Der neue Lumin T3X Netzwerkplayer ist das Nachfolgemodell des hochgelobten Lumin T3 Netzwerkplayers und wartet mit einem neuen linearen Netzteil mit Ringkerntransformator und der Möglichkeit einer optischen Netzwerkverbindung auf.
Der LUMIN T3X High-End-Netzwerkstreamer besitzt ein massives Aluminiumgehäuse, das die internen Komponenten vor mechanischen Vibrationen und elektromagnetischen Störungen schützt. Das neu entwickelte lineare Netzteil beinhaltet einen speziell gewickelten, großzügig dimensionierten Ringkerntransfo. Das Netzteil ist durch ein extra Metallgehäuse von den übrigen elektronischen Komponenten getrennt, hierdurch sollen Störungen minimiert und eine dynamische und detailreiche Musikwiedergabe garantiert werden. Durch die Möglichkeit über den nun vorhandenen SFP-Port eine optische Netzwerkverbindung herzustellen wird eine elektrische Isolation gewährleistet, um digitale Netzstörungen zu eliminieren und eine klarere Signalübertragung zu gewährleisten. Als Digital-Analog-Wandler werden zwei ESS ES9028PRO Sabre DACs in einer Dual-Mono-Konfiguration eingesetzt.
Der T3X bietet eine wahre Fülle an Ausstattung und Vielseitigkeit. Streaming-Einheit und DAC beherrschen HiRes bis PCM 384 Kilohertz und 32 Bit und DSD512 respektive 22.6 Megahertz und 1-bit. Von FLAC über Apple Lossless (ALAC), WAV und AIFF bis zu DSF (DSD) und DIFF (DSD) werden alle gängigen Audio-Dateiformate unterstützt. Ebenfalls kann der T3X beide Stufen der Decodierung von MQA-Streams durchführen, so dass man hochaufgelöste Musikdaten bis zu 384 Kilohertz und 24 Bit erhalten kann. Er arbeitet mit dem Streaming-Protokoll UPnP einschließlich der Erweiterung OpenHome, RAAT von Roon (Roon Ready), TIDAL-Connect, Spotify-Connect und ist AirPlay-kompatibel. Da auf der Frontseite keine Bedienelemente vorhanden sind und auf der Rückseite lediglich ein Netzschalter, ist man bei der Bedienung auf eine kompatible App oder eine optional erhältliche Fernbedienung angewiesen. Die Streaming Funktion bietet viele Eingangsoptionen, so das man die bevorzugte Musikwiedergabesoftware verwenden kann. Die für die Betriebssysteme IOS und Android erhältliche Lumin App dient als Streaming-Plattform. Über die App stehen zudem Qobuz als auch TuneIn bereit. Als besonderes Feature empfinde ich die Möglichkeit, 100 Radiosender zu empfangen, die ausschließlich hochaufgelöste Musikdateien im FLAC Format streamen. Also kein verlustbehaftetes MP3 Format, sondern Dateien ab einer Auflösung von 44,1 Kilohertz und 16 Bit bis zu 192 Kilohertz und 24 Bit Worttiefe. Mit der Lumin App kann die komplette Steuerung des T3X übernommen werden, inklusive Lautstärkeregelung, die Wahl der Ein- und Ausgänge und vieles mehr.
Ein weiteres besonderes Feature des T3X ist die Möglichkeit des Echtzeit-Upsamplings. Für alle nativen Dateien ist ein Upsampling auf bis zu DSD256 oder PCM mit 384 Kilohertz möglich. Erwähnenswert ist, dass der T3X ausschließlich für die Netzwerkwiedergabe gedacht ist. Er muss also zwingend über ein elektrisches oder optisches Netzwerkkabel mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden. Er hat keine Digital-Eingänge wie S/PDIF für den Anschluss von Quellkomponenten wie CD-Playern oder -Laufwerke oder USB für den Anschluss eines Computers. Die USB-Buchsen sind für ein USB-Speichermedium wie Stick oder Festplatte vorgesehen. Allerdings wird hier über die Lumin-App lediglich ein einfacher Folder View ohne weitere Funktionen angeboten. Der USB-Anschluss kann aber auch als digitaler Ausgang konfiguriert werden, so das er zusammen mit dem BNC-Anschluss die Möglichkeit bietet, ein digitales Signal an ein externes Gerät (DAC) zu senden. Über USB können alle gerade genannten Abtastraten übertragen werden.
Ich möchte Sie hier nicht mit weiteren technischen Details, wie zum Beispiel die Lautstärkeregelung mittels Leedh Processing, überfrachten. Stattdessen erlaube ich mir an dieser Stelle, auf den Testbericht des geschätzten Kollegen Roland Dietl über den Lumin T3, also den Vorgänger des hier vorgestellten Lumin T3X, zu verweisen. Vor allem wird man hier mehr über die vielfältigen Möglichkeiten erfahren, die die Lumin App zur Steuerung des TX3 und das Streaming bietet.
Also kommen wir direkt zum Hörtest, der eine kleine Überraschung bereit hält. Als Vergleich zog ich den DAC Manhattan II von Mytek heran, der in etwa in der gleichen Preisklasse wie der Lumin T3X spielt. Die Musikbibliothek des NAS Melco N1 EX diente als bevorzugte Musikquelle. Die Musikdateien bezog der Lumin über das Heimnetzwerk, der Mytek über ein USB Kabel. Zuerst hörte ich eine Aufnahme der skandinavischen Band Tiny Island vom gleichnamigen Album, erschienen bei dem schwedischen Opus 3 Label. Die Gruppe wurde 1989 vom Multi-Saiteninstrumentalist Göran Wennerbrandt gegründet und diente als Back Up Band für Eric Bibb. Tiny Island ist das Debut-Album der Band und wurde in einer alten Steinkirche in der schwedischen Provinz aufgenommen. Opus 3 Chef Jan-Eric Persson schnitt die Sessions auf einer Telefunken M28-C bei minimaler Mikrofonierung mit. Hierdurch entstand ein natürlicher, atmosphärischer Klang, der die Räumlichkeit und akustische Eigenschaften der kleinen Kirche eindringlich wiedergibt. Der Lumin Netzwerkplayer klang tatsächlich etwas detaillierter und räumlicher als der Mytek, so dass die Atmosphäre der alten Kirche ein wenig besser wiedergegeben wurde. Da mir dieses Album in einer Auflösung von 192 Kilohertz und 32 Bit vorliegt, brachte ein Upsampling mittels Lumin T3x keine nennenswerte Verbesserung. Beim Stück „I Just Cant´t Stop Loving You“, gecovert von Enrico Rava, zu finden auf dem famos aufgenommenen Live-Album Rava On The Dance Floor, konnte hingegen der Mytek seine Stärken ausspielen: Nach dem einleitenden Bass Solo steigt die Bläser-Section dieses in großer Besetzung eingespielten Albums machtvoll ein. Dieser Schalldruck wird vom Mytek etwas besser wiedergegeben, ebenso der knackige Bass. Die Auflösung und die räumliche Tiefe wiederum sind beim Lumin überzeugender. Dies wird umso deutlicher, wenn man die Upsampling-Möglichkeit des Lumin nutzt. Das Album liegt auf der Festplatte des Melcos in der Auflösung 44,1 Kilohertz und 16 Bit vor. Das Upsampling auf 384 Kilohertz und 32 Bit offenbart viel mehr Details, noch mehr Details und Strahlkraft werden beim Upsampling auf DSD256 hörbar. Ein wirklich tolles Feature des Lumin T3X Netzwerkplayers.
Nun kommt ein kleines Aber: Wenn man sich nämlich die Mühe macht, die eigenen Musikdateien bereits im Vorfeld in ein hochauflösendes Format umzuwandeln, zum Beispiel mithilfe des eigenen Rechners, auf dem entsprechende Programme installiert sind, übernimmt die CPU des Computers die Rechnerei und der Lumin kann seine Kapazitäten ganz dem Rendern und der digital-analog-Umwandlung widmen. So gewinnt man noch einmal ein Plus an Qualität, wenn man die etwas aufwändige Vorarbeit in Kauf nimmt. Ich habe das getestet mit der exzellenten Live Aufnahme der Sinfonie Nr. 9 C-Dur D944 „Große C-Dur Sinfonie“: 2. Satz Andante Con Moto von Franz Schubert. Dirigiert von Rudolf Kempe und aufgeführt von den Münchner Philharmonikern, erschienen als qualitativ hochwertige Veröffentlichung bei Sony Classical auf SACD. Diese Aufnahme liegt auf meiner Festplatte einmal in DSD64 (native SACD Auflösung) und vom eigenen Computer hochgerechnet in DSD512 vor. Sie klingt bereits in DSD64 fantastisch, mit dem Upsampling mittels Lumin T3X auf DSD512 ist es ein Erlebnis. Man dreht die Lautstärke auf, lehnt sich zurück und kann mit geschlossenen Augen den Konzertsaal nachempfinden. Die Bläser kommen mit Wucht rüber, die Pauken erzeugen ein schönes Gefühl im Bauch und der Raum wird groß. Das alles wird aber von der vorher hochgerechneten Version noch einmal getoppt, allerdings ist der Unterschied nur marginal, man muss schon genau hinhören und mehrfach vergleichen.
Nun kommen wir zur kleinen Überraschung: Wie oben beschrieben, klingt der Lumin Netzwerkplayer minimal besser, wenn er hochaufgelöste Dateien zugespielt bekommt und geringer auflösende Dateien nicht upsamplen muss. Die Idee ist also, auch die Arbeit der digital-analog Wandlung von einem weiteren DAC übernehmen zu lassen, so dass die Aufgabe des Lumin sich ausschließlich auf das Rendern beschränkt. So bildete ich eine Kette aus Melco als NAS, von dem der Lumin die Musikdateien über das Heimnetzwerk bezog und für den Mytek-DAC aufbereitete, der mittels hochwertigem USB-Kabel an ihn angeschlossenist. Die Verbindung wäre auch mit einem S/PDIF-Koaxialkabel möglich, qualitativ ist dieser Anschluss allerdings nicht so hochwertig wie der per USB. Als Teststück hörte ich das von der norwegischen Liedermacherin und Sängerin Ane Brun komponierte und gesungene „These Days“ vom Album It All Starts With One. Das Album wurde ebenfalls mit sparsamer Mikrofonierung aufgenommen und vermittelt einen guten Eindruck der Räumlichkeit und der Stereobühne. Zur Band gehören zwei Schlagzeuger und man kann sie deutlich im Hintergrund der imaginären Bühne spielen hören. Sehr plastisch wird der räumliche Gesamteindruck, wenn die beiden Drummer die Sticks über Trommeln von links nach rechts und umgekehrt rollen lassen. Währenddessen steht Ane Bruns kristallklare Stimme klar im Vordergrund und verzückt mit ihrem ausdrucksstarken Gesang. Diese hochwertige Aufnahme klingt sowohl mit dem Mytek als auch mit dem Lumin, eingesetzt als Renderer plus DAC bereits außergewöhnlich gut, ich wüsste hier nicht, welchen von beiden Geräten ich den Vorzug geben sollte. Wenn aber nun, wie oben beschrieben, der Lumin als Renderer und der Mytek als DAC eingesetzt wird, geht sprichwörtlich die Post ab. Die Bühne öffnet sich, der Raum wird tiefer und breiter, man glaubt die exakte Position beider Drummer und aller anderen Protagonisten bestimmen zu können. Und bei all der guten Auflösung klingt die Aufnahme ungemein druckvoll. Es ist also klar zu erkennen, dass die Aufbereitung der digitalen Signale um so besser gelingt, oder anders gesagt das Ergebnis besser klingt, je weniger die hierfür genutzten Geräte ausgelastet sind. Da die Anschaffung des hochwertigen Lumin T3X für mich zur Zeit nicht in Frage kommt, muss ich das Gerät schweren Herzens wieder zurückgeben. Wenn ich nun die Wahl zwischen dem Mytek Manhatten II oder dem Lumin T3X hätte, würde ich dem Lumin bei fast gleichem Klang aufgrund der besseren Ausstattung den Vorzug geben.
Gehört mit
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Plattenspieler | Audiolabor Konstant mit beheiztem Tellerlager |
Tonarm | Linn Ittok LV II mit Ekos Lagern |
Tonabnehmer | Benz Micro Glider |
Phonostufe | Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil |
Streamer | Melco N1 EX |
D/A-Wandler | Mytek Manhattan II |
Vorverstärker | VTL TL 2.5, VTL TL 6.5 II |
Endstufen | QUAD II |
Lautsprecher | Consensus Audio Lightning |
Kabel | Audioquest Black Beauty, Audioquest K2, Ortofon 8N TSW 1000, Siltec Classic Legend USB, Audioplan Power Cord |
Zubehör | Sun Leiste, HMS-Wandsteckdosen, AHP Klangmodul IV G |
Herstellerangaben
Lumin T3X Netzwerkplayer
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Netzwerk-Eingänge | Ethernet RJ45-Netzwerk 1000Base-T, SFP-Port zur optischen Netzwerkverbindung, jeweils DSD bis zu DSD512 22.6MHz, 1-bit, PCM bis zu 384kHz/32 Bit |
Digital-Eingänge | 2x USB „A“ Type für USB-Speicher, Flash-Laufwerk, USB-Festplatte (nur FAT32, exFAT und NTFS mit einer Partition) |
Digital-Ausgänge | 2x USB „A“ Type, native DSD512-Unterstützung, PCM bis-384kHz/32 Bit, 1 x S/PDIF koaxial (BNC), DSD64, PCM bis 192kHz/24 Bit |
Analog-Ausgänge | 1 Paar symmetrisch XLR 6 Vrms, 1 Paar unsymmetrisch RCA 3 Vrms |
Streaming-Protokolle | UPnP AV-Protokoll mit Audiostreaming-Erweiterung (OpenHome), Roon RAAT (Roon Ready), TIDAL-Connect, Spotify-Connect, AirPlay |
Upsampling-Raten | DSD256 Upsampling-Option für alle Dateien, PCM 384kHz Upsampling-Option für alle Dateien |
unterstützte Dateiformate | DSD Lossless: DSF (DSD), DIFF (DSD), DoP (DSD), PCM Lossless: FLAC, Apple Lossless (ALAC), WAV, AIFF, Komprimiertes (verlustbehaftetes) Audio: MP3, MQA |
unterstützte Abtastraten | PCM in 44,1 - 384kHz, 16-32Bit, DSD 64 – DSD 512 |
Kontroll-Software | Lightning DS für iOS, Lightning DS für Web Browser (nur Geräte-Einstellung), OpenHome-kompatible Bediensoftware (BubbleUPnP, Kazoo), Roon (separater Roon Core erforderlich) |
Netzwerkeingang | Gigabit-Ethernet, 802.11b/g/n/ac Tri-Band WIFI |
Gehäuse | eloxiertes Aluminiumgehäuse in mattem Schwarz oder oder silberfarben mit separater Abschirmung des Netzteils |
Abmessungen | B 350 / H 60,5 / T 350 mm |
Gewicht | 6 kg |
Preis | 6.000 Euro |
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
ATR heißt zwei Hersteller „Made in Germany“ willkommen: Die Manufaktur ACOUSENCE aus Rheinhessen mit technisch außergewöhnlichen und minimalistisch gestalteten Geräten, und KSD Home aus dem Saarland, Hersteller von koaxialen, aktiven Lautsprechern mit hohem Design-Appeal.
