Wie schon im letzten Jahr ist die WORLD OF HEADPHONES im Tankturm in Heidelberg die erste Messe des Jahres, die die High End Society veranstaltet. Sie findet am Samstag, den 15. März, statt, dauert also wie das letzte Mal nur einen Tag. Das muss sich bewährt haben, denn anschließend wurde die WORLD OF HEADPHONES in Essen auch auf einen Tag verkürzt.
In ihrer Ankündigung führt die High End Society – ebenfalls wie im Jahr 2025 – aus, welche Wichtigkeit die Musikwiedergabe über Kopfhörer seit über einem Dezennium erlangt hat, sei es in den eigenen vier Wänden oder im öffentlichen Raum. Im Industriedenkmal Tankturm präsentieren heuer acht Hersteller und Vertriebe – Alders electronic, audioNEXT, ATR - Audio Trade, Headphone Shop, MalValve, Sound Heaven, SPL electronics, und WOD – folgende Marken:
A&L, Abyss, ALO Audio, Astell & Kern, AUDMA, Austrian Audio, Campfire Audio, Cen.Grand, COPLAND, Custom Art, Dan Clark, dCS Lina, Dekoni, Eleven Audio, Empire, Enleum, Etymotic, Eversolo, Feliks Audio, FINAL, Fir Audio, HiBy, ifi Audio, InEar, Innuos, Jerry Harvey, Kefine, Kubala Sosna, Lotoo, MalValve, Manunta, Meze, Noble Audio, PRO-JECT, RAAL, Rosson, Sendy, Serbian Audio, Sivga, Spirit Torino, SPL, STAX, Timsok, Volumio,Warwick Acoustics, WAVERSA, Weiss, WIIM, Zeitgeist, ZMF, Zähl
Hifistatement wird natürlich vor Ort sein und zeitnah von der Messe berichten.
Information
World Of Headphones
|
|
---|---|
Location | Tankturm Eppelheimer Straße 46 69115 Heidelberg (direkt neben „Bauhaus“ Heidelberg) |
Veranstaltungsdatum | 15. März 2025 |
Öffnungszeiten | 10:00 bis 18:00 Uhr |
Veranstalter | HIGH END SOCIETY Service GmbH Vorm Eichholz 2g 42119 Wuppertal Telefon: +49 202 702022 E-Mail: info@highendsociety.de www.highendsociety.de |
Eintritt | frei |
Mika Dauphins Drei H Vertrieb hat eine neue Marke in sein Portfolio aufgenommen: Andante Largo mit seinen Racks, Spike-Aufnahmen und einem Kontaktverbesserer. Wie könnte man die Produkte besser kennenlernen als bei einem Besuch von Inhaber Suzuki san und seinem Sales Manager Kai Endo im heimischen Hörraum?
An einem Freitagabend schaute Thomas Heckel, der Drei H in Süddeutschland vertritt, in Gröbenzell vorbei und stellte mir die beiden Japaner vor. Das Trio hatte auch jede Menge Taschen und Kartons im Gepäck, die es aber erst einmal außerhalb des Hörraums zwischenlagerte. Nach einem ersten kurzen Gespräch über Suzuki sans Kreationen vertagten wir uns auf Samstagmorgen.
Bevor ich dann aber irgendetwas sehen oder hören durfte, erläuterte mir Suzuki san Andante Largos Methode, Klangqualität zu beurteilen: Er beschäftige sich nun seit über 40 Jahren mit Hifi und High End. Bei seinen Entwicklungen verzichte er vollständig auf Messungen oder wissenschaftliche Beratung. Er verlasse sich vorrangig auf Trial and Error – und natürlich auf seine inzwischen reiche Erfahrung. Um bei der Beurteilung des Gehörten nicht von der Tagesform oder den – vielleicht wechselnden – privaten Vorlieben abhängig zu sein, habe er drei Kriterien gefunden, nach denen jeder Veränderungen in seiner Anlage beurteilen könne, unabhängig vom eigenen Geschmack. Suzuki san führt weiter aus, dass viele Hörer auf die Klarheit der Positionierung eines Instruments vorne/hinten/links/rechts achteten, diese für ihn aber keine Rolle spiele. So sei es etwa unmöglich in einem guten Konzertsaal den Klang eines Klaviers selbst wahrzunehmen, da er den gesamten Raum erfülle. Stattdessen höre man schöne Töne und satte Resonanzen (Obertöne). Daraus folge, dass in natürlicher Akustik die Position eines Instruments oft unklar sei.
Zwar sei es so, dass zunehmende Genauigkeit der Wiedergabe bedeute, dass man quasi mit dem Finger auf ein Instrument zeigen könne. Das Problem wäre jedoch, dass man einen sehr unnatürlichen Klang hielte, wenn man genau das als alleiniges Ziel anstrebe. Er lege hingegen großen Wert auf die Trennung zwischen den Instrumenten. Bei einer Anlage mäßiger Qualität überlagerten sich oft die Klänge unterschiedlicher Instrumente oder die Begleitung wurde dort von der Hauptmelodie übertönt. Selbst bei einer Big Band solle auch bei geringer Lautstärke beispielsweise eine Akustikgitarre zwischen den lauten Blechbläsern klar hörbar sein. Das erste Qualitätsmerkmal sei also, dass unabhängig vom Pegel die Klänge einzelner Instrumente klar wiedergegeben würden, ohne dass sie sich gegenseitig überlagerten.
Eine weitere Anforderung an eine gute Kette sei, dass sie von Legato-Passagen abgesehen alle Noten voneinander getrennt und nicht verschliffen wiedergebe. Als Beispiel nennt Suzuki san hier den Gitarristen Andrés Segovia, der vor dem Erklingen einer neuen Note die Saite der aktuellen mit dem Finger bedämpfe. Unabhängig davon, ob er langsam oder extrem schnell spiele, könne man daher jede Note für sich wahrnehmen. Das funktioniere aber zum Beispiel nur dann, wenn die Lautsprecher perfekt aufgestellt seien, ohne zu wackeln. Lockere man auch nur einen Spike, vermischten sich die einzelnen Tönen und klängen nicht mehr schön. Nur wenn jede Note von der davor und der dahinter klar zu unterscheiden sei, könne man die hervorragende Technik und die Leidenschaft der Künstler wirklich erleben.
Auch wenn ich das ein oder andere vielleicht nicht genauso formuliert hätte, scheinen mir die Ausführungen Suzuki sans durchaus nachvollziehbar zu sein. Bei seinem dritten Kriterium kann ich ihm allerdings nicht so ganz folgen. Er referiert, dass schon seit alters in fast allen Sprachen von hohen und tiefen Tönen die Rede sei. Daraus schlussfolgert er, dass tiefe Frequenzen eher in Bodennähe und hohe ein gutes Stück weiter oben im Raum verortet werden müssten. Bei mediokren Anlagen erklängen Bässe und Hochtöne in Nähe des Mitteltonbereichs, maximal ähnlich weit voneinander entfernt, wie das Gehäuse des Laufsprechers groß ist. Bei nahezu perfekten Ketten höre man sie auch ein gutes Stück ober- und unterhalb des Lautsprechergehäuses. Ich stimme dem Andante-Largo-Entwickler darin zu, dass eine hochwertige Kette in der Lage sein muss, Schallereignisse auch oberhalb der Boxen abbilden zu können – allerdings unabhängig von deren Tonhöhe.
Viel spannender als diese eher theoretischen Überlegungen zur Beurteilung des Klangs sind für mich aber praktische Erfahrungen mit den Produkten Suzuki sans. Um so bedauerlicher ist es deshalb, dass Kai Endo auf die erste geplante Demonstration verzichten muss. Die beiden Japaner hatten vorgehabt, mich die positiven Auswirkungen ihrer Spike-Aufnahmen hören zu lassen. Die besitzen je nach Verwendungszweck unterschiedliche Durchmesser und bestehen aus Edelstahl oder Titan. Obwohl sie alle ein sehr flaches Profil besitzen, um einen sehr niedrigen Schwerpunkt und eine geringes Kippmoment zu haben, bestehen sie aus zwei Teilen: dem Hauptkörper und einem von unten eingeklebten Ring aus einer anderen Metalllegierung, der ein Klingeln des Metallkörpers verhindern soll. Aber weder im Hörraum noch im Wohnzimmer stehen die Boxen auf Spikes: Die Børresen 05 SSE fühlen sich auf Darks Z2 Signature wohl und die Göbel Aeon Fine stehen auf ihren eigenen Füßen, die ein wenig an die Finite Elemente Cerabase Classic erinnern. Selbst in meinen Artesania-Racks können keine Spike-Aufnahmen eingesetzt werden, da die Bodenplatten der Komponenen hier unter Umgehung der eigenen Füße auf direkt mit dem Rack verschraubten Delrin-Kegeln ruhen. Da bleibt uns nicht anderes übrig als zu warten, bis im Hörraum ein Andante-Largo-Rack aufgebaut ist, und wir unter dessen Spikes die Edelstahl- und Titan-Scheiben vergleichen können.
