Am Ende dieses Textes finden Sie nämlich je einen Song im Hochbit- und im DSD-Format zum kostenlosen Download, aufgenommen mit dem Tascam. Als Ausgangsmaterial dient hier keine Platte, sondern das Session-Tape, von dem die sommelier du son-LP Goodbye Pork Pie Hat gefertigt wurde.
Gleich nach dem Auspacken, habe ich den Tascam für eine erste Funktionskontrolle als reinen CD-Player benutzt: Erwartungsgemäß bleiben die Leistungen der integrierten D/A-Wandler ein Stückchen hinter denen des zum Vergleich herangezogenen Mytek zurück: Zwar vermag der DV-RA1000HD in punkto Bassfundament, Tonalität und Dynamik durchaus zu gefallen, aber gerade, was Feinauflösung und Raumillusion anbelangt, bekommt man mehr geboten, wenn der Mytek die vom Tascam ausgelesenen Daten wandelt. Dabei erledigt der DV-RA1000HD seinen Job als CD-Transport wirklich überzeugend, wie ein kurzer Quervergleich mit dem Wadia-Laufwerk beweist. Es lohnt sich also durchaus, den DV-RA1000HD mit einem sehr guten externen D/A-Wandler aufzuwerten.
![]() Charlie Mariano & Dieter Ilg Goodbye Pork Pie Hat 24 bit / 192 kHz ca. 482,2 mb (wav) |
![]() Charlie Mariano & Dieter Ilg Goodbye Pork Pie Hat 1 bit / 2,8 MHz ca. 295,8 mb (wav) |
GEHÖRT MIT | |
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Computer | iMac 27‟, 3.06 GHz Intel Core 2 Duo, 8 GB, OS X Version 10.6.7 |
Digital-Recorder | Nagra LB |
D/A-Wandler | Prototyp, Mytek Digital |
A/D-Wandler | EMM Labs ADC IV Mk |
CD-Laufwerk | Wadia WT3200 |
Audioplayer | Amarra 2.4 |
Vorverstärker | Brinkmann Marconi |
Endstufe | Brinkmann Monos |
Lautsprecher | LumenWhite DiamondLight Monitors |
Kabel | HMS Gran Finale Jubilee, AudioQuest Coffee (USB), AudioQuest Eagle Eye (BNC), Audioplan Powercord S |
Zubehör | PS Audio Power Plant P5, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus |
HERSTELLERANGABEN Tascam DV-RA1000HD | |
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Analoge Audio-Eingänge | 1 x Cinch, 1 x XLR |
Analoge Audio-Ausgänge | 1 x Cinch, 1 x XLR |
Digitale Audio-Eingänge | 1 x S/PDIF (bis 96 kHz) 2 x AES/EBU (bis 192 kHz) 2 x BNC (S/PDIF, DSD-Raw) |
Digitale Audio-Ausgänge | 1 x S/PDIF (bis 96 kHz) 2 x AES/EBU (bis 192 kHz) 2 x BNC (S/PDIF3, DSD-Raw) |
WordClock | BNC WordClock In, Out und Thru |
Sonstige Schnittstellen | USB 2.0 Type B, Keyboard In Mini-DIN, RS-232C Control I/O, Kopfhörerbuchse 6,3mm Klinke, Fernbedienung 2,5mm Miniklinke |
Abmessungen (B/H/T) | 49/10/36 cm |
Gewicht | 6,8 kg |
Preis | 2400 Euro |
VERTRIEB Tascam - Teac Professional | |
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Anschrift | Teac Europe GmbH Bahnstraße 12 65205 Wiesbaden |
Telefon | 0611 71580 |
tascam-sales@teac.de | |
Internet | www.tascam-europe.com |
Die QM 10 / II der schwedischen Marke Guru liefen mir das erste Mal über den Weg bei den Norddeutschen Hifi-Tagen 2011, als mein erster Blick auf zwei relativ große Zwei-Wege-Säulen fiel, die fetten Tiefbass absonderten. Daneben standen kleine kastenförmige Lifestyle-Böxchen, denen man die Chassis auf der falschen Seite verkehrt herum eingebaut hatte. Niedlich! Als der Vorführer dann mal lauter machte und bei den schmucken Zierlautsprechern plötzlich jeweils eine kleine LED anfing zu zucken, bemerkte ich den Irrtum und hielt erst mal die Klappe, da ich mit fortschreitendem Alter auch in Momenten größten Erstaunens darauf achte, nicht mit offenem Mund dazustehen.
Guru Pro Audio ist im malerischen Uppsala circa 60 Kilometer nördlich von Stockholm beheimatet und nimmt für sich in Anspruch, mit den QM 10 / II für 1990,00 Euro den kleinsten und günstigsten richtigen Fullrange-Lautsprecher dieses Planeten zu fertigen. Erst seit 2007 produziert die Firma Lautsprecher, die aus Forschungsprojekten über das menschliche Hören über Einzelanfertigungen für professionelles Abmischen in der QM 60 mündeten. Die QM 10 / II (QM steht übrigens für Quality Manager und nimmt damit direkt Bezug auf den professionellen Hintergrund) ist die letzte Inkarnation dieser Reihe.
Die technischen Daten helfen einem auch nicht wirklich weiter. Die Übergangsfrequenz zwischen Hoch- und Tieftöner liegt laut Datenblatt zwischen 2 und 7 Kilohertz, im Raum (in jedem?) sollen die Böxchen 30 Hertz abliefern. Aha!
Widmen wir uns also lieber dem praktischen Teil. Die Ständer sind schnell montiert und machen einen sehr guten und stabilen Eindruck. Um Kontakt mit dem Fußboden aufzunehmen, können wahlweise Spikes montiert oder Gummifüßchen geklebt werden - hier kann schon mal nichts schief gehen.
