Wesentlich mehr Gewicht als das Argon bringt das JIB Boaacoustic Silver Actinium auf die Waage. Es ist nicht rund, sondern rechteckig. Die „flache“ Seite ist mit dreizehn Millimetern beinahe so stark wie der Durchmesser des Argon. Die breite Seite habe ich mit 27,5 Millimetern gemessen. Trotz seiner stattlichen Masse ist das Kabel recht beweglich. Wie der Name erwarten lässt, ist das Silver Actinium um symmetrisch angeordnete Leiter aus versilbertem Kupfer S-OCC 6N aufgebaut. Das monokristalline Rohmaterial kommt aus Japan. Dies gilt genauso für das Argon und die seinerzeit getesteten Digitalkabel. Die beiden Leiter bestehen im Kern aus acht Adern OF-Kupfer (4N) von 0,2 Millimeter Stärke, umgeben von 28 Adern versilbertem 6N-OCC-Kupfer mit insgesamt 20 AWG. Isoliert wird dieses Leiter-Bündel mit einem 4,5 Millimeter durchmessenden Mantel aus HD- und LD-Polyethylen. Darüber liegt eine Aluminium-Folie mit einem Kupfer-Geflecht, gefolgt von einer Hülle aus leitendem PVC. Diese ist wiederum mit einem Kupfergeflecht umgeben. Abschließend umkleidet den Leiter eine Hülle aus Perl-Gold-PVC in einer weiteren Folie aus Aluminium. Beide Leiter-Gebilde ruhen dann fest vergossen in einem Träger aus Perl-Gold-PVC mit den rechteckigen Proportionen 27,5 mal 12,5 Millimeter. Den Abschluss nach außen bildet dann das sichtbare, schwarz-weiße Baumwoll-Gewebe.
Das Silver Actinium, das werksseitig mit verschraubten und verchromten Gabelschuhen konfektioniert ist, wird in einer soliden, aber nicht übertrieben teuren Verpackung geliefert. Das gilt übrigens für alle JIB Boaacoustic Kabel, die mir bislang begegnet sind. In einer beiliegenden Kunststoff-Dose befinden sich acht verchromte Feder-Bananen-Stecker. Sie können bei Bedarf ganz einfach gegen die Gabelschuhe ausgetauscht werden. Man schraubt die Gabelschuhe – ganz wie man möchte – an einem oder an beiden Kabelenden ab und die -bananas auf. So ist man für jede Anschlusssituation gut gerüstet. Wegen der Masse dieses stattlichen LS-Kabels kann es sein, dass nur die Gabelschuhe eine zuverlässigere Verbindung am Verstärker garantieren, weil es die Bananas schlichtweg aus den Verstärker-Buchsen ziehen kann, wenn es an deren Passgenauigkeit hapert und das Kabel ungünstig liegt. Berücksichtigen sollte man die vorgesehene Laufrichtung des Kabels, die sich insbesondere durch die gezogenen, monokristallinen Leiter ergibt. Die Laufrichtung ist deutlich an der Pfeil-Kennzeichnung zu erkennen. Die Markierung befindet sich auf den Karbonhülsen, wo das Kabel auf die beiden Plus- und Minus-Enden aufgeteilt wird. Die vorgegebene Laufrichtung ist Merkmal aller Boaacoustics, also auch des Argon.
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