Zur Vorbereitung der weiteren Demonstration hatte ich schon das Tischchen mit der Degritter-Plattenwaschmaschine aus dem Hörraum geräumt, so dass neben den beiden Artesanias ein wenig Platz für das Rack aus Japan ist. Zumindest theoretisch ist dieser Aufstellungsort allerdings nicht ganz so ideal, da er weniger weit vom rechten Lautsprecher entfernt ist. Die Anregung der Komponenten durch Luftschall müsste an dieser Stelle stärker sein. Das irritiert Suzuki san aber in keiner Weise, als er und sein Mitarbeiter dort ein Andante Largo Rack mit drei Böden aus der Grand Series installierten. Das bot natürlich nicht genug Platz für alle Komponenten, die im linken Artesania Rack stehen. Außerdem würden die meisten mit den Komponenten verbundenen Kabel aufgrund ihrer Länge – oder eigentlich Kürze – einen einfachen Umzug aus einem meiner Racks in das Andante Largo unmöglich machen. Aber Suzuki san war sich sicher, dass auch der Wechsel nur eines einzelnen Geräts auf eine Stellfläche seiner Kreation deren besondere Qualität deutlich machen könnte. Am einfachsten lässt sich das Umsetzen der Vorstufe von WestminsterLab realisieren, wenn sie lediglich mit dem Netz, dem Ausgang des D/A-Wandlers und der Endstufe verbunden ist.
Ich entfernte also die Kabel zu allen weiteren Quellen und hörte zweimal eines meiner Test-Stücke. Danach platzierten wir die WestminsterLab Quest auf der oberen Ebene des Racks von Suzuki san. Es brauchte nur einige Takte und nicht einmal eine Minute, bevor klar war, dass die Wiedergabe von dieser Aufstellung der Vorstufe ungemein profitiert: Die Abbildung geriet in allen Dimension – ja auch in der Höhe und der Tiefe der imaginären Bühne – größer und damit realistischer. Die Instrumente respektive die Instrumentengruppen wurden besser voneinander getrennt und schärfer fokussiert. Klangfarben wirkten noch intensiver und in Sachen Dynamik und Timing erreichte die Kette nun mindestens das Niveau, auf dem sie auch im Artesania agierte. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was klanglich passierte, wenn mehr als eine Komponente vom Andante Largo profitierte…
Wir hörten natürlich noch eine Reihe weiterer bekannter Stücke, die meinen ersten Eindruck aber nur verfestigten, bevor Suzuki san mit schelmischer Freude ankündigte, den Klang nun wieder zu verschlechtern. Dazu nahm er zwei Flaschen mit Hochprozentigem aus dem Regal hinter dem Hörplatz und stellte sie neben die WestminsterLab Vorstufe. Die Tiefe der imaginären Bühne wurde dadurch drastisch reduziert. Mehr als ein Gerät auf eine Standardebene mit dem typischen Ausschnitt zu stellen, ist also nicht empfehlenswert – genauso wenig, wie die SM-5TX Spike-Teller gegen solche aus Edelstahl auszutauschen. Allerdings reduziert dieser Wechsel nur die Größe des gesamten Klangbildes ein wenig. Das stimmige Verhältnis von Breite, Höhe und Tiefe der Abbildung bleibt – anders als bei zusätzlichem Gewicht auf einem der Rack-Böden – erfreulicherweise gleich.
Mir stellt sich vor der Frage nach dem Preis des Racks die, was die doch recht unscheinbaren Konstruktionen so besonders macht. Dem Entwickler ging es vor allem darum, einen sehr festen und dabei leichten Rahmen zu konstruieren. Er entschied sich deshalb für recht dünnwandige Rohre aus Titan und Verbindungsstücke aus Duraluminium die die Böden aus hochfestem Sperrholzlaminat tragen. Da Schrauben nur eine punktuelle Verbindung bieten und auf gekrümmten Oberflächen zu Verformungen und Kontaktpunkten mit begrenzter Auflagefläche führen, aus denen summende Vibrationen resultieren können, schließt Suzuki san verschraubte modulare Rack-Systeme aus. Man muss sich also vor der Bestellung für eine Anzahl an Ebenen entscheiden und kann diese Festlegung dann später auch nicht mehr ändern.
Schweißen führe nach Ansicht des Firmeninhabers zu Spannungen im Rahmen und die dabei nötige Hitze würde die Dämpfungskomponenten im Inneren der Rohre beschädigen. Deshalb verklebe man die Verbindungsstücke und Rohre der Rahmen der Andante Largo Racks mit 3M™ Scotch-Weld™ Structural Glue DP-460. Das hat zur Folge, dass die Racks für den Export in komplett montierter Form aus Japan verschickt werden müssten – ein nicht unbeträchtlicher Kostenfaktor. Ein weiterer sind die von Hand ausgeführten Dämpfungsmaßnahmen der Verbindungsstücke und Rohre. In erstere wird „nur“ von Hand Silikon gespritzt, in letztere wird zweimal flüssiges Silikon eingebracht, wobei die Rohre natürlich während des Aushärtens gedreht werden müssen. Zudem wird eine mit Klebstoff bestrichene Metallkugel als Gegengewicht zur Resonanzunterdrückung per Magnet in der Mitte des Rohres platziert. Die verbleibenden Hohlräume werden dann mit australischer Schafwolle gefüllt – ein sehr aufwendiger Prozess der den Preis von rund 20.000 Euro für ein Rack mit vier Ebenen zumindest im Ansatz erklärt. Wer bereit ist, diese Summe in seine Kette zu investieren, dem empfehle ich, sich die Andante Largo Rack unbedingt einmal anzuhören. Die gleiche Qualitätssteigerung durch höherwertige Kabel zu erreichen, dürfte ein deutlich kostspieligeres Unterfangen sein.
Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
mika.dauphin@drei-h.biz | |
Telefon | +49 40 37507515 |
Der Audiolab 6000A MKII bewahrt das bekannte Design und die Philosophie seines Vorgängers, bietet jedoch erhebliche technische Verbesserungen. Er ist kompatibel mit den Komponenten der 6000- und 7000-Serie und stellt somit eine ideale Basis oder Ergänzung für jedes Hi-Fi-Setup dar.
Im Herzen des 6000A MKII sorgt ein leistungsfähiger 200VA-Toroidtransformator, unterstützt durch vier 15.000-Mikrofarad-Speicherkondensatoren, für stabile Leistung und dynamische Musikwiedergabe. Mit seinen flexiblen Betriebsmodi – als integrierter Verstärker (Integrated), Vorverstärker (Pre) und im Pre-Power Modus – bietet der 6000A MKII eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für verschiedenste Audio-Anwendungen.
Durch den HDMI-ARC-Eingang lässt sich der 6000A MKII problemlos in AV-Systeme integrieren, um den Sound der Lieblingsserie oder eines Blockbusters in herausragender Hi-Fi-Qualität ins Wohnzimmer zu bringen. Bluetooth 5.1 aptX HD garantiert eine exzellente Audioübertragung von mobilen Geräten, som dass Lieblingsmusik, Podcasts oder Konzerte auf YouTube mit außergewöhnlicher Klangqualität gestreamt werden können. Je vier digitale und analoge Cinch-Anschlüsse bieten maximale Flexibilität für den Anschluss weiterer Audiokomponenten.
Ausgestattet mit dem ESS Sabre ES9038Q2M-Chip, bietet der 6000A MKII eine herausragende digitale Signalverarbeitung, die 32-Bit mit 768-Kilohertz-PCM unterstützt und mithilfe der HyperStream® II-Architektur Umwandlungsfehler und Signalverluste minimiert. Der „Time Domain Jitter Eliminator“ verbessert die Klangklarheit durch effektive Reduktion von Jitter.
Der bewährte Class-AB-Verstärker, ergänzt durch eine CFB-Topologie (Complementary Feedback), liefert 50 Watt pro Kanal an 8 Ohm und 75 Watt an 4 Ohm, gekennzeichnet durch überragende Linearität und thermische Stabilität.
Zusammen mit dem Audiolab 6000CDT CD-Transport und dem 6000N Play Netzwerkplayer bildet der 6000A MKII ein unschlagbares Trio für jede Hi-Fi-Anlage. Der 6000CDT bietet exzellente CD-Wiedergabe mit minimalem Jitter, während der 6000N Play mit DTS Play-Fi für eine flexible und hochwertige Netzwerkstreaming-Lösung sorgt. Gemeinsam setzen diese Komponenten neue Maßstäbe in der Mittelklasse.