Das erste, leise Reinhören ist erst mal sehr unspektakulär. Gewöhnen muss man sich vor allem optisch an die kaum noch gewohnte wandnahe Aufstellung. Was als erstes auffällt, ist der Bass. Tief, machtvoll und mit viel Druck. Zuerst denkt man sich, dass das bei der Größe doch absolut unmöglich ist. Etwas später kommt man zum Schluss, den Bass nicht mehr in der Relation zur Größe zu sehen, sondern insgesamt sehr beeindruckend zu finden. Man kann der Versuchung kaum widerstehen, die QM 10 / II mit fiesen, elektronischen Bassattacken von Massive Attack, Björk, Radiohead, Underworld oder K&D zu füttern und darauf zu warten, dass sie einknicken. Eine Kinderei, werden Sie sagen, aber die wollen ja Fullrange sein. Sind sie auch. Völlig unangestrengt und locker treten die Kleinen bei Bedarf auf den Hörer ein, nageln ihn in den Sessel und schieben gleichzeitig Basswellen über den Fußboden auf einen zu. Trotz der Lautstärke lassen sich E-Bassläufe hervorragend von anderen Tieftonanteilen unterscheiden. Gezupfter Kontrabass bei Jazz ist jederzeit in Volumen, Schwingung und Melodie klar vom Rest des Geschehens zu unterscheiden beziehungsweise steht als ganzes Instrument im Raum. Derartiges habe ich mit Lautsprechern dieser Preisklasse noch nicht erlebt. Der Versuch, die Lautsprecher zum Blinken mit ihren Not-LEDs zu überreden, führt zum Erscheinen meiner Frau, die meint, dass unsere Nachbarn bestimmt gleich die staatliche Ordnungsmacht rufen würden und damit nicht so ganz unrecht hätten.
Dabei bleibt der Bassbereich stets auf der verbindlichen Seite. Ganz harte Impulse werden etwas aufgeweicht, der allerletzte Punch fehlt. Trotzdem ist all dies eben nicht nur in Anbetracht des Preises und der Größe absolut bemerkenswert. Dass der Tiefton unter Zuhilfenahme der Wand – die einem manchmal fast leid tun kann, bei den Mengen an Bass, die sie schieben muss - generiert wird, ist klar, aber das so kontrolliert hinzukriegen ist eine Kunst für sich. Und auch diese Erklärung lässt einen beim Anblick des kleinen Gehäuses und Tieftöners, wenn auch mit Bassreflexunterstützung, etwas ratlos zurück. Denn dies ist in Anbetracht der Größe des Lautsprechers unglaublich und physikalisch an sich auch nicht möglich. Dass hier viel mit psychoakustischen Effekten gearbeitet wird, merkt man spätestens dann, wenn man aus dem bassgefluteten Raum geht und die Tür hinter sich schließt. Der Bass ist weg, wo man doch erwartet hätte, dass die Tür heftig mitschwingt. Derartige Tieftonpegel mit meinen alten Rogers-Monitoren lassen die Scheiben samt Fensterflügel flattern. Wie der Effekt bei der Guru technisch realisiert ist, lässt sich in einem kurzen Test nicht klären. Ist aber auch egal, so lange es so gut funktioniert und gleichzeitig die Nerven der Mitbewohner und Nachbarn schont.
Nun besteht Musik ja nicht nur aus Bass. Zwar liefert dieser das Fundament, doch all das bringt für sich nichts, wenn mittlere und hohe Bereiche hinterher hinken. Das tun sie bei der Guru zum Glück nicht. Die Mitten schließen sich völlig bruchlos an den Tiefton an und sind absolut delikat. Offen, ohne analytisch, feinzeichnend, ohne sezierend und angenehm, ohne weich zu sein. Das räumliche Abbildungsvermögen ist insofern bemerkenswert, dass sich immer ein gewisses Gefühl des Dabeiseins mit gewisser Distanz einstellt. Abstände zwischen den Instrumenten bleiben fein gewahrt, der Raum dazwischen ist schwarz. Die Abmessungen der räumlichen Höhe, Tiefe und Breite - bei Bedarf auch über die Grenzen der Lautsprecher hinaus – immer nachvollziehbar und auf faszinierende Weise richtig. Details und Feininformationen sind in Hülle und Fülle vorhanden, werden aber nicht mit dem Seziermesser aus dem Geschehen rausgeschält, sondern so nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt. Hatte man diesen umkippenden Mikrofonständer in der Jazzaufnahme wirklich vorher schon mal gehört?
Die Abhörlautstärke pendelt sich automatisch in einem Bereich zwischen fast Zimmerlautstärke und ordentlich (aber nicht zu) laut ein. Darunter wird die Wiedergabe etwas unklar, darüber ist im Verhältnis einfach zu viel Bass da. Auch die Abbildungsgröße variiert mit der Lautstärke. Im angesprochenen Bereich genau richtig, darunter kleiner, darüber gegenüber dem Bass auch irgendwie. Das erinnert an Monitorlautsprecher, die in einem bestimmten Bereich am besten klingen, wie zum Beispiel die Monitor 30 von Harbeth. Zum Glück ist der Bereich bei der Guru QM 10 / II weit gefasst und sollte in der Praxis an sich immer irgendwie passen.
