduziere den Pegel ein wenig und höre dennoch mehr: Der Stealth verwöhnt mit einer noch besseren Feinzeichnung, mehr Luftigkeit, ausgeprägteren Transienten und einer noch uneingeschränkter wirkenden Dynamik. Dabei sind die Unterschiede zwischen den beiden DCA-Modellen nicht so groß, wie die obige Beschreibung vermuten lassen könnte: Der Klang des Noire X ist unverschämt nah an dem des Stealth, was wieder mal beweist, dass für die letzten paar Prozent zusätzlichen Wohlklangs enormer Aufwand und entsprechende Investitionen nötig sind.
Der Noire X macht auch Keith Jarrett und Jack DeJohnetts „You Know, You Know“ vom Album zum Hochgenuss, bei dem er dem kräftig angezerrten Fender Rhodes am Beginn des Stücks eine brachiale Kraft verleiht, und das Spiel auf den diversen Becken klangfarbenstark und dabei fein differenziert reproduziert. Da brennt auch rhythmisch nichts an: einfach Klasse.
Gehört mit
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NAS | Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil |
Streamer | Auralic Aries G2.2 |
Up-Sampler | Chord Electronics M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil |
LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature |
Kopfhörerverstärker mit / ohne DAC | SPL Phonitor x, Chord Electronic HUGO 2, Lotoo Mjölnir, Audioquest Dragon Fly Cobalt |
Kopfhörer | Sendy Audio Peacock, Dan Clark Audio Stealth |
Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 (2x), Rossaudio Kabel |
Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20, Waversa WLAN-Isolator-EXT-1 (2x), ifi Silent Power Lan iPurifier Pro |
Herstellerangaben
Dan Clark Audio Noire X
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Treiber | planarmagnetisch (Magnetostat) |
Wirkungsgrad | 94dBSPL/mV |
Impedanz | 13 Ohm |
Kopfband | Nickel-Titanium |
Gehäuse | Aluminium |
Ohrpolster | synthetisches Wildleder |
Gewicht | ohne Kabel 400 Gramm |
Preis | 1.100 Euro |
Vertrieb
audioNEXT GmbH
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Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
JPLAY, die führende Software für Audiophile, die ultimative Klangqualität suchen, hat eine neue Version ihrer Musikwiedergabe-Anwendung veröffentlicht, die bahnbrechende Funktionen einführt, um das Hörerlebnis noch weiter zu verbessern.
Die neueste Version unterstützt die HQPlayer Control API, so dass Benutzer den HQPlayer nahtlos integrieren und direkt über die JPLAY-App fernsteuern können. Der von Signalyst entwickelte HQPlayer ist eine renommierte Software für die hochwertige Audioverarbeitung und bietet fortschrittliches Upsampling und Filterung für eine audiophile Wiedergabe. Mit dieser Integration können HQPlayer-Benutzer eine reibungslose Steuerung genießen und gleichzeitig von der sauberen und reibungslosen Benutzeroberfläche von JPLAY profitieren.
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JPLAY ist eine revolutionäre Hi-Fi-App, die Musikliebhabern und Audiophilen das ultimative Streaming-Erlebnis bietet. Mit der JPLAY-App kann man sich mit fast jedem auf dem Markt erhältlichen Streamer oder Netzwerk-DAC verbinden, ohne einen Core zu benötigen, so dass man seine Lieblingsmusik ganz einfach und ohne komplizierte Verbindungen genießen kann. Die JPLAY-App bietet eine nahtlose Integration mit Qobuz, Tidal und lokalen Inhalten (UPnP-Servern), so dass Benutzer ihre gesamte Musik in einer einzigen Bibliothek zusammenfassen oder auf jeden Musikserver und jeden Streaming-Dienst separat zugreifen können. Mit der blitzschnellen Kontextsuche und einer intelligenten Radiofunktion macht es die JPLAY-App einfach, neue Musik zu entdecken und zu überprüfen, welche Songs die eigene Aufmerksamkeit erregt haben. Der größte Vorteil der JPLAY-App ist ihre extreme Optimierung und native iOS-Programmierung, die im Gegensatz zu anderen Hi-Fi-Apps eine außergewöhnliche Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit garantiert. JPLAY minimiert den Netzwerkverkehr zwischen der App und dem Audio-Endpunkt, reduziert das Netzwerkrauschen erheblich und verbessert die Klangqualität. Mit JPLAY kann man den reinsten Klang ohne unerwünschte Nebengeräusche genießen. JPLAY wurde von Musikliebhabern und extremen Audiophilen entwickelt, die die Bedeutung der Klangqualität verstehen. Es bietet eine Ordneransicht für Nutzer der alten Schule, zeigt immer die Qualität und die Quelle der Musik an und zeigt unter anderem an, welcher Künstler gerade spielt.