ACOUSENCE
Wenn ein Produkt Ausdruck der Person ist, die es entwickelt – dann geschieht etwas Großartiges. Nun ist ACOUSENCE-Chef Ralf Koschnicke Tonmeister und Physiker zugleich, und das merkt man seinen Geräten an. Die in ihm angelegte Dualität von Technik und Musik, der unbändige Wille zu einem musikalischen Klang und einem in der Praxis einwandfreien Handling fokussiert allein auf das zum Erreichen des Ziels Notwendige. Egal, ob das Resultat der gängigen Lehrmeinung entspricht oder nicht.
Für ACOUSENCE ist klar: Es sind die feinsten Nuancen in der Musik, die den Unterschied ausmachen zwischen gut klingend und zutiefst berührend. In der audiophilen Wiedergabe entscheiden besonders die Schnelligkeit, Dynamik und das zeitrichtige Verhalten darüber, ob wir bei einem Tutti mit Pauken zusammenzucken, der freudig gezupfte Bass wie ein Gummiball tanzt oder dumpf dröhnt, ein Flügel mit seinen Obertönen singt oder verstimmt klingt, und ob die Akustik eines Konzertsaals zum Bestandteil des musikalischen Ereignisses wird.
Die Story von ACOUSENCE beginnt vor über 25 Jahren als Musiklabel im beschaulichen rheinhessischen Wöllstein und ist untrennbar verbunden mit bestens beleumundeten Klassik- und Jazzaufnahmen. Aufnahmen, die bei Audiophilen weltweit Kultstatus genießen. Das Label gehört zu den Pionieren hochauflösender Downloads (24/192) und trug mit hervorragend produzierten Vinyl-Schallplatten zur Wiederauferstehung des „schwarzen Goldes“ bei.
Der Schritt zum Hersteller von hochwertiger Audiotechnik erfolgte, als der Markt keine Studiogeräte mehr bot, die den eigenen hohen musikalischen Anforderungen genügten. So entstand der erste ACOUSENCE Analog-Digital-Wandler – und setzte gleich neue Maßstäbe. Heute profitieren auch private Musikliebhaber von dieser kompromisslosen Herangehensweise: ACOUSENCE bietet klanglich sehr hochwertige Elektronik in einem zeitlosen Design mit Chassis aus gewalztem Stahlblech, das HF-Einstrahlungen wirksam fernhält. Die Geräte lassen sich modular auf den individuellen Bedarf der Kunden zuschneiden. Die Eingänge der fernbedienbaren DAC-Vorstufen dac-pre UX und dac-pre reference UX sind optional mit XLR- und/oder RCA-Buchsen ausführbar. Phono-Module für MM- oder MC-Tonabnehmer sind ebenfalls erhältlich. Ein ganz besonderes Feature: der doppelt galvanisch von allen klangkritischen Sektionen entkoppelte USB-Eingang „ddUSB“ (double-decoupled USB). Und bei den effizienten und leistungsstarken, vollsymmetrisch aufgebauten Class-D-Endverstärkern pow-amp, pow-amp reference und pow-amp 4 finden sich mit exklusiven, teuren Bauteilen bestückte Ausgangsfilter mit einer Anpassung an die Impedanz und Kapazität der angeschlossenen Lautsprecher.
KSD Home
KSD Home kann auf über 25 Jahre Historie zurückblicken – und erfindet sich dennoch neu. Die Wurzeln der Marke liegen bei KSdigital, einem der renommiertesten Hersteller professioneller Studio-Monitore und Schwesterfirma der High-End-Legende Backes & Müller. Diese Erfahrung fließt in die vollständig neu entwickelten KSD Home-Lautsprecher ein, die mit höchster Präzision, Liebe zum Detail und einer erstaunlichen Fertigungstiefe in Saarbrücken entwickelt und montiert werden.
Die wohnraumfreundlichen und mit einem kompakten, annähernd quadratischen Fußabdruck ausgestatteten Gehäuse aus robustem, weiß lackiertem Stahl vereinen audiophile Qualitäten und ein schlicht-elegantes Design. Das Auge hört bekanntlich mit. Bei aller tonalen Neutralität klingen die Modelle PUNKT 10 (Kompaktlautsprecher, 10 Liter Innenvolumen) und PUNKT 36 (Standlautsprecher, 36 Liter Innenvolumen) rund, warm und einhüllend – mit einem stabilen Stimmbereich und feinen Höhen. Nie aggressiv, auch wenn sie Ihre Party beschallen, und ohne Klangverluste beim leisen Musikhören. Eine Wohltat: Die KSD Home-Lautsprecher benötigen weder einen Computer noch eine App für die Einrichtung. Dank der Bass- und Hochton-Shelf-Reglern lassen sie sich klanglich dennoch an den Raum oder den persönlichen Geschmack anpassen.
Das zentrale Element der Lautsprecher von KSD Home ist das koaxiale Chassis, bei dem der Hochtöner genau in der Mitte des Tief-Mitteltöners sitzt. In der PUNKT 36 kommt ein zusätzlicher Basstreiber zum Einsatz. Jedes Chassis besitzt einen eigenen Verstärker, der seine Signale von einer digitalen Frequenzweiche erhält – die analogen Signale werden direkt hinter dem symmetrischen XLR-Eingang A/D-gewandelt.
Der Vorteil von Koaxiallautsprechern: Sie sind echte Punktschallquellen – nicht ganz überraschend rührt daher der „PUNKT“ in der Modellbezeichnung – und ermöglichen eine breite Schallabstrahlung mit einem sehr homogenen Klangfeld. So gewährleisten sie eine kohärentere und präziser getimte Klangwiedergabe als andere Mehrwege- Systeme. Vergessen Sie den Sweetspot – KSD Home gibt einen Freiheit beim Hören!
Mit den meisten Mehr-Wege-Lautsprechern hört mam verschiedene Frequenzen zu unterschiedlichen Zeiten und in nichtlinearer Phase. Die FIRTEC™-Technologie stellt sicher, dass alle Frequenzen gleichzeitig und mit linearer Frequenzamplitude und Phase am Ohr ankommen. FIRTEC™ misst und korrigiert Toleranzen der Treiberkomponenten, Elektronik, von Verstärkern und Chassis und sogar akustische Phänomene an den Gehäusekanten.
Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
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Anschrift | Villa Belvedere Wallufer Straße 2 D-65343 Eltville am Rhein |
Telefon | +49 6123 9258956 |
info@audiotra.de | |
Web | www.audiotra.de |
Wer das klägliche Potential eines hochwertigen D/A-Wandlers voll ausschöpfen will, sollte dafür sorgen, dass der DAC ein einwandfreies Digitalsignal bekommt. Ein passender Reclocker wirkt dabei Wunder.
Reclocker wie die Ideon Audio Modelle 3R USB Renaissance Black Star, 3R Master Time, EOS Time, Absolute Time und Absolute Time Signature werden vor dem D/A-Wandler in den digitalen Signalwerg eingeschlieft und sorgen dafür, dass der DAC ein präzises, zeitlich absolut stabiles, jitterfreies Digitalsignal erhält. Damit erhält der DAC optimale Arbeitsbedingungen, um seine maximale klangliche Performance zu bringen.
Das Unternehmen Ideon Audio ist Pionier bei der Optimierung digitaler Audiosignale. Um die Qualität digitaler Signale zu verbessern, arbeiten Reckocker von Ideon Audio mit fortschrittlichsten und aufwändigen Technologien. Die Taktgeber für das Reclocking sind ultra-präzise Masterclocks, die auf Quarzen oder Atomuhren basieren. Sie eliminieren zeitliche Abweichungen im digitalen Datenstrom, die allgemein als Jitter bezeichnet werden. Dabei durchläuft das Digitalsignal mehrere Reclocking-Stufen, um selbst minimalen Jitter zu eliminieren. Eigenentwickelte Schaltkreise und Software von Ideon Audio maximieren die Signalstabilität und Klangtreue. Darüber hinaus verfügen alle Geräte über aufwändige, lineare Stromversorgungen, die elektrische Störungen minimieren und so gewährleisten, dass die eingesetzten Masterclocks mit maximaler Präzision arbeiten.
Ideon Audio bietet Reclocker in einer Preisspanne zwischen 390 Euro (3R USB Renaissance Black Star) und 21.000 Euro (Absolute Time Signature) an. Beim betriebenen technischen Aufwand und beim Design orientieren sich die Geräte an den Produktlinien von Ideon Audio, sie lassen sich aber genauso mit DACs von jeglichen anderen Herstellern kombinieren. Dabei sollte man einen Reclocker wählen, der dem jeweiligen DAC im Qualitäts-Level entspricht.
Um digitale Musikdaten in CD-Qualität – 16 Bit und 44,1 Kilohertz – zu übertragen, müssen in einer Sekunde 16 mal 441000 „Null“- oder „Eins“-Impulse übertagen werden. Das sind 705.600 Impulse pro Sekunde, ein Impuls dauert also 1,42 Mikrosekunden. Legen wir eine Auflösung von 24 Bit und 96 Kilohertz zugrunde, muss ein Impuls exakt 0,434 Mikrosekunden lang sein. Zum Vergleich: die Ungenauigkeit einer hochwertigen Digitaluhr liegt im Durchschnitt bei 11,6 Mikrosekunden pro Sekunde.
Viele digitale Geräte, etwa Router, Hubs oder Switches, aber auch Computer und einfache Audio-Geräte, sind aus Kostengründen gerade so präzise wie nötig ausgelegt. Zeitfehler bei der Signalübertragung werden häufig in Kauf genommen. Dazu kommt, dass die Übertragung der digitalen Impulse durch Rauschen oder Spannungsschwankungen der Elektronik beeinträchtigt wird. Ein Großteil der Fehler kann bei der Weiterverarbeitung des digitalen Signals, etwa beim Speichern, mithilfe von Fehlerkorrektur-Algorithmen ausgebügelt werden. Dies ist bei der D/A-Wandlung nur sehr begrenzt möglich. Und genau hier kommt ein Reclocker ins Spiel. Ein Reclocker speichert das ankommende Signal für Sekundenbruchteile (er „puffert“ das Signal), korrigiert dabei eventuelle Fehler und baut es anschließend stabil und präzise getaktet neu auf. Damit verschafft er dem angeschlossenen DAC optimale Arbeitsvoraussetzungen, so dass dieser seine maximale klangliche Perfomance liefern kann.
Wer meint, dass das alles Theorie ist, kann die Wirkung eines Reclockers selbst ausprobieren. CM-Audio, der Deutschland-Vertrieb von Ideon Audio, stellt kostenlos Testpakete zur Verfügung, mit denen man den Einfluss eines Reclockers zuhause an der eigenen Anlage ausprobieren kann. Dazu reicht eine telefonische Kontaktaufnahme, bei der alles Übrige, etwa der geeignete Reclocker, eventuell benötigte Kabel sowie die Modalitäten für Versand und Rückversand, besprochen werden.
Preise
Vertrieb
CM-Audio - Flöter Technology Service
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Ansprechpartner | Torsten Fink |
Anschrift | Kölner Straße 46 41464 Neuss |
Telefon | +49 2161 6782451 |
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iFi hat sich bei mir einen Ruf als Hersteller überdurchschnittlich vielseitiger, durchentwickelter Produkte zu überaus fairen Preisen erarbeitet. Mit dem iDSD Valkyrie bespielt iFi die recht neue Sparte von semi-portablem HiFi, das auch stationär anderen Schreibtisch-Lösungen in nichts nachstehen soll.
Mythologische Beinamen wurden mit dem xDSD Gryphon in iFis Produktlinie eingeführt. Der iDSD Valkyrie setzt diese Tradition fort und trägt dabei einen Namen aus der nordischen Mythologie. Das Design des iDSD Valkyrie ist von Flügeln inspiriert, die nach meinem Verständnis eher in moderneren Interpretationen mit Walküren oder wie im Falle von iFi mit ihren Pferden verknüpft werden. Das Flügelmotiv findet sich auch auf der Holzschatulle wieder, in der der DAC/Kopfhörer- und Vorverstärker geliefert wird. So edel verpackt hat mich bisher noch kein iFi-Produkt erreicht. Neben dem Gerät selbst finden sich in der Schatulle ein iPower X Netzteil, ein USB-Kabel und OTG-Adapter für Android und Applegeräte mit Lightning-Anschluss. Für den Transport wird eine passende Tasche mitgeliefert.
Wie eingangs erwähnt, ist der Funktionsumfang iFi-typisch groß und vielseitig. Der Fokus liegt nach wie vor auf der Wiedergabe über Kopfhörer. Dafür steht neben einem symmetrischen Pentaconn-Anschluss ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss mit iFis S-Balanced-Technologie, die ich im oben verlinkten Artikel über den Gryphon erläutere, zur Verfügung. Die Leistungsdaten sind dabei nahezu identisch mit denen des mobilen Kraftpakets Diablo 2. Wie auch beim Diablo 2 stehen drei Leistungsstufen zur Verfügung: Normal (0 dB), Turbo (+8 dB) und Nitro (+16 dB). Maximal können laut den technischen Daten 2,2 Watt an 64 Ohm geliefert werden. Somit gibt es wirklich keinen Kopfhörer, den der iDSD Valkyrie nicht antreiben könnte. Für besonders empfindliche In-Ears mit niedriger Impedanz ist wie immer ein IEMatch an Bord, der wahlweise in den Pfad des 3,5- oder 4,4-Millimeter-Ausgangs geschaltet werden kann. Der iDSD akzeptiert Daten per USB-C Buchse, Toslink und S/PDIF jeweils mit einem Adapter, Bluetooth. Neben den Kopfhörerausgängen auf der Front bietet die Rückseite sowohl einen regelbaren Cinch- als auch einen regelbaren 3,5-Millimeter-Klinkenausgang. Eine 3,5-Millimeter und eine 4,4-Millimeter-Klinkenbuchse stehen wahlweise als Eingänge oder zusätzliche nicht regelbare Ausgänge für alle Digitalquellen zur Verfügung. Die Bluetooth-Schnittstelle unterstützt jeden relevanten Codec inklusive aptX Lossless, aptX Adaptive, LDAC und LHDC/HWA.