GEHÖRT MIT | |
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Plattenspieler | TW-Acustic Raven .5 |
Tonarme | Rega RB 700 |
Phonopre | stst Agmen Phono |
Systeme | Audio Technica AT-7V, Dynavector DV20X/II |
CD-Spieler | Denon DCD-1290 |
Wandler | Heed Dactilus 2 |
Verstärker | Unison Unico Primo, NAD 302, Mission Cyrus Two + PSX |
Lautsprecher | Rogers Studio1 |
Kabel | TaraLabs, RG142, Vovox, Sommer, Oehlbach |
HERSTELLERANGABEN Guru QM 10 / II | |
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Frequenzgang im Raum | 30 Hz – 30 kHz |
Wirkungsgrad | 87 dB (2,83 V, 1m) |
Imdedanz | 5Ω (min 4Ω). Nennimpedanz: 8Ω |
Übergangsfrequenz | 2 – 7 kHz |
Verstärkerleistung | 5 W – 150 W |
Kurzeitbelastbarkeit | >300 HZ >160 W |
Gehäusetyp | Helmholtz Resonator |
Gehäusematerial | MDF/Aluminium |
Chassis | Höchtöner 1 x 20,5 mm Gewebekalotte, Tieftöner 1 x 102 mm Mineralfasermembran |
Hörabstand | 1 – 4 m |
Abmessungen (BxTxH) | 300 x 252 x 232 mm |
Nettogewicht | 6 kg |
Aufstellung | Vor einer Wand, eingewinkelt, Höhe 60 cm |
Ausführungen | Schwarz, weiß und rot in Klavierlack |
Paarpreis | 1999 Euro |
Preis Guru-Stands | 249 Euro |
VERTRIEB Roza High End Vertrieb | |
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Anschrift | Tim Roza Meiendorfer Straße 64 22145 Hamburg |
Telefon | 040 602 44 77 |
Fax | 040 602 55 06 |
info@roza-highend.de |
Am Abend nach dem Schließen der High End war wieder einmal Stig Bjørge, der Inhaber der Firma Lyra, die in Japan die renommierten Tonabnehmer gleichen Namens fertigt, in meinem Hörraum zu Gast. Aber diesmal ging es nicht um eine seiner analogen Pretiosen. Stig verlangte nach Batterien verschiedener Größen, entnahm seinem Koffer eine Schaltung ohne Gehäuse, einen – wie man auf den ersten Blick erkennen konnte – recht heftig modifizierten Wandler, eine Spannungswandler sowie ein Handvoll SD-Karten. Nachdem er alles soweit verkabelt hatte, verbanden wir den Wandler mit meiner Anlage, Stig schob eine SD-Karte in die Ansammlung von Platinen, Musik erklang und das Display zeigte die in diesem Falle magische Zahl 11,3. So beeindruckend die Versuchsanordnung auch musizierte, nach vier Messetagen stand uns weder der Sinn nach langen Fachgesprächen noch nach vergleichendem Hören – da schien uns das ein oder andere frisch gezapfte Thoma-Märzen einfach verlockender. Und deshalb hat Stig die wichtigsten Fakten eines der wohl zukunftsträchtigsten Projekte in der Digitaltechnik später kurz schriftlich zusammengefasst. Hier die Übersetzung seiner Beschreibung eines SD-Karten-Transports samt passendem Wandler mit aberwitzigen Abtastraten:
von Stig Bjørge
Der SDTrans384, der früher SDTrans192 genannt wurde, ist ein MicroSD Memory Card Transport mit I2S-Ausgang über eine HDMI-Schnittstelle. Diese I2S-über-HDMI-Verbindung ist mit der von PS Audio kompatibel und wird mit Zustimmung von PS Audio verwendet. Zum Transport gibt es einen eigenen Thread.
Die ursprüngliche Idee war es, mit dem batteriebetriebenen MicroSD Memory Card Transport eine komplett nebengeräuschfreie Umgebung zur Wiedergabe hochaufgelöster WAV-Dateien zu schaffen. Üblicherweise spielen selbst Audiophile solch hochwertige Dateien direkt mit ihrem Computer ab und zwar meist über USB-Interfaces. Aber ein Computer ist eine sehr geräuschvolle Umgebung und nicht gerade ideal, wenn es darum geht, höchste Wiedergabequalität zu erreichen. Musikserver basieren ebenfalls auf Computern, und selbst wenn sich einige Hersteller Mühe geben und bessere Netzteile und andere Filtertechnik einsetzen, kommt man um die Tatsache nicht herum, dass auch Musikserver Computer mit lauten Komponenten sind.
Ein weiterer Grund für die Verwendung von MicroSD Memory Cards ist es, alle beweglichen Teile wie sich drehende Scheiben bei der CD, der DVD oder bei Festplatten zu vermeiden. Deshalb haben auch einige Hersteller von Computern und Musikservern begonnen, in ihren Geräten Solid State Drives (SSD) einzusetzen, die ebenfalls auf Halbleiterspeichern beruhen und keine sich drehenden oder überhaupt beweglichen Teile besitzen. Es ist unbestreitbar, dass die Musik einer gut gerippten CD – indem man beispielsweise das weltweit bekannte Programm Exact Audio Copy verwendet – auf eine MicroSD Memory Card oder SSD übertragen und in der ruhigstmöglichen Umgebung wie beispeisweise auf dem SDTrans384 abgespielt eine höhere Klangqualität bietet als dieselbe CD in einem CD-Player, und zwar deshalb, weil man eine geräuschvolle Umgebung mit Motoren zum Drehen der Scheiben und Laser, die die ganze Zeit in Bewegung sind, um die sich drehende Scheibe zu lesen, vermeidet.
Der SDTrans wurde als Hobby und ganz persönliches Forschungsprojekt von den beiden japanischen Ingenieuren Bunpei und Chiaki entwickelt. Momentan ist Chiaki der Hauptentwickler. Anfangs konnte der SDTrans Dateien mit maximal 24bit/192kHz abspielen, aber die beiden Ingenieure waren auch an Multi-Bit-Formaten wie beispielsweise DXD mit 352,8kHz/24 und ganz hinauf bis 384kHz/32kHz interessiert.
Später wollten sie auch die DSD-Wiedergabe verbessern, bei der die SACD mit 64-fachem Oversampling oder 2,8MHz arbeitet, während bei DSD auch höheres Oversampling und höhere Frequenzen wie etwa 128-fach oder 5,6MHz und gar 256-fach oder 11,3MHz möglich sind. DSD wurde in Japan an der Waseda Universität entwickelt, die auch das 1-Bit-Consortium beherbergt. Dort wird auch weiterhin an DSD mit noch höherer Qualität geforscht. Bunpei und Chiaki unterhalten enge Beziehungen zur Waseda Universät und dem 1-Bit-Consortium.
