Der Prime Scout 21 kommt in einem unspektakulären Karton, doch sein Innenleben überzeugt mich sofort. Nach dem Öffnen bin ich von den insgesamt sechs genau angepassten Schaumstoff Einlagen stark beeindruckt: Hier wurde bis aufs kleinste Detail an Transportsicherheit gedacht und somit ist selbst bei Versanddienstleistern mit drei Buchstaben ein sicherer und unbeschädigter Erhalt – insofern die Sendung ankommt – gewährleistet. Nachdem ich jedes Puzzleteil in den Weiten unseres Wohnzimmers verteilt habe, mache ich mich daran, die vier Füße an der 48,2 mal 38,1 Zentimeter großen und 3,2 Zentimeter dicken MDF-Platte zu befestigen. Hierbei sticht mir die unterseitige Stahlplatte sofort ins Auge, die in ihrer Mitte mit dem Lager verschraubt ist. Dies bildet hierbei eine absolut feste Einheit und trägt dazu bei, dass keine Resonanzen und kein Biegemoment erzeugt werden. Die Unterseite der Zarge ist im Gegensatz zur schwarzen Oberseite weiß lackiert. Das erinnert mich doch sofort an manche Einlegeböden eines schwedischen Möbelhauses – was aber nicht weiterhin stört, da nach Aufstellung des Plattendrehers dieses schöne Farbspiel dank des Blickwinkel nicht mehr sichtbar ist.
Bei der aktuellen Version des Prime Scout gibt es im Gegensatz zum Vorgänger vier neue, höhenverstellbare Füße aus Aluminium mit zusätzlicher Gummidämpfung. Im Gegensatz zu den alten Tatzen in konischer Form ist hier eine leichtere Aufstellung gegeben und die neuen Treterchen tragen mit ihrer im Durchmesser von über einen Zentimeter größeren Auflagefläche zur besseren Isolation bei. Die Ausrichtung der vier Füße stellt kein Problem dar und nach wenigen Minuten steht das Chassis plan. Der fast fünf Kilogramm schwere Plattenteller ist aus 6061 Aluminium gefertigt, das im Flugzeugbau verwendet wird und mit seiner Feinheit eine andere Schwingungsausbreitung aufweist als normales Aluminium. Zur weiteren Dämpfung ist die Unterseite mit einer Schicht von PEEK (hochtemperaturbeständiger thermoplastischer Kunststoff) überzogen. Fest verbunden ist die Lagerbuchse aus grafitbeschichtetem Messing, die sich spielerisch leicht auf die Edelstahlachse des Lagers setzen lässt. Die Achse besitzt einen Härtegrad von 60 Rockwell, was in etwa dem Härtegrad eines hochwertigen Kochmessers entspricht. Es wird empfohlen, einmal im Jahr das edle und wohl auch über Jahrzehnte haltbare Lager mit etwas Teflon-Fett einzuschmieren.
Als Zubehör dabei ist eine Standard-Filzmatte mit VPI Logo, zusätzlich habe ich von Audio Reference eine Carbon Matte erhalten. Darüber hinaus gibt es eine hervorragend verarbeitete Plattenklemme aus Edelstahl und Delrin. Die Kombination aus dem perfekt gefertigten Teller in Kombination mit Matte, Schallplatte und Klemme führt dazu, dass so gut wie keine Eigenresonanzen mehr auftreten können, die den Klang negativ beeinflussen. Der Teller wird angetrieben von einem separaten Motor, der keine Vibrationen an den Plattenspieler weitergeben kann. Ein Anschlusskabel für den Motor suche ich vergebens: Dann gehe ich mal an meinen Zubehörschrank und entscheide mich für das Netzkabel Supra LoRad 2.5 MK II.
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