Der Audiolab 6000A MKII ist ab Mitte März im Fachhandel erhältlich. Der Preis beträgt 900 Euro. Weitere Informationen finden Sie auf der Audiolab-Website unter www.audiolab-deutschland.de
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
| |
---|---|
Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
Die Børresen T-Serie wird in Dänemark entworfen und handgefertigt und verkörpert das Know-how der 0- und M-Serie. Als Ersatz für die 0-Serie ist die neue T-Serie das Ergebnis umfangreicher Forschung und Innovation und bietet außergewöhnliche Leistung in einem raffinierten Design.
Die Børresen T-Serie wurde stark von der Børresen M-Serie inspiriert und orientiert sich an M-Technologien. Diese neue Produktreihe zeichnet sich durch eine Kombination aus Hochglanzlack, Carbon und Echtholzfurnier aus und verbindet raffinierte Ästhetik mit modernster akustischer Leistung. Die T-Serie ist in zwei Versionen erhältlich: Die Standardversion und die Silver Supreme Edition (SSE). Beide verfügen über die gleichen fortschrittlichen Treiber- und Gehäusedesigns, unterscheiden sich jedoch durch entscheidende Verbesserungen:
Børresen hat das herkömmliche Treiber Design mit Eisenkern durch vier Neodym-Ringe (N52) in einer patentierten gespiegelten Anordnung ersetzt, wodurch die Reaktionsfähigkeit der Schwingspule verbessert wird. T1, T3 und T5 verfügen über Polringe aus Kupfer, die Flussänderungen widerstehen und die die Klarheit verbessern, während die Silver Supreme Edition Silberpolringe für eine noch höhere Leitfähigkeit verwendet, wodurch die Auflösung und die Transparenz im Mitteltonbereich weiter verfeinert werden.
Die 5-Zoll-Treiber in der SSE-Version verfügen über Titankörbe für außergewöhnliche Steifigkeit und Dämpfung. Das FEM-optimierte Design sorgt für einen reibungslosen Luftstrom ohne Störungen.
Alle Lautsprecher der Børresen T-Serie basieren auf seriellen Frequenzweichen, die den gleichen phasensynchronen elektrischen Stromfluss zu den Wandlern im Filterbereich garantieren. Die T3- und T5-Lautsprecher sind sowohl in der Standard- als auch in der SSE-Version mit Bi-Wiring-Anschlüssen auf der Rückseite ausgestattet, um die Möglichkeit zu bieten, mit zwei unabhängigen Verstärkern zu arbeiten. Dadurch kann jeder Frequenzbereich (Bass und Mitteltöner/Hochtöner) ausreichend Leistung erhalten, was die Präzision, Klarheit und räumliche Tiefe verbessert Die Lautsprecher können mit der aktiven Frequenzweiche von Aavik gesteuert und raumoptimiert werden, die sich in einer Vielzahl von Aavik-Verstärkern finden
Technische Merkmale
Preise
Hersteller
Audio Group Denmark
|
|
---|---|
Anschrift | Rebslagervej 4 DK-9000 Aalborg |
Web | audiogroupdenmark.com |
Mit ihrem Mjölnir hat Lotoo eine gänzlich neue Kategorie von portablem Audio etabliert, die sich auf dem heimischen Schreibtisch allein aufgrund des Formfaktors eigentlich wohler fühlt. Der GT2 erbt technische Gene des Mjölnir, bleibt dabei aber portabler. Auch er spielt in seiner eigenen Kategorie der vollpuristischen DAPs mit Twist.
In der Entwicklung steht bei Lotoo der Klang an allererster Stelle. Dafür sind die Entwickler bereit, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Anstatt eines Android-Betriebssystems wie bei vielen anderen Herstellern von DAPs, basieren Lotoos Player alle auf ihrem eigenen Betriebssystem. Neben einigen Vorteilen birgt dies einen eklatanten Nachteil: Die Installation einer Streaming-App wie Qobuz, TIDAL oder gar Spotify ist unmöglich. Für ihr Flaggschiff Mjölnir hat Lotoo allerdings ein eigenes kabelloses Datenprotokoll entwickelt. Das Lotoo Teleportation Protocol, kurz LTTP, ist ebenso wie das Betriebssystem der Lotoo-Player ausschließlich für Musik optimiert. Der PAW GT2 ist der erste Player außer dem Mjölnir, der neben anderen kabellosen Standards wie Bluetooth und WiFi (UPNP, AirPlay) auch LTTP unterstützt. Für die Datenübertragung von einem Quellgerät zum GT2 wird ein kleiner Dongle benötigt, der dank eines austauschbaren Steckers sowohl USB-C- als auch Lightning-kompatibel ist. So ist mit dem GT2 hochauflösendes Streaming problemlos möglich, auch wenn das Protokoll ab spätestens 48 Kilohertz und 24 Bit Quellmaterial komprimiert.
Die makellose, handschmeichelnde Verarbeitung des GT2 beeindruckt genauso wie seine technischen Daten. Neben dem DAC-Verbund aus einem AK4191EQ und zwei AK4499EXEQ verfügt er über den Hardware-Upsampling-Chip AK4137EQ und eigene Stromversorgungen für den digitalen, analogen und für Funksignale zuständigen Signalzweig. Er soll eine SNR bis zu 133 Dezibel bei lediglich 0,8 Mikrovolt Noise erreichen. Die Batterie liefert 8300 Milliamperestunden. Der gleich vierfach verbaute Headphone-Amp-Chip soll am symmetrischen Ausgang bis zu einem Watt an 32 Ohm und am unsymmetrischen Ausgang 460 Milliwatt an 32 Ohm liefern. Die beiden Kopfhöreranschlüsse, ausgeführt in 3,5 und 4,4 Millimetern, liegen leicht versenkt hinter dem Hauptgehäuse oberhalb auf einem zweiten nach unten sanft auslaufenden Gehäuseblock auf der Rückseite des Players. Trotz seines für heutige Maßstäbe mit vier Zoll moderat großen Displays, ist der GT2 ein richtiger Monolith. Er wächst mit nicht ganz vier Zentimetern deutlich weiter in die Tiefe als Mitbewerber. Aufgrund der nach unten auslaufenden Form liegt er dabei aber mit oder ohne Leder-Case ausgezeichnet in der Hand.
Der GT2 richtet sich ganz eindeutig an Besitzer mittelgroßer bis großer Musikdatenbanken, auf die sie auch unterwegs nicht verzichten wollen und die schon gar keine Abstriche bei der Wiedergabequalität machen möchten. Dafür bietet der Player einen Schacht für SD-Karten, die aktuell mit einer Kapazität von bis zu 2 Gigabyte erhältlich sind. Natürlich ist auch der Betrieb einer Micro-SD-Karte mit Adapter möglich. Um mit dem GT2 Streaming-Plattformen zu nutzen, ist immer ein zweites Endgerät nötig. Ich habe bisher eine strikte Trennung zwischen meinem Smartphone und meinem mobilen Musikplayer gehalten. Zwar nutze ich auch auf meinem Smartphone Streaming-Dienste wie Qobuz und Spotify, jedoch ausschließlich, um zu Hause oder bei Freunden auf einfache Lautsprecher zu streamen – beispielsweise in der Küche als musikalische Untermalung zum Kochen. Dabei nutze ich überwiegend nur eine mp3-Auflösung, mehr benötige ich in einem solchen Szenario nicht. Aus dem mobilen Datennetz streame ich nie, denn ich möchte mich nicht von der Netzabdeckung abhängig machen. In dieser Hinsicht bin ich stur. Ich sehe es nicht ein, viel Geld für unlimitierte mobile Daten auszugeben, wenn ich davon beispielsweise auf Reisen mit dem Zug nicht wirklich profitiere. Meine hochaufgelöste Qobuz-Offlinebibliothek habe ich bisher ausschließlich auf meinem DAP gespeichert. Sofern das Smartphone über einen SD-Kartenslot verfügt, sehe ich aber keinen Grund, diese Angewohnheit nicht zu ändern. Außerdem habe ich mein Smartphone im Gegensatz zu meinem DAP wirklich immer dabei. Und da ich spätestens seit dem Erlebnis mit Finals ZE8000 JDH auch fast immer Bluetooth-In-Ears bei mir trage, ist eine Datenbank auf dem Smartphone gar keine so schlechte Idee.
Für all diejenigen, die sowieso nur die eigene Musikdatenbank in der Tasche bei sich tragen möchtet, ändert sich nichts. Für alle anderen, die bisher mit einem eigenständig streamingfähigen DAP gearbeitet haben, braucht es mitunter ein kleines Umdenken, um sich dem GT2 zu öffnen. So ging es auch mir.
