Klingt bisher alles nicht so aufregend? Wie heißt es so schön, das Gute daran ist das Gute darin! Die ankommenden Signale werden über eine Hochfrequenzdrossel erst mal von etwaigem Dreck befreit und dann über CMOS-Schalter umgeleitet. Kommt aus der Studiotechnik, schaltet verlustfreier als herkömmliche Schalter oder Relais und produziert auch weniger Geräusche. Eine aufwendige, aber dem Anspruch angemessene Lösung. Die Eingangswahl wird digital gesteuert, der zuletzt gewählte Eingang in einem EPROM abgespeichert. Im eigentlichen Verstärkungszweig kommt ein stromrückgekoppelte Operationsverstärker – hier als „Current-Feedback-Topologie“ bezeichnet – zum Einsatz. Zwei Transistoren, invertiert und nichtinvertiert, kümmern sich um die Signale. Auf diesem Weg können auch bei wenig Gegenkopplung eine hohe Bandbreite und Anstiegsgeschwindigkeit gleichzeitig realisiert werden. Die einzelnen Baugruppen sind vorbildlich getrennt ausgeführt, die Platinen mit einer eigenen Masseführung beschichtet. Mit zweimal 75 Watt an acht Ohm ist der CIA-1 nicht unbedingt übermotorisiert, das Netzteil und der ganze Boden als Kühlfläche dafür reichlich dimensioniert.
Für den Betrieb an Lautsprechern unterschiedlichen Wirkungsgrades werden zwei verschiedene Potentiometer angeboten. Ein linear und ein logarithmisch arbeitendes. Letzteres ist im Testexemplar verbaut und bietet neben sehr genauem Gleichlauf auch einen weiten Regelbereich. Dies hat auch den Vorteil, dass durch einen beherzten Dreh am Lautstärkeregler nicht gleich die Wände wackeln. Diese Ausführung ist besonders für Umsteiger von Röhrenverstärkern mit Hochwirkungsgradlautsprechern gedacht, die zur ausgemachten Zielgruppe der Österreicher zählen.
Bei der Inbetriebnahme des Crayons sollte man sich ein wenig Zeit nehmen. Nach dem Einschalten fährt das Motorpotentiometer den Lautstärkeregler herunter und die Leuchtdioden der Eingänge an der Front laufen erst mal eine Weile vor sich hin, um dann irgendwann den vormals gewählten Eingang freizugeben. Ein Hinweis zum Kaltstart: Schaltet man den Verstärker über den eigentlichen Netzschalter und über den Stand-By Schalter ein und gleich danach hart aus und wieder ein (macht man an sich nicht, aber die Kinder…!), knallt es doch nicht unerheblich aus den Lautsprechern. Also etwas Besonnenheit an dieser Stelle. Die Umschaltung der Quellen erfolgt allerdings dann komplett geräuschlos. Ist der Phonoeingang gewählt, quittiert der Crayon dies mit der Beleuchtung der „MC“-Anzeige auf der Front – auch wenn die Phonostufe auf Moving-Magnet Systeme eingestellt ist.
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