Montag, 12 Februar 2024 00:01

Zum Jubiläum: Cayin Pearl 30i

Anlässlich des 30.Jubiläums stellt Cayin seinen neues Top-Produkt vor: Der Röhrenvollverstärker Pearl 30i ist mit dedizierten Gehäuseeinheiten für die Stromversorgung und die Verstärkersektion ausgestattet. Er vereint traditionelle Röhrentechnologie und innovative Prinzipen in Design und Technik zu einem Meilenstein in Sachen High-End Audio.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-12_pearl_Pearl_30i_Front_black_hi.jpg

Die beiden Einheiten des Pearl 30i können wahlweise aufeinander oder nebeneinander platziert werden. In der Turmanordnung kommt das einzigartige Design des neuen Cayin-Flaggschiffs besonders zur Geltung. Die schwarze Front und die gefächerte Verkleidung der Verstärkersektion verleihen dem Perl 30i eine Optik, die sofort im Gedächtnis bleibt und den Eindruck vermittelt, hier etwas Besonderes vor sich zu haben. Mittig befindet sich der Lautstärkeknopf, der in 106 Schritten stufenlos justierbar ist. Der interne JRC-Muses-72320V-Regler sorgt für die präzise Pegel. Direkt darüber befindet sich die edle Holzvertäfelung. In ihr sind vier Kippschalter und ein VU-Meter eingelassen. Diese Schalter dienen zum Ein- und Ausschalten des VU-Meters und dessen Hintergrundbeleuchtung, Umschalten des Timbre und des Betriebsmodus sowie der Wahl des Eingangskanals. Abgerundet wird die Front durch ein Display, das über den aktuell gewählten Kanal informiert.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-12_pearl_Pearl_30i_KT170_roehre.jpg

Für den optimalen Antrieb der Komponenten haben die Cayin-Entwickler die Energieversorgung für diesen exklusiven Verstärker in ein separates Gehäuse ausgelagert. Hier wird der Strom für den linken und rechten Kanal aufgeteilt von jeweils zwei Leistungstransformatoren effektiv verarbeitet. So werden die leistungshungrigen auf Hochspannung ausgelegten Verstärkerstufen genauso wie die auf Niedrigspannung ausgelegten Komponenten optimal versorgt. Aus besagter Energie-Einheit wird der aufbereitete Strom dann über die entsprechenden Outputs und über die mitgelieferten, eigens für diesen Zweck konzipierten Kabel an die Verstärkereinheit weitergeleitet. Ausgestattet mit SF20 Steckern, einer 7-Pin-Konfiguration, und versilbertem 6N-Kupferkabel liefert Cayin hier optimale Voraussetzungen, um den Pearl 30i effektiv und leistungsgerecht zu versorgen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-12_pearl_Pearl_30i_detail.jpg

Die Röhren des Pearl 30i thronen auf der Gehäuseoberseite. Sie sind das akustische Herzstück und optische Highlight des Vollverstärkers. Zwei Mullard-CV4004/12AX7-Röhren sorgen für die Vorverstärkung des Signals. Auf der Treiberstufe kümmern sich vier TungSol-6SN7GTB-Einheiten auf Porzellansockeln um die Weiterverarbeitung des Signals. Erst dann wird es an die Endstufe weitergeleitet. Den letzten Schliff übernehmen gleich acht Röhren des Typs KT-170. Hier wird im Class AB1-Push-Pull-Verfahren das Signal auf Ausgabepegel gebracht. Die Wicklungen der hochreinen Kupferlitzen in den Ausgangstransformatoren umgeben Z11-Audioqualitäts-Siliziumstahlbleche, um eine hervorragende Signalreinheit zu gewährleisten. Für die perfekte Bias-Einstellung sorgt eine aufwendige Auto-Bias-Schaltung. So wird ein optimaler Betrieb und eine möglichst lange Lebensdauer der Röhren erzielt. Überwacht wird der Betrieb durch einen optischen Bias-Monitoring-Indikator. Entdeckt dieser Unregelmäßigkeiten, wechselt der Verstärker in einen gesicherten Betriebsmodus, damit ohne Gefahr nach Fehlern gesucht werden kann.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-12_pearl_Pearl_30i_Bias.jpg

Bei der Ausgabe des Signals kann zwischen zwei Operationsmodi gewählt werden: Der Triodenmodus bietet einen harmonischen, weichen Klang. Diese Voreinstellung empfiehlt sich besonders für Instrumentalmusik und Stücke in denen Stimmen und Gesang besonders im Mittelpunkt stehen. Für ein höheres Leistungspotenzial empfiehlt sich hingegen der Ultralinearmodus, er ist für dynamische Musik besser geeignet. Weitere Anpassungen des Klangs sind mit der Auswahl des Timbres möglich. Der dynamische Modus verspricht einen dichteren, volleren Sound, während die Soft-Einstellung ein weicheres Klangbild bietet. Selbstverständlich entscheidet am Ende auch immer der persönliche Geschmack. Die beschriebenen Optionen laden allerdings zum Entdecken des persönlichen Lieblingssounds ein. All diese Einstellungen inklusive Eingangsauswahl und Lautstärkeregelung können natürlich auch vom Sofa aus über die zum Lieferumfang gehörige Fernbedienung vorgenommen werden.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-12_pearl_Pearl_30i_SF20_Anschluss.jpg

Um den Pearl 30i zur umfassenden Zentrale eines HiFi-Setups zu machen, stellt Cayin eine Vielzahl an Anschlüssen bereit. Über die insgesamt vier Paar Line-Inputs oder den symmetrischen XLR-Input zugeführte Signale laufen durch die komplette Signalverarbeitung. Wer hingegen gern seinen eigenen Vorverstärker einsetzen möchte, findet dafür jeweils einen Cinch-Pre-In und einen symmetrischen XLR-Pre-In vor. Welcher Eingang aktuell gewählt ist, wird auf dem großen Dot-Matrix-Display angezeigt. Ausgangsseitig stellt der Pearl 30i zudem zwei Ports für die Verbindung mit aktiven Subwoofern bereit. Neben den Buchsen für die Verbindung der beiden Bausteine sind die Speaker-Outputs für Lautsprecher mit vier oder acht Ohm Impedanz platziert. Die Ausgangsleistung liegt bei 145 Watt RMS/Kanal im Trioden-Modus. Im ultralinearen Modus werden 230 Watt pro Kanal bereitgestellt.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-12_pearl_Pearl_30i_back.jpg

Die unverbindliche Preisempfehlung des Cayin Pearl 30i in schwarzer Ausführung liegt bei 22.000 Euro.

Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
Anschrift An der Kreuzheck 8
61479 Glashütten-Schloßborn
Telefon +49 6174 9554412
Fax +49 6174 9554424
E-Mail info@cayin.com
Web www.cayin.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/24-02-12_pearl
Freitag, 09 Februar 2024 00:01

LYRAVOX präsentiert die KARLMANN MONOLITH

Bekannt für die Verbindung von außergewöhnlicher Klangqualität und stilvollem Design, präsentierte LYRAVOX auf den Norddeutschen HiFi-Tagen mit KARLMANN MONOLITH ein aktives 3-Wege-Lautsprechersystem, das in Sachen Mechanik und Akustik Maßstäbe setzen soll.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-09_lyravox_Karlmann-Vorstellung-NDHT.jpg

Im Bassbereich setzt die KARLMANN dabei auf die Kraft eines außergewöhnlichen Tieftöners der Kategorie 38 Zentimeter – das für viele Audiophile immer noch das Nonplusultra in Sachen Basserlebnis darstellt. „Nachdem wir alle in Frage kommenden Chassis getestet haben, haben wir uns für einen modernen Hightech-Treiber entschieden, der mit seiner vierfach Schwingspule und einem Doppelantrieb technologisch seinesgleichen sucht“, schwärmt Jens Wietschorke, Chefentwickler bei LYRAVOX. Ein aufwändiges Helmholtz-Resonanzabsorber-Konzept, das in die Hohlräume des doppelwandig ausgeführten MONOLITH Gehäuses sowie zusätzlich in dessen Sockel integriert wurde, eliminiert störende Resonanzen noch vor ihrem Entstehen. Den beeindruckend souveränen Bass paart LYRAVOX in KARLMANN mit der keramikbestückten Mittel-Hochtoneinheit des vielfach ausgezeichneten Spitzenmodells KARL, die in Bezug auf Klangreinheit und Durchhörbarkeit Maßstäbe setzt. Hier kommt als Mitteltöner die aus dem Ultra-Highend bekannte Inverskalotte C 168-990 von Accuton zum Einsatz.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-09_lyravox_Karlmann-mit-Plattenspieler.jpg

Das Design der KARLMANN ist eine Hommage an die goldene Ära des HiFi, in der Lautsprecher stolz Präsenz zeigen durften. Mit einem Gehäuse aus akustisch optimiertem, feingeschliffenen Kunststein, den Maßen 45 mal 115 mal 45 Zentimetern und einem Gewicht von stolzen 113 Kilogramm ist das Klangmeisterwerk durchaus imposant, bleibt jedoch elegant. Dr. Götz von Laffert gibt zu, dass das Konzept als „Herrenlautsprecher“ ohne Kompromisse angelegt war. "Wir haben dann aber gestalterisch nicht vor dem Gehäusevolumen kapituliert, sondern auf eine Leichtigkeit der Silhouette hingearbeitet, die Damen ebenfalls anspricht."

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-09_lyravox_Karlmann-Front-ohne-Bespannung.jpg

Ein Markenzeichen von LYRAVOX ist das Ambience-Konzept mit dem zur Decke abstrahlenden AMT-Hochtöner. Für KARLMANN wurde das Konzept ausgebaut zu einem panoramischen Diffusfeld aus einem rückseilgen, vielfach größeren Dipol-Magnetostaten. Das Ergebnis ist ein Musikerlebnis, das das vielbeschworene Attribut „immersiv“ tatsächlich verdient. „Vom ersten Takt an lässt einen der KARLMANN ins Musikgeschehen eintauchen“, verspricht Götz von Laffert.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-09_lyravox_Basstreiber-Karlmann.jpg

Mit der Möglichkeit der individuellen klanglichen Anpassung an den Hörraum, der komplett integrierten Elektronik samt fernbedienbarer Vorstufe sowie des potenten Antriebs durch multiple NCore-Endstufen mit 1100 Watt pro Lautsprecher setzt LYRAVOX einen weiteren Meilenstein in der Audiotechnik. Auf den Norddeutschen Hifi-Tagen am 3. und 4. Februar in Hamburg war KARLMANN MONOLITH erstmals zu erleben. Der Preis für das spielferlge System beträgt 40.000 Euro.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-09_lyravox_Karlmann-Anschlussfeld.jpg

Über LYRAVOX: Seit der Gründung im Jahr 2013 durch Dr. Götz von Laffert und Jens Wietschorke hat sich LYRAVOX durch herausragendes Design und innovative Technologie einen Namen in der Audiowelt gemacht. Die Verwendung der hochwertigsten Komponenten und das Streben nach einem in sich geschlossenen, verlustarmen Klangsystem sind zentrale Aspekte der Unternehmensphilosophie. Zur Einbeziehung des Hörraums in das akustische Gesamtsystem werden LYRAVOX Lautsprechersysteme beim Kunden installiert, eingerichtet, kanalgetrennt eingemessen und anschließend nach Gehör und Kundenpräferenz individuell abgestimmt.