Im inneren des Valkyrie arbeiten vier BurrBrown DSD1793 Digital-Analogwandler gemeinsam in einem Verbund. Zusätzlich ist ein FPGA zum Umrechnen des Eingangsdatenstroms auf DSD512 oder DSD1024 verbaut. Mit Bit-Perfect, GTO (Upsampling auf 384 Kilohertz), Apodising (Upsampling auf 768 Kilohertz), Transient Aligned (Upsampling auf 768 Kilohertz), Standard, Minimum Phase und Bit-Perfect stehen eine Menge digitaler Filter zu Auswahl. Außerdem hat iFi JVC Kenwoods K2-Technologie implementiert. Grundlegend soll sie „den originalen Klang ohne jegliche Veränderung“ wiedergeben, respektive „Klang in seinem ursprünglichen Zustand wiederherstellen“. K2 ist laut JVC Kenwood historisch aus der Beobachtung von Recording-Ingenieuren in den Victor Studios entstanden, dass bei der Digitalisierung und Übertragung auf CD, obwohl theoretisch nicht möglich, Unterschiede zum eigentlichen Mastertape entstehen. Die Erläuterung der K2-Technologie auf der Kenwood-Webseite wartet mit bunten Grafiken mit vielen Pfeilen auf und hat bei mir mehr Fragezeichen erzeugt als beseitigt. K2 soll sich durch eine menschliche Komponente auszeichnen, da Messungen und Höreindrücke immer wieder im gegenseitigen Bezug evaluiert wurden. Schlussendlich werden xMEMS-Treiber, zu denen ich sehr früh einen hochinteressanten Technologieeinblick gewinnen konnte, vom iDSD Valkyrie unterstützt. Meines Wissend ist iFi der erste Hersteller überhaupt, der die benötige zusätzliche Spannungsversorgung samt EQ-Kurve für xMEMS in seinen Geräten verbaut. Leider ist die Treiber-Technologie am Markt bisher so gut wie gar nicht vertreten. Dass iFi Pioniergeist beweist, finde ich wichtig und hoffe, dass andere Hersteller es als Motivation sehen, sich mit der neuen Technologie zu befassen. iFis XSpace, XBass II und XPresence sind beim Valkyrie ebenfalls wieder mit an Bord und agieren so geschmackvoll effektiv wie eh und je. Sollte der integrierte 20.000-Milliamperestunden-Akku mal leerlaufen, ist er dank Quick Charge bei 20 Volt in zweieinhalb Stunden wieder voll aufgeladen. Ein Betrieb am Stromnetz ist dank eines eigenen Lade-USB-C-Ports auch in jedweder Konfiguration möglich. Für den Test habe ich mich ausschließlich auf den Akku verlassen, der einen langen Testtag mit Leichtigkeit durchhält. Es kommen dieselben Akkuzellen zum Einsatz wie in Teslas – obwohl auf diese Marke wohl aktuell niemand so richtig gut zu sprechen ist. Die Akkunetzteile von EAhibrid haben im Test aber unter Beweise gestellt, dass die Akkus sich in Audioprodukten ganz hervorragend machen.
Der Großteil der Funktionen des iDSD Valkyrie lässt sich über die zwei Knöpfe auf der Front steuern. Quellen- und Filterwahl sind durch einfachen Druck möglich. Bei langem Druck einer der beiden Knöpfe wird entweder die DSD-Umrechnung oder der K2-Modus aktiviert. Auf der Oberseite des Geräts sind zwei weitere Knöpfe zu finden. Bei einfachem Druck steuern sie XSpace, und XBass/XPresence. Bei längerem Druck des linken Knopfs werden die Gain-Modi durchgeschaltet, mit dem rechten Knopf gelangt man bei längerem Druck in ein kleines Menü, in dem dann mit dem Dreh-Drück-Lautstärkeregler navigiert wird. Hier verbirgt sich zum Beispiel der xMEMS-Modus. Inzwischen bin ich, was Funkschnittstellen angeht, weniger zimperlich und lasse den iDSD Valkyrie als erstes Mal zeigen, was er kabellos abliefert. Im Bluetooth-Verbindungsmenü meines FiiO DAP M11 Plus ESS werden mir mehrere iFi-Schnittstellen angezeigt. Hier ist das Headset-Logo die zielführende Wahl. Mein DAP erlaubt mir außerdem, den jeweiligen zu Verwendung kommenden Bluetooth-Codec festzulegen. Ich entscheide mich für LDAC und priorisiere in den Einstellungen die Bitrate gegenüber der Verbindungsstabilität. Trotzdem bleibt die Verbindung bis in den nächsten Raum respektive durch eine Wand hindurch stabil. Mit eingeschaltetem IEMatch herrscht auch an meinen BA-In-Ears Vision Ears VE7 absolute Stille. In dieser Hinsicht ist iFi seit Jahren eine Konstante. Es wurde verstanden, dass die Anforderungen an einen Kopfhörerverstärker für verschiedenste Gattungen von Kopfhörern grundverschieden ausfallen und für jedes System optimiert werden müssen.
Der iDSD Valkyrie fällt ab dem ersten Ton mit einer angenehmen, zugewandten, musikalisch in sich schlüssigen Darbietung auf. Brutus „War“ vom Album Nest offenbart einen angenehmen Grundton der anfänglich noch cleanen Gitarrenarpeggios. Die Stimme von Stefanie Mannaerts wird von einem großzügigen Hall umrahmt. Der E-Bass bleibt in der Mischung sehr gut fokussiert und greifbar, ohne das Gefühl zu vermitteln, dass der Bassbereich künstlich überbetont wird. Das bleibt auch so, wenn aus den gebrochenen Akkorden der Gitarre ein kreischendes Tremolo wird und die Sängerin ihrer zweiten Aufgabe in der Band nachkommt und dem emotional aufgeladenen Text am Schlagzeug Nachdruck verleiht. Die Bluetooth-Schnittstelle hat meinen Segen. Dass ich das mal sagen würde, hätte ich vor einigen Jahren kaum gedacht, aber inzwischen wurde Bluetooth gezähmt. Selbst von meinem Android-Phone ist eine Übertragung möglich, ohne dass das Noise-Gate des Android-Systems in die Wiedergabe grätscht. Während die DAP-Lautstärke und der Lautstärkeregler am iDSD unabhängig reagieren, sind sie bei meinem Android-Phone gekoppelt. Auf Android 10 sind die Lautstärkeschritte so praxisfern wie eh und je, danke der Verknüpfung kann mit dem Lautstärkeregler des iDSD feinstufig reguliert werden – eine sehr gute Lösung.
Der iDSD bleibt zunächst auf dem Schreibtisch und dient per USB an den Rechner angeschlossen als Quelle für meinen Violectric Pre V630, der wiederum meine Neumann KH120 speist. Mit „Trieste“ des PLS.trio vom Album East River möchte ich die verschiedenen Filter und die DSD-Umrechnung evaluieren. Grundlegend spielt der iDSD mit meinem Soncoz-Wandler gleich auf. Im Hochton würde ich dem iDSD sogar einen Hauch mehr Auflösung attestieren. Weder mit GTO- noch Transient-Aligned- oder Apodising-Filtern werde ich so richtig warm. Für das bisherige Hören habe ich Standard verwendet. Obwohl Minimum Phase ein Bindeglied zwischen Standard und Bit-Perfect darstellen soll, wirkt das Filter auf mich insgesamt weicher. Bit-Perfect liefert für meine Ohren den direktesten, dynamischsten Sound mit der weitesten Bühne, der besten Instrumentenseparation und einem eher sachlichen, aber reinen und für mich so glaubwürdigsten Gesamtklang. Dieses Filter bleibt mein Favorit für alles weitere Hören. Mit der Umrechnung in DSD kann ich schon mehr anfangen als mit den Upsampling-Filtern. Dem Klavier wird gefühlt etwas mehr Körper im Grundton verliehen. Für den jazzigen Charakter des Stücks finde ich das sehr passend und angenehm. Obwohl ich nach wie vor nicht sicher bin, was mir das JVC/Kenwood-Marketing mit ihrer Erklärung der Technologie sagen möchte, gefällt mir das Album auf K2 richtig gut. Der K2-Modus verhilft einzelnen Tönen zu einem komplexeren Timbre. Gerade wenn viele Klaviersaiten gleichzeitig ohne Dämpfer ausklingen, wirkt der Ton etwas satter und lebhafter. Tatsächlich entsteht der Eindruck ähnlich wie bei analoger Bandsättigung. Der Gesamtklang erhält die widersprüchliche Komponente, die ich schon bei echtem Band schwer zu beschreiben finde. Gleichzeitig sind da diese unbändige Dynamik, Direktheit, Wucht und Energie, aber auch diese leichte Kompression am Ende des Levelmeters, die den typischen Bandcharakter prägen. Es riecht nach langen Recordingsessions, alten Teppichen und kaltem Zigarettenrauch. So wie in den goldenen Zeiten der Analogtechnik eben. Ob das jetzt exakt das ist, was K2 bewirken soll oder ich doch etwas viel in das kleine Logo im Display hineininterpretiere sei mal dahingestellt. Aber passende Alben, vor allem aus vergangen Jahrzehnten höre ich nur noch auf K2.
Jetzt zieht der iDSD Valkyrie in meine Hauptanlage um und wird über USB direkt an meinen PrimeCore A7 Roon-Core angeschlossen. In der Interpretation Howard Shelleys gemeinsam mit dem Tasmanian Symphony Orchestra von Czernys Opus 28 beweist der iDSD, dass er das Orchester musikalisch zusammenhängend und genauso fließend, wie Shelleys Arbeit Klavierläufe darzustellen vermag. Das Soloinstrument mutet dabei wunderbar luftig und freischwebend an. Es wirkt sogar noch einen Hauch organischer als ich es von meiner eigenen Kette gewohnt bin. Allgemein scheint der Raum mit dem Valkyrie einen Hauch tiefer. Wieder sind die Höhen minimal feiner aufgelöst. Insgesamt bleibt der kompakte Allzweckwandler von iFi gerade in den Bässen eine Spur neutraler als mein Brooklyn DAC+ in Verbindung mit dem vorgeschalteten Mutec Reclocker. Dennoch, er kann sich nicht in allen Belangen gegen die Mytek/Mutec-Kombi durchsetzen. Ihm fehlt es dann doch an übergreifender Kontrolle und vor allem der Instrumentenseparation meiner eigenen Kette. So bleiben die Instrumente trotz großer räumlicher Tiefe für meinen Geschmack etwas diffus. Meine eigene Kombi verleiht der Polonaise einen majestätischen, eleganten Charakter, obwohl das Stück an sich auch eine stark verspielte Anmutung an den Tag legt.
Abschließend teste ich den iDSD als externen Wandler, per USB-C an meinen DAP angeschlossen. Ich erinnere mich noch gut an die Anfänge von externen mobilen Wandlern und wie viel graue Haare es mitunter gekostet hat, DAPs dazu zu bewegen, das Signal auch wie gewünscht an die USB-Schnittstelle auszugeben. Ich bin fast ein bisschen schockiert, wie reibungslos die Verbindung hergestellt wird, der iDSD auf Anhieb die korrekte Samplerate empfängt und im Display quittiert. Zusätzlich kann im Menü des iDSD eingestellt werden, ob seine Lautstärkeregelung mit der des DAPs gekoppelt werden soll – auch das funktioniert mit meinem FiiO auf Anhieb. Nicht nur mit der FiiO-Musik App, sondern auch aus der Qobuz-App großartig. Gemeinsam mit meinem Sennheiser HD 800 s gefällt mir wieder das Bit-Perfect-Filter am besten. Es wirkt für mich am natürlichsten und unmittelbarsten. Normal Gain genügt für den Betrieb des nicht übermäßig anspruchsvollen Kopfhörers in vollem Maße und ich muss kaum über 60 Prozent aufdrehen. Mit Dhafer Youssefs fantastischem „39th Gülay (to Istanbul)“ aus dem Album Birds Requiem kann der iDSD zum Abschluss noch einmal so richtig glänzen. Der Job als Kopfhörerverstärker ist ganz klar seine Kernkompetenz. Er entlockt den Instrumenten eine geschmeidige Authentizität, die dem HD 800 s unheimlich guttut. Ich erinnere mich an den Test des ersten Diablo und wie beindruckt ich von der Klangleistung aus so einem kompakten Gerät war. Der Valkyrie schließt nahtlos an diese Leistung an, auch wenn er etwa doppelt so groß ist. Die spritzig präzise Auflösung der Oud, die geschmackvoll an den Grundton angebundene Wärme der Klarinette, der Biss der E-Gitarre, der aber ebenso wie die Becken am oberen Frequenzende nie zu aggressiv oder strähnig wird, sondern immer substanziell bleibt, sind Höhepunkte der Wiedergabe.
Gehört mit
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Router & Zubehör | Fritzbox 7530 (mit SBooster BOTW), Silent Angel Bonn N8 (mit Keces P3) |
Server | PrimeCore Audio A7 |
Reclocker | Mutec MC-3+ USB |
DAC | Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit iFi iDefender+) |
Pre-Amp | Violectric Pre V630 |
Endstufe | NAD C 275BEE, IOTAVX PA3 |
Lautsprecher | Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A |
DAP | FiiO M11 Plus ESS (FiiO Music App, Qobuz), HiBy R6 (HiBy Music App, Qobuz) |
Smartphone | Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 10 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp, USB Audio Player PRO) |
Kopfhörerverstärker | iFi Micro iDSD Black Label |
Kopfhörer | Sennheiser HD 800 s, Beyerdynamic dt 880 black edition |
In-Ears & Zubehör | Vision Ears VE7, Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match, Final ZE8000 JDH |
Kabel | Audioquest, Chord Company, Belden, Boaacoustic, Furutech, Glockenklang/Eupen, Sommer |
Herstellerangaben
iFi iDSD Valkyrie
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Hi-Res Unterstützung | PCM 768kHz; DSD512 mit DSD1024 Remastering |
Bluetooth Formate | aptX Lossless, aptX Adaptive, aptX, LDAC, LHDC/HWA, AAC, SBC |
Kopfhörerausgänge | Balanced 4,4 mm, S-Bal 3,5 mm |
Ausgangsimpedanz | ≤0,3 Ω via 4,4 mm; ≤0,2Ω via 3,5mm |
4,4 mm (RMS) | ≥19,6 V / 640 mW (@ 600 Ω); >12,0 V / 2.250 mW (@ 64 Ω) |
3,5 mm (RMS) | ≥9,8 V / 160 mW (@ 600 Ω); >8,5 V / 2.258 mW (@ 64 Ω) |
xMEMS | >28 Vpp (4,4 mm Output) |
Line Output |
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Ausgangsimpedanz | 205 Ω via 4,4 mm; 105 Ω via 3,5 mm |
SNR | 116 dB(A) |
DNR | 116 dB(A) |
THD+N | 0.002% (20-20 kHz) |
Leistungsaufnahme | Nitro 13 W; Turbo 6,5 W; Normal 3,5 W; xMEMS 6,1 W |
Batterie | Lithium-Polymer 20.000 mAh |
Ladetechnologie | Via USB-C – QC3.0 @ 20 V; QC2.0 @ 5-12 V |
Ladezeit | 2,5 h @ 20 V; 4 h @ 12 V; 5 h @ 9 V; 8 h @ 5 V |
Abmessungen | 172x160x30 mm |
Gewicht | 882 Gramm |
Preis | 1.690 Euro |
Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
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Anschrift | Westendstr. 1a
61130 Nidderau |
Telefon | +49 6187 900077 |
info@wodaudio.de | |
Web | www.wodaudio.de |
Zum 100-jährigen Bestehen präsentiert der japanische HiFi-Pionier Luxman den E-07, eine Phonovorstufe, die modernste Technik mit jahrzehntelanger Tradition verbindet. Der Luxman E-07 ist das Ergebnis jahrelanger Forschung und Innovation, er kombiniert modernste Technologie mit unvergleichlicher Benutzerfreundlichkeit und exzellenter Audioqualität.
Der E-07 ist für den Einsatz mit MM- und auch MC-Tonabnehmern konzipiert. Eine Besonderheit dabei ist der symmetrische MC-Eingang sowie die vollsymmetrische, duale Mono-Architektur, die für maximale Kanaltrennung und detailreiche Wiedergabe sorgt. Die Verstärkungsschaltung des E-07 basiert auf einem NF-Typ-Phono-Equalizer-Verstärker, der auf dem RIAA-Standard beruht. Die erste Verstärkerstufe nutzt vier parallel geschaltete Feldeffekttransistoren (FETs) in einer unsymmetrischen Konfiguration. Diese spezifische Schaltung trägt maßgeblich zur Erzielung einer herausragenden Klangqualität bei, die sich durch minimale Rauschentwicklung und maximale Signalreinheit auszeichnet.