In erster Instanz transplantiere ich dem Lotoo meine Musikdatenbank. Da ich zu Hause in den letzten Jahren immer mehr Qobuz nutze, ist sie lange nicht gewachsen und passt auf eine 512-GB-SD-Karte. Der GT2 startet in wenigen Sekunden. Das Einlesen meiner Musikdatenbank dauert unter fünf Minuten. Das ist in beiden Fällen deutlich schneller als ich es von Android-basierten Geräten gewohnt bin.
Als ersten Track spiele ich Jan Garbareks „Witchi-Tai-To“ vom Album Twelve Moons. Der GT2 muss meinen Sennheiser HD 800 s am symmetrischen Ausgang antreiben. Für eine angenehme, bereits leicht gehobene Lautstärke genügen 50 Prozent der Maximallautstärke beim mittleren Gain-Setting, das Lotoo bereits „High“ nennt. Darunter ist „Low“, darüber „Super high“ verortet. Das Stück beginnt mit einem eindrucksvollen Hallraum, in dem zunächst nur ein Stand-Tom den Auftakt gibt. Jan Garbarek am Saxophon kommt dazu, schlussendlich mischen sich auch E-Bass und Piano ins Geschehen. Die musikalische Qualität des GT2 ist ab der ersten Sekunde evident. Der Hallraum zu Beginn wird mit Tiefe und Nachdruck abgebildet. Im Vergleich zu anderen Quellen gerät das Saxophon weniger quäkend und organischer. Der Grundtonbereich macht auf mich einen sehr neutralen Eindruck. Um 1:40 Minuten wird Eberhard Webers typischem Bass Sound eine Spur Biss und ein Energieschub eher im tiefsten Bassbereich mitgegeben. Der Bass wird dadurch insgesamt etwas weniger exponiert dargestellt, als ich es beispielsweise von meinem FiiO gewohnt bin. Gleichzeitig beweist der GT2 eine präzise, fein verästelte Auflösung. Wie Bass, Trommeln, Becken und Piano in einer bis in höchste Frequenzen hochimpulsiven aber gleichzeitig unaufdringlichen Weise zusammenkommen, glaube ich so von bisher keinem mobilen Player jemals gehört zu haben. Überhaupt lässt der Lotoo PAW GT2 so einige stationäre Lösungen hinter sich und verfügt über das genau richtige Maß an Leistung, um so ziemlich jeden Kopfhörer anzutreiben.
Ich wollte eigentlich nur kurz überprüfen, ob ein DLNA-Stream ebenfalls problemlos funktioniert und sende denselben Song über BubbleUPnP auf meinem Android-Phone aus meinem FritzNAS an den GT2. Das Ergebnis überrascht mich dann doch. In Teilbereichen scheint die Wiedergabe sogar noch etwas beruhigter. Mein Fritz-Server wehrt sich dagegen, Samplerates über 48 Kilohertz weiterzureichen, aber wenn ich hochauflösende Musik von Qobuz an den GT2 sende, scheinen dort, zumindest nach der Statusanzeige zu urteilen, auch 192 Kilohertz und 24 Bit anzukommen. Dies funktioniert sehr stabil und ohne Dropouts. Ich habe UPNP-Schnittstellen in der Vergangenheit oft weniger schlecht wahrgenommen, als sie oft gemacht werden und erhalte mit dem GT2 einen neuerlichen Beweis.
Die Leistung der UPNP-Schnittstelle macht umso neugieriger auf Lotoos LTTP. Zunächst nutze ich den kleinen Sender an meinem Smartphone. Gemeinsam mit dem USB Audio Player PRO funktioniert der Betrieb problemlos. Über das LTTP-Menü auf dem Lotoo kann ich den entsprechenden Dongle zum Verbinden auswählen. Bei der ersten Verbindung wurde ihm ein Update aufgespielt. Über die LTTP-Schnittstelle wirkt die ohnehin weit gefasste Raumtiefe von „Witchi-Tai-To“ nochmals einen Hauch großzügiger. Das Zusammenspiel zwischen Drums, Bass und Piano im bereits genannten Mittelteil fällt eine Spur leichtfüßiger und noch feiner miteinander verwoben aus. Dass eine Funkschnittstelle mit einer in der HiFi-Szene mehr als zweifelhaften Datenquelle – einem USB-Stick an der FRITZ!Box – besser abschneidet als die Wiedergabe direkt von der SD-Karte im Player, lässt mich staunen. Einzig der Statusbildschirm bei der LTTP-Wiedergabe ist mir etwas zu lieblos gestaltet. Man bekommt außer einem Slider, mit dem sich „High Quality“ an- und abschalten lässt und dem Verbindungstatus mit dem Dongle keine Infos geboten. Hier hätte ich mir beispielsweise die aktuelle Datenrate, Samplingrate und Bitrate gewünscht. Was mir an dem LTTP-Dongle wiederum sehr gut gefällt, ist seine universelle Einsetzbarkeit. Zwar konnte ich ihn an einem iPhone nicht testen, sowohl an meinem Windowsrechner als auch meinem PrimeCore A7 Roon-Server wurde der Dongle problemlos erkannt. Gerade das Verschmelzen der grandiosen, inzwischen vertrauten und nicht mehr wegzudenkenden roon-Oberfläche mit kabelloser, hochqualitativer Versorgung des Players hat mir Spaß gemacht.
Der GT2 kann auf Wunsch DSD in PCM wandeln und umgekehrt. Außerdem PCM auf bis zu 384 Kilohertz und DSD bis zu 11,2 Megahertz hochsampeln. Dass dafür ein eigener Chip zum Einsatz kommt, ist technisch bemerkenswert. Allerdings bevorzuge ich persönlich meist das Originalformat. Die verschiedenen PCM-Filter short delay sharp rolloff, sharp rolloff, slow rolloff, short delay slow rolloff, super slow rolloff und low dispersion short delay des DAC-Chips teste ich nicht durch und bleibe bei meinem Standard sharp rolloff, um die Vergleichbarkeit mit anderen Geräten zu gewährleisten. Hier kann letztendlich jeder sein Lieblingsfilter wählen. Die vorgefertigten Equalizer beachte ich ebenfalls nicht weiter. Ich habe mich mit ihnen beim Test des Lotoo PAW D2 kurz beschäftigt.
Noch mobiler wird der GT2 mit meinen Vision Ears VE7. Mir fällt zuallererst das unheimlich niedrige Noise-Level der Verstärkerschaltung auf. Ich höre nämlich überhaupt gar kein Noise. Seit langer Zeit hole ich mal wieder die VE6 X2 raus, die in dieser Hinsicht wohl die empfindlichsten In-Ears schlechthin sind. Auch mit ihnen ist das Grundrauschen der Schaltung des GT2 im Low-Gain Betrieb absolut unhörbar. Damit macht Lotoo das richtig, was ich mir immer wieder von so vielen Herstellern gewünscht habe und beweist, dass es sehr wohl möglich ist. Leider funkt beim Songwechsel über DLNA das WLAN-Modul dazwischen. Mit sehr niederohmigen, empfindlichen In-Ears erzeugt es ein kurzes Störgeräusch. Das klanglich ohnehin überlegende LTTP verhält sich in dieser Konstellation glücklicherweise unauffällig, sofern das In-Ear-Kabel nicht ungünstig nah am Player oder Sender liegt und so als Antenne fungiert.
Mit den Vision Ears VE7 höre ich „On Hold“ der Prog-Metaller mit Pop-Einschlag Leprous vom Album Aphelion. Der tiefe Synth, das fein akzentuiert gespielte Hi-Hat, dezent angezerrte Gitarren und die unverkennbare Stimme von Sänger Einar Solberg werden mir musikalisch fließend, feinfühlig und doch mit viel Druck und Energie präsentiert. Das Beeindruckendste bleibt die Gleichzeitigkeit von brutal filigraner Kontrolle und herausragender Detailauflösung, die gefühlt fast nebensächlich stattfindet. Die Begleitstimmen links und rechts der Lead-Stimme bleiben unheimlich geschmeidig und in sich ruhend, während alles andere um sie herum bereits unterschwellig brodelt und auf den Höhepunkt des Musikstücks zusteuert. Ohne auch nur das kleinste Fünkchen hörbaren Grundrauschens! Selten habe ich Musik mit meinen VE7 so genossen. Ein mobiler Audioplayer, der in meinen Augen maximal anspruchsvolle BA-In-Ears und ausgewachsene Kopfhörer gleichermaßen mit einem derart makellosen Signal versorgt, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Der GT2 präsentiert sich wunderbar ausgewogen, nuanciert, energiereich und mit großer Ruhe und Schönheit. Die Tiefenstaffelung und Luftigkeit der Bühne gehört dabei ebenfalls zum Besten, was ich mobil jemals hören durfte.