Nachdem Bunpei und Chiaki den SDTrans384 Memory Card Transport entwickelt hatten, war es unerlässlich einen D/A-Wandler zu haben, der in der Lage ist, dessen Signale von sehr hoher Qualität zu empfangen und zu konvertieren. ESS Technology in Kalifornien fertigt einen extrem leistungsfähigen Chip mit der Bezeichnung ES9018, einen echten 32bit-Chip, der in der Lage ist, Multibit-Dateien mit dem höchsten Oversampling ebenso wiederzugeben wie DSD-Dateien mit extrem hoher Abtastrate. Nur wenige Firmen und Einzelpersonen sind in der Lage, die volle Leistung dieses Wandlers wirklich zu nutzen. Einige kleinere Hersteller wie die japanische Firma Fidelix sind aber sogar noch einen Schritt weitergegangen und haben ihr eigenes System um diesen Chip herum entwickelt. Der Fidelix Caprice ist ein Wandler und Vorverstärker, der den ES9018 Wandler-Chip in Kombination mit einer optisch isolierten I2S-über-HDMI-Schnittstelle kombiniert. Der SDTrans wurde so ausgelegt, dass er mit dieser Schnittstelle des Fidelix Caprice kompatibel ist.
Allerdings benutzt die normale Version dieses Systems noch getrennte Uhren für die beiden Geräte: Der SDTrans besitzt zwei interne Uhren mit 22.5792MHz und 24.576MHz, während der Fidelix Caprice von einer einzigen Uhren mit etwa 96MHz getaktet wird. Später testeten Bunpei und Chiaki eine synchroniserte Uhr mit einer „gehackten Version‟ des Fidelix Caprice – allerdings mit Erlaubnis seinen Entwicklers Nakawa. Für die synchronisierte Version von Fidelix Caprice und SDTrans entwarf Chiaki zwei neue Platinen, eine für den Transport und eine für den Wandler. Die Platine für den Fidelix Caprice enthält zwei speziell für diese Anwendung maßgeschneiderte NDK Quarzoszillatoren mit sehr geringem Phasenrauschen mit den Frequenzen 90,3168MHz und 98,304MHz. Diese beiden Uhren takten sowohl den auf dem ES9018 basierenden Wandler als auch den SDTrans384. Diese Entwicklung führte zu einer beträchtlichen klanglichen Verbesserung und trug dazu bei, dass der SDTrans so weiterentwickelt werden konnte, dass er nun DSD-Files mit 11,3MHz oder 256-fachem Oversampling wiederzugeben vermag.
Dass es durchaus sinnvoll sein kann, selbst die Daten einer CD vor der Wandlung in DSD zu konvertieren, habe ich vor mehr als zehn Jahren beim Test des dCS Delius Wandlers und Purcell Upsamplers feststellen können: Hier klang das, was von der CD kam, einfach am besten, wenn es vor der Wandlung ins 1-Bit-Format konvertiert wurde. Hochbit-Formate konnten da einfach nicht mithalten. Wenn man aber davon überzeugt ist, dass ein 1-Bit-Datenstrom besser klingt als PCM, dürfte man einfach ein ungutes Gefühl haben, wenn man weiß, dass das noch so wohl tönende DSD-File auf der eigenen Festplatte zumindest zwischenzeitlich mal ein Hochbit-Signal war. Aber da geht es dem Analogfan auch nicht besser: Wenn er heute noch ein aktuelles Album auf Schallplatte bekommt, kann er fast sicher sein, dass die darauf enthaltene Musik während des gesamten Produktionsprozesses als Datensatz vorlag und erst zur Überspielung in Lack oder Kupfer wieder ins Analoge gewandelt wurde.
Wer nun – wie auch ich vor kurzem noch – meint, zumindest die Nutzer von Computer-Hifi mit ihren für gutes Geld erworbenen High-Resolution-Files seien auf der sicheren Seite, dürfte auch nicht immer richtig liegen, zumindest wenn es um Dateien mit Abtastraten oberhalb von 96kHz geht: Heinrich Schläfer, Mastering-Koryphäe und Ex-Mitinhaber des bestens beleumundeten österreichischen Labels Quinton Records, merkte während eines Telefonats letztlich ganz beiläufig an, dass das meiste heutzutage in den Studios zu findende, sogenannte Outboard-Equipment – Hallgeräte, Kompressoren, Equalizer und so weiter – lediglich mit 96kHz arbeite. Den Rest erledige dann oft ein guter Upsampler. Und mit ein wenig Geschick und einigen Tricks bekäme man das auch so hin, dass die Manipulation mit einem einfachen Test nicht nachweisbar sei.
![]() Charlie Mariano & Dieter Ilg Goodbye Pork Pie Hat 2,8MHz ca. 295,7 mb (DFF) |
Auf der CES im Januar war DSD plötzlich wieder ein Thema, wie Kollege Danny Kaey berichtete. Die Audioplayer Audirwana Plus und Pure Music unterstützen das Ein-Bit-Format und Boliden von dCS und Playback Designs, aber auch der erschwingliche Mytek-DAC wandeln bereits DSD-Files. Grund genug, sich noch einmal mit diesem Format zu beschäftigen.
Und dies wird ausführlicher geschehen, als es in nur einem Artikel möglich ist. Es wird ein Test des Tascam DV-RA1000HD mit drei Klangbeispielen im DSD- und Hochbit-Format folgen, und auch unser nächstes Statement From Birdland wird ein Ein-Bit-File zum Download bieten. Hier werden wir kurz auf die SACD zurückblicken und uns dann die Vorteile von DSD von einem an seiner Entwicklung beteiligen Spezialisten erläutern lassen.