Für weitere Informationen und eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte direkt an Dr. Götz von Laffert:

vonlaffert@lyravox.de
www.lyravox.com
Tel. +49-40-3208 9798-1
Mobil +49-163-6287491

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/24-02-09_lyravox
Donnerstag, 08 Februar 2024 08:01

Norddeutsche HiFi-Tage 2024

Hat sich der Besuch gelohnt? Wie so oft bei Audio-Shows in Hotels gab es auch dieses Mal Enttäuschungen und erfreuliche Erlebnisse. Mit dem Veranstalter hat letzteres wenig zu tun, da weder eine Hotelmesse noch ein Forum wie die HighEnd im Münchener MOC gleich gute Raumbedingungen für alle bietet.

Enttäuschungen basieren meist auf zu hohen Erwartungen. So präsentierte sich der eine oder andere Vertrieb mit seinen Marken etwas bescheidener als in der Vergangenheit und zeigte nur einen kleinen Teil seines Portfolios. Erfreut hat mich, dass sehr häufig kleinvolumige Boxen musizierten, was den Hotelzimmern angemessener war als großes Besteck. Die Aussteller müssen, das ist wohl verständlich, bei der Vielzahl von regionalen HiFi-Shows dieser Art, wie es sie inzwischen landesweit gibt, ihren Aufwand auch im Rahmen halten. Da ist das Budget pro Auftritt natürlich kleiner. Der Handel macht momentan auch nicht mehr die Umsätze wie zu Zeiten von Corona. Um so erfreulicher ist es, feststellen zu können, dass diese Norddeutschen Hifi-Tage sehr gut besucht waren. Auch viele junge Menschen befanden sich unter den Besuchern. Auf dem etwas entfernt liegenden und unkomfortabel zu erreichenden Parkgelände sah man an den Kennzeichen, dass die Gäste teils eine erhebliche Menge von Kilometer zu reisen hatten. Ich war nicht der einzige aus dem Raum Hannover.
Ich gestehe, dass ich nicht die Zeit hatte, in allen Räumen einen Hörplatz zu suchen und Musik zu hören. In erster Linie suchte ich das Gespräch mit den Ausstellern, meist vor dem Vorführraum, wenn dort Musik lief, um nicht zu stören. So auch bei Phonar, wo die Veritas P 9.2SE vorgeführt wurde, die ich ja gerade testete. Da hätte mich schon interessiert, wie sie auf dieser Ausstellung klangen. Aber auch hier fiel auf, in welchem Dilemma die Aussteller sich befinden. Nach meiner Hörerfahrung hätte ich die Veritas etwas mehr nach innen angewinkelt. Wenn man jedoch mehrere Sitzreihen bedienen will oder muss, sucht man nach dem Kompromiss, der hier eher die hinteren Reihen bediente.

Phonar-Inhaber Kai Henningsen (rechts) und Karsten Grämkow präsentierten die Veritas
Phonar-Inhaber Kai Henningsen (rechts) und Karsten Grämkow präsentierten die Veritas

Hörensagen: Einige Besucher, die meinen Testbericht gelesen hatten, waren von der Vorführung nicht ganz so begeistert – schade, aber der eigene Hörraum ist doch immer entscheidend und die Messebedingungen halten da selten mit. Ich habe die Veritas dennoch heute gekauft
Hörensagen: Einige Besucher, die meinen Testbericht gelesen hatten, waren von der Vorführung nicht ganz so begeistert – schade, aber der eigene Hörraum ist doch immer entscheidend und die Messebedingungen halten da selten mit. Ich habe die Veritas dennoch heute gekauft

Genau anders herum war es mit den drei Sitzreihen bei Lyravox, wo mir die Präsentation der neuen aktiven DSP-Lautsprecher für 40.000 Euro ausnehmend gut gefiel, in der wandnahen dritten Reihe der Tiefbass aber eindeutig überbetont war. In der ersten und zweiten Reihe waren die neuen Karlmann Monolith ein Genuss. Neben der Tonalität beeindruckte mich vor allem die homogene Schnelligkeit des Systems. Entwickler Jens R. Wietschorke hat hier schallschluckendes Dämmmaterial weitestgehend weggelassen, um die Energie nicht auszubremsen. Die unvermeidbaren Resonanzen werden im Gehäuse durch dreizehn unterschiedlich und bis zu 45 Zentimeter lange absorbierende Kammern eliminiert. Das bedeutet einen erheblichen Aufwand mit musikalisch deutlich hörbarer Wirkung. Die 55 Millimeter starken Seitenwänden des Gehäuses bestehen aus einem speziellen Aluminium-haltigen, hochdichten Kunststein, der aus Portugal zugeliefert wird und zwar in fester wie flüssiger Form, so dass die Verschmelzung der Wände miteinander möglich ist. Spezielle Werkzeuge erlauben die Bearbeitung des auf den ersten Blick zweiteiligen Gehäuses. Dem ist jedoch nicht so. Die beiden Würfel bilden eine Einheit als nach unten geöffnetes Gehäuse für den 15-Zoll Tieftöner, dessen Antrieb über zwei Luftspalte und vier Magnete erfolgt. Im oberen Würfel sorgt in einer rückseitigen, nach hinten offenen und mit Stoff verkleideten Kammer ein Magnetostat mit dazugehörigem Pegelregler für den die Raumabbildung unterstützenden indirekten Schall. Die von Lyravox bekannte Öffnung zur Hochtonabstrahlung nach oben ist hier eine Luftzufuhr für den Sieben-Zoll Keramik-Mitteltöner von Accuton, der in einem nach vorn breiteren, Trapez-förmigen Gehäuse arbeitet und mit einer Accuton Hochton-Kalotte kombiniert ist. Der Philosophie von Lyravox entsprechend ist das musikalisch imposante, pro Box 115 Kilogramm wiegende neue Modell aktiv mit DSP-Weiche, auch zur optimalen Integration in den Hörraum aufgebaut. Wie effektiv diese Raumanpassung möglich ist, war hier zu erleben. Vorgeführt wurden LPs auf dem AMG Giro Plattenspieler. Im Rack stand aber auch ein Vorserien-Exemplar des neuen eigenen Server/Streamers, an dem Dr. Götz von Laffert seit langem arbeitet, der aber schon sehr bald erhältlich sein soll. Karlsson, der Lyravox-Lautsprecher, der meinen Kollegen Finn Gallowsky seit seinem Test nachhaltig – ich erlebe ihn immer wieder darüber schwärmen – begeisterte, stand dekorativ im Vorführraum. Auf dem zweiten Foto erklärt Jens R. Wietschorke (rechts) dem Autor die neuen Karlmann.

 


Ein Erlebnis anderer Art bot Thijs Helwegen bei Audioquest. Ich liebe diese Art von Aktionismus auf Ausstellungen, weil so Wissen um die Geräte vermittelt wird. Er führte die neuen Netzfilter PowerQuest 303 für 600 Euro, 505 für 800 Euro und 707 für 1.300 Euro im Vergleich vor. Bei allen drei Modellen gehört eine Audioquest Stromzuleitung im Wert von 300 Euro zum Lieferumfang. Das ist besonders beim preisgünstigen 303 bemerkenswert. In der Vorführanlage mit den neuen, teilaktiven Lautsprechern von Audioquests eigener Lautsprecher-Marke Golden Ear, war ein Sugden Vollverstärker als einziges Gerät an einem der drei PowerQuests angeschlossen. Thijs Helwegen steckte ausschließlich den Sugden abwechselnd in die drei neuen Stromkonditionierer und man konnte die Unterschiede hören und bewerten. Tolle Sache! Auch die GoldenEar Lautsprecher weckten mein Interesse. Sie sind das erste unter AudioQuest-Regie entwickelte Modell der Marke. Die bisherigen Modelle, die aus der Zeit vor dem Kauf des amerikanischen Herstellers Golden Ear durch AudioQuest stammen, werden ausverkauft und ersetzt. Das teilaktive Konzept, das den Verstärker für die Tieftöner integriert, erlaubt die Kombination mit einem relativ leistungsarmen Verstärker, da dieser ja nur die Mitten und Höhen versorgen muss. Ein Testbericht steht in Aussicht.

 

Einer meiner ersten Besuche galt Werner Obst und seinen von WOD angebotenen Marken: Auffällig nicht nur klanglich, sondern auch optisch wegen der an vielen Details erkennbaren tollen Verarbeitung waren die Lautsprecher Opus vom deutschen Hersteller Cesaro. Die 70 Kilogramm schwere Opus ist mit einem Paarpreis von 40.000 Euro leider kostspielig, macht aber selbst in dem kleinen Raum den Eindruck, ihr Geld wert zu sein. Der aufgesetzt Berrylium Hochtöner sorgt für weiträumige Abstrahlung. Im Gehäuse agiert ein schneller Tieftöner mit Papiermembran und Alnico-Magnet. Bei 98 Dezibel Wirkungsgrad kann man vielleicht bei der Leistung des Verstärkers wieder etwas sparen. Ein Bergmann-Audio-Gelder-Plattenspieler mit seinen praktisch geräuschfreien Teller- und Tonarm-Luftlagern lieferte die Signale. Originell ist die Mini-Version von Cesaros bekanntem Wagner Modell. Ein fein verarbeiteter Klein-Lautsprecher von circa 30 Zenitmeter Höhe, bestückt mit einem Breitbandchassis, für 2100 Euro das Stück. WOD zeigte weitere neue Produkte von ifi-Audio. Besonders erwähnenswert finde ich den Bluetooth-DAC für hochwertige Kopfhörer. Er ersetzt am Hörer das Kabel und sorgt so für Bewegungsfreiheit. Das Paar ifi Go Pod kostet 400 Euro. Eine etwas reduzierte Variante für 200 Euro soll kommen.

 

Hauptberuflich ist der Inhaber von TN-Akustik Frank Kleber Uhrmacher mit eigenen Kreationen, wie er auf dem ersten Foto zeigt. Sein Transkripter-Neo-Platttenspieler mit Koshin-Tonarm im Gehäuse aus Glas ist per Smartapp variabel illuminierbar. Dieses optische und wohl auch akustische Vergnügen kostet relativ bescheidene 5900 Euro. Kontakt: www.tn-akustik.de. Extras, wie die Verzierung mit Brillis, gibt es auf Wunsch auch. Im Zusammenspiel mit den alten Infinity Kappa klang der Transkripter Neo ganz erfreulich.