Gehört mit
|
|
---|---|
Router & Zubehör | Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3) |
Server | PrimeCore Audio A7 |
Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+) |
Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
DAP | FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz) |
Smartphone | Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO) |
Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition |
In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH |
Kabel | Audioquest, Chord Company, Belden, Boaacoustic, Furutech, Glockenklang/Eupen, Sommer |
Herstellerangaben
Lotoo PAW GT2
|
|
---|---|
DAC Chip | AKM AK4191EQ und 2 x AK4499EX |
XRC Chip | AKM4137EQ |
Prozessor | Freescale i.MX 6, ADI Blackfin BF706 DSP, Ingenic X1000 |
Display | 4-Zoll-Touchscreen, 800 x 480 Pixel |
Kopfhörerverstärker Chip | 4 x BUF634A |
Kopfhöreranschlüsse | 3,5 mm unsymmetrisch und 4,4 mm symmetrisch |
USB Port | 1 x USB 3.1 Gen 2, Typ-C OTG, für Speicher und zur Verwendung als DAC/Amp |
Interne Speicherkarte | SD 4.0 UHS-II, max. 2 TB Kapazität, max. 300 MB/s Datenrate |
Akku | Li-Po 3,7 V, 8.300 mAh |
Bluetooth Audio | SBC, AAC, LDAC |
Lotoo Wireless Audio | LTTP (Lotoo Tele Transport Protocol) |
WiFi | wird unterstützt |
Streaming | DLNA |
Abmessungen | 70,8 x 132,8 x 32,4 mm (ohne Überstände) |
Gewicht | 388g |
unterstützte Audio Datenformate | DSD 64/128/256/512 DFF / DSF, ISO, ALAC, WAV, MP3, FLAC, APE, OGG, M4A, AAC |
Sample Rate | DSD bis DSD512, PCM bis 768 kHz |
Preis | 3.500 Euro |
Audio-Spezifikationen Kopfhörerausgang |
4,4 mm symmetrisch |
maximaler Ausgangspegel | 3 dBu (S-Modus) |
maximale Ausgangsleistung | 1.000 mW / Kanal an 32 Ω Last; 620 mW / Kanal an 100 Ω Last; 210 mW / Kanal an 300Ω Last; 104 mW / Kanal an 600 Ω Last |
Kanaltrennung | 122dB |
Frequenzgang | 20 Hz - 20 kHz (+0,006 / -0,04 dB) |
SNR | 133 dB (20 Hz - 20 kHz, A-gewichtet) |
THD+N | 0,00013 % @ 1 kHz (20 Hz - 20 kHz, A-gewichtet, ohne Last) |
Audio-Spezifikationen Kopfhörerausgang |
3,5 mm unsymmetrisch |
maximaler Ausgangspegel | 2 dBu (S-Modus) |
maximale Ausgangsleistung | 460 mW / Kanal an 32 Ω Last; 156 mW / Kanal an 100 Ω Last |
Kanaltrennung | 122dB |
Frequenzgang | 20 Hz - 20 kHz (+0,004 / -0,05 dB) |
SNR | 129 dB (20 Hz - 20 kHz, A-gewichtet) |
THD+N | 0,00020 % @ 1 kHz (20 Hz - 20 kHz, A-gewichtet, ohne Last) |
Herstellerangaben
Lotoo WT-1LTTP
|
|
---|---|
Modell | WT-1 LTTP Sender |
Abmessungen (Gehäuse) | 65(L) x 19(B) x 9,5(H) mm |
Gewicht | 10,5 Gramm |
Maximale Übertragungsbitrate | 1,5 Mbps |
Betriebsfrequenz | 2,4 GHz |
Abtastraten | 44.1 kHz, 48 kHz, 88.2 kHz, 96 kHz |
Preis | 130 Euro |
Vertrieb
audioNEXT GmbH
| |
---|---|
Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
Der Aiva 2 ist der Nachfolger des gefeierten Aiva Magnetostaten von Sendy Audio. Durch einen verbesserten Treiber mit optimiertem Frequenzgang erreicht er ein noch luftigeres und natürlicheres Klangbild. Damit sind trotz der sehr hohen Auflösung auch lange Hörsitzungen stressfrei möglich.
Das Design der Ohrpolster basiert auf einer umfangreichen Datenanalyse der verschiedenen Gesichtsformen. Es verfügt über ein einzigartiges, konturiertes Design, um eine hervorragende Abdichtung zu erzielen, die auch nach langem Tragen bequem und ermüdungsfrei ist. Dieses Design konzentriert sich nicht nur auf den Komfort, sondern bietet auch eine exzellente Klangqualität. Die äußere Schicht des Ohrpolsters besteht aus hochwertigem Leder mit hohem Proteingehalt. Es ist mit Memory-Schaum gefüllt, und der Teil, der das Gesicht berührt, ist aus hautfreundlichem Samtmaterial gefertigt, um maximalen Komfort und Weichheit beim Tragen zu gewährleisten.
Der Kopfbügel wird in einem äußerst raffinierten Verfahren hergestellt und bietet durch die Verwendung von speziellem Stahlblech sowohl geringes Gewicht als auch sehr hohe Langlebigkeit. Die Hörmuschel kann um 30 Grad in alle Richtungen gedreht werden, und der Kopfbügel kann nach oben und unten verstellt werden, so dass er sich leicht an verschiedene Kopfformen anpassen lässt. Das Lederkopfband ist bequem und weich und passt sich perfekt an verschiedene Kopfformen an. Es bietet damit ein unvergleichliches Trageerlebnis.
Die Treiber des Aiva 2 Kopfhörers bestehen aus hochfestem und hochsteifem, dünnem Membranmaterial mit einer Dicke von nur 1 Mikron. Dieses ultradünne Material zeichnet sich durch eine sehr klare Wiedergabe in den Mitten und Höhen, eine starke Durchzeichnung und Ausdruckskraft sowie ein gutes Einschwingverhalten aus und sorgt so für einen einzigartigen Klang. Es zeichnet sich durch hohe Auflösung, gute Detaildarstellung, einen hohen Informationsreichtum und ein breite Klangbühne aus.
Die Aiva 2 Kopfhörer sind mit hochwertigen 6N-Einkristall-Kupferkabeln ausgestattet, die Edelstahl, ausgesuchtes Holz und präzise Stecker geschickt miteinander kombinieren. Durch die Verwendung von Klinkensteckern an der Kopfhörerseite sind die Kabel leicht austauschbar.
Herstellerangaben
Sendy Audio Aiva 2
|
---|
Vertrieb
audioNEXT GmbH
| |
---|---|
Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
Telefon | 0201 5073950 |
info@audionext.de | |
Web | www.audionext.de |
Klangbibliothek.
Tonabnehmer | Vertere XtraX |
Tonarm | SME V |
Verkabelung | Forceline |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (1000 Ohm) |
Musik | „How Deep Is The Ocean“ |
Downloadgröße | 112,7mb |
Recorder | Nagra VI |
Klangbibliothek.
Tonabnehmer | Vertere XtraX |
Tonarm | SME V |
Verkabelung | Forceline |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (1000 Ohm) |
Musik | „Griff“ |
Downloadgröße | 157,2mb |
Recorder | Nagra VI |
Klangbibliothek.
Tonabnehmer | Vertere XtraX |
Tonarm | SME V |
Verkabelung | Forceline |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (1000 Ohm) |
Musik | „Duet“ |
Downloadgröße | 129,4mb |
Recorder | Nagra VI |
Ich befürchte, Tonabnehmer mit sehr ausgewogen Leistungen in allen Hifi-Disziplinen wie das Vertere XtraX haben es in der Klangbibliothek schwer. Abtaster mit einem herausragenden Klangmerkmal dürften sich da leichter profilieren, denn dieses sollte sich auch in digitalen Wiedergabeketten mit nicht ganz so hoher Auflösung problemlos erkennen lassen.
Nicht nur deshalb stellt sich für mich wieder die Frage, ob die Aufnahmen für die Klangbibliothek nicht demnächst lieber mit 192 Kilohertz gemacht werden sollten, einer Abtastrate die heute – anders als zu den Anfängen dieser Reihe – gewiß niemand mehr ausschließt. Andererseits besäßen die über 100 bisherigen Files dann nur noch eine begrenzte Aussagekraft. Außerdem ist bei einer Kette mit stimmigen digitalen Zweig der Unterschied zwischen Aufnahmen mit 96 Kilohertz und solchen mit dem Doppeltem nicht so ungeheuer groß. Über E-Mails mit ihrer Meinung in dieser Sache würde ich mich freuen.
Empfehlen kann ich Ihnen einen Vergleich des Vertere XtraX mit dem Wilson Benesch Tesselate, dem Ortofon Diamond und dem Lyra Atlas. Diese gehen in eine klanglich ähnliche Richtung, unterscheiden sich jedoch in Nuancen und dem Maße, wie sehr sie ihrem Ideal nahekommen, Musik möglichst ohne irgendeine Färbung wiederzugeben. Viel Spaß mit den drei vertrauten Songs in der Version mit Vertere XtraX!