Ein dreifaches Transformator-Stromversorgungssystem für die beiden Stereo-Kanäle und die peripheren Schaltungen gewährleistet, dass Lastschwankungen keine negativen Auswirkungen auf die anderen Schaltungsblöcke haben. Diese Unabhängigkeit der Stromversorgung erhöht die Stabilität und Reinheit des Signals erheblich. Das edle, vibrationsoptimierte Gehäuse aus Aluminium und moderne Dämpfungstechniken minimieren unerwünschte Resonanzen und vereinen klassische Eleganz mit technischer Präzision. So bietet das hochwertige Gehäuse nicht nur ästhetische Reize, sondern trägt auch zur mechanischen und elektrischen Abschirmung bei, was sich wiederum positiv auf die Klangqualität auswirkt. Dank der eleganten Formgebung passt der E-07 perfekt in jedes HiFi-Setup.
Der E-07 ist mit einem symmetrischen (XLR) und zwei unsymmetrischen (Cinch) Eingängen ausgestattet und kann so optimal in praktisch jede hochwertige Vinyl-Anlage integriert werden. Damit jederzeit optimale Tonabnehmer-Performance gewährleistet ist, verfügt die Phono-Vorstufe über vier neue Moving Coil-Transformatoren, die auf die unterschiedlichsten Impedanzanforderungen von MC-Tonabnehmern abgestimmt sind.
Technische Highlights
Der Luxman E-07 wird in Deutschland und Österreich über die IAD GmbH vertrieben und ist ab sofort im autorisierten Fachhandel erhältlich. Der Preise beträgt 6.500 Euro. Weitere Informationen gibt es hier.
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
Nach der uneingeschränkt positiven Erfahrung mit dem Silversmith Audio Fidelium Lautsprecherkabel vor einigen Monaten konnte ich nicht anders, als das Testkabel zu erwerben. Die Investition habe ich keine Sekunde bereut. Schon damals wurden auf der Silversmith Audio Website weitere Kabel angekündigt.
Auf die war ich selbstverständlich extrem neugierig. Überraschend schnell bot mir vor einigen Wochen Davide Della Casa als Importeur Hifi4music einen frisch eingetroffen Satz Cinch-Kabel zum Test, dem ersten in Europa. Zwar hätte ich auch gerne die symmetrische XLR Variante dazu verglichen, aber die war nicht verfügbar. Das unsymmetrische RCA allein war jedoch interessant genug, zumal ich zu diesem Zeitpunkt den Canor Virtus I2 Röhren-Vollverstärker im Betrieb hatte, der ausschließlich Cinch-Verbindungen zulässt. Meine ersten Erfahrungen waren allerdings ernüchternd. Eine klangliche Ähnlichkeit hinsichtlich Tonalität und Auflösungsvermögen, die mich beim Fidelium Lautsprecherkabel so fasziniert hatte, wollte sich nicht einstellen. Das Fidelium RCA klang deutlich höhenintensiv, ähnlich einer Klangwaage, bei der der Diskant leicht angehoben und die tiefen Tonlagen etwas abgesenkt schienen. Und selbst in meiner großen Anlage, wo nur die Frequenzen ab 300 Hertz wegen des passiven Bi-Ampings wichtig waren, konnte das Fidelium RCA hinsichtlich Auflösung im Vergleich zum Wireworld Platinum 8 nicht mithalten. An der Stelle ist aber auch der deutlich höhere Preis des Wireworld zu berücksichtigen. Unterm Strich war ich enttäuscht und wusste nicht so recht weiter. In einem englischsprachigen Testbericht über das Fidelium Lautsprecherkabel hatte ich gelesen, dass es eine lange Einspielzeit benötige. Es wurde klanglich anfänglich ähnlich dargestellt, wie ich jetzt das Fidelium RCA empfand. Bei meinem Fidelium Lautsprecherkabel-Test konnte ich diese Veränderung nicht bemerken, da Davide Della Casa mir vermutlich ein eingespieltes Paar geschickt hatte. Also mache ich mir nun die Mühe und schließe es immer wieder in unterschiedlichen Gerätekonstellationen an, um es einzuspielen. Das dauerte. Da die Silversmith Audio Fidelium keine vorgegebene Laufrichtung besitzen, markierte ich jeweils ein Ende, um so zu vermeiden, dass die Laufrichtung sich änderte. Ob dies bedeutsam war oder ist, weiß ich nicht; aber die Erfahrung lehrt: sicher ist sicher.
Auf der italienischen wie auch auf der amerikanischen Website ist über die beiden neuen NF-Kabel RCA und XLR bis dato nichts zu finden und so fragte ich bei Jeffrey Smith, dem Entwickler und Chef von Silversmith Audio an, wie es um den Kabelaufbau bestellt sei. Jeffrey Smith schrieb mir folgendes: „Die RCA-Verbindungskabel verwenden die gleiche Technologie wie die Lautsprecherkabel. Beide wurden entwickelt, um die durch Kabel verursachten frequenzabhängigen Zeitfehler so weit wie möglich zu reduzieren. Die Kabel wurden ausschließlich nach physikalischen Gesichtspunkten und nicht nach dem Gehör entwickelt. Die RCA-Bänder sind natürlich schmaler als die in den Lautsprecherkabeln und sie sind auch etwas dünner. Daher sind sie bei den zeitlichen Leistungsparametern etwa 20 Prozent besser als die Lautsprecherkabel.“ und weiter „Die RCA-Bänder sind durch ein Baumwollband getrennt, um eine niedrige Kapazität zu gewährleisten. Cinch-Kabel sind selbst abgeschirmt, das heißt die Masse selbst ist die Abschirmung, so dass es keine zusätzliche klangverschlechternde Abschirmung gibt. Die Cinch-Stecker haben eine geringe Masse und hohle Stifte und verwenden eine Legierung für die Stifte, die im Zeitbereich viel genauer ist als reines Kupfer oder Silber. Meiner Meinung nach sind dies die besten Steckverbinder auf dem heutigen Markt.“ Hinsichtlich des Handlings und der Verlegung sind die RCA völlig unproblematisch und nicht gewöhnungsbedürftig wie die Fidelium Lautsprecherkabel. Das RCA ist auch sehr leicht.
An einem regnerischen Nachmittag fasste ich mir ein Herz und startete einen erneuten Hörvergleich. Dazu verband ich meinen HoloAudio DAC mit dem Vorverstärker. Etatmäßig besteht hier sonst eine XLR-Verbindung mit einem Purist Audio Design Elementa Advance, das ich an dieser Stelle wegen seiner räumlichen Tiefendarstellung und tendenziell etwas dunkleren Timbrierung schätze. Wenn man so will, hat das PAD also diesbezüglich einen gegensätzlichen tonalen Charakter zum Fidelium RCA, wie ich es bis zu diesem Zeitpunkt erlebt hatte. Seit das Fidelium Lautsprecherkabel in dieser Anlage den Mittel-Hochtonbereich versorgt, hat die Musik an realistischer körperhafter Darbietung und gleichzeitig an Auflösung gewonnen. Zur Hörprobe wählte ich Shostakovich Symphony No.13 „Babi Yar“ mit Kirill Kondrashin, dem Moscow Philharmonic Orchestra und dem Bass Vitaly Gromadsky, eine Aufnahme von 1962, bei Qobuz in 96/24 erhältlich. Diese Einspielung beeindruckt gleich zu Beginn durch den bedrohlich dunklen Gesang der Männerstimmen und unterstützt mit deren düsterer Stimmung die Atmosphäre und Erinnerung an die Gräueltaten in der Ukraine 1941. Wie zu erwarten ergab sich mit dem Fidelium RCA eine deutlich andere Wiedergabe als mittels des PAD. Die Männerstimmen standen nun vordergründiger im Raum, der Gesang klang aufgefächerter und vereinzelter. Während das PAD einen geschlossenen, düsteren Männerchor darstellte, offenbarte das Fidelium die einzelnen Stimmen differenziert, ohne dabei die Geschlossenheit des Chores aufzugeben. Ich empfand diese Art der Darstellung über das Fidelium RCA als sehr spannungsreich und fesselnd. So konnte ich mich mit dem musikalischen Charakter des neuen Silversmith anfreunden. Danach wählte ich nach einer angemessenen Hörpause The Who, Who's Next. In Sachen Räumlichkeit schienen mir beide Kabel ähnlich. Das rasante Schlagzeugspiel von Keith Moon war eindeutig hinten zu verorten. Ganz anders jedoch die Stimme von Roger Daltrey. Der steht mit weniger sonorem Timbre beim Fidelium etwas weiter hinten, eher inmitten der Instrumente. Das ist nicht verkehrt, aber halt anders und vielleicht Geschmackssache. Insgesamt gibt das Fidelium RCA die Songs der Who frischer und auch klarer wieder, ohne dabei aggressiv zu werden. Es vermittelt die Musik direkter und ansprechender. Dies fand ich bestätigt in Offenbachs Gaité Parisienne mit den Boston Pops, gestreamt bei Qobuz in CD-Qualität, weil das Fidelium dieses musikalische Feuerwerk explosiver und die Lebensfreude spürbarer vermittelt. Hier unterstützt die Offenheit des Fidelium die Leichtigkeit in passender Manier.
Möglicherweise ist diese vergleichende Herangehensweise deshalb ein wenig unfair und das Ergebnis verfälschend, weil die Feinabstimmung in meiner großen Anlage über viele Jahre auch durch Kompensation erfolgte. Damit will ich sagen, dass selbst ein mutmaßlich besseres Kabel zu einem weniger akzeptablen Höreindruck führen kann, und zwar nur deshalb, weil der kompensatorische Effekt nicht eintritt. Also probiere ich das Fidelium RCA an zwei Stellen in meiner zweiten Anlage. An den Phonar Veritas 9.2SE musiziert inzwischen ein Endverstärker von Senna Sound aus Serbien namens Onyx. Ihn verbinde ich direkt mit dem PS Audio Directstream DAC, der bei 100 Prozent seines Pegels – also ohne die digitale Lautstärke-Einstellung mit Auflösungs-Verlust behaftet herunterzuregeln – einen angenehmen Hörpegel bietet. Sobald der zum Onyx passende Vorverstärker bei mir eingetroffen sein wird, steht als zweite Anschluss-Option fürs Fidelium RCA die Verbindung von Vor- und Endstufe an. Ich wähle Musik, die geeignet ist, eine Höhenlastigkeit zu entlarven: Das Streaming von Qobuz mit 88,2/24 von Beethovens Symphonie No.1 aus dem Zyklus der gesamten Einspielungen von Jordi Savall mit Le Concert Des Nations, einer außergewöhnlich schwungvollen und frischen Interpretation. Die Darbietung dieser vielschichtigen Musik gelingt dem Fidelium RCA vorzüglich, da es das Klangbild fein durchzeichnet und dabei die Homogenität des Orchesters abbildet. Die Klangfarben gefallen, geraten aber nie schwülstig, sondern wirken liebenswert authentisch und echt. Dazu passt die frappierende Dynamik, die als Bestandteil dieser Einspielung vom Fidelium RCA eindrucksvoll zu Tage gefördert wird. Eine Überbetonung oberer Tonlagen ist hier mitnichten wahrnehmbar. Die leicht strenge Diktion des Fidelium unterstreicht das Spannende in der Musik und trägt nicht nur zum Hörvergnügen bei, sondern macht durch das Fehlen jeder Lästigkeit Lust auf eine sehr lange Hörsession. Immer wieder begeistert die Explosivität, mit der beispielsweise das Schlagwerk zu Gehör gebracht wird. Das Fidelium RCA hinterlässt hier einen erstklassigen Eindruck. Da möchte ich noch einmal The Who´s Next von der Festplatte des Antipodes Oladra in CD-Qualität übers heimische Netzwerk streamen. Der Synthi bei „Baba O´Riley“ klingt schon farbig plastisch, und sobald Keith Moons Schlagzeug hinzukommt, öffnet sich eine große Bühne, auf der dann John Entwistles Bassspiel und Roger Daltrey ihren Platz finden. Dabei verdeckt kein Hinzukommender irgendetwas. Ordnung, Transparenz und vor allem authentische Klangfarben machen diesen Song zum Genuss. Deutlicher als in meinem großen Setup erscheint der Gesang hier sehr körperhaft und glaubwürdig. Auch bei dieser Musik bringt das Fidelium RCA eine Art Strenge ins Spiel, die ich als sehr angenehm und dienlich empfinde. Denn durch das Fehlen jeder schwülstigen Überzeichnung gerät die Darbietung packend vorwärtsstrebend und eindrucksvoll nuanciert ohne lästige Artefakte. Das macht Spaß. Ebenso gefällt mir danach sehr, wie sauber und fein gezeichnet zum Beispiel der Klassiker „Girl Talk“ beim Livekonzert Montreal des Holly Cole Trios wiedergegeben wird. Die Live Atmosphäre wird beim Applaus spürbar, Piano und Bass begleiten die Sängerin mit schön aufgelösten Tönen, und Holly Coles facettenreiche Stimme zu hören, ist ein Vergnügen.
Inzwischen ist der Senna Sound Orca Vorverstärker eingetroffen, bereits einen Tag am Netz und per Fidelium RCA mit der Onyx Endstufe verbunden. Als Cinch-Verbindung vom DAC zum Vorverstärker setzte ich zuerst ein preiswertes, aber tonal ausgewogenes Audio-gd und danach ein Wireworld Platinum ein. Das macht einen erheblichen Unterschied. Das Fidelium RCA zwischen den beiden Senna Sound Geräten gab die weitaus bessere Qualität des Wireworld deutlich hörbar weiter. Mit ihm klang die Musik strukturierter und vor allem erheblich aufgelöster bei gesteigerter Geschmeidigkeit. So klangen die Symphonien von C.P.E. Bach mit der Akademie für Alte Musik im Qobuz Stream 96/24 tiefer gestaffelt und schöner. Bei klassischer Musik hat das Fidelium RCA nach meiner bisherigen Hörerfahrung seine besondere Stärke. Denn es klingt unaufdringlich, frei von übertriebener Opulenz, trotzdem mit ehrlichen Klangfarben, in angemessener Weise straff und angenehm. Für andere Musikrichtungen gilt dies ebenso, auch wenn ich mir bei diversen Musikstücken etwas weniger Betonung im Diskant wünschen würde. Das Fidelium RCA vermittelt Genre-unabhängig Taktgefühl und rhythmischen Fluss, was den Hörspaß stets fördert. Vermutlich ist das Fidelium RCA nicht everybody´s darling, aber oftmals genau das Richtige, weil es mit seinem Charakter einer hochwertigen Anlage zur musikalischen Stimmigkeit verhelfen kann.
