Ja, knapp 50 Bilder von der Messe in Warschau waren an dieser Stelle kürzlich schon zu sehen – und zwar noch während des ersten Messetages am Freitagabend und deshalb ohne Bildunterschriften. Dafür reichte die Zeit wirklich nicht. Jetzt folgt eine Fülle von Fotos inklusive der wichtigsten Information in Schriftform.
Den ersten kurzen Artikel über die Audio Video Show zählen wir nicht als vollwertigen Teils des Messeberichtes. Deswegen haben wir ihn auch als Appetithäppchen bezeichnet. Es dürfte gewiss nicht auf dieses zurückzuführen sein, dass man – wie nicht wenige Aussteller berichteten – in den Vorführräumen auf eine beträchtliche Zahl deutschsprechender Besuche traf. In den letzten beiden Jahren hat sich die Attraktivität der Messe eben auch hierzulande herumgesprochen.
Auch heuer wieder hatten Adam Mokrzycki und sein Team die Veranstaltung nahe perfekt organisiert. Mit der Melange aus klassischer Hotelmesse und der prestigeträchtigen Präsentation im Nationalstadion konnten sie Newcomern, kleinen Manufakturen und großen Herstellern gleichermaßen gerecht werden. Leider bietet das Hotel Sobieski größere Säle nicht in der benötigten Anzahl. Deshalb musste auch noch die Konferenzetage des nahegelegene Golden Tulip miteinbezogen werden.
Der Veranstalter bezifferte Anzahl die Ausstellungsräume auf insgesamt 160. Da war es trotz des gut funktionierenden Bus-Shuttles nicht einfach, während der zweieinhalb Tage alle Zimmer zu besuchen. Und das gilt ganz besonders, wenn man wie meine Gattin und ich an zweien der Tage auch noch je drei Präsentationen zu den Themen Aufnahme und Tonträgerproduktion durchführte. Mit anderen Worten: Es dürfte knapp ein Dutzend Räume gegeben haben, die uns entgangen sind.
Nach der High End, den Westdeutschen Hifi-Tagen und dem Analogforum in Krefeld konnte man natürlich nicht in jedem Zimmer Neues entdecken, weshalb nicht wir nicht in jedem Raum Fotos gemacht haben. Einige der Bilder, die die bekannten Gesichter der Entwickler zeigen, sollen lediglich kommentieren, welche Anziehungskraft die Show auf Hersteller aus aller Welt ausübte, mit den anderen möchten wir Sie mit polnischen oder aber hierzulande wenig bis gar nicht verbreiteten Produkten bekannt machen. Entsprechend unterschiedlich fällt die Länge der Bildunterschriften aus.
Touraj Moghaddam hatte das Vertere Laufwerk RG1, den Reference Arm und die Basis Stage mit nach Warschau gebracht. Preis für das analoge Traum-Trio: Fast 75.000 Euro. Er führte mit FM Acoustic-Elektronik und Natural Sound Lautsprechern vor
Dieser Lautsprecher der polnischen Manufaktur Natural Sound ist mit ein 18-Zoll-Tief- und einem 12-Zoll-Mitteltöner mit Papiermembranen bestückt. Der Air Motion Transformer stammt von Mundorf. Der Paarpreis liegt bei 20.000 Euro
Die Natural Sound besitzt eine externe Frequenzweiche und arbeitet als Dipolstrahler mit Nieren-Charakteristik, wie mir Miro Krajnc, ihr Entwickler, erklärte. Falls Ihnen der Name bekannt vorkommt, liegt das wahrscheinlich daran, dass Miro Krajnc auch für die Entwicklung der Ubiq Model One verantwortlich war, die Kollegen Kemper beim Test begeisterte
Miro Krajnc vor den Natural Sound Prima Vera, in der er Feldspulen-Chassis von Maxonic aus Japan verwendet. Ihr Preis 45.000 Euro
Gerhard Hirts engagierte Vorführungen waren immer voll besetzt. Dabei ging es auch um das neue Topmodell von Lumen White
Mindesten ebenso interessant ist das neue Spitzenmodell bei den Vorstufen: die Ayon Conquistador. Das doppelstöckige Gehäuse für die Signalverarbeitung beherbergt zwei Ayon A45 Mesh pro Kanal
Der Preis der Conquistador steht noch nicht fest, dürfte inklusive des Röhrennetzteils aber jenseits der 50.000 Euro liegen
Nautilus importiert die ZYX Tonabnehmer nach Polen. Das erste Ultimate Diamond feierte in Warschau seine Europapremiere. Es besitzt – wie man auf dem Foto mit den Appetithäppchen zur Audio Video Show noch besser erkennt – einen Nadelträger aus Diamant, und das ist ein Grund für den Preis von 12.000 Euro
Auch schon zur Mittagszeit fand man bei Nautilus diese spezielle Art der individuellen Klangverbesserung
Der schon auf der High End gezeigte Marantz PM-10 hat nun fast die Serienreife erlangt. Der Vollverstärker besitzt drei Netzteile und arbeitet vollsymmetrisch. Er ist eine Kombination aus Vorstufe und zwei Mono-Endverstärkern, jeweils in Brückenschaltung. Preis 8000 Euro
Dieser SA-10 SACD-Player ist bereits eine Serienversion. Er kann auch als D/A-Wandler verwendet werden. Alle Signale von den Eingängen oder der CD oder SACD werden auf vierfach-DSD oder 11,2 Megahertz hochgerechnet und dann mit einen Delta-Sigma-Modulator plus Tiefpassfilter in die analoge Welt konvertiert. Der Player/Wandler, für dessen Arbeitsweise ein Patent beantragt wurde, seht mit 7000 Euro in der Preisliste.