 

SPL stellte zusammen mit Manger aus. SPL zeigte seine Geräte aus der Professional-Fidelity Linie, die ja von den weltweit angesehenen Profi-Komponenten stark beeinflusst sind und vor allem auch wegen SPLs Voltair-Technologie so gut klingen.

 

Bei Inakustik spielten die kleine Lautsprecher R 1 Arreté von Audiovector aus Dänemark an Primare. Sebastian Fromm zeigte mir das neue Air 2405 Silberkabel, bei dem nun als Innovation gegenüber früheren Serien der Air-Aufbau nicht nur bis zum Splitter sondern konsequent bis zum Stecker geführt ist.

 

AudioTrade zeigte nur einen kleinen Ausschnitt seines umfangreichen Programms, dafür aber mit einer schönen musikalischen Vorführung: Der Pro-Ject Debut Pro ganz in Weiß (White Edition) lieferte die Musik an den Rotel-Streaming-Verstärker RAS-5000 für 3.000 Euro. Die kleinen ATC SCM-7 für 1.380 Euro das Paar auf den Pro-Ject-Tristands für 400 Euro machten daraus beachtlich gute Musik. Übersehen sollte man dabei bestimmt nicht die Thixar Absorber unter den Ständern. Dirk Sommer berichtete hier ja bereites über deren Klangqualitäten. Unten im Rack sorgten ein symmetrischer Plixir-Trenntrafo und ein Plixir-Netzteil für sauberen Strom.

 


Udo Besser, Vertriebschef für diverse Fabrikate und Inhaber von AVM, war an beiden Tagen persönlich anwesend. In einer glänzenden Präsentation – auch das Sideboard trug dazu bei – wechselte die Vorführung zwischen PMC-Lautsprechern und der AVM eigenen B 2.3, die man mit matter Aluminium-Front für einen Paarpreis von 3000 Euro erwerben kann oder für weitere 1000 Euro in der spiegelnden Chrom-Variante bekommt. Sehr neugierig macht mich der Gold-Note-Mediterraneo-X-Plattenspieler, den Udo Besser mir gut gelaunt erklärte. Der riemengetriebene Spieler kostet mit Tonarm 7.500 Euro und reizt mit einem verstellbaren Drehmoment. Das schwere und formschöne Gehäuse ist ein Dreifach-Sandwich aus Alumium, Edelstahl und italienischem Nussbaum. Der Plattenteller wiegt sieben Kilogramm und ist eine Synthese aus Aluminium und POM. Im Display lässt sich nicht nur das Drehmoment ablesen, sondern auch die Anzahl der Betriebsstunden für die Nadel des Tonabnehmers.

 

Der Drei H Vertrieb aus Hamburg zeigte einen kleinen Teil seines umfangreichen Marken-Portfolios unten im Foyer und im Raum 232. Die originell gestalteten Lautsprecher von Lyngdorf machten Musik. Daran sicher maßgeblich beteiligt war der neue Chord Vollverstärker Ultima Integrated, der in meinem Hörraum aktuell zum Test steht und der, soviel vorab, fantastisch klingt und alles, was ich hier bis zu 10.000 Euro – das ist leider sein stolzer Preis – kennenlernte, klanglich in die zweite Reihe versetzt. Zudem bekommt man ein einzigartiges Design. Über ihn wurde in der Vorführung der D/A-Wandler Dave stylisch platziert.

 

Großes „Kino“ bot im Erdgeschoss die Audio Group Denmark mit den noblen Marken Børresen, Ansuz, Aavik und Axxess. An den Börresen M-3 konnten sich Aaviks Topmodelle, der Vollverstärker I-880 und der neue Streamer-Wandler SD-880 entfalten. Die Stromoptimierung und Verkabelung geschah mittels entsprechend hochwertigen Ansuz-Komponenten. Auch bekam man einen Einblick in die in den kostspieligen Lautsprechern verwendeten Bauteile und konnte so deren hohen technisch Entwicklungsstand kennen lernen.

 

Raidho und ScansonicHD präsentierten im gleich großen Raum nebenan abwechselnd Lautsprecher an Elektronik von Moon.

 

In einem der beiden Räume des Berliner Vertrieb Audium fanden sich die Röhrengeräte von Ayon, worüber auch schon Carsten Bussler berichtete, im zweiten die anderen Marken des Vertriebs. Vor allem der polnische Röhrenspezialist Fezz Audio gefällt dank exzellenter Verarbeitung seiner schicken Geräte, die mit teils variabler Ausstattung und verschiedensten Farbgebungen zu fairen Preisen angeboten werden. Der amerikanische Hersteller Nuprime hat sich mit seinen gut klingenden Class-D Konzepten einen Namen geschaffen. Hier sah man unter anderem den nagelneuen AMG-DAC-Vorverstärker, der auf Wunsch jedes Signal vor dem Wandeln ins Analoge zu DSD konvertiert, und die 700kHz Schaltendstufe Nuprime AMG STA mit 2 x 200 Watt und linearem Netzteil und mit einer Kombination aus Class A und Class D Modulen. Die musizierende Kette bestand aus einem Plattenspieler von New Horizon aus Italien, dem Atoll-Vollverstärker IN-400 und dem Phono-Pre-AM-200. Daneben stand im Rack der Streamer Atoll S-300. Die Audium Säulen Comp 9.3 bildeten den klangvollen Abschluss.

 

Bei Sieveking Sound moderierte Jan Sieveking in munterer Manier; Die Anlage, war aus der feinen Elektronik seines Portfolios und den Apertura Edena Evolution zusammengestellt. Die klangen hier ähnlich, wie ich sie vom Test her in Erinnerung hatte. Im zweiten Raum konnte man Hifiman-Kopfhörer ausprobieren, die entweder am EF-600 DAC-Kopfhörerverstärker oder dem neuen netzwerkfähigen Streamer Serenade von Golden Wave angeschlossen waren.


 

In einem der größeren Konferenzräume konnte man die Triangle-Lautsprecher aus der Champagne mit ihren typischen Ein-Spike Basen an Musical Fidelity erleben. Auch der neue Nu-Vista-D/A-Wandler spielte mit.

 

Am dezenten Stand von Supra Cables sorgte sich am späten Samstagnachmittag Inhaber Stefan Eisenhardt, weil derart viel Kabel verkauft waren, dass er fürchtete, am Sonntag kaum noch etwas zeigen zu können. Keine bedauernswerte Situation, finde ich.

 

Eine attraktive Vielfalt sah und hörte man auch im Raum 327. Die Musik spiele bei unserem Besuch gerade aus den Pylon-Jade-20-Lautsprechern. Leider nur sehen konnten wir die kleinen Silberstatic 3-Wege Boxen mit rückseitigem Kalotten-HT. Faszinierend finde ich immer wieder die langen Einpunkt-gelagerten Holztonarme von STUdo, wovon zwei auf dem Tone-Tool-Laufwerk montiert waren.

 

Altmeister der Hifi-Szene Rolf Gemein erklärte die Entstehung seines neuen Stromkabels und führte dann, wieder hinter seinen Symphonic Line Anlage Platz nehmend, seine Belcanto-Lautsprecher vor. Hier gefiel mir die Musik sehr gut.

 

Bei Lake People, Violectric und Iso Acoustics gab es neben den Hörproben mittels Kopfhörer und dem Einblick in die Elektronik den Vergleich von zwei Triangle Lautsprecherpaaren, einmal mit und einmal ohne die IsoAcoustics Gaia Isolatoren.

 

Letzte Fotos machte mein Kollege Finn Gallowsky bei Audio-Offensive von der Anlage mit den Graham Audio LS5/5, dem mächtigen Vitus Audio SIA-030 Vollverstärker mit optionalen Phono- und DAC-Modulen, den Isolatoren von Graphite Audio unter dem Aqua und dem BAT 80i Trioden-Verstärker.

 

Abschließend möchte ich noch einmal meinen Besuch bei Eternatal Arts kurz schildern. Fotos von dieser Präsentation hat ja schon mein Kollege Carsten Bussler am Montag gezeigt. Erwähnen möchte ich Eternal Arts, weil mich diese Präsentation musikalisch am meisten angesprochen hat. Dr. Burkhardt Schwäbe, der in seinem Unternehmen neben dem Hifi-Studio in Hannover-Isernhagen drei ganz herausragende Themen bedient, spielte Musik, die mich emotional berührte. Man kümmert sich bei Eternal Arts erstens um die Restaurierung und den Weiterverkauf hochwertiger klassischer Tonbandmaschinen, zweitens um die Manufaktur der Eternal Arts OTL-Verstärker, allesamt moderne und verfeinerte Geräte auf der Basis der Technologie von Julius Futterman, die dieser in den 1950er Jahren entwickelte, und drittens um den Verkauf und die Herstellung erlesener Masterband-Kopien. Eine neue Kreation hiervon präsentierte er. Verschiedene Interpreten spielen auf dem Tonband, das in 19 cm/s oder 38 cm/s erhältlich ist, Piano solo bekannte Stücke der Beatles. Über die Dipol-Lautsprecher klang das wunderschön. Der Besuch hat sich gelohnt.

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/24-02-08_ndht
  • Social Introtext Hat sich der Besuch gelohnt? Wie so oft bei Audio-Shows in Hotels gab es auch dieses Mal Enttäuschungen und erfreuliche Erlebnisse. Mit dem Veranstalter hat letzteres wenig zu tun, da weder eine Hotelmesse noch ein Forum wie die HighEnd im Münchener MOC gleich gute Raumbedingungen für alle bietet.
Mittwoch, 07 Februar 2024 01:37

Ferrum ERCO DAC Gen 2

Mit der vollständigen Neuprogrammierung der ERCO-Software in Kombination mit entscheidenden Änderungen an der analogen Schaltung führt Ferrum einen neuen, besseren ERCO ein. ERCO Gen 2 wird den Einsteiger-DAC einen Schritt näher an die Leistungsfähigkeit des Flaggschiffs WANDLA heranbringen, und das zu einem Preis von 1.800 Euro.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-07_ferrum_ERCO-Gen-2-Meze-Liric.jpg

Ferrum hat sogar ein Programm für bestehende ERCO-Besitzer entwickelt, mit dem sie ihre Originalgeräte auf die ERCO-Gen-2-Spezifikationen aufrüsten können, in den meisten Fällen sogar ohne zusätzliche Kosten*.
Die vollständige Neuprogrammierung des ursprünglichen ERCO beinhaltet die Implementierung einer komplett neuen Firmware-Struktur und geht weit über ein normales Firmware-Update hinaus. Ferrum hat den aktuellen Code von SERCE verwendet und die Erfahrungen aus der Entwicklung seiner SERCE-Plattform genutzt, um den ursprünglichen ERCO auf ein Niveau zu heben, das dem seines größeren Bruders WANDLA nahe kommt. Der DAC der Einstiegsklasse bringt einen näher an die Musik heran als je zuvor. Der DSP des ERCO Gen 2 ist dem des WANDLA ebenbürtig und bietet unter anderem eine 768-Kilohertz-Unterstützung, DSD512, eine verbesserte DAC-Leistung und den von den Nutzern bevorzugten WANDLA-Digitalfilter.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-07_ferrum_ERCO-Gen-2-HYPSOS.jpg