Auf der CES 2025 angekündigt und nun ist er schon da: Der Desktop-Audio-Streamer ist der erste All-In-One-Medienstreamer im Vollformat von FiiO, der nicht nur lokale und LAN-Wiedergabe ermöglicht, sondern auch Netzwerk-Streaming und Apps durch das offene Android 12 integriert. Zu zudem glänzt der S15 mit einem 7,84-Zoll Farbdisplay.
Der FiiO S15 ist ein technisches Schwergewicht, denn in diesem Desktop-Audio-Streamer stecken besonders hochwertige Audio-Komponenten, damit jede Listening Session zum Konzert wird. In Sachen D/A-Wandler setzt FiiO auf die AKM-Flaggschiff-DAC-Kombination AK4191+AK4499EX, die sich bereits beim FiiO M23 bestens bewährt hat. Diese D/A-Wandler-Kombo liefert saubere Hintergründe und bessere Auflösung, da der digitale und analoge Teil vollständig getrennt werden. Durch den veränderten und verbesserten Signal-Rausch-Abstand wird störendes Rauschen reduziert.
Damit die perfekte Ergänzung des eigene HiFi-System gelingt, zeigt der FiiO S15 mit seiner Vielfalt an Abspielmöglichkeiten, was einen Media-Streamer ausmacht. Freunde von Speichermedien genießen Musik mit der lokalen Wiedergabe, die eine Bandbreite an lokalen Speichermedien von USB-Sticks über microSD-Karten bis hin zu tragbaren Festplatten unterstützt. Wer lieber den eigenen NAS/LAN/Cloud-Server nutzen will, genießt über die LAN-Wiedergabe bequem jede neue und alte Playlist. Daneben bietet der FiiO S15 Medien-Streamer auch die Möglichkeit des Netzwerk-Streamings: Über Roon Ready*, Apple Airplay, DLNA und Bluetooth geht Musikstreaming in höchster Audioqualität kinderleicht! Soll es lieber Spotify, Amazon Music oder Google Play sein? Mit dem FiiO S15 ist Musik-Streaming nahezu grenzenlos. Ausgestattet mit einem offenen Android 12 System sind die gängigen Dienste der großen Musikanbieter mit dabei, aber auch zahlreiche andere Android-Apps werden unterstützt.
FiiO vereint nicht nur technische Meisterleistungen im neuen S15, sondern er steht auch für ausgeklügeltes Design ohne Hindernisse: Musikhören soll zum Genuss und nicht zum Frust werden. Durch seine Standardbreite von 430 Millimeter passt der FiiO S15 in alle bestehenden Systeme und kann ohne Probleme integriert werden. Der 7,84 Zoll große Farbbildschirm des Medien-Streamers ist gut lesbar und nutzerfreundlich. Die Bedienung der Oberfläche des FiiO OS ist intuitiv gestaltet, und die Bedienung des Gerätes über Touch, die Companion App oder auch die Bluetooth-Fernbedienung geht leicht von der Hand.
Die Daten des FiiO S15 im Überblick:
Der FiiO S15 ist ab sofort für 1.100 Euro erhältlich.
Vertrieb
NT Global Distribution GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Geschäftsführer: Nils Makossa Waller Heerstr. 104 28219 Bremen Deutschland |
Web | www.nt-global.de |
Mit ihrer auf nur 500 Paare limitierten Produktion richtet sich die Wharfedale Aston an wahre Kenner und Sammler. Exklusiv in Großbritannien gefertigt, steht sie für höchste Verarbeitungsqualität und akustische Exzellenz.
Die neue Wharfedale Aston verkörpert die Essenz britischer Hi-Fi-Tradition. Entwickelt von Peter Comeau, Wharfedales Director of Acoustic Design, ist sie das erste „Signature“-Modell der Heritage-Serie. Als Signature-Produkt wurde die Aston ohne kommerzielle Vorgaben entwickelt, mit kompromisslosem Fokus auf klangliche Perfektion, feinste Materialauswahl und höchste Fertigungsqualität – eine wahre Hommage an die Geschichte des britischen Lautsprecherbaus. Mit ihrem zeitlosen Design, handgefertigten Echtholzfurnieren und präziser Klangabstimmung ist die Wharfedale Aston mehr als nur ein Lautsprecher – sie ist eine Hommage an die Geschichte des britischen Lautsprecherbaus.
Das Design der Aston bleibt klassischen Wharfedale Ikonen treu, während die Technik auf dem neuesten Stand ist. Das hochwertige Gehäuse mit Echtholzfurnier wird mit modernen Dämpfungstechniken optimiert, um unerwünschte Resonanzen zu minimieren und eine perfekte Balance zwischen Vintage-Optik und technischer Präzision zu schaffen. Die speziell für die Aston entwickelten Carbonfaser-Tieftöner sorgen für eine herausragende Klangpräzision, während die neue 25-Millimeter-Weichkalotte feinste Details in den Höhen ermöglicht. Die nahtlose Integration dieser Treiber wird durch eine audiophile Frequenzweiche mit handverlesenen Bauteilen sichergestellt.
Um die klangliche Performance voll auszuschöpfen, wird jedes Lautsprecherpaar mit maßgefertigten Ständern geliefert. Diese wurden speziell für die Aston entwickelt und bestehen aus hochkarbonhaltigem britischem Stahl. Die Ständer sorgen nicht nur für eine perfekte Platzierung und akustische Präzision, sondern fügen sich nahtlos in das Design der Lautsprecher ein. Dank der optimalen Entkopplung durch die Ständer entfaltet die Aston ihr volles Klangpotenzial und liefert eine noch präzisere und räumlichere Wiedergabe.
Technische Highlights
Die Wharfedale Aston ist ab Mitte März 2025 im Fachhandel erhältlich. Der Preis pro Paar inklusive Ständer beträgt 2.700 Euro. Weitere Informationen gibt es hier.
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
| |
---|---|
Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
Meine ersten Moving-Coil-Tonabnehmer waren EMTs, die aus der Tondose ausgebaut wurden. Dann folgte das ein oder andere Roksan Shiraz, eine von Touraj Moghaddam veredelte EMT-Variante. Inzwischen gründete er Vertere und entwickelt und produziert Plattenspieler, Tonarme, Systeme und Phonostufen. Hier geht es um das Topmodell der Tonabnehmer.
Das Roksan Shiraz bestand aus einem klassischen EMT-Generator, der mit drei Edelstahlschrauben in einem sehr reduzierten Aluminiumgehäuse mit wenig parallelen Flächen fixiert war, um es weniger anfällig für Resonanzen zu machen. Wenn man die Konstruktion noch vor Augen hat, fühlt man sich beim Vertere XtraX sofort daran erinnert: Auf jeder Seite des weitgehend geschlossenen, im Rot mit leichtem Violett-Anklang – oder vielleicht besser: deep purple – eloxierten Gehäuse entdeckt man zwei dieser charakteristischen Edelstahl-Madenschrauben. Deren Funktion ist hier zwar nicht zu erkennen, aber während eines kurzen Zoom-Gesprächs bestätigte Touraj Moghaddam meine Vermutung: Auch hier fixieren die kleinen Schrauben den Generator im aus dem Vollen gefrästen Aluminiumgehäuse. Allerdings stammt der „Motor“ des Tonabnehmers diesmal nicht aus Deutschland, sondern aus Japan, und zwar von der Excel Sound Cooperation, die unter anderem auch die Hana-Tonabnehmer herstellt. Der nackte Abtastdiamant habe einen „Micro-Elliptical“-Schliff, denn Fine-Line- oder Shiabata-Diamanten brächten im Vergleich zum mikro-elliptischen keinerlei Vorteil, wenn es um die Laufgeräusche in der Rille gehe, erläutert der Entwickler. Hierbei komme es vor allem auf die Qualität der Politur des Diamanten ab, und in dieser Disziplin sei Excel einfach führend. Auch beim Material für den Nadelträger setzt Vertere nicht auf Exotisches: Zwei ineinander gesteckte Aluminiumröhrchen unterschiedlicher Legierungen und Durchmesser bedämpften sich beim XtraX nach dem Prinzip des Constraint Layer Dampings gegenseitig. Bei Vertere heißt das „telescopic cantilever“.