Die JPLAY-App ist in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Japanisch, Portugiesisch und Polnisch verfügbar. Weitere Informationen unter www.jplay.app
Auch wenn man sich über 30 Jahre beruflich mit Hifi beschäftigt, ist man vor Überraschungen nicht gefeit. Tauscht man eine Komponente für einen Test in der stimmig spielenden Kette aus, ist das eben ein Teil des Jobs und man muss auf einiges gefasst sein. Diesmal wollte ich aber nur ein bisschen aufräumen – mit ungeahnten akustischen Folgen.
Natürlich habe ich ein wenig zur klanglichen Optimierung meines Hörraums getan: So hängen an den Wänden das ein oder andere Holzblöckchen mit Klangschälchen aus diversen Metallen, strategisch platziert von Acoustic-System-Firmenchef Franck Tchang und -Deutschlandvertrieb Thomas Fast. Auch am Tischchen vor den beiden Hörsesseln klebt ein Acoustic-System-Resonator. Darüber hinaus kommen ein Dutzend Harmonix Room Tuning Disks zu Einsatz. Glücklicherweise kann ich auf klassische Raumakustik-Elemente wie Diffusoren, Absorber und Bassfallen verzichten, was auch daran liegen wird, dass der Hörraum unter dem Dach und die Holzkonstruktion der Decke offen liegt. Durch die Schräge sind Boden und Decke überhaupt nicht und Vorder- und Rückwand nur auf einer Höhe von 1,2 Meter parallel: Das minimiert die Ausprägung von stehenden Wellen. Die über vier Meter hohe Rückwand bedeckt bis zur üblichen Deckenhöhe von rund 2,60 Meter fast vollständig ein Regal voller Schallplatten plus einiger Bücher. Ach ja, die Dachkonstruktion ist nicht völlig offen bis in den Giebel: Es gibt eine Art Decke mit einer Tiefe von 1,30 Metern, die Platz für zwei Gästebetten bietet.
An der niedrigen Vorderwand, also hinter den Lautsprechern stehen rechts, links und in der Mitte Billy-Regale mit CDs und Büchern. Als ich vor etwa 20 Jahren mal wieder mehr Platz für CDs benötigte, habe ich die Lücken zwischen den Regalen mit zwei weiteren Billys aufgefüllt: mit sehr enttäuschendem Ergebnis: Der Klang war in der Folge weniger differenziert, der Bass minimal unpräziser – die beiden neuen Regale wanderten in einen anderen Raum. Die nicht durchgehend gleiche Strukturierung der Fläche mit Regal, Lücke, Regal, Lücke und drittem Regal hat also einen positiven Einfluss auf die Akustik.
So gut sich der Raum auch darstellt, er hat ein Problem, das ich bisher nicht beheben konnten: eine tiefe, steilflankige Senke um die 64 Hertz. Deswegen klangen Boxen wie die LumenWhite Diamond Light, die ich über lange Jahre sehr geschätzt habe, immer minimal ausgedünnt. Es überrascht nicht, dass die Wellenlänge von 64,76 Hertz 5,30 Meter beträgt, exakt die Länge des Hörraums: Die Bass-Chasssis auf der Front der Lautsprecher regen den Raum so an, dass sich der Hörplatz exakt in einem Wellental befindet. Da die Stereobreite aber mit dem Hörabstand harmonieren muss, ist es keine Alternative, die Distanz der Hörsessel zum Lautsprecher so drastisch zu verändern, dass erstere nicht mehr in einem Wellental stehen.