Nach der Entwicklung des neuen Strom/Spannung-Wandlers für WANDLA hat Ferrum viel Erfahrung gesammelt und viele Entdeckungen in diesem Bereich gemacht. Der in ERCO Gen 2 verwendete ESS-DAC-Chip ist eine kleinere Version (ES9028PRO) als der in WANDLA verwendete (ES9038PRO), aber der ursprüngliche ERCO verwendet einen Strom/Spannung-Wandler im „Vor-WANDLA“-Stil. Der ERCO Gen 2 verfügt über wichtige Aktualisierungen des Strom/Spannung-Wandler-Wandlers, die auf den Erfahrungen mit WANDLA basieren und ihm eine detailliertere und natürlichere, einnehmende Klangsignatur verleihen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-07_ferrum_ERCO-Gen-2-3QR.jpg

Da die digitale Hardware in ERCO der Hardware in Ferrums SERCE-Board sehr ähnlich ist, konnte man den gesamten SERCE-Software-Stack auf ERCO portieren. Das bedeutet, dass sich ERCO Gen 2 genau so verhält, als ob es auf SERCE basieren würde. Ferrum hat den HQ-Apodizing-Digitalfilter hinzugefügt, der auch in WANDLA verfügbar ist und von den derzeitigen WANDLA-Benutzern bevorzugt wird. Ferrun hat die Filter im ESS-Chip umgangen, einschließlich MQA für alle Nicht-MQA-Signale, und die USB-Wiedergabe von 768-Kiloherzt-Signalen implementiert. Darüber hinaus hat man Intermodulations- und Intersample-Verzerrungen reduziert und die Ausgangspegel so angepasst, dass sie dem RED-Book-Standard am Line-Ausgang und der maximalen Ausgangsleistung an den Kopfhörerausgängen entsprechen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-07_ferrum_ERCO-Gen-2-front.jpg

Da Ferrum möchte, dass auch die derzeitigen ERCO-Besitzer von den Verbesserungen der Gen 2 profitieren, hat man dafür gesorgt, dass der ursprüngliche ERCO auf ERCO Gen 2 aufgerüstet werden kann! Der Aufrüstungsprozess umfasst eine vollständige und tiefgreifende Neuprogrammierung und Aufrüstung der Schaltkreise des ERCO auf Gen 2, die von Ferrum-zertifizierten Technikern durchgeführt werden muss. Durch das Upgrade eines ERCO wird dieser DAC der Einstiegsklasse nicht nur auf den neuesten Stand gebracht, sondern bietet auch die gleiche Leistung wie der ERCO Gen 2, der jetzt im Handel erhältlich ist. Nach der Aufrüstung wird sogar der ursprüngliche ERCO ähnlich leistungsfähig sein wie Ferrums Flaggschiff, der D/A-Wandler WANDLA.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-07_ferrum_ERCO-Gen-2-back.jpg

Um auf Gen 2 aufgerüstet zu werden, müssen die ERCO-Geräte an den lokalen Distributor oder an den europäischen Hauptsitz von Ferrum geschickt werden. Die Besitzer erhalten Anweisungen, wohin sie ihren ERCO schicken müssen, nachdem sie das Upgrade online unter www.ferrum.audio beantragt haben. Wenn der ERCO nach dem 1. Juli gekauft wurde, wird das Upgrade ohne zusätzliche Kosten durchgeführt, mit Ausnahme der Kosten für den einfachen Versand und die Bearbeitung. Ferrum sendet den Besitzern ihre aktualisierten ERCO kostenlos zurück. Der empfohlene Preis für das Upgrade für ERCOs, die vor dem 1. Juli 2023 gekauft wurden, beträgt 195 Euro.mWeitere Informationen unter www.ferrum.audio

Das Upgrade des ursprünglichen ERCO auf ERCO Gen 2 umfasst:

  • Firmware auf Basis der SERCE-Softwarearchitektur
  • Verbesserung der Strom/Spannung-Wandler-Stufe
  • Unterstützung von 768 Kilohertz (nur USB)
  • Hinzufügung der DSD512-Wiedergabe
  • DSP aktualisiert (genau wie in WANDLA): ESS-Filter durch HQ-Apodizing-Filter ersetzt, Deaktivierung der First-Stage-Filter für hohe Abtastraten (≥352,8 kHz)
  • verbesserte DAC-Chip-Konfiguration
  • Änderungen gegenüber der Firmware v1.0.3 des ursprünglichen ERCO:
  • Anpassung des Signalpegels an RED BOOK (2V unsymmetrisch / 4V symmetrisch. RMS)
  • reduzierte Intermodulationsverzerrung für Full-Scale-Signale
Herstellerangaben
Ferrum ERCO Gen 2
  • Kopfhörer-Verstärkung symmetrisch -5,8 dB, +6 dB, +17,8 dB; unsymmetrisch -11,8 dB, 0 dB, +11,8 dB
  • Betrieb vollsymmetrischer, proprietärer IC-Leistungsverstärker
  • Stromeingänge: 5,5/2,5-mm-Gleichstromanschluss, Mitte positiv; proprietärer 4-poliger FPL-Gleichstromanschluss (FPL)
  • Analoge Eingänge: Cinch (Red Book-Pegel 2 V RMS empfohlen; PRO-Pegel unterstützt)
  • Digitale Eingänge: USB-C (MQA, bis PCM 32-bit/768kHz, DSD512, DoP256); S/PDIF koaxial (MQA, bis PCM 24-bit/192 kHz, DoP64); S/PDIF optisch (MQA, bis PCM 24-bit/96 kHz garantiert, bis PCM 24-bit/192 kHz und DoP64 abhängig vom optischen Kabel und Sender)
  • DAC-Chip: ESS Sabre ES9028PRO
  • PCM-Abtastraten 44,1 / 48 / 88,2 / 96 / 176,4 / 192 / 352,8 / 384 / 705,6 / 768 kHz
  • DSD-Abtastraten 2,8224 / 3,072 / 5,6448 / 6,144 / 11,2896 / 12288 / 22.5792 / 24.576 MHz
  • MQA Decoder und Renderer (USB, OPTO und COAX)
  • Kopfhörerausgänge symmetrisch 4,4mm Pentaconn; unsymmetrisch 6,35 mm Klinke
  • Line-Ausgänge: XLR (4V RMS symmetrisch); Cinch(2V RMS unsymmetrisch)
  • Lautstärkeregler: analog mit Bypass-Option Für Line-Ausgänge)
  • Frequenzgang: 10Hz - 30kHz (±0,05dB); 10Hz - 200kHz (±1dB)
  • Ausgangsleistung 300mW an 300Ω; 1,7W an 50Ω unsymmetrisch; 1,2W an 300Ω; 6,1W an 50Ω symmetrisch
  • THD am Ausgang: < 0,00018% / -115dB, 1mW an 16Ω, < 0,00018% / -115dB, 100mW an 16Ω symmetrisch; < 0,00032% / -110dB, 1 mW an 16Ω, < 0,00057% / -105dB, 100 mW an 16 Ω unsymmetrisch
  • Dynamikbereich analog 129dB (A-bewertet)
  • Dynamikbereich digital 117dB (A-bewertet)
  • Eingangsimpedanz: 47 kΩ
  • Ausgangsimpedanz: 22Ω unsymmetrisch; 4Ω symmetrisch
  • Ausgangsimp. Kopfhörer: < 0,3Ω
  • Leistungsaufnahm: <15W im Leerlauf
  • Netzadapter: 100-240V Wechselstrom auf 22-30V Gleichstrom
  • Abmessungen (B/T/H): 21,7/20,6/5cm
  • Gewicht: 1,8kg
  • Preis: 1.800 Euro

Vertrieb
HEM Electronics Marcin Hamerla
Anschrift Aleje Jerozolimskie 475
05-800 Pruszków
Poland
Telefon +48 22 823 7238
E-Mail info@hem-e.com
Web ferrum.audio

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/24-02-07_ferrum
Dienstag, 06 Februar 2024 00:01

Der neue Børresen X1

Børresen bringt den Standlautsprecher Børresen X1 auf den Markt. Dieser Zwei-Wege-Lautsprecher ist das kleinste Modell der X-Serie. Die X1 markiert den Einstieg in das Børresen-Lautsprecheruniversum und ist ein Beweis für die Überzeugung von Chefdesigner Michael Børresen, dass „jeder diese Art von emotionalen musikalischen Momenten verdient“.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-06_borresen_BoerresenX1_TwoSpeakers_OnStand_FrontSkewed-Front_Hardlit_Total-min.jpg

Die X1 mit ihrem kompakten Design macht keine Kompromisse bei Qualität und herausragender Musikalität. Die Børresen X1 ist das jüngste Mitglied der preisgekrönten X-Serie, die für ihre außergewöhnliche Klangwiedergabe und ihre markante Ästhetik bekannt ist, und richtet sich an Liebhaber von außergewöhnlich gestalteten Standlautsprechern. Mit ihrem schlanken, kompakten Profil verspricht die X1 ein unvergleichliches Klangerlebnis und fügt sich nahtlos in jede Wohnumgebung ein. Der Børresen X1 führt das Erbe der X-Serie fort und verfügt über dieselben bemerkenswerten Technologien, die alle Lautsprecher der X-Serie auszeichnen, und verkörpert so die Markenphilosophie der Präzisionstechnik und Audio-Innovationen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-06_borresen_BoerresenX1_TwoSpeakers_SpeakerOnly_OnTable_Front-Back_Skewed_Total_HD-min.jpg

Das Herzstück der Børresen X1 ist eine Mischung aus Spitzentechnologien, die von den hochgelobten M-, O- und Z-Lautsprecherserien übernommen und sorgfältig in die neuen X1-Lautsprecher integriert wurden, um ein authentisches und absolut natürliches Musikerlebnis zu ermöglichen. Die kompakte Größe des Lautsprechers täuscht über seine außergewöhnliche Leistung hinweg, denn er enthält den exklusiven Børresen X-Series Bändchenhochtöner und einen 4,5-Zoll-Lautsprecher der Børresen X-Series, die zusammen für ein reiches, detailliertes und dynamisches Klangbild sorgen.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-06_borresen_BoerresenX1_OneSpeaker_Side_Total_MOBILE-min.jpg

Der Ständer des X1-Lautsprechers ist mit einem klaren ästhetischen Bezug zu Designelementen von Børresens Schwesterfirma Aavik gestaltet. Der Ständer und der Fuß des X1-Lautsprechers bestehen aus einem Verbundwerkstoff auf natürlicher Basis, um eine Resonanzkontrolle zu gewährleisten, die den Designprinzipien von Børresen kompromisslos treu bleibt.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-06_borresen_BoerresenX1_OneSpeaker_Tweeter-Membrane_Skewed_Close_HD-min.jpg

