Wolfgang Muthspiels Album war für mich und das XtraX ja eher ein wenig Entspannung, deshalb muss es sich jetzt etwas größeren Anforderungen stellen. Auf dem Teller des LaGrange liegt Jonas Hellborgs Elegant Punk und die Nadel senkt sich in die Einlaufrille vor „Drone“: Die Frequenzen in der Regionen, in die kein Kontra- oder viersaitiger E-Bass hinunterreicht, bringt das Vertere sehr kontrolliert und sauber rüber. Den ein oder anderen Impulse auf „Little Wing“ allerdings haben deutlich teurere Abtaster mit Saphir- oder Diamant-Nadelträger, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, einen Tick knackiger rübergebracht. Dafür verwöhnt das XtraX selbst bei dieser schon extrem malträtierenden Scheibe mit niedrigen Laufgeräuschen in der Rille. Ob es daran liegt, dass der Hall im imaginären Raum so klar zu hören ist? Die tieffrequente Impulsfolge auf „It's The Pits, Slight Return“ meistert das Vertere mit Bravour: Das Klangbild wird perfekt durchgezeichnet, da gibt es kein noch so winziges Nachschwingen: absolut überzeugend!
Recht lange habe ich „Asturias“ vom Reissue der Decca SXL 6355, Albéniz – Frühbeck de Burgos, Suite Española, nicht mehr aufgelegt, was ich hiermit nachhole: Anfangs sorgen die Streicher für Tempo, drängend doch ohne Schärfe und Nervosität. Dann setzen die Pauken rhythmische Akzente, bevor die ungemein prägnanten Bläsersätze die Luft zerschneiden. Oft sind sie nur als kraftvolle Impulse wahrzunehmen, aber dem XtraX gelingt es, dabei auch die Farbigkeit des Blechs zur Geltung zu bringen. Gegen Schluss des wilden Crescendos sind die unterschiedlichen Standort der Großen Trommel und der Pauken weit hinten auf der Bühne zu verorten. Das Vertere begeistert mit seiner gelungenen Mischung aus Dynamik, Tieftonenergie, Raumdarstellung, Feinzeichnung und Detailfreudigkeit: Es stellt die Musik in den Vordergrund und nicht irgendeine seiner Fähigkeiten.
In welche Schublade passt das XtraX denn nun am besten? Da seiner ausgeprägten Spielfreude vergleichbar beeindruckende Leistungen in allen anderen Bereichen gegenüberstehen, kommt für mich nur die Numero zwei in Frage: Das Vertere leistet sich nirgendwo eine Schwäche und reproduziert zuverlässig die Informationen, die es aus der Rille liest.
Gehört mit
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Laufwerk | Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil |
Tonarm | AMG 12JT, Thales Simplicity II, Thiele TA01 |
Tonabnehmer | DS Audio DS-W3, Lyra Etna und Olympos SL |
Phonostufe | Einstein The Turntable‘s Choice (sym), DS Audio DS-W3 |
Vorstufe | WestminsterLab Quest |
Endstufe | Einstein The Poweramp |
Lautsprecher | Børresen 05 SSE |
Kabel | Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC und Tornado (HC), Dragon XLR, ForceLines, Ansuz Speakz D-TC Supreme und Mainz D2 |
Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Acapella Basis. Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Ansuz Sparks, Darkz Z2S, PowerBox D-TC SUPREME, Degritter MK II |
Herstellerangaben
Vertere XtraX
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Generatortyp | Moving Coil |
Ausgangsspannung | 0,45mV (bei 5 cm/Sek.) |
Frequenzgang | 10Hz – 45kHz |
Spulenimpedanz | 40Ω pro Kanal |
Empfohlenes Auflagekraft | 2,05g (1,90- 2,10g) |
Empfohlene Last | 850Ω - 1,5kΩ. 0 - 470pF (max.) |
Nadelträger | Aluminium, Teleskop-Konstruktion |
Magnettyp | Samarium-Kobalt |
Abstand Gewinde / Nadel | ≈ 7,8 mm |
Diamantschliff | Nude Micro Elliptical (7,5 x 15,5µm) |
Dynamische Nachgiebigkeit | 12 x 10-6 cm/dyne (@100Hz) |
Kanalgleichheit | >1dB |
Kanaltrennung | >28dB |
Generatorbefestigung | Vierpunktkontakt mit Edelstahl-Spike-Schrauben |
Gewicht | 11,2g |
Preis | 7.000 Euro |
Vertrieb
Beat Audio GmbH
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Anschrift | Hainbuchenweg 12 21224 Rosengarten Deutschland |
Telefon | +49 4105 6750500 |
Telefax | +49 4105 6750509 |
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Web | www.beat-audio.de |
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