Gehört mit Anlage 1
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Musik-Server/Player | Antipodes Oladra G4 mit Roon Server und Signalyst HQ-Player |
Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 |
Digital/Analog-wandler | HoloAudio May Ketsuné Edition |
Vorverstärker | Audio-gd Master 1 Vacuum |
Endstufe | für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100 |
Equalizer | LA-Audio EQ231G für Bass |
Lautsprecher | Triangle Grand Concert |
Zubehör | Audioquest Dragon 48 HDMI, Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Elementa Advance und Alzirr XLR, QED Genesis Silver Spiral Real-Cable HD TDC mit Enacom, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC und Source Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen, Levin Design Vinylbürste |
Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
Gehört mit Anlage 2
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Streamer | PS Audio BridgeII |
Server | Antipodes Audio Oladra G4 |
Switch | Chord Company English Electric 8 |
DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine oder Antelope Zodiac plus oder Sonic Frontiers SFD-1 |
Vorverstärker | Audio-gd Master 9 |
Vollverstärker | Soulnote A-2 |
Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE |
Zubehör | Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3 und DIII AES/EBU, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters |
Herstellerangaben
Silversmith Audio Fidelium RCA
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Kategorie | Cinchkabel für analoge Verbindungen |
Material | Nichtmagnetische Legierung |
Paarpreise | RCA-XLR 0.6m 1.100 Euro RCA-XLR 0.9m 1.200 Euro RCA-XLR 1.3m 1.400 Euro RCA-XLR 1.8m 1.600 Euro RCA-XLR 2.7m 2.000 Euro RCA-XLR 3.6m 2.400 Euro |
Vertrieb
Silversmith Audio Europe
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Adresse | Hifi4music Via Carmagnola 19 10064 Pinerolo (TO) – Italien |
Telefon | +39 335 655 8581 |
info@hifi4music.com | |
Web | www.silversmitheurope.com |
Röhrenverstärker erfreuen sich auch 100 Jahre nach ihrer Erfindung einer ungetrübten Beliebtheit. Cayin macht jetzt mit dem MT-35 Mk3 den audiophilen Traum vom eigenen Röhrensound besonders günstig und alltagstauglich. Mit 36 Watt Leistung, Bluetooth, Kopfhörerausgang und VU-Meter hat er alles, was ein moderner Amp haben sollte – für 1.598 Euro!
Feinste Röhrenklänge und alltagstaugliche Leistung verbinden sich im Cayin MT-35 Mk 3 auf einzigartig günstige Weise: Im Ultralinear-Modus seiner vier Endröhren liefert er erstaunliche zwei mal 36 Watt Leistung. Die Verstärkung selbst erfolgt im besonders effektiven Class-A/B-Gegentaktbetrieb für kraftvolle Dynamik aus den vier EL34 Röhren.
Die klanglich ebenso entscheidenden Ausgangstransformatoren wurden speziell für die Schaltung des MT-35 Mk3 entwickelt. Das hochwertige Alps-Potentiometer sorgt für exakte und kanalidentische Lautstärkeregelung. Ein einfach zu montierender Schutzkäfig wird mitgeliefert. Er verhindert zuverlässig unbeabsichtigtes Berühren der Röhren und erlaubt einen guten Blick auf die sieben leuchtenden Glaskolben.
Günstiger Preis, eine klassische Röhrenschaltung und flexible Einsatzmöglichkeiten gehen beim Cayin MT-35 Mk 3 Hand in Hand. Dem Benutzer stehen drei Cinch-Eingänge für analoge Quellen zur Verfügung. Zusätzlich ist ein Bluetooth-Empfänger für die direkte drahtlose Zuspielung von Digitalsignalen eingebaut. Mit Bluetooth 5.1 und hochwertigen Codecs wie AAC, aptX HD und LDAC ist eine hohe Qualität auch bei drahtloser Zuspielung garantiert. Ein vollwertiger Kopfhörerausgang auf der Frontseite treibt handelsübliche Kopfhörer von 16 bis 300 Ohm Impedanz. Das zentrale hinterleuchtete VU-Meter gibt dem MT-35 Mk3 nicht nur einen klassischen Look und zeigt die aktuelle Leistungsaussteuerung an, sondern dient auch der Bias-Optimierung für jede einzelne Endstufenröhre.
Die Verstärkerschaltung des MT-35 Mk3 ist eine Eigenentwicklung von Cayin und in Point-to-Point-Verdrahtung von Hand bei Cayin montiert. Mit vier Endröhren des Typs EL34 generiert er ausreichend Leistung für viele handelsübliche Lautsprecher. Unterschiedliche Abgriffe an den speziell entwickelten, breitbandigen Ausgangstransformators mit eigenen Klemmen für 4 oder 8 Ohm ermöglichen eine optimale Anpassung wahlweise an hoch- oder niederohmige Lautsprecher.
Die Endstufenröhren können wahlweise im leistungsstärkeren Ultralinear/Pentodenmodus betrieben werden, oder im Triodenmodus eingesetzt werden. Wird über den Schalter auf der Oberseite letzterer aktiviert, halbiert sich zwar die effektive Leistung auf zwei mal 18 Watt, dafür wird der Klangcharakter für Puristen feiner, eben triodentypischer.
Die Vorspannung (Bias) für jede Röhre lässt sich mit einem Trimmer einzeln optimieren, das zentrale Zeigerinstrument dient dabei als einfache Anzeige für eine optimale Einstellung. In der Vorstufe kommen klassische Röhren vom Typ 12AX7/ECC83 und 12AU7/ECC82 zum Einsatz. Wer den Klang des Cayin MT-35 Mk3 individualisieren will, kann die verwendeten Endröhren vom Typ EL34 gegen kompatible Modelle wie 6CA7, 6L6, 5881 oder ähnliche austauschen. Der Cayin MT-35 Mk3 ist ab März 2025 mit silberner Front und ab April 2025 in schwarz erhältlich. Der Preis beträgt jeweils 1.600 Euro.
Vertrieb
Cayin Audio Distribution GmbH
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Anschrift | An der Kreuzheck 8 61479 Glashütten-Schloßborn |
Telefon | +49 6174 9554412 |
Fax | +49 6174 9554424 |
info@cayin.com | |
Web | www.cayin.de |
HiFiPilot, der etablierte HiFi-Distributor mit Sitz in Deutschland, übernimmt ab sofort den exklusiven Vertrieb der kanadischen Marke Galion Audio in ganz Europa. Damit steht europäischen HiFi-Enthusiasten eine spannende neue Option für audiophile Verstärker zur Verfügung.
Hinter Galion Audio steht Thomas Tan, ein leidenschaftlicher Audiophiler, erfolgreicher YouTuber (Thomas & Stereo) und Content Creator für das amerikanische audiophile Magazin „The Absolute Sound“. Seine Reise begann mit dem Streben nach exzellentem Klang, das ihn schließlich dazu brachte, 2020 seine eigene Marke zu gründen. Bei der Entwicklung seiner Produkte arbeitet er mit renommierten Ingenieuren zusammen, die bereits durch ihre außergewöhnlichen Designs beeindruckt haben – darunter Fabien Tremblay für Galions Transistorverstärker und Mr. Liu für die Röhrengeräte.
Besonders hervorzuheben ist das innovative Konzept von Galion Audio: Jedes Produkt wird in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Entwicklern kreiert, wobei Thomas Tan persönlich das Klang-Tuning übernimmt. Sein Ziel ist es, Verstärker mit einem unverwechselbaren Klangcharakter zu schaffen, die für Audiophile das berühmte „Wow“-Erlebnis bieten – ohne die oft überhöhten Preise der Branche.
Ab sofort sind folgende Galion Audio Produkte exklusiv bei HiFiPilot erhältlich:
Alle Geräte zeichnen sich durch exzellente Verarbeitungsqualität, audiophile Klangsignatur und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Mit der Aufnahme von Galion Audio in sein Portfolio bleibt HiFiPilot seiner Philosophie treu: Audiophilen in Europa exklusive Marken und außergewöhnliche Klanglösungen zugänglich zu machen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten gibt es auf der offiziellen HiFiPilot-Website: www.hifipilot.de/Galion-Audio
Vertrieb
HifiPilot GmbH
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Anschrift | Höhenstr. 7 75239 Eisingen |
Telefon | +49 7232 3640155 |
kontakt@hifipilot.de | |
Web | www.hifipilot.de |
Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr begann die High End Society auch heuer ihren Messereigen mit der eintägigen World Of Headphones in Heidelberg. Der Tankturm, aus dem früher Dampflokomotiven mit Wasser versorgt wurden, hatte sich als Ausstellungsort bewährt und wurde auch diesmal von einer Vielzahl von Kopfhörer-Enthusiasten besucht.
Die Atmosphäre auf einer Kopfhörerausstellung unterscheidet sich deutlich von der einer üblichen Messe. Während bei letzteren viele Zuhörer recht unverbindlich mal einen Raum betreten und nach einem kurzen ersten Eindruck entscheiden, ob sie bleiben oder weiterziehen, muss man auf einer World Of Headphones an einem der Stände erst einmal einen Hörplatz ergattern und zumindest bei In-Ears mitgebrachte oder von Standpersonal zur Verfügung gestellte frische Ohrstöpsel montieren, bevor man überhaupt eine Vorstellung von den präsentierten Schallwandlern bekommt. Wenn es um Kopfhörerverstärker oder Digital-Audio-Player geht, greift man besten auf seinen eigenen Kopfhörer zurück: Auf einer World Of Headphones ist also deutlich mehr Eigeninitiative und Engagement der Besucher notwenig als bei einer der großen Hifi-Shows. Und wirklich konnte man im Tankturm beobachten, dass viele Interessierte ihre Schallwandler und DAPs mitgebracht hatten und sich beim Vergleichen ausgiebig Zeit nahmen. Bei dieser Art von Tests entsteht natürlich auch sofort ein Kontakt zu den Ausstellern. So verwundert es nicht, dass einige von Ihnen nicht einmal drei Stunden nach Messebeginn schon eine klare Einschätzung geben konnten: Sofort nach dem Öffnen der Türen habe mehr Andrang geherrscht als im letzten Jahr, und das sei auch weiterhin so geblieben. Nicht bis zu Schluss geblieben ist der Autor, da man nach den Messen im vergangenen Jahr und den diesjährigen Norddeutschen Hifi-Tagen naturgemäß keine Fülle von Neuheiten entdecken konnte. Einige Premieren und Produkte, die auf den großen Ausstellung unter dem Aufmerksamkeits-Radar durchgeschlüpft waren, sowie den ein oder anderen neuen Anbieter gab es erfreulicherweise dennoch.
Im Erdgeschoss im Saal 100 präsentierte SPL seine bewährten Kopfhörerverstärker: Die unterschiedlichen Modelle des Phonitor sind für die Heim- oder Studio-Verwendung ausgelegt. Mit Neuheiten in der Professional Fidelity Baureihe sei erst im Mai zur High End zu rechnen, verriet Marketing-Chef Sascha Flocken. Tara und Werner Obst zeigten bei WOD vorrangig die Produkte von ifi sowie Kopfhörerzubehör von Dekoni Audio. Neben den bekannten Ohrpolstern und -stöpseln bietet der amerikanische Hersteller nun ein modulares Kabelsystem an. Gleich nebenan konnte man Dragan Solajas Topmodell Vortex hören. Der Röhrenverstärker kann Lautsprecher, dynamische und magnetostatische Kopfhörer treiben. Für einige RAAL-Kopfhörer gibt es auch eine passende Entzerrung. Die Leistung von 12,5 Watt an ach Ohm stellen zwei EL34 in Pentoden-Schaltung zur Verfügung. Der Preis des in Serbien gefertigten Verstärkers beträgt 8400 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
A&L führte – ebenfalls im Saal 100 – seine Elektronik mit Schallplatten vor. Die Firma hatte in Heidelberg ihren ersten Messeauftritt. Das A im Firmennamen steht für die Alders Electronic GmbH, die sich selbst als Spezialist für elektromechanische Komponenten bezeichnet, und das L für den Elektroingenieur Heiko Lange. Nach einer raumgreifenden All-In-One-Lösung inklusive Plattenspieler entwickelt A&L nun eine Reihe von Einzelkomponenten, deren Äußeres beste Erinnerungen an die Audiolabor-Verstärker weckt. Die Signale des Plattenspielers wurden von der Vinyl-Engine aufbereitet, die symmetrische und unsymmetrische Eingänge bietet, aber auch mit einem reinen MC-Modul mit MC-Übertrager von Lundahl zu haben ist. Die Preise beginnen bei 3.000 Euro. Die Leistung für die Kopfhörer stellte der Headman zur Verfügung, ein Kopfhörer- und Line-Verstärker ebenfalls in Modulbauweise. Besonderheit ist hier der Biophonic Equalizer, der speziell auf die klanglichen Eigenschaften von Kopfhörern abgestimmt sein soll und Eingriffe in drei Frequenzbereichen ermöglicht. Die Preise für den Headman liegen je nach Ausstattung zwischen 4.500 und 6.000 Euro. Um den Vertrieb der Produkte von A&R – in nicht allzu ferner Zukunft sollen noch eine reine Vorstufe und Monostufen das Portfolio abrunden – kümmern sich Jörg Illmann und Christian Kallen.
Ein Heimspiel hatte Sound Heaven, ein Hifi-Studio aus Heidelberg. Inhaber Klaus Gassmann hatte kürzlich die Vorstufen-/Kopfhörerverstärker-/Wandler-Kombination Maestro HPA1 des italienischen Herstellers Audma entdeckt und war davon so begeistert, dass er sie nicht nur in seinem Studio anbietet, sondern gleich den Vertrieb für Deutschland übernommen hat. Der HPA1 wandelt mit AKM-Chips, besitzt neben den digitalen auch symmetrische und unsymmetrische analoge Eingänge und ebensolche Ausgänge. Dazu kommen je eine Pentaconn-, Klinken- und XLR-Buchse für Kopfhörer. Die Besonderheit des Geräts ist die Elisa-Schaltung (Electronic Loudspeaker Imaging Simulating Amplifier), die bei der Wiedergabe über Kopfhörer den Eindruck erzeugen soll, über Lautsprecher zu hören. Dazu kann per Drehregler die Breite und der Winkel zur imaginären Bühne eingestellt werden. In jeder der beiden analogen Anzeigen bewegen sich gegenläufig zwei Zeiger: Einer zeigt den Signalpegel an, der andere die Intensität des Crossfeeds. Der Preis des HPA1 liegt bei 9.600 Euro.
Jens Wölfert betreute den Stand von ATR - Audio Trade und hatte zweieinhalb Premieren im Gepäck: Da war zum einen der Rotel DX-3, der am symmetrischen Pentaconn-Ausgang bis zu zweimal 2,8 Watt und an der 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse 765 Milliwatt zur Verfügung stellt. Neben den Digital-Eingängen inklusive Bluetooth gibt es auch noch einen Cinch-Eingang. Für Aktiv-Lautsprecher, Vor- oder Endstufen gibt es neben dem Cinch- auch noch einen XLR-Ausgang. Die Wandlung übernimmt ein ES9028PRO. Der DX3 steht mit 1.500 Euro in der Preisliste. Zum selben Preis bekommt man auch den Mytek Liberty THX AAA™ HPA. Der Lautstärkeregler stammt hier von ALPS, die Energie liefert ein eingebauter 60-Watt-Ringkerntrafo. Der Liberty besitzt 3,5- und 6,3-Millimeter-Klinkenbuchsen so wie symmetrische Pentaconn- und XLR-Buchsen für Kopfhörer. Es gibt drei Cinch- und einen Kombi-Eingang für 6,3-Millimeter-Klinken- oder XLR-Stecker. Erstmal gezeigt wurden Finals Kopfhörer aus der D8000-DC-Serie zwar auf der High End, jetzt aber sind sie lieferbar: Der D8000 DC kostet 4300 Euro und soll mit einem runderen, etwas volleren Klang aufwarten. Die 500 Euro teurere Pro Edition besitzt etwas andere Wandler, die für eine höhere Auflösung sorgen sollen. Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen konnte bei den aktuellen auf einen Ringmagnet verzichtet werden, was zu einer Gewichtsreduktion von etwa 100 Gramm und damit zu mehr Tragekomfort führt.