„Die X1 ist ein Beweis für unser Bestreben, die Grenzen der Audioqualität immer weiter zu verschieben: Wir haben einen kompakten Lautsprecher entwickelt, der keine Kompromisse macht, wenn es darum geht, ein immersives und emotionales Musikerlebnis zu liefern", sagt Michael Børresen. Im Einklang mit Børresens Engagement für ein raffiniertes Klangerlebnis verkörpert die X1 eine Kombination aus Handwerkskunst, künstlerischem Stil und Innovation und bietet Musikliebhabern, die Standlautsprecher bevorzugen, einen Einstieg in das unvergleichliche Klanguniversum der Børresen-Lautsprecher. Der neue X1 wird ab März in schwarzem oder weißem Klavierlack erhältlich sein

Herstellerangaben
Børresen X1
  • Abmessungen (H/B/T): 42,0/20,0/39,0cm (Lautsprecher); 71,0/29,5/39,0cm (Standfuß)
  • Gewicht Lautsprecher: 12,9kg (Lautsprecher); 10,8kg (Standfuß)
  • Frequenzgang: 50Hz - 50kHz
  • Wirkungsgrad: 86dB / 1W
  • Impedanz: >6 Ohm
  • Empf. Verstärkerleistung: 50W
  • Bestückung: 1 x Børresen X-Serie-Bändchen-Hochtöner; 1 x Børresen Tief-/Mitteltöner 4,5 Zoll
  • Ausführungen: schwarzer oder weißer Klavierlack (Lautsprecher); schwarz (Ständer)
  • Preis: 5.000 Euro (Lautsprecher); 1.000 Euro (Standfuß)

Hersteller
Audio Group Denmark
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web audiogroupdenmark.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/24-02-06_borresen
Montag, 05 Februar 2024 00:01

Norddeutsche HiFi-Tage 2024

Zum zweiten Mal wurden die Norddeutschen HiFi-Tage im Steigenberger Hotel Treudelberg in Hamburgs Nordosten ausgerichtet. Nach dem Debut dieser Lokation im letzten Jahr mit 157 Ausstellern, fanden 2024 sogar 200 Vertriebe und Hersteller den Weg in diesen hübschen und nach meinem Dafürhalten bestens geeigneten Veranstaltungsort.

Samstagmorgen, acht Grad Celsius, grauer Himmel, Nieselregen. Hamburger Schmuddelwetter, alles wie immer also. Ich habe diesen Einleitungssatz doch glatt aus dem Vorjahresbericht übernommen und eigentlich nur die Temperatur anpassen müssen. Klimawandel hin oder her, auf Hamburg ist in dieser Hinsicht Verlass. Auch die Anreise mit dem Auto war verkehrstechnisch wieder einigermaßen entspannt, von Bauerndemos und Trecker-Korsos wie von mir befürchtet weit und breit keine Spur. Und selbst auf dem Veranstaltungsgelände waren offenbar noch freie Parkplätze zu ergattern, doch ich hatte mir schon im Vorwege einen Geheimtipp ausbaldowert, den ich auch zu nutzen gedachte. Im letzten Jahr hatte ich meinen etwas zu kreativ gewählten Parkplatz doch glatt mit einem dreistelligen Bußgeld bezahlt, im wahrsten Sinne des Wortes. Selbst schuld.

Der Eintritt zur Messe war wie immer frei, und in der Lobby angekommen schnappte ich mir zunächst eins der ausliegenden Raumplan-Heftchen, um mich erst einmal zu orientieren. Die allgemeine Organisation schien mir wieder sehr gelungen, Garderobe, Wegweiser, Service und Freundlichkeit des Hotelpersonals, das alles war doch sehr einladend. Mein erster Eindruck war, dass sich dieses Jahr nicht ganz so viele Besucher durch die Gänge und Räume der Aussteller zu drängeln schienen wie im Vorjahr, was ich persönlich mit Blick auf meinen Berichterstattungsauftrag als angenehm empfand. Crowding sucks. Beim Schlendern durch die Gänge der drei Veranstaltungsebenen fiel mir allerdings auf, dass sich das Besucherverhältnis zwischen Männern und Frauen noch weiter zu Ungunsten der weiblichen Fraktion verschoben zu haben schien, scheinbar ist HiFi doch eher ein Männerhobby. Bliebe ich jetzt politisch korrekt, würde ich auch die „diversen“ Besucher anführen, die jedoch nicht als solche zu erkennen waren.

Insgesamt war die Stimmung sowohl bei Besuchern, als auch bei Austellern sehr positiv, wie ich in vielen Gesprächen erfahren habe. Jedenfalls verriet mir mein trockener Mund im Laufe des Nachmittags, dass ich vielleicht mal mehr – Musik? – hören und weniger sabbeln sollte. Die meisten Aussteller der vergangenen Jahre waren wieder vertreten, man kennt sie ja als regelmäßiger Besucher, die üblichen Verdächtigen. Aber ich mache mich immer gerne auf die Pirsch, um interessante Newcomer zu entdecken und neue, spannende Gerätschaften, natürlich auch gerne abseits vom Mainstream. Allerdings wird zu meinem Bedauern die beinharte Fraktion der Hersteller von Kleinleistungstrioden und Hochwirkungsgrad-Lautsprechern scheinbar immer überschaubarer, das ist übrigens ein allgemeiner Trend, den ich nicht nur an diesem Event festmachen möchte. Zeit also, die Scheuklappen abzulegen und mal etwas über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, und tatsächlich wurde ich hier und da fündig!

Gleich am Samstagvormittag blieb ich eine ganze Weile im Raum 250 bei den NDHT-Debütanten Storgaard & Vestskov aus dem auf der dänischen Insel Bornholm gelegenen Örtchen Rønne hängen. Diese junge Firma stellte ihre beiden Lautsprecher „Frida“ und „Gro“ vor, von denen gerade der kleinere Zweiweger spielte und mich nachhaltig begeisterte. Frida klang äußerst lebendig und die Musik löste sich sehr gut von den Lautsprechern, die akustisch quasi unsichtbar wurden. Sie spielten sehr klar und neutral, mit erstaunlich kräftigen, schön konturieren und knorrigen Bässen. Meine Frage, ob irgendwo ein versteckter Subwoofer Unterstützung leisten würden, wurde verneint, und wie jeder weiß: Dänen lügen nicht! Sehr beeindruckend, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die umfunktionierten Hotelzimmer ohnehin schwierige akustische Bedingungen bieten.

Natürlich war auch ein Besuch bei EternalArts obligatorisch. Kürzlich hatte ich ja das Vergnügen, den technisch besonderen EternalArts OTL Mk III Stereo testen zu dürfen, der ohne Ausgangsübertrager daherkommt. Zu den NDHT 2024 hatte Dr. Burkhardt Schwäbe diese Endstufe auch wieder mitgebracht, die auch in diesem Umfeld klanglich sehr überzeugend aufspielte, was für mich keine Überraschung war. Vorgeführt wurde mit Musik von der Bandmaschine und Dr. Schwäbe persönlich erläuterte dem Auditorium vor jedem Stück, welche Musiker an welchen Instrumenten jetzt als nächstes spielen würden. Das nenne ich mal liebevolle Fürsorge durch den Chef persönlich! Und für mich war dies eine willkommene Gelegenheit, endlich mit Dr. Schwäbe persönlich plaudern zu können anstatt wie bisher nur fernmündlich.

Fast gegenüber war Uwe Heile von der Audio Offensive (Hifistudio Falkensee) anzutreffen mit Marken wie Vitus Audio, Acoustic Quality (Aqua), BAT, Graham Audio, Oephi oder NEO High End. Die Performance insbesondere des großen LS5/5f Monitor Lautsprechersystems mit seinen mechanischen Diffraktionsfiltern, sprich: mit teilabgedeckten Chassis, war für mich beeindruckend. Derartige Beugespalte können das Abstrahlverhalten größerer Chassis verbessern, gleichwohl hatte ich den Eindruck, der eine oder andere Besucher hätte die Chassis adhoc gerne mit einer kleinen Stichsäge komplett freigelegt. Aber vielleicht habe ich die aufgeschnappten Gesprächsfetzen auch nur falsch interpretiert. Die vorgeführte Rockmusik kam jedenfalls auch bei sehr hohen Vorführlautstärken blitzsauber und nie anstrengend rüber, für mich war das eine der besten Performances auf den NDHT 2024.

Wieder spannend zu erleben und aufgrund des außergewöhnlichen Konzepts erwähnenswert sind die Schallwände von Symann Soundboards. Der Klavier- und Cembalobaumeister Michael Symann aus Ostwestfalen hat diese „Soundboards“ in Anlehnung an den Resonanzboden eines Klavierflügels entwickelt. Für mich ist ihr ganzheitlicher, involvierender und natürlicher Klang eine echte Bereicherung der Szene. Ich finde es immer schön, wenn Fachleute ausgetretene Pfade verlassen und mit technischen neuen Ansätzen völlig neue Akzente setzen, die meinen persönlichen klanglichen Horizont erweitern, jedenfalls war die Vorführung unglaublich spannend und angenehm in der Gesamtcharakteristik.

Auch der kreative Kopf Andrejs Staltmanis (Staltmanis LAB) war erneut vertreten. Er hatte wieder seinen Reibrad-Plattenspieler Reed Muse 1C mit lasergesteuertem Linear-Tonarm Reed Model 5T im Gepäck, den ich ja schon vor einiger Zeit bei mir zu Hause für einen Test zu Gast hatte. Die Gesamtperformance des vorgestellten Setups war sehr überzeugend und das ausgeprägte Besucherinteresse insbesondere am technisch außergewöhnlichen Plattenspieler augenfällig. Offen gestanden hatte ich gehofft, er hätte seine fetten Retro-Hörner aus dem vergangenen Jahr wieder mitgebracht, gleichwohl war die musikalische Darbietung in diesem Jahr noch reifer. Für mich ebenfalls ein klares Highlight der NDHT 2024.

Ein weiterer Höhepunkt war für mich der brandneue Lautsprecher „Menhir A“ von Dynamikks!, den Entwickler Ulf Moning mitgebracht hatte und der noch nicht einmal auf der Herstellerwebseite zu finden ist. Dabei handelt es sich um einen extrem aufwändigen Dipolstrahler mit Koaxialtreiber aus Papier-/Karbonfasermembran für den Bass-/Mitteltonbereich, angetrieben durch zwölf extrastarke Neodymmagneten. Das Hochtonhorn kommt in Druckkammertechnik daher und rückseitig agiert zusätzlich ein Air Motion Transformer. Im Bassbereich werkeln zwei Zwölfzöller. Pfiffigerweise stellte Ulf Moning für den linken und rechten Kanal jeweils eine andere Farboption vor, der Paarpreis liegt bei 29000 Euro. Stilecht wurden die neuen Lautsprecher mit einem fetten UM Labs Röhrenverstärker mit EL156 Endröhre angetrieben. Offen gestanden sorgte die musikalische Darbietung dieses Setups bei mir für Gänsehaut pur und das Herz des Röhren-Maniacs in mir schlug gleich ein paar Schläge schneller.

