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PS Audio DirectStream Power Plant 20

30.12.2019 // Wolfgang Kemper

PS Audio genießt auch deshalb einen guten Ruf, weil man die Geräte der Amerikaner auf einfache Weise per Software aktualisieren kann. So auch beim Flaggschiff Power Plant 20, das den Strom neu aufbereitet. Es wurde kürzlich zusätzlich mit neuer Technik aktualisiert.

Diese Aufwertung passierte genau in der Zeit, als der P20 bei Dirk Sommer zum Test stand. Laut dem deutschen Importeur HiFi2Die4 ist die Verbesserung durch die internen Änderungen so deutlich, dass Dirk Sommer seinen Test nicht veröffentlichte. Glück für mich. Denn jetzt habe ich das Vergnügen, mich mit diesem Wechselstrom-Regenerator zu beschäftigen. Mit einem Preis von 12.360 Euro zielt der DirectStream Power Plant 20 auf eine eher kleine Zielgruppe von Hifi-Enthusiasten. Im professionellen Bereich hat der P20 auch in Deutschland mehrfach Einzug in den Studio-Betrieb gehalten. So benutzt ihn auch Pauler Acoustics – Stockfisch Records. Aber gut zu wissen und sehr tröstlich ist die Tatsache, dass die Modelle DirectStream Power Plant 15 und 12, sowie der Stellar Power Plant 3 sozusagen aus dem gleichen Holz geschnitzt, jedoch weit weniger kostspielig sind. Ihr Nachteil besteht gegenüber unserem Testgerät allein darin, dass weniger Leistung und weniger Netz-Anschlüsse zur Verfügung stehen. Benötigt man nicht die 2.000 Watt Dauerleistung eines P20, ist eines der preisgünstigeren Modelle eine probate Alternative. Werden die gebotenen 2000 Watt benötigt, sollte die Haussicherung entsprechend ausgelegt sein. Zum Lieferumfang des DirectStream Power Plant 20 gehören neben der Bedienungsanleitung, die man wirklich benötigt, um alle Optionen zu nutzen, ein Standard-Stromkabel mit gut 1,8 Meter Länge, eine Fernbedienung, eine SD-Card für das Aufspielen der Betriebssoftware, und ein Ferrit-Rauschunterdrücker für das einfache Netzkabel.

Mit dem PS Audio DirectStream Power Plant 20 holt man sich ein richtiges Kraftwerk ins Haus, auch optisch
Mit dem PS Audio DirectStream Power Plant 20 holt man sich ein richtiges Kraftwerk ins Haus, auch optisch

Über seine Erfahrungen mit den Wechselstrom-Regeneratoren von PS Audio schrieb Dirk Sommer seinerzeit: „PS Audios Power Plant Premier war der erste Netzregenerator, der meinen damaligen Endstufen, Brinkmanns feinen Monoblöcken, zu besserem Klang verhalf. Das war beim P5 nicht anders. Ayons Epsilon überforderten ihn jedoch. Spätestens wenn man den P20 in den Hörraum schafft, ist man sicher, dass ihm auch bei anspruchsvollen Endstufen nicht die Puste ausgeht. Der Power Plant Premier hat übrigens noch immer nicht ausgedient, auch wenn er nur sporadisch zum Einsatz kommt: Er ist in einem stabilen Flightcase montiert und begleitet meine Gattin und mich zu fast allen unseren Aufnahmen. Gerade in Clubs mit aufwendigen Lichtinstallationen ist es unverzichtbar, das Equipment für den guten Ton mit sauberem Strom zu speisen. Er arbeitet ebenso wie der P5 nach dem gleichen Prinzip wie jetzt der P20: Die Wechselspannung des Netzes wird mit einem, beim P20 von einem FPGA per DSD erzeugten Sinus verglichen, der laut Produktinformation der sauberste, verzerrungsärmste sein soll, der weltweit in einem Netzregenerator zum Einsatz kommt. Die Differenz zwischen der realen Wellenform und dem idealen Sinus ergänzt dann der P20 so, dass an den 13 Steckdosen im Ergebnis eine Wechselspannung mit maximal 0,5, typischerweise aber nur 0,1 Prozent Störungen anliegt. Auf diese Weise braucht der Netzregenerator nur einen Bruchteil der von den angeschlossenen Geräten benötigten Leistung aufzubereiten. Das passiert natürlich ganz klassisch: Die Energie aus dem Netz wird zu möglichst reinem Gleichstrom gewandelt und aus diesem erzeugt eine kräftige Endstufe das Differenzsignal zwischen dem perfekten Sinus und der realen Wellenform der Netzspannung.

Über 13 Schuko-Steckdosen besteht reichlich Anschlusspotential. Vier von ihnen sind als HC für leistungshungrige Komponenten ausgelegt
Über 13 Schuko-Steckdosen besteht reichlich Anschlusspotential. Vier von ihnen sind als HC für leistungshungrige Komponenten ausgelegt


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