Die dritte Etage, die sogenannte Kathedrale teilten sich wie im letzten Jahr audioNEXT und MalValve. Dieter Mallach hatte laut eigener Aussage keine neuen Kopfhörerverstärker mit nach Heidelberg gebracht und Carsten Hicking, einer der Inhaber von audioNEXT, rückte den Sendy Audio Aiva 2 zum Preis von 660 Euro in den Fokus. Allerdings musste er sich die Aufmerksamkeit des Publikums mit dem Palma DHS-1 teilen, der sich durch Drehen der Scheibe, die die Ohrmuschel abdeckt von einem offenen in einen geschlossenen Kopfhörer verwandeln lässt. Sein Preis beträgt 2.200 Euro. Besonders interessant war das Vorserienmodell des Luxsin X9, einer Kopfhörer/Wandler-Kombination, für die die Entwicklungsabteilung von Eversolo verantwortlich zeichnet. Das Gerät misst beim Anschluss eines Kopfhörers dessen Impedanz, um die elektrischen Parameter des Verstärkers darauf einstellen zu können. Für viele populäre Kopfhörer sind spezielle Entzerrungen hinterlegt. Darüber hinaus gibt es ein digitales Crossfeed und eine eigene App. Dennoch soll der Preis unter 1.500 Euro liegen.
Im Kuppelsaal in der vierten Etage und im darüber liegenden Tank, in dem wieder bequeme Sessel und ein Kaminfeuer zu längerem Aufenthalt und einer ebensolchen Beschäftigung mit den Ausstellungsstücken einluden, war der Headphone Shop mit einer Auswahl aus seinem breitgefächerten Angebot vertreten. Ein Röhrenverstärker des polnischen Herstellers Feliks Audio lieferte ausreichend Energie für die in einem Kopfhörerständer integrierten Silberübertrager für den Immanis und den Magna von Raal 1995. Inklusive der Impedanzanpassung und des empfohlenen Kabels kosten die Nobel-Hörer 10.000 respektive 7.700 Euro. Ihr Entwickler, Aleksandar Radisavljevic, war vor Ort, um Kundenfragen zu beantworten. Am Nachbarstand stellte Giordano Zacchini, der CEO von Spirit Torino, die Modelle Valkyria Titanium und Pulsar des italienischen Herstellers vor. In den Kopfhören zu Preis von 12.000 respektive 6.000 Euro arbeiten pro Kanal zwei dynamische Treiber nach dem Isobarik-Prinzip: ebenso außergewöhnlich wie spannend.
Mit der Horizon präsentiert Wilson Benesch eine Neuheit in der Fibonacci-Serie. Der Standlautsprecher kombiniert innovative Materialien, wegweisende Technologie und meisterhafte Fertigung. Wie alle Wilson Benesch Lautsprecher entsteht auch das neue Modell in Sheffield, England, und setzt neue Maßstäbe für Klangreinheit, Detailtreue und Design.
Wilson Benesch setzt bei der Horizon auf eine der fortschrittlichsten Gehäusekonstruktionen, die es je in einem Lautsprecher gab. Das A.C.T. 3zero Monocoque-Gehäuse, das auch in den anderen Lautsprechern der Fibonacci-Serie zum Einsatz kommt und eine in dieser Form einzigartige Konstruktion in der Lautsprecherwelt darstellt, besteht aus biobasierten Verbundmaterialien. Im Gegensatz zu herkömmlichen Holz- oder MDF-Gehäusen wird hier eine hochentwickelte Struktur genutzt, die ungewollte Vibrationen auf ein absolutes Minimum reduziert und so eine vollkommen neutrale Klangwiedergabe ermöglicht.
Die beiden 170-Millmeter-Tactic 3.0-Treiber, die durch ihre nahtlose Integration in das Monocoque-Gehäuse eine beeindruckende Kontrolle und Klarheit ermöglichen, sind zentrale Komponenten der Fibonacci Serie. Ihre Konstruktion basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Fertigung von High-End-Treibern und sorgt für ein perfekt abgestimmtes Klangbild mit außergewöhnlicher Kontrolle und Transparenz. Ein wichtiger Grundsatz bei Wilson Benesch ist es, erfolgreiche Konzepte aus der Natur in ihre Produkte einfließen zu lassen. Das beginnt beim modularen Design, das eine stete Evolution mittels schrittweiser Verbesserungen einzelner Elemente ermöglicht. Auch der Einsatz von biobasierten Verbundmaterialien ist ein Zeugnis dieser Philosophie. Daher rührt auch der Name Fibonacci in Anlehnung an das Zusammenspiel von Natur und Wissenschaft.
Der gleichnamige Hochtöner, der schon in den Schwestermodellen der Fibonacci Familie seine außergewöhnliche Performance unter Beweis stellen konnte, kommt auch in den Horizon Lautsprechern zum Einsatz. Dank seiner einzigartigen Seidenkalotte in Kombination mit einer Kohlefaser-Halo-Struktur bietet er eine außergewöhnliche Hochtonpräzision bis 30 Kilohertz sowie eine unverfälschte, detailreiche Klangperformance. Diese Materialkombination wurde entwickelt, um eine herausragende Balance zwischen natürlicher Hochtonwiedergabe und struktureller Stabilität zu erreichen. Während Metallkalotten oft zu Härte und klanglicher Schärfe neigen, bietet die Fibonacci Seidenkalotte eine sanfte, verfärbungsfreie Wiedergabe feinster Details, wodurch ein realistisches und angenehmes Klangbild entsteht. Die Kombination aus Seidenkalotte und Kohlefaser-Halo-Struktur sorgt für ein besonders natürliches Klangbild ohne Verzerrungen. Dank dieses innovativen Designs werden feinste Details in Aufnahmen bewahrt und mit höchster Präzision dargestellt.
Neben ihrer herausragenden Klangqualität und Musikalität überzeugt die Horizon mit einem modernen, zeitlosen Design. Die Formgebung ist das Ergebnis intensiver Forschung und vereint optische Eleganz mit akustischer Perfektion. Dabei wurde die Gehäuseform nicht nur aus ästhetischen Gründen gewählt, sondern gezielt so konzipiert, dass sie optimale akustische Eigenschaften gewährleistet. Das Gehäuse minimiert interne Reflexionen und unerwünschte Klangverfärbungen, indem es eine strömungsoptimierte Form nutzt, die Schallbrechungen im Inneren verhindert. Dadurch wird sichergestellt, dass die Klangbühne offen und präzise bleibt, ohne die übliche Beeinflussung durch Gehäusereflexionen, die bei herkömmlichen Lautsprecherdesigns auftreten.
Zudem präsentiert Wilson Benesch mit der Horizon zwei neue Premium-Lackierungen: Olivine – ein tiefes metallisches Olivgrün mit changierenden Reflexen – und Black Eclipse, das je nach Lichteinfall von elegantem Schwarz in ein warmes Goldkupfer übergeht. Diese exquisiten Finishes wurden von britischen Luxusautomobilmarken inspiriert und unterstreichen den exklusiven Charakter der Horizon. Diese Farben sind ab sofort für alle Lautsprecher der Fibonacci-Serie verfügbar. Die Wilson Benesch Horizon ist ab April 2025 im autorisierten Fachhandel erhältlich. Der Preis beträgt 35.000 Euro für die Standard-Version in Mattschwarz. Die beiden Premium-Lackierungen sowie diverse andere Farben und Hölzer sind optional gegen Aufpreis verfügbar
Hersteller/Vertrieb
IAD GmbH
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Anschrift | Johann-Georg-Halske-Str.11 41352 Korschenbroich |
Telefon | 02161/61783-0 |
Web | www.iad-audio.de |
service@iad-gmbh.de |
Kürzlich berichtete ich an dieser Stelle über den Besuch von Suzuki san, dem Kopf von Andante Largo, in Gröbenzell, konnte aber nur die kurzen Erfahrungen mit dem fantastischen Rack beschreiben. Jetzt steht im Hörraum eine Box mit Spikes, so dass ich die Spikes-Teller und zudem die Kontaktflüssigkeit von Andante Largo ausprobieren kann.
In der Andante-Largo-Terminologie heißen die Untersetzer für Spikes „Silent Mounts“. Es werden fünf Versionen angeboten, und zwar mit Durchmessern von 35, 50 und 70 Millimetern. Die kleinsten Teller bestehen aus Titan und werden für Geräte mit einem Gesamtgewicht unter 25 Kilogramm empfohlen, können aber pro Stück mit 30 Kilogramm belastet werden. Die Scheiben mit 50 Millimetern werden aus Titan oder aber Edelstahl gefertigt und sind für Racks, Verstärker oder Lautsprecher gedacht. Ein Vierer-Set kann maximal 320 Kilogramm tragen. Die beiden Spike-Aufnahme mit dem größten Durchmesser wurden für Lautsprecher konstruiert, bestehen aus Edelstahl, können mit 150 Kilogramm pro Stück belastet werden und unterscheiden sich vorrangig hinsichtlich der Winkel der Vertiefung, mit der der Spike Kontakt aufnimmt. Zum Test hat mir der deutsche Andante-Largo-Vertrieb Drei H zwei Vierer-Sets SM-7F geschickt. Die Modelle aus Edelstahl sind schwarz eloxiert oder Hochglanz-poliert erhältlich. Alle Silent Mounts bestehen aus zwei Teilen: der eigentlichen, strukturierten Scheibe, in die auf der Unterseite eine ringförmige Vertiefung eingedreht wurde, und einem passenden Ring aus einer Metalllegierung, der der Bedämpfung dient und in die Aussparung eingeklebt wird.
Ein Test im Hörraum wurde nur möglich, weil die sonst dort residieren Børresen 05 SSE mit ihren Darkz-Z2S-Füßen kurzfristig den Stenheim Alumine FIVE SX weichen mussten, die mit bequem von oben justierbaren Spikes und dazu passenden Tellern geliefert werden. Da Stenheim-Inhaber Jean-Pascal Panchard bei einem Besuch seine Lautsprecher optimal im Hörraum ausrichtete, sollten deren Positionen beim Tausch der serienmäßigen Teller gegen die Silent Mounts möglichst nicht verändert werden – kein leichtes Unterfangen bei einem Gewicht von um die 140 Kilogramm pro Box. Da ist es dann hilfreich, sich eine bekannte Testscheibe durch mindestens dreimaliges Hören gut einzuprägen, damit man beim Tausch der Unterlegscheiben nicht aus Angst, kleinste Klangveränderungen nach länger Zeit nicht mehr genau beurteilen zu können, in Hektik verfällt. Es dauert dann auch wirklich fast zehn Minuten, die Stenheims auf den Silent Mounts zu platzieren und sie exakt – und vollkommen wackelfrei – wieder so auszurichten, wie sie zuvor standen. Aber schon nach den ersten paar Takten von Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 ist klar, dass man keine Fledermausohren benötigt, um die klanglichen Verbesserungen wahrzunehmen, die die Andante-Largo-Füße bewirken: Die Abbildung wirkt in allen Dimensionen einen Tick größer und insgesamt plastischer. Die Instrumente und Instrumentengruppen werden schärfer umrissen und dennoch wirkt die Fläche, die beispielsweise die ersten Geigen einnehmen, räumlich weiter ausgedehnt. Die Wiedergabe gewinnt auch in Sachen Binnendynamik, und das rhythmische Geschehen wird eine Spur stärker akzentuiert. Zudem werden die Frequenzen ab dem Präsenzbereich nun noch einen Hauch entspannter und geschmeidiger reproduziert. Ich habe nicht die geringste Lust, die Alumine FIVE SX wieder mit den zum Lieferumfang gehörenden Tellern zu hören. Dafür steigern die Silent Mounts den Musikgenuss einfach zu sehr.
Im Päckchen von Drei H befand sich auch noch eine kleine Schachtel mit gerade einmal 1,5 Milliliter Flüssigkeit zur Kontaktverbesserung von Steckern und Buchsen. Mit dabei sind auch Tüchlein und einige Wattestäbchen, die Q-Tips ähneln, deren Durchmesser aber auf das Innere von Cinch- oder XRL-Buchsen angepasst sind. Alles, was über den Kontaktverbesserer in Erfahrung zu bringen war, ist, dass er auf einer Polymerverbindung beruht und auch das Ausgangsprodukt für das Chordohmic Transmission Fluid der Chord Company ist. Dazu sollte man wissen, dass Andante Largo der Vertrieb für die englischen Kabelspezialisten in Japan ist. Nachdem Suzuki san seine Rezeptur für das „Trans-Music-Device“ an Chord weitergegeben hat, entwickelte er für Andante Largo das „Super TMD“. Bei der Namensgebung war und ist ihm vor allem das Wort „Device“ wichtig, da er der Flüssigkeit Komponenten-Status zuspricht.
Es wäre so schön und naheliegend es gewesen, für einen Test die Kontaktflächen eines zuvor benutzten – natürlich aufmerksam gehörten – Kabels zu behandeln und dann schnell wieder in der Kette zu verwenden: So geht es aber nicht. Die Flächen sollen laut Anleitung einmal sparsam mit dem Fluid benetzt werden. Nach zehn Minuten sind etwaige verbleibende Reste zu entfernen. Nach einer Stunde ist dann das Prozedere zu wiederholen, um die Langzeitwirkung des Super Trans Music Device zu erhöhen. Auch wenn Drei-H-Chef Mika Dauphin vorschlug, das Fluid erst einmal an einer Beipackstrippe auszuprobieren, war ich viel zu neugierig, um nicht sofort eines meiner bewährten Kabel zu nehmen: Ich verband den Ausgang von Chord Electronics DAVE statt mit dem Audioquest Dragon mit einem Paar Göebel High End Lacorde Statement mit der Vorstufe, während ich das zweite Pärchen Göbel XLRs wie vorgeschrieben mit Andante Largos Super TMD behandelte. In der Zeit hörte ich mich noch ein wenig auf die Alumine FIVE SX ein, die ja noch einiges mehr zu bieten haben, seit sie auf den Silent Mounts ruhen.
Da ich ja nur die Kontakte zweier Stecker und nicht einmal die entsprechenden Buchsen einpinselte und trocken putzte, erwarte ich nun wirklich keine gravierenden Veränderung, und um nicht der Autosuggestion zu erliegen, bat ich meine Gattin, beim Test dabei zu sein. Wir hörten dreimal den Anfang von Mahlers Symphonie Nr. 3, bevor ich das behandelte Göbel Lacorde statt des unbehandelten einschleifte: Der Effekt war dem der Silent Mounts recht ähnlich, wenn auch nicht genau so intensiv, aber verglichen mit dem dafür nötigen Aufwand einfach verblüffend. Gar nicht auszudenken, wir überwältigend es klingen müsste, wenn alle Kontakte im analogen oder dem noch viel längeren digitalen Signalweg mit dem Wundermittelchen behandelt werden! Ich werde demnächst wohl einige Zeit mit der Kontaktpflege verbringen.
PS: Vielleicht war die Idee, meine Gattin zum Mithören einzuladen, doch kein so guter Einfall: Nachdem wir kurz unsere positiven Höreindrücke ausgetauscht hatte, meinte sie: „Damit kannst Du die Kabel und Buchsen meiner Kette im Wohnzimmer gern auch einmal behandeln.“ Ich habe beim Vertrieb jedenfalls schon einmal ein größeres Fläschchen bestellt.