Abschließend gibt es von mir wieder ein dickes Lob für die Aussteller, die Organisatoren sowie das Steigenberger Hotel Treudelberg, das den letztjährigen positiven Eindruck als Veranstaltungsort bestätigt hat. Alle haben sich sehr viel Mühe gegeben, Corona als einschränkender Faktor ist vorüber, die Normalität gefühlt wieder zurück. Dieses Event war selbst für mich als HiFi-Redakteur alles andere als ein Pflichttermin, sondern viel mehr ein kurzweiliges und willkommenes Event in der grauen Winterzeit und ich weiß jetzt schon, dass ich nächstes Jahr gerne wiederkomme.

Natürlich dürfen direkte Impressionen nicht fehlen, here we go:

 

Weitere Informationen

  • Imagefolder events/24-02-05_ndht
  • Social Introtext Zum zweiten Mal wurden die Norddeutschen HiFi-Tage im Steigenberger Hotel Treudelberg in Hamburgs Nordosten ausgerichtet. Nach dem Debut dieser Lokation im letzten Jahr mit 157 Ausstellern, fanden 2024 sogar 200 Vertriebe und Hersteller den Weg in diesen hübschen und nach meinem Dafürhalten bestens geeigneten Veranstaltungsort.
Freitag, 02 Februar 2024 09:00

Phonar Veritas P9.2 SE

Eher dem Kenner als dem breiten Publikum ist die norddeutsche Lautsprecher-Manufaktur Phonar ein Begriff oder sogar ein Inbegriff für viel Musik zu sehr fairem Preis. Dies gilt auch für die wohnraumfreundliche Standbox Veritas P9.2 SE, die zur Top-Linie der Modelle aus Tarp gehört. Der Blick auf das Preisschild überrascht und erfreut auch hier.

Es waren nur noch wenige Tage bis Weihnachten, als die Palette mit dem Paar Phonar Veritas P9.2 SE in schwarzem Klavierlack vom Spediteur vor meinem Haus abgestellt wurde. Der Plan war, die Lautsprecher in meinem Hörraum in der oberen Etage zu testen. Denn in meiner großen Anlage im Erdgeschoss stehen die Triangle Grand Concert mit ihren 100 Kilo pro Stück unverrückbar an ihrem Platz. Eine jede der verpackten P9.2 SE wiegt auch ihre stattlichen 40 Kilo, was an diesem Tag zu meiner Entscheidung führte, die Phonar erst einmal im Hörraum unten einfach vor der Triangle aufzustellen und sie in den kommenden Tagen wohl überwiegend mit weihnachtlicher Musik einzuspielen.

Die symmetrische Anordnung der fünf Chassis mit dem zentralen Hochtöner entspricht dem d'Appolito-Konzept
Die symmetrische Anordnung der fünf Chassis mit dem zentralen Hochtöner entspricht dem d'Appolito-Konzept

Dazu gesellte ich meinen neuen Soulnote A2 Vollverstärker, der seinerseits auch noch ein paar Einspielstunden vertragen konnte. Es ergab sich ein Abstand zwischen den beiden Veritas von gerade mal zwei Metern und auch eine annähernd gleiche Entfernung zum üblichen Hörplatz in der ersten Sitzreihe. Karsten Grämkow, mein Ansprechpartner bei Phonar, hatte die Lautsprecher im Werk bereits zwei Tage einspielen lassen, was laut der beiliegenden, ausführlichen Bedienungsanleitung auch der empfohlenen Mindesteinspielzeit entspricht. Mein Wunsch war, ein Lautsprecherkabel von Wireworld dazu zur Verfügung gestellt zu bekommen, und zwar sollte es das Equinox 8 sein, weil ich dies mit seinem Preis von 850 Euro für drei Stereo-Meter hinsichtlich des Paarpreises der Veritas SE von 7600 Euro angemessen fand. Dies war jedoch gerade nicht am Lager und so packte Karsten Grämkow ein Paar Wireworld Helicon16 OCC-7N mit auf die Palette, ein Kabel, für das gerade mal 280 Euro zu bezahlen sind. Das von mir gewünschte Equinox 8 sollte nachgeliefert werden. Die LS-Kabel waren leider nagelneu und nicht eingespielt, was auch zu hören war: der Bass anfangs leicht polternd, die Höhen leicht stählern. Das kennt man und übt sich in Geduld, in diesem Fall nicht lange. Nach wenigen Stunden hatte das Klangbild bereits ein hohes Maß an Homogenität erreicht, und ich war bei der ersten konzentrierten Hörprobe doch etwas überrascht von dem, was das Gespann aus Soulnote A2 und Veritas P9.2 SE klanglich auf die Beine stellte.

Mit ihrer Frontverkleidung aus schwarzem Akustikgewebe wirkt die Veritas eher dezent im Wohnraum, wozu auch die Feinheiten der Formgebung beitragen
Mit ihrer Frontverkleidung aus schwarzem Akustikgewebe wirkt die Veritas eher dezent im Wohnraum, wozu auch die Feinheiten der Formgebung beitragen


Trotz der kurzen Distanzen klang die Musik völlig losgelöst von den Lautsprechern. Noch frappierender empfand ich die Darstellung der imaginären Bühne, weil sie sich erfreulich in die Tiefe erstreckte, in der Breite deutlich über die Boxen hinausging und zudem und, das ist das Wichtigere, nicht sphärisch den Raum füllte, sondern die Instrumente und Stimmen gestaffelt und standfest ordnete. Die Musik gefiel mir so, wie gesagt, es war erst einmal Weihnachtsmusik und noch keines der üblichen Teststücke. Dennoch störte mich nach einiger Zeit doch die Intensität der oberen Tonlage und ich machte von einem der möglichen Justage-Features, die ein Phonar-SE-Lautsprecher bietet, Gebrauch: Auf dem Bi-Wiring-Anschluss-Panel sind vier schwarze Kontakte auf der einen Seite und vier rote Kontakte auf der anderen Seite zugänglich, in denen jeweils ein Jumper umgesteckt werden kann. Die rote Reihe sorgt bei der Verbindung der beiden mittleren Kontakte durch den Jumper für einen gleichmäßigen Hochtonfrequenzgang im Sinne der werksseitigen Abstimmung, bei der Kontakt-Kombination der oberen zwei für eine Anhebung um 1,5 Dezibel und bei der Verbindung der unteren Kontakte für eine Absenkung der Höhen um 1,5 Dezibel.

Das hochwertige, mit WBT-Polklemmen bestückte Anschlussterminal erlaubt Bi-Wiring, Bi-Amping und eine Feinanpassung der Mitteltöner wie auch der Hochton-Kalotte
Das hochwertige, mit WBT-Polklemmen bestückte Anschlussterminal erlaubt Bi-Wiring, Bi-Amping und eine Feinanpassung der Mitteltöner wie auch der Hochton-Kalotte

Letztere probierte ich aus und war nun sehr zufrieden mit der tonalen Balance unter meinen Hörbedingungen. Auch unter der Weihnachtsmusik fand ich audiophil ansprechende Musik, wie zum Beispiel verschiedene Aufnahmen von Händels Messiah Oratorium, die die Veritas nicht nur räumlich groß, sondern auch detailreich und mit authentischen Klangfarben widergab. Auf Wunsch der Familie war der Hörpegel oft leise; Das tat den positiven Eigenschaften der P9.2 SE keinen Abbruch. Das Klangbild blieb auch in Flüster-Lautstärke räumlich gestaffelt und voll, auch was die tiefen Tonlagen anbelangt. Die optionale Mittelton-Korrektur ist mit den Werten plus 0,5 Dezibel oder minus 1,5 Dezibel beschrieben. Hier war in meinem Raum aber keine Änderung des werksseitig vorgegebenen Wertes sinnvoll und so beließ ich diesen Jumper da, wo er war. Das doppelte Anschlusspanel der Veritas-Modelle ist mit hochwertigen Polklemmen von WBT zur Aufnahme der üblichen Bananas, Gabelschuhe oder blanken Kabelenden ausgestattet. Zum Lieferumfang gehört eine hochwertige Kabel-Verbindung, wenn der Lautsprecher, wie auch hier im Test, nicht im Bi-Wiring oder Bi-Amping betrieben wird. Die Veritas gibt es in einer Next- und einer SE-Version, die eine aufwändige Detail-Optimierung Next darstell. Hier hat man, so darf man vielleicht sagen, den Rotstift beiseite gelegt. Besonderes Merkmal der beiden Veritas SE-Modelle ist der seit Jahren bestens beleumundete 26-Millimeter-Hochtöner R3004 aus der Illuminator-Reihe von Scan Speak, der mit seinem starken Antrieb und patentierten zentralem Kegel-Aufsatz eine hohe Phasen-Stabilität verspricht und so bestens zu dem d´Appolito-Konzept der 9er und 10er Veritas passt. Er ist auf der Front der P9.2 SE in einer Höhe von etwa 75 Zentimetern eingebaut und wird nach oben wie unten von je einen 100-Millimeter-Mitteltöner sowie 160-Millimeter-Tieftöner flankiert. Diese vier Lautsprecher stammen aus dem Hause Peerless und sind identisch mit denen in den Next-Modellen. Die Chassis sind nahe zueinander montiert wie es die d´Appolito Konfiguration erfordert, um die ihr eigene homogene Abstrahlung zu ermöglichen. Mittel- und Tieftöner besitzen konkave Staubschutzkalotten. Die Veritas P9.2 SE ist nach dem Bassreflex-Prinzip konstruiert und besitzt rückseitig zwei Ventilier-Öffnungen, die 63 Zentimeter voneinander, etwas oberhalb des Anschluss-Terminals und 16 Zentimeter unterhalb des oberen Gehäuse-Abschlusses angeordnet sind. In beiden Ventilier-Rohren aus Kunststoff stecken Dämpfungs-Zylinder aus Schaumstoff, die man einzeln oder zusammen entfernen darf, um auf diese Weise den Bass-Charakter an seinen Hörraum zu anpassen. Ich habe sie erst einmal drin gelassen, weil das Klangbild mir so absolut zusagte, ja sogar mehr als erwartet ansprach, weil die Phonar trotz oder dank – das gilt es noch zu überprüfen – der sehr freien Aufstellung im Raum durch ihre emotional packende Musikalität überzeugte.

