Auch dieses Jahr wieder im Norden der Republik, die Norddeutschen Hifi Tage vom Hifi Studio Bramfeld. Inzwischen fest etabliert hat sich die Veranstaltung zu einer der größten und beliebtesten Hifi-Messen des Landes entwickelt.
Dieses Jahr wurde die Ausstellungsfläche erweitert es gab mehr Aussteller und wieder mehr Publikum, als in den letzten Jahren. Wer befürchtet hat, dass dies in den doch relativ engen Räumlichkeiten des Holiday Inn an den Elbbrücken jetzt ins Chaos führen würde, sah sich angenehm überrascht. Durch die Entzerrung mit einer weiteren Etage, gab es zumindest im unteren Bereich ein wenig mehr Platz, während es in den Etagen 16 – 18 noch etwas enger zuging. Dafür war die Organisation wieder erste Klasse, das flutscht inzwischen richtiggehend. Wolfgang Borchert vom Hifi-Studio Bramfeld und sein Team hatten alles souverän im Griff und haben – trotz der der Routine – immer noch diese ganz spezielle Freundlichkeit bei jeder auch noch so unmöglichen Frage.
Durch die Fülle von Neuheiten und auch neuen Ausstellern gab es manchmal noch einige Probleme mit der Raumakustik, was aber in der Nacht von Samstag auf Sonntag teilweise abgestellt wurde. Während sich die letzten Jahre Streaming-Audio in den Vordergrund gespielt hatte, was auch aus keiner Vorführung mehr wegzudenken ist, gab es auch wieder etliche reine CD-Player und viele Plattenspieler zu hören. Durch die friedliche Koexistenz der unterschiedlichen Medien war so wirklich für jeden etwas dabei. Auch die beachtliche Anzahl von Röhrengeräten trägt zur Vielfalt bei.
Was definitiv nicht besser geworden ist, ist die Musikauswahl in den Vorführungen. Wenn ich noch einmal die Eagles höre, drehe ich durch! Gerade im Hinblick auf das bemerkenswert insgesamt jüngere und internationalere Publikum hin – sogar Familien mit Kindern habe ich gesehen – wäre es schön, wenn sich hier mal etwas getraut und über den Tellerrand hinaus geguckt werden würde. Aber auch hier gab es natürlich einige Ausnahmen. Man sieht, Hifi lebt und in Hamburg ganz besonders.
Übrigens, das Wetter war zumindest am Samstag sehr untypisch: trocken und nicht nur bedeckt, dafür kalt – aber drinnen war es ja warm.
Das Original aus der Schweiz: Die Kithara von Precide mit Hochtöner von Oskar Heil. Kostenpunkt 6800,-
Bei Neat gab es die Iota Alpha mit Bändchenhochtöner für nur 1850,- das Paar und die zu bewundern, die mit ihrer Klangfülle verblüffte.