Ein gutes Stück besser harmonieren Lautsprecher mit dem Raum, die ihn nicht nur mit Chassis auf der vorderen Schallwand anregen: Da erinnere ich mich gerne an die Verity Audio Sarastro (https://www.hifistatement.net/tests/item/1659-verity-audio-sarastro-iis) und die Kaiser Acoustics Kawero! Classic.(https://www.hifistatement.net/tests/item/2005-kaiser-acoustics-kawero-classic). Meine Göbel Epoque Aeon Fine (https://www.hifistatement.net/tests/item/2857-goebel-high-end-epoque-aeon-fine) besitzt ebenfall ein Bass-Chassis und zwei Passivmembranen auf der Rückseite, und auch, wenn sie ausschließlich mit nach vorn abstrahlenden Chassis bestückt ist, zählt die Børresen 05 SSE zu den Schallwandlern, die meinen Raum im tieffrequenten Bereich ein wenig anders anregen: Das vierte, oben montierte Bass-Chassis ist nur kleines Stück vom Holz der Dachschräge entfernt: Die Basssenke ist weder hör- noch messbar. Aktuell spielt eine Göbel Divine Comtesse im Hörraum, überzeugt in allen Kriterien, erinnert mich aber wieder nachdrücklich an das Problem meines Raumes. Auf jeden Fall noch im Januar werde ich meine Erfahrungen mit der Comtesse in Arbeits- und Wohnzimmer mit Ihnen teilen.
Doch bleiben wir im Hörraum: Im Laufe von mehr als einem Jahr hat sich auf dem Teil des Teppichs vor und neben dem Tischchen eine ganze Menge von nur hin und wieder benötigten Geräten, Kabeln und Unterlagen angesammelt. Da findet sich unter anderem meine hervorragend klingende, aber mit ihren beiden raumgreifenden Gehäusen einfach viel zu viel Platz in den Racks beanspruchende Audio-Exklusiv-Vorstufe (https://www.hifistatement.net/tests/item/2569-audio-exklusiv-r7), das LAN-Switch und die Clock von SOtM (https://www.hifistatement.net/tests/item/2472-sotm-snh-10g-sclk-ocx10-sps-500-und-keces-p8), diverse SBooster-Netzteile, der Melco D100 alias „Redaktions-Ripper“ sowie der Phonitor x, um nur einige zu nennen. Da ich von Unordnung im Hörraum wenig halte, hatte ich mir die Zeit genommen, ein Regal – natürlich kein im Hörraum aus akustischen Gründen relevantes – von gerippten CDs zu befreien, um für einen Teil der herumstehenden Gerätschaften Platz zu machen. Den nicht wirklich oft genutzten Rest verfrachtete ich dann in den Keller. Die Ordnung auf dem Teppich wurde aber umgehend mit einer gewissen Unordnung im Klangbild bestraft, wie ich nach dem Start eines Tracks wahrnehmen musste: Leider war nicht die Basssenke verschwunden, aber kurz darüber machte sich ein deutlich zu fetter und schlecht definierter Tiefton breit.
Natürlich kam es nicht in Betracht, das gesamte Geraffel wieder im Arbeitszimmer zu verteilen. Nach ein wenig Grübeln schien es mir nicht unwahrscheinlich, dass zumindest die größeren Geräte etwa in der Mitte des Teppichs eine Art Barriere für die Ausbreitung von stehenden Wellen darstellen, die zu der Tieftonüberhöhung führen. Also platzierte ich zwei unterschiedlich große Metro- und eine Umzugskiste voller aussortierter CDs, die eigentlich auf den Abtransport in den Keller warteten, ein Stück vor und leicht nach vorn versetzt neben dem Tischchen – was, wie ich zugeben muss, eine optische Zumutung darstellte. Allerdings stimmte nun der Klang im Bassbereich wieder. Etwaige kleinere Veränderungen im Mittelhochtonbereich blendete ich vorerst aus: Mir ging es vorerst darum, meine Kette wieder auf dem gewohnten Niveau hören zu können. Und zwar nicht vorrangig aus hedonistischen Gründen, sondern weil ich mich für die Erstellung der nächsten Artikel auf meine Anlage verlassen können muss.