Gehört mit
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Plattenspieler | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil |
Tonarm | Thales Simplicity II AMG 12JT |
Tonabnehmer | Lyra Olympos, Wilson Benesch Tessellate Ti-S, DS Audio DS-W3 |
NAS | Melco N1 und N1Z H60/2 mit externem Audiaz Linearnetzteil |
Streaming Bridge | Auralic G1 |
Up-Sampler | Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil |
LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature, Melco S1 |
10-MHz-Clock | SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8 |
Vorverstärker | WestminsterLab Quest |
Endstufe | Einstein The Poweramp |
Lautsprecher | Stenheim Alumine Five SX |
Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, Dragon XLR, Swiss Cables, ForceLines, Ansuz Digitalz D-TC Gold Signature und Mainz D2 |
Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Degritter Mark 2, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P6 und SBooster MK II, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20, div. Sortz, PowerBox D-TC SUPREME, Thixar Silent Feet 20, Waversa WLAN-Isolator-EXT-1 (2x), Arya Audio Revopods |
Herstellerangaben
Andante Largo Silent Mount SM-7FX
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Abmessungen (Ø/H) | 70/12mm |
Preis | 600 Euro für ein 4-er Set |
Herstellerangaben
Andante Largo Super Trans Music Device
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Preis | 100 Euro (1,5ml) 150 Euro (3ml) 350 Euro (10m) |
Vertrieb
DREI H Vertriebs GmbH
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Anschrift | Mika Dauphin Kedenburgstraße 44 Haus D / 1. OG 22041 Hamburg |
mika.dauphin@drei-h.biz | |
Telefon | +49 40 37507515 |
Ortofon präsentiert das limitierte MC 90X – eine Neuauflage des legendären Tonabnehmers MC A90, der neue Maßstäbe hinsichtlich Präzision und Musikalität setzte. Der MC 90X besitzt eine markante blaue Farbgebung und ein verbessertes Nadelträgergummi und setzt das Erbe des Vorgängers mit außergewöhnlicher Präzision, Klarheit und Innovation fort.
Eines der herausragenden Merkmale des Ortofon MC 90X ist das Wide Range Damping (WRD)-System, das eine hervorragende lineare Frequenzantwort und einen erweiterten oberen Frequenzbereich gewährleistet. Dieses fortschrittliche System verwendet eine Platinscheibe, die zwischen zwei speziell entwickelten Gummiabsorbern platziert ist und eine hervorragende Abtastung und effektive Resonanzkontrolle über das gesamte Frequenzspektrum bietet. Die von Ortofon selbst entwickelten Gummimischungen verbessern die Leistung weiter und optimieren die Dämpfungseigenschaften, um Verzerrungen zu minimieren und die Klangklarheit zu verbessern. Diese Innovationen machen das MC 90X zu einem Hochleistungs-Tonabnehmer, der außergewöhnliche Details, Präzision und ein unvergleichliches Hörerlebnis garantiert.
Um eine lineare Wiedergabe mit einem breiten Frequenzbereich und optimaler Abtastung zu erreichen, ist ein Diamant erforderlich, der die Original-Schneidnadel nachahmt. Daher ist der Ortofon MC 90X mit dem Replicant 100-Diamanten ausgestattet, der für sein dünnes, leichtes Profil und seine außergewöhnlich große Kontaktfläche bekannt ist und es ihm ermöglicht, den Rillen mit unübertroffener Präzision zu rfolgen. In Kombination mit einem speziellen Polierverfahren und einem Boron-Nadelträger sorgt dieses Design für bemerkenswerte Transparenz, Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit und liefert eine außergewöhnliche Klangqualität für ein beeindruckendes Klangerlebnis. Das Herzstück des MC 90X ist ein revolutionäres Fertigungsverfahren, das selektive Laserschmelzen (SLM). Bei dieser hochpräzisen Technik werden Mikropartikel lasergeschweißt, um ein einteiliges Gehäuse zu erzeugen. Dies erhöht die Steifigkeit, reduziert unerwünschte Resonanzen und sorgt für eine optimale Masse der Tonabnehmer. Für eine außergewöhnliche Signalübertragung werden die Spulendrähte aus der Speziallegierung Aucurum hergestellt, einem vergoldeten sauerstofffreien 6NX-Kupfer.
Herstellerangaben
Ortofon MC 90X
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Hersteller
ORTOFON A/S
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Anschrift | Stavangervej 9 DK-4900 Nakskov Denmark |
support@ortofon.dk | |
Web | ortofon.com |
Mit seinem neuen Ensemble Cable System stellt Dekoni eine innovative Lösung vor, die Flexibilität und Premium-Qualität auf einzigartige Weise kombiniert: Diese modularen Kopfhörerkabel bieten nicht nur audiophile Klangqualität, sondern ermöglichen es auch, die Verkabelung der Kopfhörer jetzt und in Zukunft flexibel an seine Bedürfnisse anzupassen.
Das Ensemble Cable System basiert auf der innovativen Dekoni-MCS-Technologie (Modular Cable System), die den Austausch von Steckern und Kabeln kinderleicht macht. Das System bietet zwei Materialvarianten: versilbertes Kupfergeflecht für eine optimale Signalübertragung und nylonummanteltes Kupfer für zusätzlichen Schutz und Langlebigkeit. Die Kabel sind in zwei Längen, symmetrisch mit 4,4-Millimeter-Pentaconn und unsymmetrisch mit 6,35-Millimeter-Klinke, erhältlich und können mit unterschiedlichen Kopfhörer-Anschlüssen wie 3,5-Millimeter-Klinke, Sennheiser HD (2-Pin) und Mini-XLR ausgestattet werden.
Die Ensemble Kabel sind aus hochwertigen Materialien gefertigt, um eine perfekte Klangqualität bei höchster Langlebigkeit zu bieten. Die modulare Konstruktion macht es möglich, die Kabel mit den entsprechenden Steckern und Adaptern blitzschnell an verschiedene Geräte und Anwendungen anzupassen, ohne jedes Mal ein neues Kabel kaufen zu müssen. Perfekt für Gamer, Musikliebhaber und Kreative, die ständig auf der Suche nach dem besten Sound sind – auch unabhängig vom Standort.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
Das Ensemble Cable System ist Teil eines sich ständig erweiternden Ökosystems, das den Entwicklungen der Audio-Technik und den Bedürfnissen der audiophilen Community entsprechend kontinuierlich neue modulare Produkte und Zubehör integriert. Das bedeutet nicht nur laufend mehr Anpassungsmöglichkeiten und Zukunftssicherheit, sondern auch ständig neue Absatzmöglichkeiten für Händler.
Vom Material über die Kabellänge bis hin zu den Anschlüssen (inklusive Post-Split-Varianten) lassen sich alle Parameter für das ganz eigene, perfekte Kopfhörerkabel sehr einfach anpassen. Dieser modulare Ansatz reduziert unnötigen Abfall, da nur die benötigten Komponenten ausgetauscht werden müssen. Die Ensemble-Kopfhörerkabel sind kompatibel mit allen gängigen Kopfhörermarken wie Audio Technica, Sennheiser, Meze, Hifiman und mehr.
Alle Ensemble-Kabel sind ab sofort in verschiedenen Längen und Ausführungen bei WOD Audio erhältlich. Weitere Informationen zu den Produkten gibt es unter https://shop.wodaudio.com/ensemble-cables/.
Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
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Anschrift | Westendstr. 1a
61130 Nidderau |
Telefon | +49 6187 900077 |
info@wodaudio.de | |
Web | www.wodaudio.de |
Über den slowakischen Audio-Spezialisten Canor las und hörte ich bislang nur Gutes. Der Vollverstärker Virtus I2, ein Class-A-Röhrenvollverstärker ist das erste Gerät von Canor in meinem Hörraum. In mehrerlei Hinsicht hebt er sich ab von dem, was ich kenne. Das gilt nicht nur für seine Optik oder sein Innenleben, sondern besonders für seinen Klang.
Armin Kern, der in Norddeutschland als Repräsentant für anspruchsvolle HiFi-Marken unterwegs und in der Branche als erfahrener Audio-Spezialist gern gesehen ist, brachte mir an einem kalten Mittwochmorgen den riesigen Karton ins Haus. Danke allein dafür, denn ohne seine Unterstützung hätte ich den Vollverstärker nur mit Mühe ins Haus bekommen. Etwas handlicher, aber mit 28 Kilo immer noch schwer, trug er ihn nach dem Auspacken in den ersten Stock in meinen Hörraum. Dort standen in jüngster Zeit immer wieder interessante Vollverstärker zum Test, die in ihrer Preisklasse allesamt klanglich Spaß machten und ihre individuellen Stärken offenbarten. Für mich ergibt sich aus dieser Erfahrung das Bild, dass integrierte Verstärker zwischen 6.000 und 10.000 Euro ein erfreulich gutes Verhältnis von Klang zu Preis darstellen können und es bei der Wahl in erster Linie auf Vorlieben des Hörers ankommt, wem von ihnen man den Vorzug geben mag. Besonders in Erinnerung sind mir der Cayin CS-805A, der dank seiner 300B Bestückung in der Treiberstufe mit wunderschönen Klangfarben schmeichelte und auch hinsichtlich Leistung stark aufspielte. Ebenso der Chord Electronics Ultima Integrated, der mit seiner Schnelligkeit, Feinzeichnung und Räumlichkeit überzeugte. Für 9.000 Euro reiht sich der Canor Virtus I2, das Topmodell unter den Vollverstärkern der slowakischen Edelschmiede, in diese Reihe musikalischer Leckerbissen ein.
Canor feiert aktuell sein 30-jähriges Firmenjubiläum und ist auch deshalb ein bedeutendes Unternehmen, weil man in Prešov neben den eigenen Canor-Komponenten auch Elektronik für andere Firmen im Auftrag fertigt. Pro-Ject ist hier eine besonders wichtige Marke, aber auch Isotek oder Musical Fidelity. Das hat nicht nur den Vorteil, dass mit diesen etablierten Namen gutes Geld verdient wird. Von Relevanz ist auch die Auslastung hochwertiger Maschinen, die bei einem daraus resultierenden Fertigungsvolumen rentabel werden und sich schnell amortisieren. Das wiederum bedeutet, dass man fertigungstechnisch hochmodern auf dem neuesten Stand produzieren kann. Davon profitieren alle, die hier herstellen und herstellen lassen. Auch deshalb besteht ein Canor-Gerät stets aus im eigenen Hause entwickelten und gefertigten Teilen. Das gilt nicht nur für Gehäuse, Platinen und Trafos. Die Inhaber von Canor heißen Zdenek Brezovjak, Jozef Curlik und Jan Kosco. Chefentwickler Zdenek Brezovjak stammt aus einer musikalischen Familie und erlernte in jungen Jahren selber Geige und Tenorsaxophon. Sein beruflicher Werdegang galt besonders der Radioelektronik. Als ausgebildeter Ingenieur baute er seine ersten Audio-Komponenten und tat sich alsbald mit den beiden übrigen Canor-Mitinhabern zusammen. Wenn ich auf das Canor-Portfolio schaue, wundert mich der interessante Mix aus Röhren- und Transistorgeräten. Hier kann ich keine Vorlieben oder Abhängigkeiten von Preisklassen erkennen. Armin Kern erklärte mir dazu, dass Zdenek Brezovjak und seine Team technologieoffen an jede Geräte-Idee herangingen und einfach schauten, was in der jeweiligen Preisklasse den besten Klang ermögliche, egal ob Röhre, Transistor oder Hybrid. Das Ingenieursteam bekam unlängst Zuwachs durch John Westlake, der sich weltweit durch renommierte Entwicklungen für Quad, Leak oder Audiolab einen Namen machte und jetzt federführend den Canor Virtus A3 entwickelte, der bald auf den Markt kommen soll. Dieser Vollverstärker mit Röhrentreiberstufe soll eine Synthese aus Class A und Class D sein und einen D/A-Wandler sowie einen Phonovorverstärker auf hohem Klangniveau mitbringen. Preislich liegt er voraussichtlich bei nur etwa zwei Dritteln unseres Testkandidaten Virtus I2, der inzwischen in meinem Hörraum warm geworden und spielbereit ist.
Der Röhrenverstärker bezieht seine Ausgangsleistung von 2 mal 40 Watt im Ultra-Linear-Betrieb oder halb soviel im Trioden-Modus aus zwei KT-88 pro Kanal. Auch die Vorstufe arbeitet mit Röhren, und zwar mit zwei 12AT7 als Treiber. Eine 12AX7 besorgt die Phasenumkehr der zweiten Halbwelle. Der Virtus I2 ist optisch ernüchternd unspektakulär. Denn er bietet rein gar nichts vom Flair, das Röhren-Amps üblicherweise ausstrahlen, es sei denn, man schaut von oben durch die Lüftungsgitter in das Gerät hinein. Er ist daher eher nichts für Menschen, die die Illumination als Kaufkriterium sehen. Rein äußerlich könnte der I2 genauso ein Transistorverstärker sein, wenn da nicht rückseitig die zwei Anschlüsse für den Vier- und Acht-Ohm-Abgriff der beiden bei Canor gewickelten und in Öl getränkten Ausgangstransformatoren wären. Die optische Erscheinung des Virtus I2 ist eher dezent als protzig. Allerdings fällt sofort die erstklassige Verarbeitung ins Auge, die ein typisches Merkmal von Canor ganz allgemein ist. So ist über keinerlei Dekor-Schnickschnack zu berichten. Die Frontplatte trägt mittig den großen Lautstärkeregler, darunter in für die Marke typischem Gelb-Orange das Canor-Logo und den Schalter in und aus dem Standby. Schaltet man den Virtus I2 mit diesem oder per zum Lieferumfang gehörender handlicher kleiner Vollmetall-Fernbedienung ein, so beginnt zuerst die rote Standby-LED zu blinken und es erscheint rechts unten in großen Lettern der Canor Schriftzug. Alle diese beleuchteten Anzeigen liegen hinter der quer in die massive Alu-Front eingelassenen schwarzen Acrylscheibe. Sobald durch hörbares Relais-Klicken der Signalweg freigeschaltet ist, weil die Röhren jetzt stabil vorgeheizt sind, wechselt das Canor-Pictogramm zur Anzeige des gewählten Eingangs und gleichzeitig der eingestellten Lautstärke. Diese Informationen bleiben dann auch dauerhaft. Den Pegel merkt sich das Gerät beim Ausschalten in Standby und rekonstruiert ihn beim Einschalten. Eine Speicherung unterschiedlicher Lautstärken bezogen auf die einzelnen Eingänge gibt es nicht, was ich aber auch für überflüssig erachte. Schaltet man den Virtus I2 mit dem harten, rückseitigen Netzschalter aus, so meldet der Verstärker sich ebenfalls mit dem zuletzt eingestellten Pegel zurück. Der Wert wird demnach intern gespeichert. Vor dem harten Ausschalten sollte man den I2 aber in den Standby herunterfahren, was das Gerät mit dem Pictogramm „Shutdown“ anzeigt. Kaum sichtbar und somit zum dezenten Erscheinungsbild beitragend, sind links neben dem Canor-Logo untereinander drei Taster und rechts zwei Reihen mit je drei Tastern zu finden. Die linke Reihe macht folgendes möglich: Oben Mute, darunter die Umschaltung von Ulta-Linear auf Trioden-Betrieb, auch gerne im Spielbetrieb, und unten die Dimm-Taste. Diese ermöglicht, ebenso wie ihr Pendant auf der Fernbedienung, fünf Helligkeitsabstufungen oder eine komplett schwarze, unbeleuchtete Front. Die zwei mal drei Taster rechts dienen allein der Eingangswahl. Der Virtus besitzt vier Paar Cinch-Eingänge. Die beiden XLR-Eingänge funktionieren ausschließlich bei der Verwendung als Mono-Block. Dies bedeutet die Anschaffung eines zweiten I2, was nicht nur eine Verdoppelung der Ausgangsleistung bedeutet, sondern laut Armin Kern den Klang hinsichtlich Feinauflösung, Druck im Grundton, sensibler Dynamik und Leichtigkeit nochmals verbessern soll. Für den Mono-Betrieb finden sich rückseitig zwei XLR-Anschlüsse und ein Schalter für die Zuordnung der beiden Exemplare als Master und Slave. Denn es wird nur die Vorverstärkerstufe eines Gerätes benötigt und die des Slave komplett abgeschaltet. Ein RJ-45 Buchse dient als Steuerleitung für den Mono-Modus. Selbstverständlich müssen auch die Lautsprecher in diesem Falle anders angeschlossen werden, wozu die zusätzlichen Terminals dienen. Zwischen vier und acht Ohm muss dann nicht mehr unterschieden werden, weil sich dann schaltungstechnisch acht Ohm ergeben. In der Reihe der Cinch-Eingänge befindet sich noch ein Ausgangspaar mit nicht vom Lautstärkeregler abhängigem Pegel. Hier lässt sich beispielsweise eine Tonbandmaschine zur Aufnahme anschließen.