Besondere Aufmerksamkeit hat Touraj Moghaddam auch der Oberseite des Gehäuses geschenkt: Bei üblichen Tonarmen stehen nur die beiden Ringe um die Befestigungslöcher mit dem Headshell in Kontakt, für Vertere-Arme ist eine Justage-Hilfe integriert. Der Magnet sei ein Sobarium-Cobalt-Typ. Um in Kombination damit die gewünschte recht kräftige Ausgangsspannung von 0,45 Millivolt bei einer Schnelle von fünf Zentimetern pro Sekunde zu erreichen, seien mehrere Schichten recht dünnen Drahts auf den kreuzförmigen Spulenträger aus Eisen gewickelt worden. Diese Form des Spulenträgers ziehe er einem quadratischen vor, da bei einem Kreuz die Interaktion der beiden Kanäle geringer sei. Der Innenwiderstand der Spule beträgt 40 Ohm, als Last werden 850 bis 1.500 Ohm empfohlen – also deutlich mehr als nach der bewährten Faustformel, die das zehn- bis zwanzigfache des Innenwiderstands empfiehlt. Touraj Moghaddam erklärt seinen Vorschlag damit, dass der Frequenzgang des XtraX so ausgewogen sei, dass es keiner Bedämpfung irgendeines Anstiegs im Präsens- oder Hochtonbereich bedürfe. Da sei es einfach nicht nötig, einen auch noch so kleinen Teil der Ausgangsspannung zugunsten der Linearität zu opfern. Mit den Widerstandssteckern von Einsteins The Turntable's Choice sind maximal 500 Ohm zu erreichen. Da ich in den letzten Jahrzehnten nie versucht war, einen höheren Wert zu verwenden, müsste ich mich beim Hersteller vergewissern, ob die Eingangsimpedanz, der symmetrischen Phonostufe, wie ich glaube, ohne Abschlussstecker wirklich bei einem Kiloohm liegt. Aber ich bin viel zu neugierig, um das vom deutschen Vertrieb Beat Audio bereits eingespielte Vertere nicht umgehend am der Phonostufe mit dem 500-Ohm-Stecker zu hören.
Da das XtraX über elf Gramm wiegt, und die Nadelnachgiebigkeit bei 12 Mikrometern pro Millinewton liegt, sollte der Arm nicht allzu schwer sein, wenn man eine Resonanzfrequenz von etwa 10 Hertz zu erreichen möchte. Mein AMG 12JT ist vom DS Audio W3 belegt und ich möchte dem XtraX nicht den SME V zumuten. Daher wähle ich für das Vertere den Thiele TA01 aus. Beim Akklimatisieren im Hörraum mit der traditionell ersten Scheibe, Art Farmer und Jim Halls Big Blues, scheint das ohrenscheinlich eine gute Wahl zu sein: Die Bass Drum kommt mit so viel Druck, dass man meint, das Fell schwingen zu sehen. Die Transienten bei den Einsätzen von Gitarre und Flügelhorn wirken recht realistisch, der Bass treibt sonor knarzend und das Vibraphon steuert perlende Klänge bei. Und damit erfüllt das XtraX schon einmal meine Erwartungen. Wer wie ich lange Jahre mit Begeisterung Roksans Darius-Lautsprecher und – wie oben erwähnt – das Shiraz gehört hat, setzt einfach voraus, dass sich ein Produkt aus den Händen von Touraj Moghaddam durch Spielfreude, rhythmische Intensität und Emotionalität auszeichnet. Nach meinen Erfahrungen mit der Darius und ihrem eher laxen Umgang mit tonaler Stimmigkeit hat mich jedoch überrascht wie ausgewogen und homogen das XtraX zu Werke geht. Der EMT-Generator hat ja einen recht ausgeprägten Charakter und daher eine Vielzahl von Fans. Da rangiert Spaß an der Musik vor extrem hoher Auflösung und Liebe zum letzten Detail.
Ich habe mir – leider? – angewöhnt, Tonabnehmer in Schubladen einzusortieren: Da wären einmal die lässigen, spaßorientierten Exemplare wie besagtes EMT, das Lyra Etna oder etwa das Ortofon Verismo, in einer zweiten die Systeme, die es mit dem Begriff High Fidelity sehr ernst nehmen und dem Klang keinen oder nur einen winzigen eigenen Stempel aufdrücken wie beispielsweise das Lyra Atlas, das Ortofon Diamond und das Wilson Benesch Tessellate Ti-S. Im dritten Schubfach liegen dann die leichte Fehler verzeihenden, einen Hauch zur Euphonie neigenden Abtaster wie das Lyra Olympos und das Transrotor Tamino aka My Sonic Lab. Wenn der erste Eindruck nicht täuscht, wäre es vorschnell, dass XtraX zur ersten Gruppe zu zählen.
Da ich mir jetzt sicher bin, dass Einsteins The Turntable's Choice ohne Widerstandsstecker eine Eingangsimpedanz von einem Kiloohm besitzt, probiere ich diese einmal aus, nicht jedoch ohne vorher noch zweimal kurz den Beginn des ersten Satzes von Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 gehört zu haben, während das XtraX noch auf eine Last von 500 Ohm arbeitet. Schon jetzt es platziert es die Duisburger Philharmoniker unter Jonathan Darlington auf einer breiten und überraschend tiefen Bühne. Die Übertragung der digitalen HighRes-Aufnahme auf die LP ist Acousence in Kooperation mit Acapella ganz hervorragend gelungen. Das wird umso klarer, wenn die Phonostufe von den Widerstandssteckern befreit ist und das Vertere eine Last von 1.000 Ohm „sieht“: Die Instrumente respektive Instrumentengruppen werden noch schärfer fokussiert und scheinen einen minimal größeren Abstand voneinander zu haben. Als Folge wirkt die imaginäre Bühne so, als würde sie sich noch ein Stück tiefer in den Raum zu erstrecken. Auch hat die höhere Abschlussimpedanz keinen negativen Einfluss auf die zuvor schon stimmige Tonalität des XtraX.
Aber ich möchte die Entscheidung für die ohmsche Last nicht von einer einzigen Scheibe abhängig machen. Zu den LPs, die mir geholfen haben, meine Kette mit Shiraz und Darius zu optimieren, gehörte damals Muddy Waters Folk Singer, beileibe kein audiophiler Meilenstein, aber dennoch so populär, dass sich Mobile Fidelity und Classic Records des Albums angenommen haben. Ich spiele „Good Morning School Girl“ von einem Reissue, das in Gelsenkirchen auf Röhrenequipment gemastert, in Abbey Road auf Lackfolie überspielt und von Einstein vertrieben wurde. Als ich den Song jetzt nach Jahrzehnten über meine aktuelle Kette inklusive XtraX höre, muss ich meine bisherige Einschätzung doch revidieren: Was damals auch wegen des ganz nach rechts gemischten Schlagzeugs verdächtig nach Ping-Pong-Stereophonie klang, wirkt nun wie eine gelungene Aufnahme von akustischen Instrumenten in einer recht halligen Umgebung. Das hat nichts Künstliches, sondern klingt stimmig und organisch – auch wenn ich vermute, dass die im Studio eingefangenen Signale in einem der damals gern verwendeten Hallräume veredelt wurden. Wie dem auch sei, so realitätsnah, stimmig, rhythmisch überzeugend und differenziert habe ich das Stück bisher nicht erlebt. Dynamisch und in puncto Groove ändert sich nichts, wenn das XtraX wieder mit 500 Ohm abgeschlossen wird. Doch büßt die Wiedergabe ein wenig ihrer Luftigkeit ein: Der Raum wirkt in der Höhe beschränkt und der Hall bleibt einen Tick stärker an das jeweilige Instrument gebunden. Der Eindruck, dass alle vier Musiker ohne Trennwände im selben Studio spielen, ist dadurch deutlich weniger stark ausgeprägt. Also werden die Widerstandsstecker wieder aus den Buchsen der Einstein-Phonostufe entfernt. Und dabei bleibt es auch.
Natürlich habe ich das XtraX auch mit einigen Neuerwerbung gehört, so auch mit Wolfgang Muthspiels vor rund sieben Jahren aufgenommenem Album Angular Blues. Zusammen mit Scott Colley am Kontrabass und Brian Blade am Schlagzeug verwöhnt Muthspiel den Hörer mit immer melodiösen und eingängigen, ja teils geradezu kontemplativen Klängen. Mein Favorit sind „Hüttengriffe“, eine entspannte akustische Schwelgerei in Harmonien. Schon nach kürzester Zeit vergesse ich dank des runden, warmen Sound des Basses und des zurückgenommenen Rhythmus', dass ich meine Aufmerksamkeit eigentlich auf das Vertere richten wollte. Das erweist sich hier als total uneiteler Diener der Musik, enthält sich jeglicher Klangfärbung und Auffälligkeit und macht diese fantastische Scheibe damit zu einem ungeheuer intensiven Erlebnis.