Nach einer Recherche im Internet fand ich dann beinahe würfelförmige – sie sind nicht ganz so tief wie hoch und breit – Aufbewahrungsmöbel, die man mit LPs befüllen kann. Da sie aus Sheesham Holz, auch indisches Palisander genannt, bestehen, passen sie hundertprozentig zum Tisch vor den Hörsesseln. Schnell war ein Möbelhaus in der Nähe von München gefunden, das angeblich drei dieser Teile vorrätig halten sollte. Obwohl wir direkt nach den Feiertagen kurz nach Geschäftsöffnung vor Ort waren, waren nur noch zwei der Würfel zu haben. Besser als nichts. Den dritten haben wir bestellt. Im Baumarkt habe ich dann noch zwei Sätze Rollen erworben. Noch vor dem Nachmittagstee konnte ich schließlich mit den inzwischen mit Schallplatten bestückten Würfeln ein wenig experimentieren: Wenn sie recht dicht beieinander auf einer Linie vor dem Tischchen standen, war noch eine ganz leichte Bassüberhöhung wahrnehmbar. Zum Glück waren die kleinen Blöcke leicht auf eine andere Position zu rollen: War der Abstand zwischen ihnen mindestens so groß wie der Tisch dahinter breit, war der Klangeindruck wieder so, wie er sein sollte. Mal sehen, was der dritte Würfel noch bringt.
Bleibt die Frage, warum ich Ihnen so ausführlich von den Folgen des Aufräumens berichte; bestimmt nicht, um Sie zur Unordnung im Hörraum zu ermuntern. Ich möchte Ihren Blick wieder einmal darauf lenken, wie wichtig der Raum für das klangliche Ergebnis einer Kette sein kann. Mit Investitionen im Prozentbereich der Kosten einer Anlage lässt diese auf ein höheres Niveau bringen – oder in diesem Falle auf dem erreichten halten. Das war mir und gewiss auch Ihnen natürlich theoretisch schon seit langem klar. Doch wenn ich über Verbesserung in meinem Hörraum nachdenke – und welcher Audiophile tut das nicht –, kommt die Raumakustik aber regelmäßig an letzter Stelle, wenn mir überhaupt etwas zum Thema einfällt. Man muss es ja nicht gleich zum guten Vorsatz für das neue Jahr erheben, sich um die Qualität seines Raumes zu bemühen. Aber mit ein wenig Experimentierfreude, Rosa Rauschen von Qobuz und einem Audio-Analyser fürs Smartphone wie SoundTools kommt man schon recht weit, selbst wenn das kostenlose Mess-Equipment keine hundertprozentig exakten Messwerte liefert. Veränderungen und Tendenzen Ihrer Tuning-Maßnahmen können Sie damit aber auf einfache Weise visualisieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim ausprobieren!
PS: Ich werde natürlich am Thema dran bleiben, nicht zuletzt, weil Oliver Göbel versprach, mit einen akustischen Tuning-Tool vorbeizukommen, dass sich ungemein positiv auf den Bassbereich auswirken soll, ohne die Dimensionen von mit LPs gefüllten Holzwürfeln oder gar Bassfallen zu haben.
Gehört mit
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NAS | Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil |
Streamer | Auralic Aries G2.2 |
Up-Sampler | Chord Electronics M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil |
LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature |
Vorstufe | WestminsterLab Quest |
Endstufe | Einstein The Poweramp |
Lautsprecher | Børresen 05 SSE, Göbel Divin Comtesse |
Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, Ansuz Speakz D-TC Supreme, Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 (2x), Rossaudio Kabel |
Zubehör |
AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20, Waversa WLAN-Isolator-EXT-1 (2x), ifi Silent Power Lan iPurifier Pro |