Ich gebe es gerne zu, als ich noch in der holzverarbeitenden Industrie tätig war – so titulierte die Süddeutschen Zeitung einmal wenig schmeichelhaft die Printmedien –, habe ich die SACD recht früh als Medium ohne Zukunft gesehen, was mir nicht nur freundliche Reaktionen von Leserseite bescherte. Auch wenn es immer noch engagierte audiophile Label gibt, die SACDs in hervorragender Qualität veröffentlichen, bleibe ich dabei: Als physisches Medium wird die Polycarbonatscheibe mit dem Ein-Bit-Datenstrom nicht mehr all zu lange überleben. Aber diese Prognose teilt die SACD langfristig mit der guten alten CD, die früher oder später der Verbreitung von Files per Internet oder billigem Festspeicher zum Opfer fallen wird. Für Downloads in sehr hoher Qualität könnte DSD aber das Format der Wahl werden.
Warum das so ist, erläuterte Andreas Koch in einem Beitrag für ein amerikanisches Online-Magazine, den er leicht gekürzt für Hifistatement übersetzte. Doch zuvor noch einige Informationen über den Autor: Andreas Koch war von Anfang an in die Entstehung der SACD involviert, während er für Sony arbeitete. Er leitete das Team von Ingenieuren, das die erste professionelle Studio-Software für Mehrkanal-DSD-Aufnahmen und -Bearbeitung (die Sonoma Workstation) und die weltweit ersten Mehrkanal-DSD-Wandler (A/D und D/A) entwarf, und gehörte verschiedenen Komitees zur weltweiten Standardisierung von SACDs an. Später entwickelte er als Berater eine Vielzahl von speziellen Algorithmen zur Konvertierung von DSD in PCM und in die Gegenrichtung sowie weitere Technologien zur D/A-Wandlung und zur Kontrolle von Jitter in Wandlern. Im Jahr 2008 hat er dann Playback Designs mitbegründet, um sein außergewöhnliches Wissen und seine Erfahrungen in Sachen DSD in Form von D/A-Wandlern und CD/SACD-Playern auf den Markt zu bringen. Vorher war er bei Studer in der Schweiz Teil eines Teams von Ingenieuren, das eine der ersten digitalen Bandmaschinen konstruierte. Anschließend war er Leiter einer Gruppe, die an einem Mehrkanal-Festplatten-Recorder arbeitete. Eine dreijährige Beschäftigung bei Dolby als deren erster Entwicklungsingenieur für Digitaltechnik verschaffte ihm ein sehr solides Fundament an Erfahrung und Know-how in der Audioelektronik. Man kann unter andreas@akdesigninc.com mit ihm Kontakt aufnehmen, um unter anderem auch zu seinem Beitrag Stellung zu nehmen:
von Andreas Koch
Eine neue Droge? Nein, aber ein ein ganz und gar unentbehrliches Audio-Format drängt in unsere Hörräume. Dabei gibt es DSD (Direct Stream Digital) schon seit einer geraumen Zeit, aber es war so stark mit dem physischen Medium, der SACD, verknüpft, dass es bisher nicht die Aufmerksamkeit bei Audiophilen erlangt hat, die es verdiente. Erst kürzlich in Verbindung mit dem wachsenden Interesse an Downloads in hoher Auflösung per Internet schaffte es DSD, wieder zum Thema zu werden. Was vor mehr als zehn Jahren zwingende Gründe waren, diese Wandlungsart bei der SACD einzusetzen, wird nun zu bequemen Wahrheiten in der neuen Ära hochaufgelösten Internet-Audios. Im Folgenden werde ich den Hintergrund und das Wesen von DSD darstellen und was daraus in naher Zukunft werden könnten.
Der Begriff Direct Stream Digital (DSD) wurde von Sony und Philips geprägt, als sie gemeinsam die SACD einführten. Der direkte digitale Datenstrom ist nichts anderes als eine bearbeitete Delta-Sigma-Modulation, die Philips in den 70-er Jahren entwickelte. Weitere Verbreitung fand sie erst in den späten 80-ern, als sie als Zwischenformat in A/D- und D/A-Wandler-Bausteinen zum Einsatz kam.
Abbildung 1 zeigt, wie eine analoge Quelle von einem Analog/Digital-Converter in ein digitales PCM-Format und anschließend von einem DAC wieder zurück ins Analoge gewandelt wird. Im Analog/Digital-Wandler laufen intern zwei unterschiedliche Prozesse ab:
Die D/A-Wandlung läuft sehr ähnlich ab:
Diese Technologie wurde wegen ihrer besseren Linearität und konstanten Qualität in Bezug auf die verwendeten Bauteile gewählt, da hier die meisten schwerwiegenden Signalbearbeitungen in die digitale Ebene verlagert wurden, so dass sie von der Veränderung elektronischer Komponenten im Laufe der Zeit nicht beeinträchtigt werden. Dieses Verfahren wurde schnell in die meisten Wandler-Systeme übernommen, so dass man durchaus behaupten kann, dass wir seit den späten 80-ern eine Form von DSD gehört haben, ohne es überhaupt zu wissen.
Als dann die Wissenschaft Fortschritte machte und wir unsere Erfahrungen mit Digital-Audio, begannen wir zu erkennen, dass die Algorithmen für die DSD zu PCM und PCM zu DSD Konvertierungen tiefgreifende Auswirkungen auf die Klangqualität haben können, wenn sie nach klassischen Formeln berechnet werden. Das sind relativ komplizierte Algorithmen und sie brachten ein neues Phänomen hervor, das wir als „digitalen Klang‟ oder „Ringing‟ beschreiben. Daher waren die Ingenieur-Teams von Sony und Philips bemüht, die Konvertierungsschritte in PCM und zurück aus der Wandlung zwischen analog und digital gänzlich zu entfernen. Dieser DSD-Pfad, der PCM völlig umgeht, ist oben in Abbildung 1 dargestellt. Wie es für gewöhnlich der Fall ist, führte auch hier die Vereinfachung im Signalweg zu klanglichen Verbesserungen. So war es keine Überraschung, als die ersten Hörtests derart gute Ergebnisse brachten, dass das DSD-Format als ideale Archivierungsform für Tonstudios angesehen wurden. Das allein sagt genug zur Klangtreue dieses Formats. Zu dieser Zeit zog kein Aufnahmestudio die Archivierung seiner Analogaufnahmen auf PCM auch nur in Erwägung.