Die obere der beiden Ventilier-Öffnungen des Bassreflex-Designs
Die obere der beiden Ventilier-Öffnungen des Bassreflex-Designs

Eine entscheidende Veränderung gegenüber dem Next-Basismodell stellt bei der P9.2 SE laut Phonar die Optimierung der Frequenzweiche dar. Hier wurde die Güte des Hochtonbereichs verbessert, und dem Bass spendierte Phonar-Entwickler Gerd Lommersum besonders widerstandsarme Bassspulen, die zum sauberen Impulsverhalten in Tief- und Grundtonbereich entscheidend beitragen. Die Tieftöner lässt er bis zur Trennfrequenz von 280 Hertz arbeiten. Dort werden Tief- und Mitteltöner mit einer Flankensteilheit von beidseitig zwölf Dezibel voneinander entkoppelt. Die Übergangsfrequenz zum Scan Speak Illuminator liegt bei 2700 Hertz. Hier erfolgt die akustische Trennung steilflankiger mit 18 Dezibel in beide Richtungen. Die Veritas P9.2 SE gibt es in den Gehäuse-Ausführungen Wallnuss, hochglänzendem Weiß oder Schwarz und gegen Aufpreis in einer RAL-Farbe nach Wunsch. Der 110 Zentimeter hohe Lautsprecher steht auf Spikes aus massivem Aluminium, die per Feingewinde in über die Seiten der Gehäuse hinausragenden schwarz eloxierten Traversen aus Aluminium eingeschraubt werden und in der Höhe justierbar sind, um, wie in meinem Falle auf Fliesen platziert, Unebenheiten ausgleichen zu können. Die Traversen sind bei den SE-Modellen im Lieferumfang enthalten, bei den Next-Standard-Modellen kann man sie für ein paar 100 Euro separat erwerben. Das formschöne Gehäuse ist leicht nach hinten geneigt, was nicht allein der Optik, sondern besonders der Laufzeit-Optimierung der fünf Chassis zueinander dient. Das Gehäuse ist am Übergang von der Front zu den Seiten deutlich angefast. Diese Fasung wird nach oben und unten großflächiger, wodurch das Gehäuse, je nach Blickwinkel, leicht gerundet wirkt. Die mitgelieferte Frontbespannung kann auf Wunsch die Chassis verbergen. Nimmt man sie ab, fallen die vier aus der Front ragenden schwarz eloxierten Befestigungsstifte nicht auf. An der Verarbeitung dieser Lautsprecher finde ich keinerlei Makel.

Die Befestigungsstifte für die Frontabdeckung sind clever und fast unsichtbar in die Körbe der Basschassis integriert
Die Befestigungsstifte für die Frontabdeckung sind clever und fast unsichtbar in die Körbe der Basschassis integriert


Inzwischen habe ich die Veritas P9.2 SE mit üblicher Musik kennengelernt und bleibe bei meiner positiven Einschätzung, möchte aber nun wissen, welchen Beitrag der Soulnote A2 bislang an diesem Hörvergnügen hat. Also schloss ich statt seiner die Kombination aus Audio-gd Röhrenvorstufe und Spectral DMA-100 Endstufe an. Schnell zeigte sich, dass der Klangeindruck der Phonar Veritas hierdurch nicht erheblich verändert war. Die eindrucksvolle räumliche Ordnung vergrößerte sich sogar noch um eine Kleinigkeit, weil die imaginäre Bühne sich weiter nach hinten öffnete, nach wie vor konturiert und geordnet. Allerdings blieb die ansprechende Vordergründigkeit und die Lebendigkeit in der Darstellung, die im Zusammenspiel mit dem A2 zum Musikgenuss doch erheblich beitrug, etwas auf der Strecke. Dadurch geriet das Musikerlebnis jetzt etwas weniger packend und ja, für meinen Geschmack etwas zu laid back. Das bedeutet, dass die Veritas P9.2 SE ihren musikalischen Charakter auch hier erfreulicherweise hörbar macht, man sich bei der Auswahl des Verstärkers aber doch etwas Mühe machen sollte, um für den persönlichen Hörgeschmack die ideale Kombination zu finden, wie es bei allen hochwertigen Lautsprechern sinnvoll ist.

Der Unterbau des Veritas-Gehäuses besteht bei der P9.2SE aus zwei Traversen und Spikes, die in der Höhe verstellbar sind und durch die Gewindescheibe arretiert werden, sobald die Justierung stimmt. Für empfindliche Fußböden gehören zudem Unterlegscheiben für die spitzen Spikes zum Lieferumfang
Der Unterbau des Veritas-Gehäuses besteht bei der P9.2SE aus zwei Traversen und Spikes, die in der Höhe verstellbar sind und durch die Gewindescheibe arretiert werden, sobald die Justierung stimmt. Für empfindliche Fußböden gehören zudem Unterlegscheiben für die spitzen Spikes zum Lieferumfang

Jetzt gilt es, die Veritas ins obere Stockwerk zu transportieren und mit nun praxisgerechter Aufstellung ein wenig zu experimentieren. Mit etwa sechzig Zentimetern Abstand jeweils zur Rückwand und zum benachbarten Möbelstück fand ich eine Platzierung, wie sie in vielen Wohnräumen ähnlich realisierbar sein dürfte. Zwischen den nun gut drei Meter voneinander entfernten Veritas waren die Audiokomponenten auf Ikea-Tischen platziert. Weil sonst auch meist vorteilhaft, habe ich die Veritas P9.2 SE leicht zum knapp vier Meter entfernten Hörplatz angewinkelt. Zuvor probierte ich mehrere Standplätze im Hörraum, die weniger dicht an der Wand waren. Daraus ergab sich stets ein geringerer Hörabstand. Zwar klang die Veritas in jeder Aufstellung gut und hätte auch dort bleiben können, aber die Bühnengröße und die Stereoperspektive waren in meinem Hörraum mit den 60 Zentimetern Abstand vor der Wand am gefälligsten. Wenn ich dann die Schaumstoff-Pfropfen aus den Ventilier-Kanälen nahm, intensivierte sich der obere Tiefbass, was bei einigen Musikstücken ganz passend schien, bei anderen etwas zu dick aufgetragen wirkte. Auch hier ist die Feinabstimmung eine Frage von persönlichen Präferenzen. Den Jumper für die Hochton-Korrektur hatte ich übrigens wieder in die Linear-Position gesteckt, was zu den Hörbedingungen jetzt gut passte. Weil das preisgünstige Wireworld Helicon16 OCC-7N mir so ausnehmend gut gefallen hatte, kam es auch hier zuerst zum Einsatz. Natürlich wollte ich erfahren, ob das von mir gewünschte Wireworld Equinox 8 noch mehr konnte. Und so war es dann auch. Das Equinox verlieh der Wiedergabe mehr Luft und Leichtigkeit und förderte in passender Manier die Energie im Bass. Insgesamt diente das Equinox 8 noch mehr dem musikalischen Fluss und brachte das Klangerlebnis näher. Das günstige Wireworld Helicon16 OCC-7N halte ich aber für einen ganz heißen Tipp, wenn man nicht so tief ins Portmonee greifen will. Der Soulnote A2 diente als Spielpartner und als Tonquelle wählte ich mal CDs, mal Files vom Oladra-Server über die Bridge des PS Audio-DACs. Die Kette insgesamt klang auf Anhieb sehr stimmig und auch besser als im Hörraum unten. Allein die räumlichen Begebenheiten – es stand kein weiterer Lautsprecher im Raum – machten bei der Präzision im Tiefton einen imponierenden Unterschied. Schon jetzt ließ sich feststellen, dass die Veritas ihrem Namen gerecht wird, dicht an der Wahrheit spielt und mit Effekthascherei nichts zu tun haben will.

Erheblich zur begeisternd homogenen Darstellung dürfte die Anordnung der fünf Lautsprecher beitragen
Erheblich zur begeisternd homogenen Darstellung dürfte die Anordnung der fünf Lautsprecher beitragen

So ein Lautsprecher ist auch für verwöhnte Tester-Ohren ein Vergnügen. Zwar kann mein großes Setup im unteren Raum noch mehr an feinsten Informationen kommunizieren und arbeitet noch etwas berührender die Seele in der Musik heraus. Vermissen tue ich dies aber bei Phonars Veritas 9.2 SE überhaupt nicht. Sie verbindet in ihr homogenen Darstellung ein angenehmes Klangbild mit einem so beachtlichen Nuancenreichtum, dass das Hören so oder so Spaß macht. So kann man in die Musik hineinlauschen und sich an den Tonfolgen der Instrumente oder der sauberen Artikulation der Stimmen erfreuen. So kann man sich aber auch dank der angenehmen und dabei nichts verschleiernden Tonalität entspannt zurücklehnen und im Wohlklang baden. Diese Synthese von Entspannung und detailreicher Spielfreude findet man nicht häufig, ganz sicher nicht in dieser Preisklasse – eine bewundernswerte Leistung von Gerd Lommersum und den Mitverantwortlichen. „Body And Soul“ von Nnenna Freelons Album Live weist sonst gerne auf manche Stärke oder Schwäche bei der Auflösung im Bassbereich und in Sachen der glaubwürdigen Reproduktion ihrer Stimme hin. Mit den Veritas war jetzt nichts zu hören als Musik. So, wie dieser Live-Auftritt nun zu erleben war, fehlte es an nichts. Die Bässe mal knackig, mal aus der Tiefe rollend, Nnenna Freelons Stimme klar artikuliert, aber weiblich und nicht mager, alle Instrumente mit realistischer Couleur und räumlich geordnet und differenziert in einem harmonischen Gesamtbild. Da wähle ich gerne das nächste Album und freue mich bei „The Sea and Sindbads Ship“ aus Rimsky-Korsakovs Sheherazade mit dem Orchestre De La Suisse Romande, dirigiert von Ernest Ansermet beim Qobuz-Streaming in CD-Qualität über die Wucht des Orchester-Einsatzes. Noch erbaulicher, ja beinahe atemberaubend ist neben dieser Kraftentfaltung die Klangfarbenpracht und Transparenz, mit der dieser erste Satz groß auf weiter Bühne präsentiert wird. Bei der folgenden „Story of the Calender Prince“ ist es die Schönheit der Solovioline, die bezaubert. Es ist wirklich bemerkenswert, was dieser Lautsprecher mit seiner homogenen Diktion zu leisten vermag.