Das Oberteil heißt nur Iota, kostet 995,- das Paar und war leider nicht zu hören – aber hübsch
Rückkehr einer Legende. Der Cyrus One treib, ganz wie sein Urahn, die angeschlossenen Lautsprecher Souverän: mein persönlicher Wunsch zum Testen
Die brandneue Odeon Serafine für 7200,- das Paar spielte sehr überzeugend auf
Und das an der NAT SE1 mit nur einer 211a – 8000,-
Bei Input Audio gab es den Starter mit dem Unterbau ProDisk un dem Wand Tonarm für 3200,- zu sehen und zu hören. Als Tonabnehmer fungierte ein Nagaoka MP500
Zusammen mit Elektronik von Creek zeigt die Harbeth P3ESR SE raumfüllenden Klang – Größe zählt halt doch nicht immer
Tolles Comeback – der Elac Miracord 90 ist tatsächlich in Deutschland entwickelt worden und wird auch bei Elac gebaut. Aufgrund des großen Interesses kaum zu fotografieren. MIT Tonarm und Audioe Technica Abtaster gerade mal 2000,-
Wieder einmal großes Kino: Die Lansche Audio 3.1 mit nach oben abstrahelendem Plasma-Hochtöner
Spielte leider nicht. Das Laufwerk heißt Tone Tool und kostet 11900,-. Der Tonarm Studo kommt aus Niederkassel und kosten 2600,-. Der Tonabnehmer ist ein altes kaputtes AKG, falls jemand die Nadel abbricht
Große Skulptur mit fettem Coaxialchassis von Live Act Audio. Die genaue Bezeichnung wird nachgereicht – klang aber beeindruckend
Bei Genelec konnte man sehr schön sehen (hören) was eine Einmessung auf den Raum ausmacht, die Unterschiede waren dramatisch. Über die Vorhänge müssen wir aber noch mal reden
Eins meiner Messehighlights. Die kleinen, feinen, geradezu billigen Breitbandlautsprecher von Blue Planet Acoustic – demnächst mehr darüber bei Hifistatement
Die richtige Antwort auf kleine problematische Räume. Die Boenicke WS aus der Schweiz überzeugte trotz kleiner Abmessungen auf ganzer Linie
Computer Audio Design mit einem passiven Hochfrequenzfilter (rechts), der digitale Störungen eliminiert. Das Ganze wird dann über eine zentrale Erdung abgeleitet. Da muss man noch mal genauer hingucken
Ganz neu auf dem Markt, die Jern 14ES aus schwerem Druckguss.
Hier das gegossene Gehäuse...
Zusammen mit dem dazugehörigen Subwoofer im Set für 3200,-
Nobel bestückt, die Monitor Audio für PL 1000 II für 4300,-. Die Abdeckungen sind nur für das Foto abgemacht worden, an sich sollen die drauf bleiben
Das neue Spitzenmodell bei Phonar, die Veritas P 10 NEXT spielte auch im kleinen Hörraum sehr überzeugend
Daran war die Elektronik von GATO aus Dänemark nicht ganz unschuldig, hier der CDD-1, ein DAC mit CD-Transport
Lyravox aus Hamburg (Heimspiel) mit der Karl. Vollaktiv, DSP-geregelt, mit Bluetoth, Wandler, Streamer – eine digitale Kompaktanlage für 42.000,- - Großartig
Und von hinten
Die guten alten Dinge – ein komplett überarbeiteter Lenco L-75 mit Zu-Audio DL-103 – sehr hübsch und geht irrsinnig ab
Zu Soul Supreme – nicht gefilterter Breitbänder mit Druckkammer Hochtonhorn für 3000,- - laut und gut
Trotz riesiger Coaxialchassis in open baffle wohnraumtauglich. Die Spatial Audio M3 Turbo S Wood für 4500,-
Bei hifi12a in einer Reihe, die Stirling Broadcast LS 3/5a V2 mit AB-2, die SB-88 und die LS 3/6 – jeder auf seine Art der Vorfahren würdig
Hier wurde auch endlich mal mit ordentlichem Plattenmaterial vorgeführt – soulines Elgar mit Jelco-Arm, Goldring System Staement of Sound LP von unserem Chefredakteur
Etwas knüddelig in der Präsentation, aber trotzdem gut, der RHA CC1 Ceramic für 450,-
Dazu der schlichte DAC AMPL1 für 550,-
Rockte das Hotelzimmer, der Breitbänder mit integriertem Subwoofer in der Audium für 4500,-