Wolfgang Muthspiels Album war für mich und das XtraX ja eher ein wenig Entspannung, deshalb muss es sich jetzt etwas größeren Anforderungen stellen. Auf dem Teller des LaGrange liegt Jonas Hellborgs Elegant Punk und die Nadel senkt sich in die Einlaufrille vor „Drone“: Die Frequenzen in der Regionen, in die kein Kontra- oder viersaitiger E-Bass hinunterreicht, bringt das Vertere sehr kontrolliert und sauber rüber. Den ein oder anderen Impulse auf „Little Wing“ allerdings haben deutlich teurere Abtaster mit Saphir- oder Diamant-Nadelträger, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, einen Tick knackiger rübergebracht. Dafür verwöhnt das XtraX selbst bei dieser schon extrem malträtierenden Scheibe mit niedrigen Laufgeräuschen in der Rille. Ob es daran liegt, dass der Hall im imaginären Raum so klar zu hören ist? Die tieffrequente Impulsfolge auf „It's The Pits, Slight Return“ meistert das Vertere mit Bravour: Das Klangbild wird perfekt durchgezeichnet, da gibt es kein noch so winziges Nachschwingen: absolut überzeugend!
Recht lange habe ich „Asturias“ vom Reissue der Decca SXL 6355, Albéniz – Frühbeck de Burgos, Suite Española, nicht mehr aufgelegt, was ich hiermit nachhole: Anfangs sorgen die Streicher für Tempo, drängend doch ohne Schärfe und Nervosität. Dann setzen die Pauken rhythmische Akzente, bevor die ungemein prägnanten Bläsersätze die Luft zerschneiden. Oft sind sie nur als kraftvolle Impulse wahrzunehmen, aber dem XtraX gelingt es, dabei auch die Farbigkeit des Blechs zur Geltung zu bringen. Gegen Schluss des wilden Crescendos sind die unterschiedlichen Standort der Großen Trommel und der Pauken weit hinten auf der Bühne zu verorten. Das Vertere begeistert mit seiner gelungenen Mischung aus Dynamik, Tieftonenergie, Raumdarstellung, Feinzeichnung und Detailfreudigkeit: Es stellt die Musik in den Vordergrund und nicht irgendeine seiner Fähigkeiten.
In welche Schublade passt das XtraX denn nun am besten? Da seiner ausgeprägten Spielfreude vergleichbar beeindruckende Leistungen in allen anderen Bereichen gegenüberstehen, kommt für mich nur die Numero zwei in Frage: Das Vertere leistet sich nirgendwo eine Schwäche und reproduziert zuverlässig die Informationen, die es aus der Rille liest.
Gehört mit
|
|
---|---|
Laufwerk | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil |
Tonarm | AMG 12JT, Thales Simplicity II, Thiele TA01 |
Tonabnehmer | DS Audio DS-W3, Lyra Etna und Olympos SL |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (sym), DS Audio DS-W3 |
Vorstufe | WestminsterLab Quest |
Endstufe | Einstein The Poweramp |
Lautsprecher | Børresen 05 SSE |
Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, ForceLines, Ansuz Speakz D-TC Supreme und Mainz D2 |
Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Acapella Basis. Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME, Degritter MK II |
Herstellerangaben
Vertere XtraX
|
|
---|---|
Generatortyp | Moving Coil |
Ausgangsspannung | 0,45mV (bei 5 cm/Sek.) |
Frequenzgang | 10Hz – 45kHz |
Spulenimpedanz | 40Ω pro Kanal |
Empfohlenes Auflagekraft | 2,05g (1,90- 2,10g) |
Empfohlene Last | 850Ω - 1,5kΩ. 0 - 470pF (max.) |
Nadelträger | Aluminium, Teleskop-Konstruktion |
Magnettyp | Samarium-Kobalt |
Abstand Gewinde / Nadel | ≈ 7,8 mm |
Diamantschliff | Nude Micro Elliptical (7,5 x 15,5µm) |
Dynamische Nachgiebigkeit | 12 x 10-6 cm/dyne (@100Hz) |
Kanalgleichheit | >1dB |
Kanaltrennung | >28dB |
Generatorbefestigung | Vierpunktkontakt mit Edelstahl-Spike-Schrauben |
Gewicht | 11,2g |
Preis | 7.000 Euro |
Vertrieb
Beat Audio GmbH
|
|
---|---|
Anschrift | Hainbuchenweg 12 21224 Rosengarten Deutschland |
Telefon | +49 4105 6750500 |
Telefax | +49 4105 6750509 |
info@beat-audio.de | |
Web | www.beat-audio.de |
KS Digital präsentiert mit dem neuen C55-Reference einen digitalen Aktivmonitor mit breitem Einsatzbereich und kompakten Maßen. Studioprofis werden die präzise Abbildung dank des Koaxialchassis ebenso zu schätzen wissen wie die Neutralität und das zeitrichtige Impulsverhalten.
Wie alle Aktivmonitore von KS Digital ist auch der C55-Reference mit der exklusiven KSD-FIRTech-Digitaltechnologie ausgestattet. Diese ermöglicht nicht nur eine zeitrichtige Auslegung aller Frequenzweichen- und Equalizerfilter, sondern wird auch für eine perfekte Impulswiedergabe genutzt. Dafür wird jedes Exemplar der C55-Reference bei KS Digital im Werk vermessen und mit einer invertierten Korrekturkurve im Frequenz- und Zeitbereich versehen. So ist garantiert, dass jedes beliebige Paar C55-Reference ein perfektes Stereopaar ohne hörbare Abweichungen bilden, was insbesondere der Ortung und Raumabbildung zugutekommt.
Eingangssignale nimmt der C55-Reference analog über symmetrische XLR-Anschlüsse entgegen. Die interne Signalverarbeitung erfolgt ausschließlich nach einer hochwertigen Wandlung digital mit einer Samplingfrequenz von 192 Kilohertz und 24 Bit. Mit Schallwandmaßen von 20 mal 40 Zentimetern bewegt sich der C55-Reference noch in der Größenklasse von Kompaktmonitoren. Dank seiner großzügigen Membranfläche, 350 Watt Gesamtleistung (RMS) pro Lautsprecher und 35 Hertz unterer Grenzfrequenz erreicht er aber mühelos die dynamischen Anforderungen an einen größeren Hauptmonitor.
Alle ortungsrelevanten Frequenzen werden aus einem koaxialen Treiber wiedergegeben. Diese Punktschallquelle, bestehend aus einer 1-Zoll-Gewebekalotte mit Neodym-Antrieb und einem 5,5-Zoll-Tiefmitteltöner mit exklusivem Fiberglaskonus, sorgt für eine punktgenaue und räumlich präzise Abbildung. Ein zusätzlicher reiner Basslautsprecher entlastet den Koaxialtreiber und sorgt für einen erweiterten Tieftonbereich und erstaunliche Dynamikreserven. Ein rückwärtiger Bassreflexport erweitert den Tiefgang nach unten, wurde aber stark bedämpft ausgeführt, um den trockenen, präzisen Basscharakter konsistent zu halten.
Der C55-Reference kann stehend wie liegend betrieben werden. Durch den Einsatz eines Punktstrahlers ändert sich der Klangcharakter durch die Ausrichtung nicht. Das beleuchtete KSD-Logo mit Anzeige der Funktionsbereitschaft und des Limiters lässt sich entsprechend drehen. Auch beim Hörabstand ist der C55-Reference dank seiner Punktstrahler-Technologie flexibler als dezidierte Nahfeldmonitore: Er erlaubt im Nahfeldbetrieb eine zuverlässige Beurteilung der Raumabbildung aller Aufnahmen und setzt sich dennoch bei größeren Hörentfernungen hervorragend durch.
Die internen DSPs erlauben eine sehr flexible Nutzung von sechs vollparametrischen Equalizern plus zwei Shelving-Filtern zur Anpassung an Raum und Hörpräferenzen. So kann der C55-Reference problemlos auch wandnah, in der Ecke oder auf der Meterbridge verwendet werden, ohne dass es zu Klangfärbungen kommt, die später den Mix negativ beeinflussen. Der C55-Reference wird mit schwarzer, weißer oder kirschfarbener Frontplatte angeboten. Der Korpus ist jeweils mattschwarz. Der C55-Reference ist kompatibel mit dem KS-Digital-eigenen System zur Wand- und Deckenmontage, das als Zubehör erworben werden kann. Eine Fernbedienung für Lautstärke und Programmierung der internen EQ-Filter ist ebenfalls optional erhältlich.
Die aktiven Studiomonitore KS Digital C55-Reference sind ab sofort verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 4.000 Euro pro Paar. Das Modell ist auch einzeln, wahlweise für linke und rechte Aufstellung, für 2.000 Euro pro Stück erhältlich.
Hersteller
Backes&Müller/KS Digital
|
|
---|---|
Ansprechpartner | Johannes Siegler |
Telefon | +49 681 844 932 10 |
js@ksdigital.de |