Zur selben Zeit fand das neue DVD-Format Verbreitung und seine Besitzer warfen sogleich die Frage auf, ob es nicht geeignet sei, das in die Jahre gekommene Redbook-CD-Format zu ersetzen. Dessen Lizenzinhaber, Sony und Philips waren davon verständlicherweise höchst alarmiert und beeilten sich, eine konkurrierende Audio-Disc vorzuschlagen, die das DSD-Codierungs-Schema benutzt, um den Anforderungen der Musikindustrie stärker gerecht zu werden. Es entbrannte ein regelrechter Format-Krieg zwischen SACD und DVD-Audio, den glücklicherweise die SACD gewann. Daher wurde DSD in vielen digitalen Aufnahmestudios benutzt, so dass inzwischen eine riesige Bibliothek von DSD-Aufnahmen besteht, auch wenn viele davon bisher nur als PCM-Konvertierung veröffentlicht wurden.
Für die Produktion von SACDs wird meist DSD mit einer Abtastrate von 2.8224MHz (64 x 44.1kHz) benutzt. Das Aufnahme-Equipment lief aber oft auch mit der doppelten Abtastrate von 5.6448MHz (128 x 44.1kHz). Dieses Format verwenden Studios besonders gern zur Archivierung ihrer analogen Aufnahmen. Aufnahmegeräte für die doppelte DSD-Abtastrate sind selbst in höherer Qualität recht günstig zu haben, so dass auch Endverbraucher es zum Archivieren von Schallplatten und Tonbändern nutzen können, um die DSD-Files dann über audiophile High-End-D/A-Wander komfortabel in ihrem Hörraum wiederzugeben.
Die theoretische Bandbreite eines DSD-Signals mit einer Abtastrate von 2.8224MHz (64 x 44.1kHz) beträgt 1.4112MHz, während ein 96kHz-PCM-Signal eine Bandbreite von 48kHz erreicht und ein 192kHz-PCM-Signal eine Bandbreite von 96kHz. Die hohe Bandbreite von DSD hat allerdings ihren Preis: Delta-Sigma-Signale sind lediglich mit einem Bit quantisiert und haben daher keinen großen Dynamikbereich. Deshalb muss in Delta-Sigma-Wandlern ein Prozess integriert werden, der „Noise Shaping‟ genannt wird und der den Dynamikbereich im nutzbaren Audio-Bereich (0-20kHz) vergrößert und dann zu hohen Frequenzen hin langsam verringert. Das mit Noise Shaping versehene Delta-Sigma-Signal wird dann DSD genannt. Abbildung 2 zeigt den typischen Dynamikbereich eines DSD-Signals mit einer Abtastrate von 2.8224MHz, der im Audioband unter 20kHz größer sein kann als 150dB. Zudem folgt der zu hohen Frequenzen langsam ansteigende Rauschteppich in gewissem Grad unserer Hörschwelle für Transienten, die nachweislich bis hinauf zu 100kHz zu hören sind. Selbstverständlich hat DSD mit der doppelten Abtastrate einen ausgedehnteren Audio-Bereich von 0-40kHz, über dem dann der Rauschteppich sanft anstreigt.
Abbildung 2 zeigt auch die theoretischen Dynamikbereiche von PCM-Signalen verschiedener Abtastraten. Achten Sie auf die steilen Übergänge, die PCM-Signalen typischerweise eigen sind. Diese können hörbare Nebeneffekte haben wie zum Beispiel das Pre-Ringing, wenn man ihnen nicht mit speziellen Algorithmen entgegenwirkt. Prinzipbedingt kommen diese Nebeneffekte bei DSD-Signalen nicht vor.
Wie wir daraus erkennen können, ist DSD durch die folgenden Eigenschaften gekennzeichnet:
Diese Eigenschaften machen DSD zu einem ernsthaften Wettbewerber bei der Wahl von hochaufgelösten Audio-Formaten. Manchmal wird DSD wegen des im Signal enthaltenen Hochfrequenz-Anteils kritisiert (vergleiche Abbildung 2). Doch alle Wandler begrenzen die Menge des Rauschens, das auf der analogen Seite ankommt. Dieses Rauschen korreliert üblicherweise nicht mit dem Musiksignal und kann deshalb von unserem psychoakustischen System leicht herausgefiltert werden. Darüber hinaus nehmen es die meisten Hörer nicht einmal wahr. DSD mit doppelter Abtastrate löst das Problem, indem es den Anstieg des Rauschteppichs um etwa 20kHz auf der Frequenzachse nach oben verschiebt und derart das gesamte Rauschen bei höheren Frequenzen dramatisch reduziert.
Klar, große Datenmengen brauchen beim Download ihre Zeit. Aber diese Tatsache hat die Evolution der Audioformate viel zu lange eingeschränkt. Da die Computer-Plattform kein bestimmtes Format gegenüber einem anderen favorisiert, ist es für den Aufnahmeingenieur und den Produzenten zu einer künstlerischen Entscheidung geworden, welches Format er für welche Anwendung und welchen Markt auswählt. Es gibt weltweit immer weniger CD-Presswerke, und die Ära der Downloads von hochaufgelösten Musikdateien auf den Computer hat längst begonnen. In Kombination mit einem externen Wandler kann ein für hochwertige Musikwiedergabe konfigurierter Computer eine hervorragenden Musikquelle sein.
Die verschiedenen, im Moment gebräuchlichen Formate besitzen sehr unterschiedliche Bitraten, die die Zeit für einen Download aus dem Internet bestimmen. In Abbildung 3 sind verschiedene Formate mit ihrer Dateigröße für einen Song von drei Minuten und die entsprechende Download-Zeit für eine Internet-Verbindung mit 5Mb/sec aufgelistet.