Dazu reichte der FEZZ Audio Röhren Vollverstärker aus Polen mit 6SN7 und 300B für gerade mal 2450,- vollkommen aus
Irgendwo im Durchgang stehend und leider nicht angeschlossen. Den Elipson Omega mit interessanten Detaillösungen gibt es ohne alles ab 400,-, mit integriertem Phonpre und DAC und USB-Ausgang für 600,-
Die XTZ 99.36 mit Fountec Bändchen und Excel Bestückung ist mit 1600,- das Paar schon sensationell günstig
Die neue Spirit 11 für gerade mal 850,- das Paar ist schlichtweg sensationell
Klingt er besser, oder sieht er besser aus? Der Mastersound 845 Monoblock plus
Diapason NEO. In Verbindung mit dem Mastersound DueVenti involvierend und ihrer Größe geradezu spottend
Schönheit hinter Glas: Koetsu Tonabnehmer
Bei Transrotor im Vertrieb, der neue SME 15A schonmit der Aufhängung der größeren Modelle 20 und 30
Amtlich, der Air Force III für 26.000,- Daruaf der neue Einstein Tonarm „The Tonearm“ für 6200 – darüber sicher bald mehr auf Hifistatement
Ganz neu bei Einstein, de Phone Amp mit externem Netzteil für 10.000,-
Mit Spannung erwartet, der neue NAD Vollverstärker C338 – demnächst bei Hifistatement
Zum Anfassen – Pro-ject bietet Eiblick in den „Classic“ Plattenspieler
Den RPM 10 Carbon gibt es am Stück zu sehen
Focal mischt mit dem Elear für 2000,- im Kopfhörermarkt mit. Vorgeführt würde am Naim-Streamer
Triangle aus Frankreich war mit den Reihen Elara, Esprit EZ und Signature leider nicht zu hören – vielleicht nächstes Jahr?
Neue Microkomponenten von Musical Fidelity – hier Phonostufe, DAC und Kopfhörerverstärker
Das erste nicht verzinnte Kabel von Supra. Das XL Annorum kostet 650,- auf 2 x 3,5 Meter
Analog lebt mit dem PE 4040 und dem Thorens TP 42 für 4000,-
Für die Hälfte gibt es bereits den PE 1010
Klassischer CD-Player und Vollverstärker bei Trigon. Die neuen Geräte aus der Exxact-Reihe
Unaufgeregt gut, die Verity Audio Finn mit handgeölter Wallnusoberfläche für knapp 7000,-
Bei klassischem Hamburger Schietwetter geben die Norddeutschen HiFi-Tage den Auftakt zum HiFi-Jahr 2020. Wie üblich finden sich bei vielen Herstellern Vorseriengeräte, deren eigentliche Veröffentlichungen für die High End in München geplant sind. Nicht nur deshalb ist es lohnend, der Hotelmesse in Hamburg einen Besuch abzustatten. Alle Leser, die schon sehnsüchtig auf die von mir im letzten Jahr versprochene Strichliste mit den größten audiophilen Nervsongs warten, muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Die Musikauswahl auf…
Nachdem der Kollege Carsten Bussler Ihnen seine Eindrücke von den Norddeutschen HiFi-Tagen 2020 aus den oberen drei Etagen im Holiday Inn schon am Sonntag berichtete, möchte ich Ihnen heute die Ausstellungen der Etagen zwei und drei sowie eines Teils des Erdgeschosses nahebringen. Wie immer war ich auf der Suche nach Besonderheiten und Neuem. Die NDHT sind den Herstellern und Vertrieben bedeutend genug, um neue Produkte vorzustellen, oft noch als Vorserien-Modelle wie in diesem Jahr bei…
Beim Zählen der Kerben im Holzstab für die Norddeutschen HiFi-Tage bin ich mittlerweile bei 15 angekommen. Das Schnitzen der Kerben für die Anzahl der Marken hingegen ist mir inzwischen zu mühselig geworden: Laut Veranstalter sind dieses Mal 399 Branchenvertreter präsent und damit fast so viele wie im Rekordvorjahr. „What the hell! It‘s crowded!“ hörte ich einen ausländischen Messebesucher schimpfen. Messe?! Nun, den Begriff „HiFi-Tage“ finde ich bei Leibe nicht mehr passend angesichts der Größe dieses…
02.02.2020
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