Die Musikalität der Phonar Verita ist auch der Klangqualität des Illuminator-R3004-Hochtöners von Scan Speak und seiner gelungenen Integration in das Gesamt-Konzept der SE zu verdanken
Die Musikalität der Phonar Verita ist auch der Klangqualität des Illuminator-R3004-Hochtöners von Scan Speak und seiner gelungenen Integration in das Gesamt-Konzept der SE zu verdanken

Phonar schreibt in der Bedienungsanleitung, die Veritas 9.2SE „sind feine Geräte, die für eine originalgetreue Musikwiedergabe konstruiert wurden, weniger jedoch für einen Dauereinsatz als Partybeschallung“. In meinem gut 25 Quadratmeter großen Dachzimmer hatte die Veritas keinerlei Probleme, das neue Album der Rolling Stones Hackney Diamonds raumfüllend und lautstark hören zu lassen. Wer in einem großen Raum mehr will, sollte vielleicht einen Blick auf die Veritas P10.2 SE werfen. Noch mehr beeindruckte mich das bei Qobuz in Highres gestreamte Live-Konzert Pictures At An Exhibition von Emerson, Lake & Palmer in der Remaster-Version von 2016. Die Energie von Keith Emersons Keybords- und Orgel-Spiel verbunden mit einer fantastischer Durchsichtigkeit war emotional packend. Die schrillen, hellen Töne drangen klar und durchdringend ,aber überhaupt nicht scharf oder unangenehm ans Ohr: ein enormes lautes Hörvergnügen mit Live-Feeling. Bei normalen Hörlautstärken und auch darüber hinaus spielt die P9.2 so wunderbar schön, ehrlich und lebendig, dass man sich gerne der Musik hingeben mag. Wenn man dies möchte, musiziert diese Phonar Im Gegensatz zu vielen anderen hochauflösenden Systemen auch im Hintergrund, ohne sich anzubiedern. Für mich klingt dieser Lautsprecher begeisternd musikalisch und emotional berührend, so dass ich heute, nach diesem Kennenlernen nicht mehr Geld für einen anderen Schallwandler ausgeben würde, sondern der Phonar Veritas P9.2 SE lieber beste Spielpartner zur Seite stellen würde.

STATEMENT

Die Phonar Veritas P9.2 SE besitzt all die Eigenschaften, die in jeder Stimmungslage und mit jedem Musik-Genre zu Erbauung und Genuss führen. Ein hohes Maß an Flexibilität bei der Aufstellung und die Anpassmöglichkeiten erleichtern auch dem Perfektionisten die Integration in den Wohnraum. Die dezente, optisch und akustisch liebevoll gestaltete Formgebung trägt dazu ebenso bei. Ein phantastischer Lautsprecher und enorm viel Musik für's Geld!
Gehört mit Anlage 1
Musik-Server/Player Antipodes Oladra G3 mit Roon Server und Signalyst HQ-Player
Netzwerk Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2
CD-Laufwerk Primare DVD-30
Reclocker Mutec M-3+ Smartclock USB
Digital/Analog-wandler HoloAudio May Ketsuné Edition
Plattenspieler Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technuca AT-ART 9
Phono-Vorstufe Plinius Koru
Vollverstärker Soulnote A2
Vorverstärker Audio-gd Master 1 Vacuum
Endstufe Spectral DMA-100
Zubehör Audioquest Dragon 48 HDMI, Habst USB DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU, Wireworld Platinum Cinch, Purist Audio Design Elementa Advance und Alzirr XLR, Wireworld Helicon16 OCC-7N oder Equinox 8 LS-Kabel, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange Sicherung, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen, Levin Design Vinylbürste
Geräte-Erdung Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis
Gehört mit Anlage 2
CD-Laufwerk Wadia WT 3200
Netzwerk-Server Antipodes Oladra G3 mit Roon Server
Streamer PS Audio BridgeII
DA-Wandler PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine
Vollverstärker Soulnote A-2
Zubehör DH-Labs D-150 S/PDIF, Audio-gd NF XLR, Wireworld Wireworld Helicon16 OCC-7N oder Equinox 8 LS-Kabel, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters
Herstellerangaben
Phonar Veritas P9.2 SE
Konzept 3 Wege dÁppolito
Belastbarkeit 185 / 240 Watt
Wirkungsgrad 89 dB (1 W/1m)
Übertragungsbereich 24 - 30000 Hz
Trennfrequenz 280 / 2700 Hz
Nennimpedanz 4 Ohm
Hochtöner 26 mm Scan Speak Illuminator R3004
Tief-Mitteltöner 2 x 100 mm
Bass 2 x 160 mm
Pegelanpassung Hochtöner +/- 1,5 d
Dimension H x B x T 110 x 20,5 x 30 cm
Gewicht 34 kg / Stück
Ausführungen Walnussfurnier, Hochglanz Schwarz, Hochglanz Weiß, gegen Aufpreis RAL-Farben
Herstellergarantie 60 Monate
Einspielzeit 48 Stunden
Paarpreis 7600 Euro

Vertrieb
Phonar Akustik GmbH
Anschrift Industriestr. 8 – 10
24963 Tarp
Telefon +49 4638 89240
E-Mail info@phonar.de
Web www.phonar.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/24-02-02_phonar
  • Social Introtext Eher dem Kenner als dem breiten Publikum ist die norddeutsche Lautsprecher-Manufaktur Phonar ein Begriff oder sogar ein Inbegriff für viel Musik zu sehr fairem Preis. Dies gilt auch für die wohnraumfreundliche Standbox Veritas P9.2 SE, die zur Top-Linie der Modelle aus Tarp gehört. Der Blick auf das Preisschild überrascht und erfreut auch hier.
Donnerstag, 01 Februar 2024 02:05

JCAT ULTIMO: Das ultimative Netzteil

JCAT, ein führender Anbieter von Computer-Audio-Lösungen, gibt die Markteinführung seines Flaggschiff-Linearnetzteils, des ULTIMO, bekannt. Entwickelt für Audiophile und High-Fidelity-Enthusiasten, setzt das ULTIMO einen neuen Standard in der Netzteilleistung und garantiert eine unübertroffene Klarheit und Reinheit in der Audiowiedergabe.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-01_jcat_jcat-ultimo-black-enclosure.jpg

Das ULTIMO wurde mit Blick auf High-End-Audiosysteme entwickelt und ist die ideale Stromversorgungslösung für JCAT-USB- und Netzwerkkarten, die Master-OCXO-Uhr sowie alle anderen Komponenten, die ein Fünf- oder Zwölf-Volt-Netzteil benötigen, wie zum Beispiel ein Netzwerk-Switch. Sein fortschrittliches Design stellt sicher, dass diese kritischen Komponenten die stabilste und sauberste Stromversorgung erhalten, so dass sie ihr volles Potenzial entfalten und ein Audioerlebnis bieten können, das über Hi-Fi hinausgeht.

Das ULTIMO profitiert von einer Reihe von bahnbrechenden Eigenschaften:

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-01_jcat_jcat-ultimo-dc-cable-black.jpg

  • ein maßgeschneiderter Transformator mit verbesserten Eigenschaften für eine stabile Leistungsabgabe
  • Siliziumkarbid-Dioden für minimales Rauschen und überragende Audioqualität
  • eine fortschrittliche dreistufige Topologie für optimale Spannungsregulierung und AC-Störungsisolierung
  • ein proprietäres PCB-Design, das Rauschpfade minimiert und die Energieeffizienz maximiert
  • Hochwertiges, nicht-magnetisches Gehäuse und hochwertige Komponenten für unübertroffene Haltbarkeit und Leistung

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-02-01_jcat_jcat-ultimo-internals-black.jpg

„Das ULTIMO ist das Ergebnis unseres unermüdlichen Strebens nach Perfektion im Design von Audio-Netzteilen“, sagt Marcin Ostapowicz, der Gründer von JCAT. „Es stellt den Höhepunkt unserer technischen Kompetenz dar und bietet ein unvergleichliches Audioerlebnis für die anspruchsvollsten Audiophilen.“

Der ULTIMO kostet € 3500 und ist mit einer Vorlaufzeit von 4 Wochen bestellbar.

JCAT ist ein hoch angesehener Hersteller von technisch hochentwickelten Computer-Audiokomponenten und Hochleistungs-Digitalkabeln. JCAT wurde von Marcin Ostapowicz gegründet. Er ist ein anerkannter High-End-Audio-Berater und einer der Pioniere des Computer-Audio. Der Miterfinder der preisgekrönten Software JPLAY ist ständig auf der Suche nach der Perfektion des Klangs. Er findet die Grundlagen für seine bahnbrechenden Lösungen in Bereichen, die vom Mainstream abgelehnt werden. JCAT Stromversorgungs- und Netzwerkkomponenten werden übrigens auch verwendet, um die Aufnahmequalität bei TRPTK zu verbessern, einem Musiklabel und einem Studio, das sich auf extrem hochaufgelöste Aufnahmen konzentriert.

Hersteller
JCAT
Web xact.audio

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/24-02-01_jcat
Sonntag, 01 Februar 2004 02:08

JCAT

Hersteller
JCAT
Web xact.audio
Mittwoch, 31 Januar 2024 00:01

CM-Audio: lab 12 auch in der Schweiz

Seit 2015 arbeitet CM-Audio mit lab 12 aus Griechenland zusammen und besorgt den Vertrieb in Deutschland. Dank dieser Zusammenarbeit sind Produkte der Griechen hierzulande bestens etabliert. Nun übernimmt CM-Audio den Vertrieb von lab 12 auch in der Schweiz. Von den speziellen Angeboten zu diesem Anlass profitieren auch Kunden in Deutschland.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-01-31_lab12_content-01.jpg

Auf dem Schweizer Markt ist CM-Audio bisher mit den Musikservern von Antipodes aus Neuseeland und den Produkten der Digital-Spezialisten IDEON Audio präsent. Die hervorragenden High-End-DACs von IDEON Audio haben international einen erstklassigen Ruf und schon zahlreiche Auszeichnungen bekommen (hi-fi+ ‚winner 2023‘ digital DAC, Kategorie Cost No Object; the absolute sound ‚editors Chioce‘ 2023 et cetera). Damit verfügt CM-Audio sowohl über profunde Kenntnisse der Verkaufs- und Service-Strukturen in der Schweiz als auch eine tiefgehende Kenntnis der lab 12 Produkte – ideale Voraussetzungen, um lab 12 Produkte auf dem Schweizer Markt zu vertreten.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-01-31_lab12_content-02.jpg

Anlässlich der Übernahme des lab-12-Vertriebs in der Schweiz legt CM-Audio ausgewählten lab-12-Produkten kostenlos ein hochwertiges Anschlusskabel bei. Bis zum 01.04.2023 erhalten Kunden, die eine Röhrenphono-Vorstufe melto2 oder einen DA-Wandler dac1 reference bestellen, gratis ein Knack16 Netzkabel (250 Euro) dazu; bei der Bestellung eines gordian legt CM-Audio sogar ein Knack20 (350 Euro) ohne Aufpreis dazu. Und das Beste ist: dieses Angebot gilt sowohl für Kunden in der Schweiz als auch für Kunden in Deutschland!

b_850_0_16777215_10_images_content_news_24-01-31_lab12_Knack_1.jpg

Vertrieb
CM-Audio - Flöter Technology Service
Ansprechpartner Torsten Fink
Anschrift Kölner Straße 46
41464 Neuss
Telefon +49 2161 6782451
E-Mail info@cm-audio.net
Web www.cm-audio.net

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/24-01-31_lab12

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.