Armin Kern wollte natürlich gern erleben, wie sein Canor in meinem Hörraum klingt. Vom Test der SPL Performer s900 Endstufe standen noch die Analysis-Audio-Bändchen-Lautsprecher bereit, und somit hatte der Virtus I2 mit ihnen seine ersten Partner. Wir streamten in CD-Qualität von Qobuz Die Kluge von Carl Orff mit dem Leipzig Radio Symphony Orchestra unter dem Dirigat von Herbert Kegel (Eterna 1982). Armin Kern war erstaunt, wie gut der Virtus mit diesem Lautsprecher zurechtkommt. Sehr überzeugend war die klangliche Ausgewogenheit und die feine Auflösung der Musik und des Gesangs. Ihm gefiel vor allem die entspannte Wiedergabe, die trotz der nur vierzig Watt an den wirkungsgradschwachen Lautsprechern die Feindynamik nicht limitierte. Grobdynamische Sprünge kann die Analysis Audio eher weniger, aber leise haben wir in dem gut 20 Quadratmeter großen Raum nicht gehört, sondern mit einem dem Orffschen Werk angemessenem Pegel. Beim Umschalten von Ultra-Linear auf Triode hatten wir beide nicht das Gefühl, dass dies von Vorteil wäre. Ultra-Linear klang lebendiger und luftiger ohne hinsichtlich der Klangfarben etwas einzubüßen. Das wunderte mich ein wenig, denn die Air-Tight Monos, die ich inzwischen nicht mehr besitze, verhielten sich gänzlich anders. Dort klang der Trioden-Betrieb in allen Kriterien besser. Aber dies werde ich später an den wirkungsgradstärkeren Phonar Veritas 9.2SE überprüfen. Vierzig Watt aus zwei KT-88 rauszuholen ist nicht viel, da bringen andere es auf 25 Prozent mehr. Laut Armin Kern geht es hier um die optimale Nutzung der Röhren. Diese stammen von Electro Harmonix und arbeiten mit Autobias und Kathodenrückkopplung. Zdenek Brezovjak verwendet nur beste Exemplare, misst sie sorgfältig aus und kombiniert sie pro Gerät. Jede Röhre wird nummeriert und hat unter den Vieren im Virtus I2 ihren zugeteilten Arbeitsplatz. Diese Selektion wird festgehalten und archiviert, so dass im Falle eines Austausches stets ein Röhrenpaar mit so gut wie identischen Werten geliefert werden kann. Diese aufwändige Prüfverfahren namens Aladdin hat man im Hause Canor über einen Zeitraum von sechs Jahren selber entwickelt und verfeinert, um einen maximalen Qualitätsstandard sichern zu können. Der Verzicht auf die maximale Leistung der Röhre, so erfuhr ich, dient nicht nur einer klanglichen Optimierung, weil sie nicht im Grenzbereich arbeiten muss, sondern ebenfalls ihrer Lebensdauer. So eine akribische Selektion bedeutet einen zeitlichen und damit auch einen entsprechenden Kosten-Aufwand. Im Verstärker finden sich weitere Besonderheiten, die der Klangqualität dienen: Auffällig ist die MU-Metall Ummantelung der 12AT7 und 12AX7 zur Abschirmung. Diese Gehäuse drücken eine Spiralfeder von oben auf die Röhren. Das verbessert einerseits die thermische Ableitung zur Kühlung der Röhre, andererseits unterbindet es Schwingungen und damit den berüchtigten Mikrophonie-Effekt. Canor verwendet in seinen hochwertigen Komponenten einen besonderen Platinen-Aufbau. Sie nennen es CMT Technologie™. Die Platinen sind an unterschiedlichen Stellen in variierender Länge unterbrochen. Damit erreicht man, so Armin Kern, ein der freien Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung ähnliches günstiges Dielektrikum wie Luft und gleichzeitig hohe Fertigungsgüte und Konstanz. Der gesamte Aufbau ist nicht nur ordentlich, sondern geradezu liebevoll. Oder haben Sie schon mal eine Acrylglas-Abdeckung über der Stromversorgung als Schutz gesehen? Bei der Lautstärkeregelung verwendet Canor Relais mit getrennten Einheiten für den linken und rechten Kanal, um eine möglichst perfekte Kanaltrennung zu erhalten. In Ein-Dezibel-Schritten ist eine Absenkung bis zu -63 Dezibel möglich.
Um den Virtus I2 technisch zu erkunden, habe ich ihn freistehend und offen betrieben. Seine Verlustwärme aus dem reinen Class-A Betrieb hält sich da in Grenzen. Ein wohliger warmer Hauch über ihm verführt vielleicht zum Erwärmen der Hände. Jetzt schließe ich den Verstärker mit dem soliden Deckel, um festzustellen, das er dann ordentlich warm wird, so wie man es von einem Class-A-Röhrenamp auch wohl erwartet, was jedoch bei freier Platzierung unproblematisch sein dürfte. Bevor ich die zwar angenehm ausgewogen klingenden Analysis Audio gegen die wesentlich dynamik-freudigeren Phonar Veritas tausche, höre ich noch von Qobuz „Take My Breath Away“ von Malias Album One Grass Skirt to London, eine ausgezeichnete Aufnahme, besonders hinsichtlich Malias Stimme. An den Bändchen klingt der Gesang so authentisch, dass man glauben könnte, sie stünde dort zwischen den Lautsprechern. Piano, Bass, Orgelsound und Schlagzeug unterstützen Malia dabei feinfühlig und auf der imaginären Bühne sauber geordnet. Der Canor Virtus lässt dabei keinen eigenen Fingerprint erahnen, sondern reproduziert mit souveräner Gelassenheit und tonal perfekter Ausgewogenheit. Selten hat dieser Lautsprecher so wirklichkeitsnah und gleichzeitig die Spannung der Musik vermittelnd geklungen.
Dennoch, die Phonar machen mehr daraus: Malias Gesang erklingt mit einem deutlich energischeren Ansatz, ihre Stimme bekommt zuvor nicht erlebte Kontur. Schon jetzt wird erkennbar, dass der Virtus viel mehr kann als Gelassenheit, Homogenität, Bühne und authentische Klangfarben zu vermitteln. Jetzt fasziniert mich bei der minimalen Instrumentierung der Gesang noch mehr. Die Augen zu schließen ist nicht mehr nötig, um die Interpretin mit noch klarer umrissener Gestalt und feinst artikuliertem Gesang zwischen den Boxen stehend zu erleben. A Tribute to Charlie Parker with Strings (Qobuz 44/16) von Charlie Watts mit Rolling Stones Background-Sänger Bernard Fowler als Erzähler einer originell formulierten Vita, begeistert mich sofort wegen einer bislang an den Phonar mit anderen Verstärkern kaum erlebter räumlichen Ordnung. Die Lautsprecher existieren körperlich nicht mehr. Die Bühne scheint breit aber nicht sphärisch. Denn Instrumente und Stimme stehen an ihrem Platz und sprühen vor Klangfarben und Dynamik. Ich höre das Fell der Trommeln nachschwingen. Das Altsaxophon von Solo-Star Peter King prustet kraftvoll seine satten, konturenreichen Klänge in meinen Hörraum. Ordnungssinn hat der Canor ebenso wie Esprit und ein Faible für Klitzekleinigkeiten, die manch Mitbewerber vielleicht lieber mit Opulenz überlagert. Alle Instrumente, egal ob Trompete oder Piano oder das im Hintergrund vorwärtstreibende Schlagzeugspiel von Charlie Watts wirken bestechend echt. Und das Rhythmusgefühl, der musikalische Fluss stimmen ebenso und reißen mit. Der tiefere Bass erklingt stets genauestens artikuliert, Becken des Drumsets glitzern und glänzen metallisch, offen und unaufdringlich. Die Atmosphäre, das Gefühl bei dieser Live-Aufnahme im Birminghamer Ronnie Scott´s dabei zu sein, krönt das Erlebnis.
Eigentlich möchte ich dieses mit soviel Schwung und Leichtigkeit in meinen Hörraum eingebrachte Konzert einfach genießen, zwinge mich aber doch aus des Testers Pflichtbewusstsein auf Trioden-Betriebsart umzuschalten. Dazu wähle ich bei einem Pegel von -24 Dezibel das Stück „Just Friends“ aus, da nach einer Konzertpause mit ein wenig Instrumente-Stimmen beginnt und gleich das Club-Feeling spürbar werden lässt. Die Intro-Geräuschkulisse gerät bei Triode eine Spur näher, was mich erst einmal positiv überrascht, das folgende „Just Friends“ ist etwas wärmer und dichter gezeichnet. Das mag Geschmackssache sein, wirkt auf mich aber vergleichsweise ein wenig langweilig. Auch das folgende „Cool Blues“ bestätigt diesen Eindruck deutlich. Versuche ich es mal mit Brahms Piano Quartet No.1 mit dem Fauré Quartet bei -18 Dezibel: Schon mit dem Allegro zeigt der Trioden-Modus bei dieser knochentrockenen, temperamentvollen Einspielung, wie hilfreich er sein kann. Denn er verleiht dieser sehr schönen, transparenten Aufnahme dank einer Priese Wärme mehr musikalische Geschlossenheit und fördert die Lieblichkeit der Streicher. Das alles wohl dosiert und, wie ich finde, dem Werk und seinen Interpreten nichts raubend, sondern dienlich. Also schön, dass diese Option existiert, auch wenn ich mich insgesamt als Hörstandard für Ultra-Linear entscheide und diesen auch für symphonische Musik einstelle. Meine Wahl fällt auf Gustav Mahler, Symphony No. 3 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons.
Der Canor Virtus I2 macht die Qualität dieser Aufnahme sofort spürbar. Die Hörner strahlen mit großartiger Klangfarbe wirklichkeitsnah nicht von ganz vorn, und das imposante Schlagwerk baut sich dann fein gegliedert ganz hinten auf. Egal ob bei Bläsern oder Streichern, die Obertöne der Instrumente vermittelt der Canor mit authentischer Strahlkraft. Er weiß jeder Sektion ihren Raum zu lassen, so dass ich wunderbar in das Orchester hineinlauschen kann. Alles erklingt ungemein realistisch. Das ist schon wirklich großartig, weil ebenso ehrlich wie bezaubernd. Besonders die Bläsersätze erstaunen mich, denn die konnte ich mit keinem Verstärker an den Phonar so glaubwürdig und packend genießen. Dass symphonische Musik so realistisch und mit solcher Autorität vermittelt wird, ist für mich bislang in diesem Hörraum nicht vorstellbar gewesen. Ich will noch einmal das Genre wechseln und mit „All Right Now“ von Free Live bei adäquatem Pegel prüfen, was der Virtus mit solcher Musik anstellt. Die Pfiffe aus dem Publikum zu Beginn kommen deutlich aber nicht schmerzhaft ans Ohr, die Bassdrum erstklassig trocken. Andy Frasers Bassläufen kann man dank scharfer Konturen leicht folgen. Der Song fetzt ordentlich und hat nichts Schmeichelhaftes a la Röhrenklang an sich. Dynamisch geht dem Virtus auch jetzt nicht die Luft aus. So will ich dieses Konzert mit Vergnügen hören. Eigentlich wäre der Testbericht hier zu Ende, aber ich kann mich von dem Hörvergnügen mit dem Canor nicht lösen und genieße noch etliche Alben. Darunter auch das Ramsey Lewis Trio mit The „In“ Crowd: Auch da komme ich aus dem Staunen nicht raus über das, was dieser Verstärker musikalisch drauf hat. Die Live-Atmosphäre wird schon beim Händeklatschen vermittelt, denn dies klingt so glaubhaft, dass ich mich gleich in die Szene hineingezogen fühle. Die Musik spielt so mitreisend und emotional packend, weil Energie und Nuancenreichtum jedes Instrument strahlen lassen – grandios. Auch dieses Konzert geht viel zu schnell vorbei. Ich werde einfach nicht müde, so Musik zu genießen.
Gehört mit
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CD-Laufwerk | Wadia WT 3200 |
Streamer | PS Audio BridgeII |
Server | Antipodes Audio Oladra G4 mit Roon Server |
Netzwerk | Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 für Antipodes Oladra, Chord Company English Electric 8 für PS Audio BridgeII |
Reclocker | Mutec M-3+ Smartclock USB |
DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine |
Vollverstärker | Soulnote A-2 |
Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE |
Zubehör | JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral, AudioQuest Hurricane HC Netzkabel, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, AudioQuest Fog Lifters |
Herstellerangaben
Canor Virtus I2
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Geräteart | Röhren-Vollverstärker |
Stereo Ausgangsleistung | 2 x 40 W / 4, 8 Ω – ultra-linear; 2 x 20 W / 4, 8 Ω – Triode |
Monoblock Ausgangsleistung | 1 x 80 W / 8 Ω – ultra-linear; 1 x 40 W / 8 Ω – Triode |
Verstärkung | 30 dB (an 8 Ω); 28 dB (an 4 Ω) |
Eingangsempfindlichkeit | 500 mV |
Frequenzumfang | 10 – 50 000 Hz -0,5 dB / 5 W |
Eingangsimpedanz | 30 kΩ |
Eingänge | 4 x RCA, 2 x XLR (XLR dienen nur der Monoblock-Verbindung) |
Ausgänge | 1 x RCA Line-out (Line fix) |
Harmonische Verzerrungen insgesamt | < 0,05% / 1 kHz, 5 W |
Signal-Rausch-Abstand | > 95 dB; > 100 dB als Monoblock |
Filterkapazität | 2200uF / 500V |
Dämpfungsfaktor bei 4 Ohm | 9 (auf Basis der gemessenen Ausgangsimpedanz) |
Dämpfungsfaktor bei 8 Ohm | 10,5 (auf Basis der gemessenen Ausgangsimpedanz) |
Röhren-Bestückung | 4 x KT88 / 1 x 12AX7 / 2 x 12AT7 |
Netzstrom | 230 V / 50 Hz / 375 VA |
Abmessungen B x H x T | 435 x 170 x 485 mm |
Gewicht | 28 kg |
Gehäuse | schwarz oder silbern |
Preis | 9.000 Euro |
Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
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Anschrift | Am Brambusch 22 44536 Lünen |
Telefon | +49 231 9860285 |
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Web | www.idc-klaassen.com |