Es gibt verschiedene Standards für DSD-Dateien, die alle ihre Geschichte und Existenzberechtigung haben:
Alle drei Formate sind momentan in Gebrauch, und die meisten heute erhältlichen Wiedergabe-Programme unterstützen sie alle. Das ist das Schöne an einer auf Software basierenden Plattform, dass es für den Software-Entwicklicker meist nur ein paar einfacher Handgriffe bedarf, damit ein zusätzliches Dateiformat unterstützt wird. Wir brauchen uns um die verschiedenen Dateiformate also keine Gedanken zu machen. Und wenn eine Software ein Format mal nicht akzeptiert, dann ermöglicht es Korgs kostenlose Audiogate-Software, ein Format in ein beliebiges anderes zu konvertieren. Viele Hersteller bieten bereits Wiedergabe-Programme an, die PCM in jeder Abtastrate, DSD und DSD mit doppelter Abtastrate abspielen.
Sobald die Software eine DSD-Datei liest, sendet sie die Daten an den USB-Treiber, der sie dann für die Übertragung per USB in Containern neu anordnet. Windows und Apple Betriebssysteme haben Treiber implementiert, die die USB-Audio-Spezifikationen teilweise unterstützen:
Die Linux Plattform wird zwar auch für Musik-Server benutzt. Sie ist aber – wenn der Nutzer im Umgang mit Computern nicht ausgesprochen bewandert ist – nicht leicht zu konfigurieren, und die Unterstützung mit Treibern ist bei weitem nicht so massiv wie bei Windows und Apple. Meines Wissens gibt es für Linux zur Zeit keine Wiedergabe-Software und keine Treiber, die DSD unterstützen.
Während DSD weiterhin auf jeder SACD zum Einsatz kommt, dürfte es zusätzlich eine neue Lebenschance als Download-Format bekommen. Seine klanglichen Leistungen machen es konkurrenzfähig zum PCM-Format, ganz gleich mit welcher Abtastrate. Viele Hörer halten DSD sogar für überlegen. Allein die effektive Nutzung der Bits dürfte den Erfolg als Download-Format garantieren. Gestern war jedes Audio-Format fest mit seinem Trägermedium verheiratet, wie beispielsweise LPs, CDs und SACDs. Das verhinderte die Entwicklung der Codierungs-Formate, sei es in PCM oder DSD. Aber heute kommen wir in eine Ära, in der die Hardware nicht dieselben Beschränkungen auferlegt. Dank Software-Steuerung und Computer-Plattform wird alles flexibler und nachrüstbar. Das gilt nicht nur für Speicherung, Bearbeitung und einfache Wiedergabe-Funktionen, sondern auch für physische Verbindungen wie beispielsweise USB, bis hin zum dem Ort wo die Musik spielt, im Wandler. Wenn sich gestern das Codierungs-Format dem physischen Träger anpassen musste, dann hat sich heute das Blatt gewendet: Die Hardware passt sich dem Codierungs-Format an. Mit anderen Worten: Die heutige Computer-Technologie wird wachsen, unabhängig davon, welches Format wir heute oder morgen wählen. Heute mag es eine Kombination aus PCM mit hoher Abtastrate und DSD sein, morgen vielleicht überwiegend DSD.
Folgende Firmen bieten Software-Audio-Player an, die die native Wiedergabe von DSD-Files unterstützen:
Die folgenden Label und Künstler bieten DSD-Files zum Download an:
Wer seine analogen Aufnahmen – egal, ob von Platte oder Band – in höchster digitaler Qualität in DSD mit doppelter Abtastrate archivieren möchte, dem empfehle ich den Korg MR-2000s, der DSD-Files generiert, die mit der oben genannten Wiedergabe-Software direkt abgespielt werden können.
(Leider ist das Gerät in der EU momentan nicht erhältlich. ds) D/A-Wandler, die DSD-Files direkt aus dem Computer wiedergeben können, werden angeboten von:
Soweit die positive Sicht Andreas Kochs, dem ich an dieser Stelle für seinen Beitrag herzlich danke. Im zweiten Teil sollen dann auch die Probleme nicht ungenannt bleiben, die bei der Arbeit mit DSD auftreten, wenn man nicht gerade glücklicher Besitzer einer Sonoma-Workstation ist.
Auf über 20000 Quadrametern Fläche präsentierten in diesem Jahr 366 Aussteller und damit 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr ihre Produkte. Den internationalen Stellenwert der Messe zeigt die Tatsache, dass über zehn Prozent mehr Journalisten aus dem In- und Ausland über das Messegeschehen berichteten. Am wenigsten stark stieg die Zahl der Fachbesucher: Für Branchenprofis war und ist die High End eben ein Pflichttermin. Sehr schön, dass die Ausstellung nach einem leichten Rückgang vor zwölf Monaten auch bei den privaten Musik- und Technikfreunden wieder auf verstärkten Zuspruch stieß. Hier lag der Zuwachs bei 5,8 Prozent gegenüber 2011. Bleibt Hifistatement nur, den Veranstaltern zu diesem Erfolg zu gratulieren.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Meldung, dass in 2011 wieder mehr LPs verkauft wurden als 2003. Sind die nicht schon viel länger totgesagt? In Japan gibt es ein altes Sprichwort: Wenn die Menschen über die Zukunft reden, dann lacht der Oni. Ein Oni ist ein Wesen aus der japanischen Mythologie, das Unheil bringt und sich über die naiven Zukunftsvisionen der Menschheit amüsiert, weil er eben schon anderes vorhat. Tatsache ist aber, dass der Computer aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Damit ist es mittlerweile auch super modisch geworden, Musik über den Computer zu hören. Solange aber der „audiophile Computer“ nicht so einfach funktioniert wie mein Wasserkocher, sollen sich andere damit herumärgern. So. Und damit kommen wir zum Ypsilon CDT 100. Zum was?? Zum Ypsilon CDT 100, einem konventionellen, puristischen CD Laufwerk aus Griechenland. Nun ja, so ganz konventionell ist das Ganze nun auch wieder nicht.