Tannoy war unter anderem mit den Kingdom Royal vertreten. Das coole Design mag vielleicht besser zu modernen Einrichtungen passen, ich ziehe das klassische Erscheinungsbild vor
Quadral präsentierte sich in einer der noblen Business-Lounges des Nationalstadions
440 Audio ist ein Familienbetrieb aus Tschechien, der seit 20 Jahren Plattenspieler unter anderem aus natürlichen Materialien herstellt. Das elegante Topmodell mit Elektronik von Pro-Ject kostet je nach Ausführung zwischen 12.000 bis 14.000 Euro
Das Einstiegsmodell von 440 Audio ist der G1 Classic für 3.500 Euro
Die B&O Beolab 90 kann das Signal kabellos empfangen, war hier aber mit CAT-7-Leitungen verbunden. Die eingebauten Verstärker besitzen eine Gesamtleistung von 8200 Watt. Die Beolab 90 ist der erste Lautsprecher, der von Akustikingenieuren entwickelt und dann von Designern „verpackt“ wurde, verriet ein Firmenvertreter
Die beeindruckende La Sphère von Cabasse war in der MkII-Version zu hören
Pawel Skulimowski präsentierte diese Steckdosen-Skulptur in Gold. Der Strom wird nicht gefiltert, bei Franc Audio Accessories steht die Resonanzkontrolle im Vordergrund
Auf der Basis von Franc Audio Accessories ruht die Tenor Endstufe, unten im Rack der Schwingungsspezialisten stehen ein Netzteil, eine Vor- und eine Phonostufe von Tenor
Im Nationalstadion konnte man auch eine Menge interessantes Vinyl finden – wenn man sich nicht vom Blick auf die Skyline der Stadt ablenken ließ
Ein passendes Abspielgerät für die Vinyl-Schätze wäre der Premier Starter von J. Sikora, der ohne Arm zum Preis von 7000 Euro den Besitzer wechselt. Das Besondere der Sikora-Laufwerk ist der Materialmix zu Resonanzkontrolle
Die Basis besteht aus Schichten aus Aluminium, Bronze und Messing, der Teller aus verschiedenen Alulegierungen, Stahl und POM
Der J. Sikora Reference wir von vier Motoren angetrieben und kostet – falls kein Übersetzungsfehler vorliegt – unglaubliche 11.000 Euro
Avantgarde Acoustic war mit der teilaktiven Duo XD vertreten
Mittel- und Hochtonbereich der Duo wurde vom hauseigenen Vollverstärker angetrieben
Russell Kaufmann war lange Zeit für B&W tätig, heute lässt er in Polen seine eigene Lautsprecher-Linie fertigen. Hier steht er neben der Red 150. Russell K. wird hierzulande von Robert Ross vertrieben
Einen der schönsten Vorführräume im Golden Tulip gestaltete Grobel Audio. Hier kam die Musik von einer Revox PR 99, die Verstärkung übernahm ein Jadis A50
Grobel Audio vertreibt die Lautsprecher von Franco Serblin, der durch seine Sonus Faber Lautsprecher bekannt wurde. Die Franco Serblin Linea klingt trotz ihres ebenso eleganten wie kleinen Gehäuses ungeheuer erwachsen und auch bei höheren Lautstärken noch entspannt. Ihr Preis: 4500 Euro
Sveda Audio fertigt Monitore für den professionellen Einsatz und nun auch Modell für die Heimanwendung. Die Blipo außen und die Neon innen stehen jeweils mit 5000 Euro in der Preisliste
Die Sveda Audio Lautsprecher werden nicht – wie ihr Name nahelegen könnte – in Schweden, sondern in Polen gefertigt. Sie heißen nach ihrem Entwickler Arek Szweda
Louis Desjadins neben seinem Kronos Pro mit Kondensator-Stromversorgung
Spezielle Füße sorgen dafür, dass das Netzteil unter das Laufwerk passt. Der Aufpreis für neue Netzteil beträgt in den USA 13.500 Dollar