GEHÖRT MIT | |
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Laufwerk | Ypsilon CDT100, Ayon CDT |
DAC | Borbely Audio |
Vorstufe | Shindo Monbrison |
Endstufe | Shindo Cortese |
Lautsprecher | TAD/ WVL Fieldcoil Hornsystem |
HERSTELLERANGABEN Ypsilon CDT 100 | |
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Ausgänge digital | S/PDIF (RCA Nextgen), AES/EBU, 5 Pol Neutrik für DAC 100 |
Ausgänge analog | RCA Nextgen |
Ausgangsspannung | 2V |
Ausgangsimpedanz | 2,5 kOhm |
DAC Chip | 24 Bit Burr Brown, Non Oversampling |
Abmessungen (B/H/T) | 400/120/400 mm |
Gewicht | 20 kg |
Preis | 16100 Euro |
VERTRIEB WOD Audio Werner Obst | |
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Telefon | 06187 900077 |
info@wodaudio.de | |
Internet | www.wodaudio.de |
![]() Joo Kraus & Tales In Tones Africa 16 bit / 44,1 kHz ca. 57,4 mb (wav) |
![]() Joo Kraus & Tales In Tones Africa 24 bit / 192 kHz ca. 374,5 mb (wav) |
Am Samstag, den 5. Mai 2012, wird Joo Kraus von 10.30 bis 12 Uhr in München auf der High End anwesend sein und bei Da Capo in Halle 4 am Stand T05 Platten signieren und gemeinsam mit dem Produzenten Ihre Fragen beantworten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Auch wenn der Player sich noch so gut in die Computer-freie Kette im Wohnzimmer einfügte, muss er an der noch ein wenig höher auflösenden Anlage im Hörraum zeigen, was er kann. Dazu kommt er direkt auf einer Ebene des Pagode-Racks zu stehen, bezieht seinen Strom über ein HMS Gran Finale und steht über symmetrische Sun Wire Reference mit der Vorstufe in Kontakt. In der Schublade des Ayre liegt eine lange nicht gehörte Scheibe des Saxophonisten André Jaume, die er mit meinem damaligen Lieblingsbassisten Charlie Haden und dem Schlagzeuger Oliver Clerc einspielte: Peace/Pace/Paix, Harmonia Mundi CELP C.19. Die Standards und Originale von Haden und Jaume leben von der Spannung zwischen sehr melodischen Passagen und teils solistischen Exkursionen in etwas freiere Gefilde. Die Aufnahme habe ich nicht gerade als audiophil in Erinnerung, doch der Ayre schwelgt in Klangfarben, beispielsweise wenn Jaume vom nie schneidenden Tenor zur Bassklarinette wechselt. Die sensible Besenarbeit ‚Clercs wird ungemein fein aufgelöst dargestellt, wobei die Becken eher warm erstrahlen und man das Reiben auf dem Fell der Snare glaubt sehen zu können. Der charakteristische, singende Ton des mit Darmsaiten bespannten Kontrabasses besitzt Fülle und Kraft und ist dennoch leicht und definiert. Das alles ist völlig frei von Effekten aufgenommen worden und wird vom Ayre auch so entspannt wiedergegeben. Allerdings fand ich die Scheibe – von den Soli Hadens einmal abgesehen – nie sonderlich spannend. Dank des CX-7eMP gibt es hier nun immer neue Kleinigkeiten zu entdecken: Das macht die Scheibe nicht zu einem Spektakel, verführt aber dazu, bis zum Schluss konzentriert zuzuhören. Dem Ayre gelingt es ganz vorzüglich, eine Menge von Details freizulegen, ohne sie aus dem musikalischen Zusammenhang zu reißen.
Doch zurück zum Vergleich zwischen Festplatte und CD: In beiden Fällen wirkt der Raum realistisch, wenn auch über den Prototypen etwas tiefer und über den Ayre ein Stückchen breiter. Wenn das Signal aus dem Rechner kommt, umgibt das Schlagwerk ein Hauch mehr Luft, kommt es von der CD, besitzen die Schläge mehr Nachdruck. Gerade untenherum macht der Ayre mehr Dampf, um es einmal salopp auszudrücken. Letztlich agieren sowohl der Wandler mit dem iMac als auch der Ayre auf sehr hohem Niveau. Da ist es eher eine Geschmacksfrage, ob einem die eine oder andere Abstimmung ein bisschen mehr zusagt. Viel wichtiger: Ein CD-Player mit den Qualitäten des Ayre gerät auch heute gegenüber der Musikwiedergabe aus dem Computer nicht ins Hintertreffen.
GEHÖRT MIT | |
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Computer | iMac 27‟, 3.06 GHz Intel Core 2 Duo, 8 GB, OS X Version 10.6.7 |
D/A-Wandler | Prototype, Mytek |
Audioplayer | Amarra 2.3 |
Vorverstärker | Brinkmann Marconi |
Endstufe | Brinkmann Monos |
Lautsprecher | LumenWhite DiamondLight Monitors |
Kabel | HMS Gran Finale Jubilee, AudioQuest Wild Blue Yonder, Wildwood, Coffee |
Zubehör | PS Audio Power Plant Premier, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus |
HERSTELLERANGABEN CD-Player Ayre CX-7eMP | |
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Ausgänge analog | 1 x Cinch, 1 x XLR |
Ausgang digital | 1 x AES/ABU (XLR) |
Ausgangsspannung | 2,25 V (Cinch), 4,5 V (XLR) |
Abmessungen | 43,5/12/33 cm (B/T/H) |
Gewicht | 12 kg |
Garantie | 5 Jahre |
Preis | 3800 Euro Metallfernbedienung 300 Euro Aufpreis |
VERTRIEB Sun Audio Vertriebs GmbH | |
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Anschrift | Schneckenburgerstraße 30 81675 München |
Telefon | 089-479443 |
Internet | www.sunaudio.de |
info@sunaudio.de |