Die neue Stromversorgung verfügt über zwei Kondensatorbänke, die abwechselnd den Motor speisen und geladen werden. Ein Laufwerk samt großem Netzteil ist zum Test bestellt
Beim Vertrieb des Kronos, rcm audio, stand auch dieser Air Force Three mit einer sehr interessanten Arm-Bestückung
rcm audio führte in einem seiner Räume mit großen Schallwandlern von Gauder Akustik an Vitus Audio Monos vor
Dr. Roland Gauder und seine Kreation
Im zweiten Raum von rcm audio spielten Trax Endstufen an Trax Lautsprechern, die aus den Mittelhochton-Einheiten und den separat erhältlichen Woofer-Modulen bestehen. Der Paarpreis der Kombination lieg knapp über 40.000 Euro
Das Döhmann-Laufwerk mit dem von Frank Schröder entwickelten Tonarm lieferte die Signale für die Thrax-Kette
Die Holophony Number 2 besitzt einen Wirkungsgrad von 98 Dezibel. Der Paarpreis liegt bei 11.400 Euro. Vorgeführt wurde auch hier mit einer Revox PR 99
Mytek-Chef Marcin Hamerla und sein Team präsentierten den Brooklyn II mit dem neusten ESS Sabre Chip-Satz und MQA-Decoder
Hier der Blick ins Innere eines effektvoll illuminierten Brooklyn II
Am zweiten Messetag wurde im Inneren des Nationalstadions die Eislaufsaison eröffnet
Jede Messe, die heute auf sich hält, bietet auch einen Bereich für Kopfhörer-Fans
Dass man damit richtig lag, zeigen die zahlreichen interessierten Besucher
Es fehlte keiner der namhaften Kopfhörer-Hersteller. Natürlich zeigten einige Elektronikfirmen ihre Kopfhörerverstärker aber auch in den Räumen mit ihrem Gesamtprogramm
Fostex stellte diesen Kopfhörerverstärker mit 300B-Bestückung zum Preis von 10.000 Euro vor
Die aktiven, digital entzerrten Monitore von kii sind natürlich auch in Polen zu haben
Audiovector gab sich farbenfroh
Auch bei Audiovector sorgte der Einsatz von Akustikelementen für einen guten Sound trotz der Glasfront hinter den Lautsprechern
Am ersten April-Wochenende dreht sich auch in diesem Jahr in Moers wieder alles um das Thema Plattenspieler und Tonband. Am 5. und 6. April 2025 veranstaltet die Analogue Audio Association im Van der Valk Hotel Moers das Analogforum PLUS Analogforum PLUS heisst: deutlich mehr Aussteller – plus 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und Ausstellungsfläche, ein zusätzlicher, dritter großer Veranstaltungssaal mit Konzerten und umfangreichem Rahmenprogramm sowie weitere Neuigkeiten im Beiprogramm, die zum jetzigen Zeitpunkt noch…
Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr begann die High End Society auch heuer ihren Messereigen mit der eintägigen World Of Headphones in Heidelberg. Der Tankturm, aus dem früher Dampflokomotiven mit Wasser versorgt wurden, hatte sich als Ausstellungsort bewährt und wurde auch diesmal von einer Vielzahl von Kopfhörer-Enthusiasten besucht. Die Atmosphäre auf einer Kopfhörerausstellung unterscheidet sich deutlich von der einer üblichen Messe. Während bei letzteren viele Zuhörer recht unverbindlich mal einen Raum betreten und nach…
Wie schon im letzten Jahr ist die WORLD OF HEADPHONES im Tankturm in Heidelberg die erste Messe des Jahres, die die High End Society veranstaltet. Sie findet am Samstag, den 15. März, statt, dauert also wie das letzte Mal nur einen Tag. Das muss sich bewährt haben, denn anschließend wurde die WORLD OF HEADPHONES in Essen auch auf einen Tag verkürzt. In ihrer Ankündigung führt die High End Society – ebenfalls wie im Jahr 2025…
10.03.2025
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